Fußball für Bambinis. Interesse? Dann klick >>> hier <<<

4. Spieltag: SV Schott Jena – Westvororte/JFC 2:1 (0:0)

Den Freitag nicht vergoldet 💙

(29.08.2021) Mit viel Spannung, Aufregung und gemischten Gefühlen ging es in dieses Wochenende. Mit einem ausgeglichenen Ergebnis geht es wieder raus. Wenn wir in der nächsten Woche die vergangenen drei Tage noch einmal Revue passieren lassen, können wir sicherlich insgesamt zufrieden sein. Mit dem Spiel heute allerdings nicht.

Nicht im Entferntesten konnte man an die Leistung vom Derbysieg anknüpfen. Unsere Jungs haben in jeder Hinsicht das, was uns am Freitag ausgezeichnet hat, vermissen lassen.

Am Ende hat heute in Jena mit dem SV Schott die bessere Mannschaft gewonnen. Die Unordnung, die das Spiel auf beiden Seiten zu Beginn prägte, konnten unsere Jungs über den gesamten Zeitraum nicht so richtig ablegen. Richtig gute Chancen blieben Mangelware, auch wenn es die ein oder andere Möglichkeit gab, die man leichtfertig liegen ließ.

Auch der SV Schott Jena bekleckerte sich nicht mit Ruhm, erzielte aber, und das ist im Fußball entscheidend, ein Tor mehr. Das heutige Spiel war bezeichnend dafür, dass, wenn wir nicht mindestens 100 % oder gar etwas mehr auf den Platz bringen, abermals ein schweres Jahr vor uns liegt.  Schott wittert aufgrund vieler Unzulänglichkeiten und unseren Ballverlusten im Vorwärtsgang jetzt die Chance. Vorerst kann Bierbaum zweimal das 0:0 noch retten.

Jetzt wir mit den ersten beiden Möglichkeiten. Klammt setzt sich nach überragenden Diagonalpass von Struz durch. Sein Ball kommt aber nicht an. Nach der folgenden Ecke verpasst Sippel ganz knapp. Insgesamt ist das Spiel nach gut 15 Minuten noch sehr hektisch. Viele Fehlpässe.

Jetzt haben wir endlich mal schnell gespielt. Bierbaum auf Struz. Der dreht auf und passt auf Schumann. Der lässt noch einen Gegenspieler stehen und spielt Rehnelt schön in den Lauf. Der Abschluss allerdings ist zu schwach, so dass der gegnerische Torhüter keinerlei Probleme hat und sicher pariert. Jetzt Freistoß für Schott. Die bis dato größte Chance im ganzen Spiel. Aber der Kopfball des völlig frei stehenden Jenaers geht knapp am langen Pfosten vorbei. Jetzt haben wir aber so richtig Glück gehabt.

Dann wieder mal ein schöner Spielzeug von unseren Jungs. Rico Heuschkel wird etwa 20 m vor dem Strafraum, nachdem er zwei Spieler hat aussteigen lassen, gefoult. Der Freistoß von Bosse Struz segelt mit Gefühl in den Strafraum. Christian Kruschke rutscht am langen Pfosten  knapp vorbei. Das wäre es kurz vor der Pause gewesen. Mit einem gerechten 0:0 geht es aber in einem wenig ansehnlichen Spiel die Kabinen.

Im zweiten Durchgang sind kaum zwei Minuten gespielt, als uns der Gastgeber auskontert und Max Gehrmann überlegt zum 1:0 einschiebt. Wir sind noch nicht richtig da. Irgendwie kommen wir heute nicht so richtig in die Zweikämpfe. Wir sind immer einen Schritt zu spät.

Jetzt aber. Wir. Ein herrlicher Spielzug landet bei Franz Hoffmann, der jedoch freistehend verzieht. Und wieder. Immer wieder diese Fehler im Spielaufbau. Ungenauigkeiten. Unzulänglichkeiten. Nach vorn geht bei uns nicht viel. Philipp Schlebe reagiert. Bringt in der Pause Richter für Rehnelt und jetzt auch Schneider für Kruschke. Die Ausrichtung wird offensiver. Logisch. Wir sind im Rückstand. Aber es ist noch Zeit.

Und die beiden Neuen haben auch gleich die erste Möglichkeit. Einen Freistoß von Tim Richter erwischt Marcus Schneider per Kopf nicht richtig, so dass das Leder über dem Tor im Fangnetz landet. Und wieder ein Abspielfehler. Das kann doch wohl nicht wahr sein. Das passt heute bei uns überhaupt nicht. Auch mit Ball wirkt alles irgendwie lethargisch. Kein Vergleich zum Freitag. Jetzt vielleicht?

Wir Kontern. Schnell. Überzahl. Wir spielen aber die Überzahl schlecht aus. Die Chance ist vertan. Dann wird Schneider gefoult. Freistoß von Struz. Sippel und Heuschkel behindern sich gegenseitig. Wieder nix. Schott mach das im Moment besser. Zweimal überspielt man unsere Defensive über rechts, kommt zum Flanken und gefährlich vors Tor. Glücklicherweise findet sich kein Abnehmer.

Auf der anderen Seite fällt Tim Richter im Strafraum. War das ein Foul? Gibt es Strafstoß? Wir können es aus unserer Position nicht genau einschätzen, aber der Schiri zeigt auf den Punkt.

Eichberger schnappt sich das Leder, läuft an und verwandelt ganz sicher. Gleich darauf sind wir aber wieder nicht richtig im Bilde. Wieder Glück für uns, dass es auf der anderen Seite keinen Elfmeter gibt. Wir nutzen aber den Moment des Reklamierens und kontern. Mehr als eine Ecke springt aber auch jetzt nicht heraus. Die Ecke bringt wieder nichts ein. Aber wir sind jetzt mehr am Drücker. Gewinnen jetzt die Zweikämpfe. Und wir fighten. Endlich.

In der Vorwärtsbewegung verlieren wir aber schon wieder den Ball. Dann geht es für unsere aufgerückte Defensive zu schnell. Bierbaum macht sich zwar noch lang, kommt aber an den präzisen Schuss von Marc Schröder, der direkt neben dem Pfosten im langen Eck landet, nicht mehr ran. 2:1.

Wir sind gedanklich immer einen Schritt zu spät. Vorn fehlt uns die Durchschlagskraft. Die Hoffnung schwindet. Wir haben uns bisher kaum große Chancen verspielt, warum sollten wir das jetzt in den letzten fünf Minuten noch schaffen. Wir müssen jetzt alles auf eine Karte setzen. Jetzt hilft vielleicht nur noch „langes Futter“. Fußball muss nicht immer schön sein. Schott steht jetzt hintendrein. Kann kaum noch für Entlastung sorgen.

Immer wieder flanken wir den Ball in den Strafraum. Dort aber können wir uns nicht durchsetzen. Mit Glück und Geschick verteidigt Schott die knappe Führung. Kommt unsere Druckphase zu spät? Wir setzen alles auf eine Karte. Selbst Bierbaum taucht im gegnerischen Strafraum auf. Heuschkel holt noch einmal eine Ecke heraus. Die letzte Chance? Noch nicht.

Noch einmal laufen wir an und Schneider bekommt den Ball in den Lauf. Allerdings legt er sich das Spielgerät etwas zu weit vor, so dass der Torhüter der Jenenser, der geschickt den Winkel verkürzt hat, den Ball in höchster Not klären kann.

Noch einmal lang vorn rein. Verteidigt. Und wieder ein hoher Ball mitten in den Strafraum. Schott kann wieder verteidigen. Der Gastgeber jetzt drei oder viermal arg in der Bredouille. Diese Energie hätten wir aber wohl eher auf den Platz bringen müssen.

Es reicht nicht zum Ausgleich. Der Schiedsrichter pfeift ab. Am Ende ist der Sieg für unsere Gastgeber nicht unverdient, auch wenn diese heute keine Bäume rausgerissen haben und die Chance für unsere Mannen,  einen Punkt zu holen, eigentlich recht groß war.

Mit einem Sieg und einer Niederlage gehen wir nun in den September. Rückwirkend wollen wir natürlich die Ergebnisse der beiden Spiele nicht tauschen. Intensiv und zielgerichtet bereitet sich die Mannschaft nun auf das Pokalspiel am kommenden Wochenende vor, ehe in zwei Wochen, wenn es dann wieder um Punkte geht, der 1.FC Sonneberg 04 in der Saarbach-Arena zu Gast sein wird.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

Auch unser Trainer Philipp Schlebe analysiert das Spiel kritisch und konstatiert: „Wir haben es leider nicht geschafft die Emotionen und die Leidenschaft aus dem Freitagspiel heute auf dem Platz zu bekommen. Die Niederlage geht in Ordnung. Jetzt heißt es Mund abputzen und sich bestmöglich auf das Pokalspiel vorzubereiten.“

Das WIR gewinnt 💙 3. Spieltag: Westvororte/JFC – BSG Wismut Gera 3:0 (1:0)

Westvororte ringt Wismut nieder ✅

(28.08.2021) Unserem Trainer Philipp Schlebe ist am Freitagabend der große Coup gelungen. Mit taktischer Finesse und einem Team, welches diesen Namen wirklich verdient, konnte man den großen Favoriten besiegen und für eine kleine Geraer Sensation sorgen. Die 543 Zuschauer sahen bei Dauerregen ein von Beginn an intensives Verbandsliga-Spiel, in dem beide Mannschaften jedoch etwas Zeit brauchten, um ihre Derby-Nervosität abzulegen.

Westvororte schwimmt. Wismut mit dem besseren Start. Das Passspiel läuft. Torhüter Clemens Bierbaum darf sich gleich kurz nach dem Anpfiff beweisen. Auf der anderen Seite hat Wismut Glück, dass Marcus Schneider noch nicht ernst macht. So langsam geht es aber mehr und mehr zur Sache. Das Wetter tut sein Übriges. Das Derby beginnt. Jetzt. So nach gut 15 Minuten. Es geht scharf! Chancen mittlerweile auf beiden Seiten. Der immer wieder sehr agile Franz Hoffmann, der seine Gegenspieler vermehrt in die Bredouille bringt, nutzt den nassen Rasen für einen ersten Schuss, aber kein Problem für Paul im Tor der Gäste, der den Ball im Nachfassen sicher hat.

Jetzt Glück für unsere Mannen, dass das Leder, an Freund und Feind vorbei, ohne Berührung den Weg auf die andere Seite des Strafraumes findet. Im Gegenzug köpft Rico Heuschkel, auf den die Defensive unserer Gäste besonderes Augenmerk legte und ihn kaum zur Entfaltung kommen ließ, nach Flanke von Martin Gerold, der seine Gegenspieler mehrfach fintenreich vor Probleme stellte, knapp daneben. Auch Andy Haupts Versuch auf der anderen Seite bleibt ein solcher. Noch kein Tor, aber den Zuschauern dürfte bis dato trotzdem nicht langweilig gewesen sein.

Westvororte arbeitet nun mehr. Will das Tor, will den Sieg. Will mehr. Und bekommt mehr. Nach Ecke Wismut – Westvororte gedankenschneller. Ein blitzartiger Konter über den schnellen Dominik Klammt. Der zu Bosse Struz. Der mit überlegtem Traumpass zurück auf unseren Kapitän. Der läuft dem Gegenspieler davon, legt sich den Ball noch einmal vor und zieht nach seinem 40 Meter Sprint satt aus 16 Metern ab. Den Tunnel kann Paul nicht verhindern, 1:0 für den Außenseiter nach gut 30 Minuten.

Noch vor der Pause beginnt Schiedsrichter Steffen Läsker mit dem Zücken von Gelb. Wismut’s Schubert ist der Erste, den es erwischt. Neun sollten folgen. Gleichmäßig verteilt. Dass es zwischenzeitlich, vornehmlich zum Ende hin, nicht auf jeder Seite vielleicht sogar noch eine rote Karte gab, war dem Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters zu verdanken.

Auch aufgrund der Witterungsverhältnisse hatte er es nicht immer leicht, fand aber (s)eine Linie und bewahrt diese bis zum Schluss. Hat er in unseren Augen und unter den gegebenen Umständen auf und neben dem Platz richtig gut gemacht. Klasse.

Pause.

Halbzeit in der Saarbach-Arena. Schmähgesänge der ganz in schwarz gekleideten Treuesten der Wismut begleiten den Trainer unserer Gäste und deren Präsidenten in die Kabine. Derweil Applaus auf der anderen Seite für unsere Spieler. Und der kommt nicht nur von den Weiß-Blauen Fans, sondern auch von neutral und in grün gekleideten Zuschauern aus Großenstein und den Eurotrink Kickers. Danke für Euren super Support. Das ist Gera!

Schöne Worte: Ende! Zweite Halbzeit. Energiegeladen geht es weiter. Westvororte hoffnungsvoll. Körperlich. Springt heute vielleicht wirklich ein Punkt für die Scheubengrobsdorfer heraus gegen das große Gera? Wismut bissig. Zweikämpfe. Das können lange und intensive 45 Minuten werden. Wir kommen etwas besser ins Spiel. Und Tim Richter gleich mit einer Hundertpronzentigen. Keeper Maximilian Paul bewahrt sein Team sensationell vor dem 2:0.

Aber nur kurz. Denn dann kommt Schneider. Der, der immer trifft, trifft. Er macht wieder „sein“ Tor. Schöner als Franz Hoffmann und Rico Heuschkel in dieser Szene vorbereitet haben, kann man einen Treffer kaum herausspielen. Chapeau! Riesen Jubel. Das Privatduell zwischen Tim Richter und dem Steg-Keeper geht kurz darauf in die zweite Runde. Jetzt darf Paul, der neben Keller so nach und nach zum besten Wismut-Spieler avancierte, Richters mit viel Effet ins Eck gezirkelten Ball aus dem Angel hechten und seine Farben und seinen Trainer weiter hoffen lassen.

Jetzt, Gelb für Klammt. Egal. Bei den Gästen kommt Zerenner. Warum der bisher auf der Bank saß? Nicht unser Problem. Kaum ist der drin, das 3:0 durch Tom Eichberger. Was ist denn hier los? Die Anzeigetafel muss selbst erst einmal tief durchatmen und nochmals nachfragen. Das macht auch der Schiri. Er berät sich mit seinem Assistenten. Gemeinsam nehmen sie unserer Anzeigentafel die Arbeit ab. Es bleibt bei der Zwei-Tore-Führung. Torwartbehinderung, oder so. Auch egal. Wir wissen es nicht besser.

Weiter geht es. Wir schauen nach vorn. Wismut mit dem Glück und dem Schiri im Bunde versucht die letzte halbe Stunde mit dem Mute der Verzweiflung anzugehen. Die ständigen plakatierten Schmähgesänge der Wismut-Fans gegen ihren Trainer lassen den und seine Mannschaft allerdings keinerlei taktische Linie mehr finden. Letztendlich muss Marcus Dörfer nach den 90 Minuten sogar unter dem Schutz zweier Sicherheitskräfte in die Kabine begleitet werden, um eventuellen Anfeindungen der eigenen Fans aus dem Weg zu gehen. Bitter.

Dennoch haben auch unsere Gäste weiterhin ihre Möglichkeiten. Das 2:0 ist aber verdient und in unseren Augen bisher leistungsgerecht. Auch weil wir einen Bierbaum haben, der in der 66. Minute „aus der Kalten“ den Anschlusstreffer überragend verhindert. Wismut wechselt wieder. Der blass gebliebene Urban muss gehen. Der finnische Nachwuchs-Nationalspieler Salin kommt, bleibt aber bis zum Schlusspfiff ebenfalls recht farb- und chancenlos.

Dann wieder Gelb. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Jetzt erwischt es Eichberger. Und der erwischt den Ball kurz darauf richtig gut. Nur ein Hauch fehlt dem Spielgerät, um im Tor zu landen. Es bleibt spannend, es bleibt beim 2:0. Noch immer sind gut 15 Minuten zu gehen. Jetzt bloß kein Gegentor. Dann kippt das Spiel vielleicht nochmal. Der erste Wismut-Fan gratuliert einem unserer Ordner. Der will davon aber noch nichts wissen.

Auch die Bank unserer Gäste schwankt zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Sollten die Orange-Schwarzen das erste Male ein Derby gegen die Scheubengrobsdorfer verlieren? Noch ist Zeit. Noch sind 15 Minuten auf der Uhr. Sollte Marcus Dörfer gerade gegen seinen ehemaligen Verein und gegen den erst 25-jährigen Trainer Philipp Schlebe eine herbe Niederlage einstecken? Die eigenen Fans machen ihm die Antwort nicht leichter. Fragen. Auch auf den „Rängen“. Viele Fragen.

Aber es gibt ja den Dörlitz. Der ist zurück und beantwortet in der 76.  Minute alle Fragen. Mit Köpfchen, wie gehabt. Der macht ganz trocken das 3:0. Das wars. Oder? Kann Wismut zurückkommen? Kann jemand das Team um Kapitän Börner noch einmal motivieren? Es hat nicht den Anschein. Westvororte kniet sich rein, kämpft um jeden Ball, kämpft um jeden einzelnen Zentimeter pitschnassen Rasens in der Saarbach-Arena.

Jetzt. Torschusstraining. Richter, Eichberger und Struz dreschen innerhalb weniger Sekunden das Leder mehrfach gen Paul-Tor. Immer wieder ist ein Fuß dazwischen. Für die Defensive unserer Gäste artet es so langsam in Arbeit aus. Und kein Auge für Heuschkel, der rechts wartet und nur hätte einschieben brauchen.

Westvororte agiert. Wismut reagiert. Resigniert. Benjamin Keller ist so ziemlich der Einzige, der sich gegen die drohende Niederlage stellt, der sich mit Körpersprache und verbal dagegen aufbäumt. Ansonsten sah auch er sich immer wieder von mindestens einem Scheubengrobsdorfer attackiert, so dass er sein gefürchtetes Pass- und Aufbauspiel nicht umsetzen konnte. Damit zerstörte man gezielt das spielerische Herz der Gäste. Kein anderer war in der Lage Keller „aufzufangen“.

Apropos fangen. Nichts zu fangen gab es für unsere Jungs beim fragwürdigen Orange-Schwarzen Kleingeld-Wurf in unsere Kabine, denn der war im Gegensatz zu den äußerst fairen Fans unserer Gäste daneben.

In den letzten fünf oder zehn Minuten brennt nichts mehr an. Bei den Gastgebern ist bei dem ein oder anderen Spieler schon mal kurz eine Faust zu sehen. Maximilian Kurth gewinnt weiterhin jedes Kopfballduell. Dörlitz auch. Auch der eingewechselte Leon Sippel gibt wie versprochen alles und hechtet den Ball aus dem Strafraum. Schneider gewinnt kurz vor Ultimo mit (!) Ball noch ein Laufduell gegen Schumann.

Dass Philipp Rehnelt und unsere 19 in der Nachspielzeit noch Gelb kassieren, interessiert wohl nur die Statistik. Apropos Schneider: Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass es nur einen einzigen Spieler gibt, der in jedem der drei bisherigen Derbys getroffen hat?! Ein richtig guter Treffer war bzw. ist auch das Löwen-Team. Mit Leidenschaft. Echte Partner. Seit nunmehr sechs Jahren. Hoffmann, Schumann, Zschille und Co. lassen grüßen.

Apropos grüßen. Wir grüßen alle Helfer, die gestern am Einlass, an den Kassen, auf den Bierwägen, am Grill oder in sonst einer ehrenamtlichen Funktion bei diesen Witterungsverhältnissen einen nicht minder überragenden Job gemacht haben und sagen herzlichst DANKE! Mehrfaches Lob der eigenen Fans, neutraler Zuschauer und gar Orange-Schwarzer Anhänger ist dafür der schönste Lohn.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

 

Die Trainerstimmen

Marcus Dörfer: „Die ersten 20 Minuten haben wir gut gespielt. Aus den vielen Torraumszenen haben wir leider kein Tor gemacht. Nach dem 1:0 nach einer Ecke hatte Westvororte Aufwind. Wir haben uns von der Körperlichkeit und den vielen Zweikämpfen beeindrucken lassen. Durch mangelnde eigene Torraumszenen geht die Niederlage auch so in Ordnung.“

Philipp Schlebe: „Wir wollten nach zwei verlorenen Derbys endlich den ersten Derbysieg. Die Jungs haben sich 90 Minuten lang als Einheit und WIR präsentiert und daher vollkommen zurecht den Sieg errungen. Dabei waren aber gerade auch unsere Treffer ansehnlich herausgespielt, gerade das 2:0 über Hoffi und Rico (Anm.d.Red.: Franz Hoffmann und Rico Heuschkel) war ein echter Hingucker! Die Jungs haben sich den Sieg verdient und können stolz auf sich sein!“

2. Spieltag: Wacker Teistungen – Westvororte/JFC 1:4 (1:1)

So kann es weitergehen.

(22.08.2021) Drei Punkte nach zwei Spielen. Ein fast perfekter Start in die Saison. Zumindest entschieden besser als die Jahre zuvor, in denen man nach zwei Spielen immer mit leeren Händen dastand. Aber, man merkte dem ein oder anderen Spieler in der Anfangsphase die Unsicherheit an. Die Enttäuschung über die letzten drei Minuten aus dem Erfurt-Spiel saß immer noch tief. Nicht wieder solche blöden Gegentore. Nicht wieder die gleichen Fehler machen.

Und prompt passiert es. 11. Minute. Fehlpass in der Vorwärtsbewegung, falsches Stellungsspiel und schon steht Markus Göbel blank vor Clemens Bierbaum und lässt diesem keine Chance. Die ersten Minuten gehörten ganz klar dem Gastgeber.

Aber, als wäre der Treffer ein Weckruf gewesen, kamen unsere Jungs so nach und nach immer besser ins Spiel. Nach gut 15 Minuten begegnete man der Wacker-Elf nun auf Augenhöhe. Mit einem der ersten zielstrebigen Angriffe, von Philipp Rehnelt am eigenen Strafraum eingeleitet, ging es mit Flachpass- und direktem Spiel über Hoffmann, Richter und wieder Hoffmann schnell bis in den gegnerischen Strafraum wo Franz Hoffmann den mitgelaufenen Bosse Struz bediente, der ohne größere Probleme zum Ausgleich traf. In der 25. Minute ging das Spiel also von vorn los.

Dörlitz und Richter versuchten sich nun aus vielversprechender Position per Freistoß, verzogen aber. Kurz darauf verpasste Leon Sippel nach gefühlvoller Flanke von Tim Richter per Kopf am langen Pfosten knapp. Heuschkels satter Schuss ist etwas zu zentral und Beute von Keeper Rexhausen. Dann fast eine Doublette des 1:1. Abermals steht Bosse Struz völlig frei, kommt aber etwas in Rückenlage und verzieht. Gera jetzt am Drücker.

Glück dann für unsere Jungs, dass ein schneller Konter der Gastgeber der Abseits-Fahne des Assistenten zu Opfer fällt. Das war äußerst knapp. Auch kurz darauf, als Clemens Bierbaum bei einer Großchance der Teistunger Sieger blieb. Durchatmen.

Bis zur Halbzeit war es von den ersten Minuten abgesehen ein schnelles und gutes Spiel auf Augenhöhe. Mit einem gerechten 1:1 ging es in die Pause. Dauerregen nun im zweiten Durchgang. Und es wurde packend. Der Regen und das nasse Geläuf trugen auch zu Foulspielen bei, so dass sowohl bei unseren Gästen als auch bei unserem TSV frühzeitig gewechselt werden musste.

Unser erst 18-jähriger JFC-Neuzugang Lenny Schumann ersetze den verletzt ausgeschiedenen Kapitän Dominik Klammt und machte sofort auf sich aufmerksam. Nach Flanke von Franz Hoffmann verzieht der Youngster noch, um nur zwei Minuten später aus 20 Metern abzuziehen und den Ball, der noch leicht abgefälscht wurde, im langen Eck zu versenken. Was für ein Einstand in seinem ersten Verbandsliga-Spiel im Männerbereich. Jubel auf und neben dem Platz.

Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Die SG Westvororte/JFC dominiert diese Begegnung. Einen Freistoß von Bosse Struz, der sich nach und nach zum besten Spieler auf dem Platz aufschwang, verpasste der aufgerückte Leon Sippel. Danach dringt Franz Hoffmann nach einem 40-Meter-Sprint in den Strafraum ein und wird unsanft von den Beinen geholt. Schiedsrichter Pierre Leitschuh zeigt sofort auf den Punkt. Rico Heuschkel schnappt sich den Ball. Er scheitert allerdings am guten Rexhausen im Teistunger Tor. Die Vorentscheidung ist vertagt.

Nun Freistoß für uns. Tim Richter wurde etwa 18 Meter vor dem Tor gelegt. Bosse Struz drüber. Es geht weiter. Es spielt nur die Mannschaft von Philipp Schlebe. Chancen fast im Minutentakt. Jetzt flankt Dörlitz, der in seinem ersten Pflichtspiel für seine neue alte Mannschaft unter Beweis stellen konnte, dass er in den zwei Jahren Abstinenz nichts verlernt hat. Heuschkel, von zwei Verteidigern in die Zange genommen, kommt nicht ran. Der Pfiff bleibt aus. Teistungen kontert. Struz nutzt die Nässe des Platzes und rutscht in höchster Not in den langen Ball, den er zum Einwurf klären kann.

Nun Eckball für uns. Schumann versucht sich erneut aus gut 20 Metern. Diesmal daneben. Jetzt versuchen wir den Ball reinzutragen. Heuschkel und Schneider dringen per doppeltem Doppelpass in den Strafraum ein, scheitern aber an der aufopferungsvoll kämpfenden und vielbeinigen Abwehr der Gastgeber, die sich noch nicht aufgeben wollen.

In dieser Phase spielen die Weiß-Blauen die Grün-Weißen jedoch regelrecht schwindelig. Jetzt wieder Dörlitz. Satter Abschluss. Klatsch. Pfosten. Es regnet weiterhin Bindfäden. Tim Richter lässt drei Verteidiger aussteigen, die den Ball danach überfordert und unkontrolliert zur Ecke spielen.
Dann doch die Vorentscheidung. Oder war es vielleicht auch auf Grund der Spiel—und Chancenanteile gar die Entscheidung?

Nach Flanke von Dörlitz stellt Marcus Schneider in der 67. Minute seinen Körper einem Teistunger Spieler in den Weg, so dass hinter ihm Rico Heuschkel nun leichtes Spiel hat seinen ersten Ligatreffer für sein Team zu erzielen. 3:1! War`s das? Ein Teil der ca. 15 mitgereisten Fans trotzt dem Wetter bei besten Fritz-Walter-Bedingungen und feiert im Regen.

Jetzt scheitert Schneider am starken Rexhausen im Tor. Es geht nur in eine Richtung. Bierbaum verlebt im Gegensatz zu seinem Gegenüber einen ganz ganz ruhigen Nachmittag. Hat er sich mal verdient. Wird sich auch bald wieder ändern. Spätestens Freitag. Auch Zschille, Sippel und Kurth bis dato hinten kompromisslos, müssen keine weiteren großen Bewährungsproben bestehen. Was dennoch gen eigenes Tor kommt wird souverän verteidigt.

Jetzt Kurth vorn. Der Fuchs. Er düpiert mit einer cleveren Körpertäuschung zwei Gastgeber-Verteidiger, lässt diese ins Leere laufen bzw. rutschen, legt sich den Ball in aller Ruhe auf den anderen Fuß und schiebt überlegt zum 4:1 ein. Stark. Das ist die endgültige Entscheidung. Die bis dato noch vorhandene Moral der Grün-Weißen ist nun endgültig gebrochen. Weiterhin folgt Angriff auf Angriff der Geraer. Einziges Manko heute – die Chancenverwertung.

Schneider läuft drei Gegenspielern davon, scheitert aber in letzter Sekunde. Auch Kurth und Struz haben kurz darauf Möglichkeiten das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Nach schöner Flanke von Mouctar Diallo scheitert nun auch noch Dörlitz, der heute ein sehr erfolgreiches Comeback feierte. Danach war Schluss.

Einem guten Torhüter, dem Pfosten und den wenig effizienten Gäste hat es Teistungen zu verdanken, dass es am Ende „nur“ 4:1 stand. Unsere Jungs haben heute dennoch gezeigt wozu sie fähig sind und wollen die Euphorie natürlich hochhalten am Freitag mit ins Derby nehmen.

Auch Trainer Philipp Schlebe zeigte sich kurz nach dem Schlusspfiff mit dem Sieg sichtlich zufrieden, fand aber auch sofort wieder kritische Worte. Er weiß genau, worauf es in den nächsten Begegnungen ankommt, um weiterhin zu punkten. Abermals ärgerte er sich darüber, dass wir die Gegentore zu einfach bekommen. „Unser Ziel, drei Punkte mitzunehmen, haben wir erreicht. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, haben es nur leider verpasst das Spiel eher zu entscheiden und das Ergebnis höher zu gestalten. Trotzdem können wir grundsätzlich mit dem Spiel zufrieden sein und können jetzt befreit und mit einem guten Gefühl ins Derby gehen.“

Sonnenschein Sonntagabend bei strömendem Regen im Kleinbus unserer Fans, die auf der Heimfahrt Bosse Struz einstimmig zum „Man of he Match“ wählten und auf ihrer facebook-Seite der Saarbach-Chaoten ihrerseits interessante Eindrücke hinterlassen haben.

Ohne Worte …

1. Spieltag: Westvororte/JFC – FC Erfurt Nord 1:2 (1:0)

Zum dritten Mal in Folge startet man ohne Punkt ☹️

(16.08.2021) Die Enttäuschung sitzt tief. Sehr tief. Bis zur 87. Minute führen unsere Jungs in einem hart umkämpften, zweikampfgeprägten, abwechslungsreichen und sehr intensiven Verbandsliga-Spiel bei hochsommerlichen Temperaturen knapp mit 1:0 und sahen bis kurz vor Ultimo wie der Sieger aus. Danach aber überschlugen sich die Ereignisse und unsere Gäste aus Erfurt schlugen noch zweimal eiskalt zu. Aus Hoffnung wurde binnen drei Minuten bittere Enttäuschung, die auch heute Früh noch tief sitzt und schmerzt.

Unsere Mannschaft verpasste es nach dem 1:0 einen weiteren Treffer folgen zu lassen. Chancen gab es dafür genug, Möglichkeiten in Hülle und Fülle. Einzig Marcus Schneider aber konnte in der neunten Minute seine Mitspieler und die Fans beim 1:0 jubeln lassen. Ansonsten war die Chancenverwertung im Gegensatz zum Pokalspiel gegen Schott Jena am heutigen Tage der große Spielverderber.

Allein in der ersten Viertelstunde hatten die Weiß-Blauen Chancen für drei oder vier Tore. Binnen der ersten 15 Minuten durfte sich allein der Erfurter Torhüter Julian Schorsch dreimal auszeichnen, verhinderte teilweise sensationell einen höheren Rückstand. Richtig was los in der Saarbach-Arena. Westvororte bestimmte die Begegnung in den ersten 20-30 Minuten. Auch im weiteren Verlaufe des Spieles hatten die Scheubengrobsdorfer große Möglichkeiten. Aber man sündigte. Immer und immer wieder.

Im zweiten Durchgang kamen die Gäste besser ins Spiel und verzeichnete nur seinerseits vermehrt Möglichkeiten. Der Erfurter Maulhardt wieder mit einem Zauberfreistoß. Das Ding tanzt vom Pfosten zur Latte, von Bierbaum zu Richter und zurück. Jetzt konnten unsere Jungs froh sein, dass man mit Glück und Geschick und mit Aluminium und Fortuna im Bunde die knappe Führung verteidigen konnte.

Unsere Defensive bekam nun mehr und mehr zu tun, verteidigte aber mit viel Herz und viel Leidenschaft das knappe 1:0. Und obwohl der Ausgleich für unser Gäste aus der Landeshauptstadt etwa 10 Minuten vor Schluss verdient gewesen wäre, waren es die Scheubengrobsdorfer, die dem zweiten Treffen und der Vorentscheidung näher waren, als unsere Gäste dem Ausgleich.

Rico Heuschkel tauchte in der 76. Minute urplötzlich völlig frei vor dem Erfurter Torhüter auf, lupfte den Ball geschickt über diesen. Die Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen und träumten vom ersten Sieg, wurden aber jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, denn das Leder verfehlte sein Ziel. Das wäre es gewesen, in diesem Moment hätte die SG Westvororte/JFC den Sack zu machen können, ja müssen. Erfurt, jetzt im Glück, gab sich weiterhin nicht auf. In der 78. Minute kann Bierbaum noch überragend klären, nur knapp 10 Minuten später hat er beim 1:1 von Tobias Eckermann allerdings keine Chance.

Zwar waren die Geraer Fans unter den insgesamt 133 Zuschauen jetzt enttäuscht, aber jeder hätte wohl mit dem 1:1 und dem einem Punkt zum Auftakt leben können. Aber es kam noch härter. Es kam noch schlimmer. In der 90. + 1. Minute gar noch der Siegtreffer des FC Erfurt Nord. War das der KO? Eine Möglichkeit sollten die Weiß-Blauen noch bekommen. In der dritten Minute der Nachspielzeit die Riesen Chance zum Ausgleich, ein Kopfball von Maximilian Kurt, fünf Meter vor dem Tor völlig frei stehend, sein Ziel aber knapp verfehlte.

Erneut hat unsere Mannschaft heute Lehrgeld bezahlt. Der Start in die neue Saison ist wie schon in den beiden Spieljahren vorher misslungen. Bitter, vor allem, weil man im Gegensatz zu den anderen Jahren heute das Spiel über lange Zeiten im Griff hatte, die größeren Chancen verzeichnete und jetzt dennoch mit leeren Händen dasteht. Der FC Erfurt Nord hingehen hat gestern in Scheubengrobsdorf seine Ambitionen auf einen vorderen Tabellenplatz unterstrichen.

Für unsere Jungs ist der erste Spieltag nun schon wieder Geschichte. Viel wurde gesprochen, viel wurde spekuliert, viel hatte man sich vorgenommen. Aber, die Saison ist lang. Die Vorhaben sind wegen eines verlorenen Spieles natürlich nicht ad acta gelegt. Nächste Woche, wenn man in Teistungen zu Gast ist, geht es aufs Neue los.

Auch unser Trainer Philipp Schlebe war natürlich vom Ausgang des Spieles enttäuscht und bewertete die Niederlage wie folgt: „Der FC Erfurt Nord war der erwartet schwere Gegner. Die ersten 20-25 Minuten waren wir voll da und haben das Spiel beherrscht. Mitten in dieser Phase sind wir auch folgerichtig in Führung gegangen. Danach haben wir, ähnlich wie gegen Schott, nachgelassen und so den Gegner ins Spiel geholt. Die Gegentore waren wieder einmal viel zu einfach. Natürlich ist es bitter so in den Schlussminuten ein Spiel zu verlieren, auch wenn es nicht unverdient für Nord ist. Jetzt gilt es aber in der Trainingswoche hart zu arbeiten und Sonntag den Kampf in Teistungen anzunehmen, um dort die ersten Punkte mitzunehmen.“

Unserer Redaktion bleibt an dieser Stelle nur übrig, den Spielern zu sagen, dass sie gestern ob der bitteren Niederlage zum großen Teil, vornehmlich in der ersten Halbzeit, ein tolles und mitreisendes Auftaktspiel abgeliefert haben. Die Einstellung, der Wille und die Leidenschaft haben gestimmt. Ihr habt bis zur letzten Minute gekämpft und gefightet und hättet euch einen Punkt wirklich verdient. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert, nur Ergebnisse zählen.

Aber: Kopf hoch, Jungs, auch wenn das Aufstehen heute etwas schwerer fällt und der Kaffee bitterer schmeckt als sonst. Wenn ihr diese Leistung dauerhaft abrufen könnt und bei der Chancenverwertung ein klein wenig zulegt, ist uns nicht bange und wir fahren kommenden Sonntag gemeinsam und optimistisch nach Teistungen.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

Thüringer Landespokal, 1. Hauptrunde

Westvororte kickt Schott aus dem Pokal 💙

(08.08.2021) Auch wenn der Sieg unserer Mannschaft am Ende vielleicht um ein oder zwei Tore zu hoch ausgefallen ist, ändert es nichts an der Tatsache, dass man eine Runde weiter ist. Gestern Nachmittag kickten unsere Jungs den SV Schott Jena aus dem Thüringer Landespokal.

Der Jubel war, als der Schiedsrichter nach 90 + 3 Minuten abpfiff und das 5:1 auf der Anzeigetafel deutlich signalisierte, wer gestern der Herr im Hause „Saarbach-Arena“ war, gerade bei den Fans riesig. Bis wenige Minuten vor Ultimo erlebten die 110 Zuschauer jedoch ein spannendes und packendes Spiel. Erst das 4:1 in der 83. Minute war wohl die endgültige Entscheidung. Aber der Reihe nach.

Die ersten Minuten gehörten dem Gastgeber. Franz Hoffmann hatte nach vier Minuten bereits die erste kleine Möglichkeit, bei der aber nur ein Eckball heraussprang. Kurz darauf setzte Christian Kruschke einen Kopfball in verheißungsvoller Position zu hoch an.

Insgesamt, trotz leichter Vorteile für Westvororte, zu Beginn von beiden Seiten aber ein zerfahrenes Spiel mit vielen Fehlpässen und Unkonzentriertheiten. Keine der beiden Mannschaften wusste genau, wo man nach Corona und einer Handvoll Testspielen steht. In der 19. Minute dann aber der erste Jubelschrei der Weiß-Blauen.

Der Versuch, einen Doppelpass zu spielen, scheitert zwar, aber das Leder springt von einem Jenaer Abwehrspieler direkt zu Rico Heuschkel, der den Überblick behält und Marcus Schneider bedient. Der hat keinerlei Probleme den Ball aus fünf Metern im Tor unterzubringen. 1:0.

Unsere Gäste versuchen es nun immer wieder. Die Abwehr unserer Jungs schien aber sehr gut organisiert, denn mehrfach liefen die Jenenser ins Abseits. In der 26. Minute ist es aber dann doch soweit. Schott erzielt den verdienten Ausgleich. Max Gehrmann lässt Clemens Bierbaum im eins zu eins keine Chance beim 1:1.

Kurz darauf bleibt unser Torhüter allerdings Sieger und hält das Unentschieden fest. Das Spiel ist aber auch weiterhin von vielen Ungenauigkeiten und Fehlpässen geprägt. Dann Martin Ludwig. Sein Freistoß findet den Fuß von Leon Sippel, der den Ball allerdings nicht richtig trifft, so dass der Torhüter unserer Gäste, Justin Pfeil, kein Problem hat, zu parieren.

Beide Torhüter stehen jetzt mehr und mehr im Mittelpunkt. Bierbaum hechtet einen Knaller von Felix Schirmer sensationell aus dem Angel. Stark! Wieder Jena. Jetzt Glück für unsere Mannen, dass der Ball am langen Pfosten vorbeitrudelt. Unsere Gäste sind jetzt am Drücker und dem Führungstreffer nahe. Aber die Mannschaft von Trainer Philipp Schlebe bringt das 1:1 in die Pause und kann sich dort neu sortieren.

Dennoch kommen die Spieler des SV Schott aggressiver aus der Kabine. Glück für die SG Westvororte/JFC als Karl Justus Schöppe aus ca. 18 Metern nur den Querbalken trifft. Westvororte muss sich noch etwas sammeln, um die taktischen Anweisungen des Trainers umzusetzen. Marcus Schneider ist es, der vor Motivation nur so strotzt. Er nimmt seine Mannen mit seiner Energie mit. Westvororte übernimmt das Zepter.

Und Marcus Schneider hat auch gleich die erste Möglichkeit. Sein  Kopfball verfehlt das Tor knapp. Kurz darauf wird sein Alleingang, bei dem er noch drei Spieler aussteigen lässt, in höchster Not zur Ecke geklärt. Diese bringt zwar nichts ein, aber nur zwei Minuten später wird Marcus Schneider nach einem Schuss von Tim Richter, der am Pfosten landete, von den Beinen geholt. Dem umsichtigen Schiedsrichter Wolfgang Gäbler blieb nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen.

Von dort aus zeigt sich unser Routinier Rico Heuschkel in der 57. Minute treffsicher, bringt unsere Mannschaft eiskalt in Führung und belohnt seine Mannschaft für die Druckphase der letzten Minuten.

Aber es bleibt spannend. Hier ist noch lange keine Entscheidung gefallen. Jetzt Getümmel im Strafraum des TSV. Schott wieder dem Ausgleich nahe, aber Bierbaum wirft sich dazwischen und hält die Führung fest. Auf der anderen Seite verpasst Julius Jurke nach einem Freistoß nur knapp. Dann wieder unsere Nummer 1, die mit dem sehr zentral angesetzten Schuss des SV Schott Jena aber keinerlei Probleme hat.

Effektiver die Saarbacher. Eine Ecke findet den Kopf von Christian Kruschke, der überlegt nach innen köpft und Leon Sippel bedient. Der macht aus Nahdistanz das 3:1 und lässt in seiner unnachahmliche Art und Weise Spieler und Fans in der 69. Minute jubeln. War das schon eine Vorentscheidung?

Wenn nicht, hat sie nur zwei Minuten später Bosse Struz auf dem Fuß, scheitert aber an Torhüter Pfeil. In der 73. Minute dann fast eine Dublette des 3:1. Ecke. Kruschke. Sippel. Kopfball. Knapp drüber. Einige Wechsel und zwei gelbe Karten lassen den Spielfaden etwas reißen.

Aber nur knapp 10 Minuten später haben sich die Scheubengrobsdorfer wieder gefunden und machen den Sack zu. Fast von der Mittellinie bedient Tim Richter Rico Heuschkel, der lässig zum 4:1 einköpfen kann. Die Steigerung der Mannschaft unseres jungen Trainers Philipp Schlebe wird nun nicht nur mit mehr Spielanteilen und guten Möglichkeiten, sondern nun auch mit Treffern belohnt.

Trotz der Drei-Tore-Führung gaben sich unsere Gäste nicht auf, so dass Clemens Bierbaum sich noch einmal auszeichnen durfte. Auszeichnen durften sich auch unsere eingewechselten Spieler. Maximilian Kurth, Daniel Gehrt und Philipp Rehnelt, die für die zum Wechsel mit Szenenapplaus bedachten Schneider, Heuschkel und Ludwig kamen, knüpften nahtlos an die Leistung der gesamten Mannschaft an. Franz Hoffmann nutzte die sich nun bietenden Räume und wirbelte die Jenaer Abwehr mehrfach durcheinander. Sowohl vorn als auch hinten hatten unsere „Großen“  aus der kopfballstarken Dreierreihe Sippel, Kruschke, und Jurke jederzeit Lufthoheit.

Daniel Gehrt geht zum Abschluss in der 90. + 2. Minute alleine auf Torhüter Pfeil zu, ist mannschaftsdienlich und legt für den mitgelaufenen Franz Hoffmann auf. Der scheitert zwar, aber im Nachsetzen wird Philipp Rehnelt strafstoßwürdig gefoult. Abermals Elfmeter für unsere Farben. Gelb-Rot und demzufolge Platzverweis für den Jenaer Felix Schirmer. Den fälligen Strafstoß versenkt Bosse Struz souverän zum Entstand von 5:1.

Zum „Man of the Match“ wählten unsere Fans gestern Abend Innenverteidiger Leon Sippel. Dies sicherlich nicht nur wegen seines Treffers zum 3:1, sondern auch aufgrund seiner starken Abwehrleistung bei Zweikämpfen, im Kopfballspiel und wegen seiner mitreißenden Art, mit der er seine Mitspieler immer wieder lautstark pusht.

Ansonsten bringen starke 40 Minuten im zweiten Durchgang und ein wieder einmal überragender Bierbaum den verdienten Sieg nach Hause und lassen den Sonntags-Guten-Morgen-Kaffee ☕️ heute noch ein Stück aromatischer schmecken.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

# einerundeweiter

Test: Gut mit gehalten mit Oberligisten ✅

Westvororte ringt Merseburg ein unentschieden ab👍

(25.07.2021) Traumhafte Bedingungen gestern wieder in der Saarbach–Arena. Roster, frisch gezapftes Bier und Sonnenschein. Und motivierte Spieler in Weiss-Blau. Dass man nach der heftigen Kritik von allen Seiten das Spiel gegen Neustadt vergessen machen wollte, zeigten die Spieler von Philipp Schlebe von der ersten Minute an. Aber nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch war es zur Vorwoche ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Bestes Beispiel dafür das 1:0 für unsere Mannen. Bereits in der vierten Minute überraschte man den höherklassigen Gast aus Sachsen-Anhalt. Eine gelungene Kombination mit Direktabnahme findet Philipp Rehnelt. Dieser düpierte auf der rechten Außenbahn seinen Gegenspieler, drang bis auf die Grundlinie vor und passte von dort aus auf Marcus Schneider, der unter Bedrängnis den Ball am Fünf-Meter-Eck direkt und satt im kurzen Eck unterbrachte.

Unser Gast, sichtlich etwas geschockt, brauchte daraufhin eine ganze Weile, um den knapp 80 Zuschauern zu beweisen, dass man eine Liga höher spielt. Ab und zu blitzte dann auch das Können des Oberligisten auf. Insgesamt aber war es ein Spiel auf Augenhöhe, welches unsere Jungs durchaus hätten gewinnen können, wäre man in der Defensive noch etwas aufmerksamer gewesen.

Dadurch gab es für unseren Trainer neben vielen positiven Aspekten, die er heute sah, auch wieder den Kritikpunkt der abermals zu leicht fallenden Gegentore. So in der 22. Minute, als man einen gegnerischen Angriff im Strafraum nur per Foul unterbinden konnte und dem jederzeit souveränen Schiedsrichter nichts anderes übrig blieb, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen.

Giorgaki Tsipi ließ sich diese Chance nicht entgehen, obwohl Clemens Bierbaum die Ecke ahnte. Gegen den platzierten Schuss war er jedoch machtlos. In der Folgezeit hatten unsere Gäste etwas mehr vom Spiel, so dass sich unser Torhüter in der 33. Minute, als ein Gästespieler drei unserer Mannen ausspielte, beweisen konnte.

So richtig zwingend aber waren die Angriffsbemühungen des 1. FC Merseburg dennoch nicht, denn trotz Feldvorteilen in den letzten 10-15 Minuten der ersten Halbzeit ergaben sich kaum nennenswerte Möglichkeiten, so dass es mit einem insgesamt verdienten 1:1 in die Pause ging.

In dieser wechselte unser Trainer insgesamt sieben Spieler aus beziehungsweise ein. Ein Qualitätsverlust war jedoch in keinster Weise zu verzeichnen. Die Neuen knüpften nahtlos an die in der ersten Halbzeit gezeigten Leistung an. Und es bleibt ein munteres, abwechslungsreiches und gutes Fußballspiel in der Saarbach-Arena. Auf unserer Seite köpfte Marcus Schneider knapp über das Tor, auf der anderen Seite zwangen die Gäste Clemens Bierbaum per Fernschuss zu einer Parade.

Kurz darauf dann Glück für unsere Mannschaft. Nach einer Ecke fliegt der Ball an Freund und Feind vorbei durch den gesamten Strafraum, findet jedoch keinen Fuß eines Merseburger Spielers. Gnadenlos effektiv im Gegensatz die SG Westvororte/J FC. Marcus Schneider setzt Rico Heuschkel gekonnt in Szene. Dieser erzielt unter Bedrängnis das 2:1, in dem er den Ball über den Keeper der Merseburger gekonnt in die Maschen lupft.

Ein ganz anderes Bild als vor einer Woche in Neustadt. Dies bestätigt uns auf Anfrage hin auch Trainer Philipp Schlebe. Er konstatierte nach dem Spiel: „Die Jungs haben heute ein wirklich gutes Spiel gemacht. Zum Großteil konnten Sie das umsetzen, was vorgegeben war. Sie zeigten eine Reaktion auf die Kritik von letzter Woche. Heute hat in meinen Augen das Positive überwogen. Aber wir müssen jetzt dranbleiben und auch die nächsten Spiele mit dieser Intensität, diesem Willen und dieser Energie bestreiten.“

Einzig die Gegentore ärgern unseren Trainer immer wieder. So auch beim Ausgleich zum 2:2, der in seinen Augen zu leicht gefallen ist. Hier hat der Trainer immer noch eine Menge Arbeit.

Nachdem eine Ecke, die schlecht verteidigt wurde, legen die Merseburger den Ball noch einmal quer, so dass Saleh am langen Posten aus abseitsverdächtiger Position, jedoch völlig freistehend, nur noch einschieben muss. 2:2.

Großer Applaus der Zuschauer dann in der 77. Minute. Nach knapp einem Jahr Verletzungspause betritt Niklas Schäfer erstmals wieder in einem Spiel den Platz. Auch wir freuen uns, dass Niklas endlich wieder dabei ist und hoffen und wünschen, dass er verletzungsfrei durch die Saison kommt.

In der Schlussphase der Begegnung versuchten beide Mannschaften noch eine Entscheidung herbeizuführen. In der 88. Minute die große Chance zur Führung für den TSV, aber Dominik Klammt verfehlt sein Ziel knapp. Auf der anderen Seite ein gefährlicher Kopfball, der unseren Torhüter allerdings vor keine großen Probleme stellte. In der Nachspielzeit drückte der Gastgeber den Oberlisten nochmals in die Defensive, verlor in der Vorwärtsbewegung jedoch den Ball. Merseburg kontert, Clemens Bierbaum kann den Angriff jedoch weit vor seinem Tor waghalsig unterbinden.

Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Kevin Klotz aus Bad Köstritz, der mit diesem Spiel keinerlei Probleme hatte, ab und unsere Fans durften der Mannschaft, die sich heute wieder entschieden besser als vor Wochenfrist präsentierte, applaudieren.

Auch wir applaudieren für eine sehr ansprechende Leistung, hoffen aber auch, dass die Jungs diese in der bald beginnenden Saison abermals abrufen können und die Punkte sammeln, die nötig sind, um das große Ziel Klassenerhalt zu realisieren. Nun mehr wünschen wir euch alle einen schönen Sonntag. Lasst euch jetzt den Sonntags-guten-Morgen-Kaffee ☕️ oder euer Bier 🍺 zum Frühschoppen gut schmecken.

Dieses dürfte den Saarbach-Chaoten gestern bereits beim Fan-Abend mit Spielern in Ronneburg neben den leckeren Aschebräteln sicherlich gut gescheckt haben.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

Test: Niederlage in Neustadt

Es gibt Tage, an denen klappt einfach gar nichts

(19.07.2021) Obwohl der Tag mit viel Regen, der Absage des Spieles unserer zweiten Mannschaft und dem Missverständnis mit dem Kleinbus bis dato unter keinem guten Stern stand, präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Philipp Schlebe in Neustadt zu Beginn des Spieles durchaus gefällig. Bereits nach 15 Minuten ging man nach einem überlegten Pass von Dominik Klammt nicht unverdient mit 1:0 in Führung, nachdem Mouctar Diallo am langen Pfosten keine Probleme hatte den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen.

Unerklärlicher Weise riss im Anschluss daran der Faden und es lief bei unseren Mannen nicht mehr viel zusammen. Neustadt kam besser ins Spiel und erzielte in der 31. Minute durch Bernhard Grimm den Ausgleich, mit dem es dann auch in die Pause ging.

Wer nun erwartet hat, dass der TSV als höherklassige Mannschaft im zweiten Durchgang wieder das Heft des Handelns in die Hand nimmt, sah sich getäuscht. Das Team von Rene Grüttner hatte mehr vom Spiel und ging in der 61. Minute verdient mit 2:1 in Führung. Nachdem eine Ecke zu kurz abgewehrt wurde, zog Mateusz Szalek aus 20 Metern ab und traf sehenswert ins Dreiangel.

Im letzten Drittel des Spieles machte sich bei unserer Mannschaft dann die bisher intensive Vorbereitung wohl bemerkbar, was allerdings keine Entschuldigung sein soll und darf, denn auch unser Gastgeber steckt mitten in der Vorbereitung. Dennoch scheint es bei der Mannschaft von Rene Grüttner momentan gut zu laufen, denn der Aufstiegskandidat zur Oberliga, der FSV Schleiz, wurde auswärts gar mit 5:2  besiegt.

Aber zurück zum Spiel. Nachdem Neustadt in der 66. Minute bereits eine große Chance vergab, fand ein Freistoß von Daniel Opel nur gut fünf Minuten später den Weg zum 3:1 ins Tor, wobei der Ball von Jonas Kölling noch leicht abgefälscht wurde. Somit war die Niederlage auf der „Roten Erde“ in Neustadt besiegelt.

Trainer Philipp Schlebe zeigte sich nach dem Spiel auch ein wenig enttäuscht, weil „… die Mannschaft die Tugenden, die nötig sind, um solch einen schlechten Tag zu kompensieren, heute nicht zeigte. Mir haben Mentalität und Charakter gefehlt, was ich den Jungs nach dem Spiel auch schon gesagt habe. Aber es gibt solche Tage, an denen einfach gar nichts klappt. Wir schauen weiterhin positiv nach vorn, werden das Spiel in Ruhe analysieren und an den Dingen, die uns heute aufgefallen sind, gemeinsam mit der Mannschaft akribisch arbeiten.“

Trotz der Niederlage freuen wir uns natürlich schon auf das nächste Wochenende, wenn dann wieder ein Oberligist in Gera in der Saarbach-Arena zu Gast ist. Dann muss unsere Mannschaft allerdings ein anderes Gesicht zeigen, möchte man gegen den 1.FC Merseburg ein respektables Ergebnis erzielen.

Ohne Worte …

Foto: FuPa

Test: Traumhafte Bedingungen zum Test gegen Oberligisten

Westvororte hält mit Inter Leipzig gut mit

(14.07.2021) Ein Rasenplatz vom Feinsten. Knapp 150 Zuschauer. Sonnenschein. Frisch gezapftes Bier. Einen schöneren Montagabend kann man sich als Fußballer und Zuschauer nicht wünschen. Auch unser Kader ließ kaum zu wünschen übrig.

Unser Trainer Philipp Schlebe konnte gestern fast aus dem Vollen schöpfen. Nur Daniel Gehrt, Rico Heuschkel, Maximilian Kurth und Tom Eichberger fehlten verletzungsbedingt oder wurden vorsorglich geschont. Martin Gerold befindet sich auf Hochzeitsreise. Unter den Augen unseres Oberbürgermeisters Julian Vonarb und seiner Frau entwickelte sich von Beginn an ein rassiges und schnelles Spiel mit leichten Vorteilen für unsere Gäste. Chancen gab es dennoch auf beiden Seiten, so dass sich sowohl die Torhüter von Inter Leipzig als auch unser Kapitän Clemens Bierbaum mehrfach auszeichnen konnten.

Kurz vor der Pause waren beide dann doch machtlos. In der 39. Ende ging unser Gast von Trainer Carsten Hänsel mit 1:0 in Führung. Sekunden vor dem Pausenhof wurde Marcus Schneider im gegnerischen Strafraum umgerannt, so dass Schiedsrichter Thomas Schlicht, der von Mirko Fanselow und Uwe Gatzemann assistiert wurde und der mit diesem Spiel keinerlei Probleme hatte, keine andere Wahl blieb, als auf den Punkt zu zeigen. Bosse Struz schnappte sich das Leder und verwandelte den fälligen Strafstoß in der 45. Minute sicher zum 1:1 und damit zum Pausenstand.

Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie abwechslungsreich und spannend. Es war ein sehr attraktives Spiel, was die etwa 150 Zuschauern des Öfteren mit Szenenapplaus honorierten. Als bei unseren Mannen zu Ende der Begegnung hin die Kräfte langsam etwas nachließen, ging knapp 15 Minuten vor Ultimo unser Gast mit 2:1 in Führung. Nochmals verstärkten die Weiß-Blauen daraufhin ihre Offensivbemühungen. Franz Hoffmann zwang den Leipziger Keeper zu einer Glanzparade, Tim Richter traf bei seinem gefühlvoll geschlenzten Freistoß nur die Querlatte. Auf der anderen Seite durfte sich Clemens Bierbaum zweimal auszeichnen.

Effektiver letztlich unsere Gäste, die in der Nachspielzeit noch das 3:1 erzielten. Trotz der Niederlage waren Zuschauer, Spieler und Verantwortliche mit diesem Test und dem „Drumherum“ mehr als zufrieden. Auf beiden Seiten konnten die Trainer ausgiebig wechseln und testen, so dass all unsere Spieler in den Genuss kamen, bei diesen perfekten äußeren Bedingungen gegen einen Oberligisten auflaufen zu können.

Für Carsten Hänsel, Trainer und Sportlicher Leiter bei unseren Gästen, denen wir für die kommende Saison alles Gute und viel Erfolg in der Oberliga wünschen, hat sich die Reise nach Gera gelohnt. „Wichtig war für uns, dass sich unsere neuen Spieler aus vielen verschiedenen Ländern gemeinsam einspielen und sich auch an den körperlichen deutschen Fußball gewöhnen. Dafür war der Test ideal, auch, weil Westvororte sich nicht hinten reingestellt, sondern mitgespielt hat. Somit war es eine offene Begegnung mit Chancen auf beiden Seiten. Es hat wieder viel Spaß gemacht in Gera.“

Trainer Philipp Schlebe zeigte sich nach dem Schlusspfiff ebenfalls recht zufrieden und konstatierte: „Wir hatten super Rahmenbedingungen, viele Zuschauer und wunderschönes Wetter. Zu Beginn waren wir natürlich, wie es auch nicht anders zu erwarten war, viel mit Defensivaufgaben beschäftigt. So nach und nach haben wir aber dann auch Mut bewiesen und selbstbewusst nach vorn gespielt. Insgesamt bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft sehr zufrieden. Dennoch müssen wir daran arbeiten, dass wir nicht so leicht die Gegentore kassieren. Da haben wir es unserem Gegner, wie auch schon in den vorangegangenen Spielen, ein bis zweimal zu leicht gemacht. Natürlich ist es für uns kaum machbar gegen einen Oberligisten 90 Minuten zu 100 % konzentriert zu sein. Da kann so ein Gegentor schon einmal passieren, zumal wir beim zweiten Gegentor wohl noch in Gedanken bei Mucki waren. Auf der anderen Seite hat mir die Zweikampfführung schon entschieden besser gefallen als in den Spielen vorher. Gerade das wird in der Liga sehr wichtig sein. Aber auch spielerisch haben wir uns schon gesteigert. Auch während des Spieles haben wir uns mit fortlaufender Spielzeit fußballerisch verbessert.“

Einzig der Zusammenprall zwischen unserem Mucki und dem Inter-Keeper machte uns gestern Abend Sorgen. Mucki wurde prophylaktisch mit dem Krankenwagen zur Kontrolle ins Klinikum gebracht, konnte nach einem unauffälligen CT aber zwischenzeitlich entlassen werden und geht heute bereits wieder seiner Ausbildung nach. Auch der Leipziger Torhüter ist wieder wohl auf, wie uns Carsten Hänsel heute früh auf Nachfrage bestätigt hat.

Schon heute freuen wir uns auch auf das nächste Heimspiel, wenn es wieder gegen eine Oberliga-Mannschaft geht. Am Samstag, d. 24.07.2021 um 15:00 Uhr ist die Mannschaft vom 1.FC Merseburg, die wir schon heute recht herzlich begrüßen, in der Saarbach-Arena zu Gast.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

Test: Seit einer gefühlten Ewigkeit

(04.07.2021) Endlich wieder Fußball in der Saarbach-Arena ⚽️

SG Westvororte/JFC – FC Motor Zeulenroda 7:1 (3:1)

Torfolge:

 

1:0 Martin Gerold

1:1 Kilian Friedrich

2:1 Mucki Diallo

3:1 Rico Heuschkel

 

4:1 Mucki Diallo

5:1 Marcus Schneider

6:1 Rico Heuschkel (11 Meter)

7:1 Philipp Rehnelt

Endlich! Seit einer gefühlten Ewigkeit endlich wieder Fußball in der Saarbach-Arena. Zum ersten Heimspiel nach der Corona-Pause hat sich der TSV keinen Geringeren als den gestanden Landesklassisten aus Zeulenroda zum Test eingeladen. Schon viele Male kreuzte man mit dem FC Motor seine Klingen, oft war man unserem Gast dabei unterlegen.

Nicht gestern. Unsere Jungs waren heiß. Knapp zwei Stunden vor Spielbeginn standen 20 Scheubengrobsdorfer auf dem Weidicht parat. Trainer Philipp Schlebe und Matthias Meinel hatten die Qual der Wahl und beriefen 17 Spieler in den Kader. Die angeschlagenen Schäfer, Kurth und Ludwig schauten sicherheitshalber nur zu. Auch unsere A-Junioren, die am kommenden Samstag ihren großen Auftritt im Aufstiegsspiel für die Regionalliga haben, waren planmäßig „nur“ Zaungäste.

Die knapp 100 Zuschauer bekamen bei hochsommerlichen Temperaturen, allerbestem Wetter, frischen Rostern und von unserem  heutigen Geburtstagskind Katrin Ruß, der wir auf diesem Wege noch recht herzlich gratulieren, frisch gezapftem Bier von Beginn an ein abwechslungs- und torreiches Spiel, mit dem das Schiedsrichter-Trio um Mirko Geidel keinerlei Probleme hatte, zu sehen.

Immerhin waren acht Treffer zu bestaunen. Darunter auch zwei unseres Rückkehrers Rico Heuschkel. Er und auch Maximilian Dörlitz durften sich erstmals seit zwei Jahren wieder den Weiß-Blauen Fans präsentieren und mit ihrem Einstand durchaus zufrieden sein.

Apropos zwei Treffer. Die konnte sich gestern auch Mouctar Mucki Diallo gutschreiben lassen. Nach über einem Jahr Verletzungspause hatte er nicht nur der beiden Tore wegen ein äußerst erfolgreiches Come-back und wurde in unseren Augen von den Fans der Saarbach-Chaoten auch zu recht zum „Man of the Match“ gewählt.

Neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung sei unser Torhüter Christopher Wolf noch hervorzuheben, der sehr gut in den Spielaufbau eingebunden war, diesen mit seiner Defensivabteilung gemeinsam aufmerksam organisierte und bei den wenigen Chancen unserer Gäste zweimal hervorragend reagierte und parierte.

Insgesamt geht der Erfolg unserer Mannen auf Grund der effektiven Chancenverwertung auch in dieser Höhe in Ordnung. Trainer Philipp Schlebe war demzufolge auch mit dem Ergebnis sehr zufrieden, hatte aber noch eine Menge zu notieren, woran man in den nächsten Tagen und Wochen arbeiten will und muss.

Schon am nächsten Freitag werden wir sehen, wie man sich gegen eine höherklassige Mannschaft schlägt, wenn ab 18:30 Uhr der Oberligist vom FC Inter Leipzig mit seinem Trainer Carsten Hänsel in der Saarbach-Arena zu Gast ist.

Ohne Worte …

 

#ausgerafürgera

9. Spieltag: Westvororte/JFC – 1. FC Sonneberg 5:2 (3:0)

Mit Effektivität. Mit Leidenschaft. Mit Köpfchen und mit Herz 💙

(01.11.2020) Eigentlich könnte es so weitergehen. Geht es aber nicht. Es geht in die angeordnete Corona – Zwangspause. Dabei hat es gestern doch noch mal so richtig Spaß gemacht. Auch wenn man nicht unbedingt die überlegene Mannschaft war, konnte man mit Effektivität und Köpfchen die letzten drei Punkte vor dem Fußball-Lockdown einfahren. 

Wesentlichen Anteil daran hatte, und deswegen verwundert es auch nicht, dass er von unseren Fans zum „Man of the Match“ gewählt wurde, Marcus Schneider mit seinen drei Treffern, die er allesamt per Kopf erzielte.

Aber wie immer der Reihe nach. Die ersten Minuten gehören dem TSV. Man will sich sofort Respekt verschaffen und zeigen, wer der Herr im Hause ist. Noch aber verzieht Daniel Gehrt. Sein Lupfer über Kepper Gheorghiu hinweg geht auch über den Kasten. So richtig kann man sich in den Minuten danach in der gegnerischen Hälfte aber nicht wie erhofft festsetzen. Sonneberg will und wird munter mitspielen.

Auf der linken Seite ist der junge 22-jährige Louis Göhring verdammt schnell. Die Nummer 13 der Sonneberger ist kaum zu stellen, ist äußerst gefährlich. Den haben wir auf dem Zettel. Unsere Abwehr auch?

Aber genauso schnell ist auf der anderen Seite auch unser erst 18 Jahre alter Franz Hoffmann, der jetzt von der Mittellinie bis auf die Grundlinie sprintet. Seinen Vorstoß kann im letzten Moment geklärt werden. Eckball.

Wie immer bei den Standardsituationen darf in diesen Momenten Martin Ludwig ran. Seine gefühlvoll nach innen gezirkelte Ecke erreicht den Kopf von Marcus Schneider, der sich im Zentrum, etwa sieben Meter vor dem Tor, am höchsten schraubt und mit dem Kopf zur frühen Führung trifft. Jawoll! 1:0 für Westvororte/JFC.

Auf der anderen Seite macht uns Louis Göring mit seiner Schnelligkeit so langsam richtig zu schaffen. Abermals ist er durch. Sein Schuss von der Strafraumgrenze verfehlt das Tor jedoch. Jetzt ein Konter über Bosse Struz. Sein Pass auf Marcus Schneider ist allerdings nicht genau genug, so dass unsere Nummer 19 mit seinem schwächeren Linken abschließen muss, was den Sonneberger Torhüter, der immerhin 128 Oberliga-Spiele in seiner Vita stehen hat, nicht beeindruckt.

Nach vorn machen wir das schon richtig gut. Nach hinten haben wir aber jetzt schon wieder das Problem mit der 13. Sein Pass in die Spitze wird jedoch abgefälscht und ist leichte Beute für Clemens Bierbaum.

Gegenstoß Westvororte. Bosse Struz versucht es aus 15 Metern direkt, trifft den Ball aber nicht richtig. Die Zuschauer können mit den ersten 15 Minuten durchaus zufrieden sein. Wir sind es allemal. Vor allem des Ergebnisses wegen. Wir müssen aber hinten höllisch aufpassen.

Erneuter Gegenstoß der Gelb-Schwarzen. Wieder die 13. Das darf doch wohl nicht wahr sein, dass wir diesen Göhring nicht in den Griff bekommen. Diesmal läuft er aus abseitsverdächtiger Position auf unser Tor zu. Clemens Bierbaum jedoch steht hoch, ist schneller und erläuft den Pass. Durchatmen.

Eine wirklich spannende Phase. Momentan geht es so richtig hin und her. Chancen auf beiden Seiten fast im Minutentakt. Und schon wieder. Wieder die 13. Aber wieder knapp daneben. Nunmehr haben die Sonneberger ein kleines Plus an Spielanteilen.

Nachdem André Gottschalk kurz darauf völlig frei vor unserem Keeper auftaucht, haben unsere Gäste aus dem Thüringer Wald nun auch ein Chancenplus und unsere Jungs können sich bei ihrer Nummer 1 bedanken, dass die mit einer Glanzparade den Ausgleich verhindert.

Nun die erste Karte im Spiel. Bosse Struz kassiert Gelb. Den fälligen Freistoß aus circa 18 Metern tritt Fabian Dorst, Clemens Bierbaum hat jedoch kein Problem den Ball zu parieren. Jetzt täte uns etwas Entlastung gut. Und die kommt auch promt. Und eine gute Möglichkeit. Allerdings wird Daniel Gehrt auf Höhe des Elfmeter-Punktes wegen eines Stürmerfouls zurückgepfiffen.

Ein erstes kurzes Fazit nach 25 Minuten: Eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Begegnung. Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier. Chancen hüben wie drüben. Es macht richtig Spaß. Die 114 Zuschauer sind zufrieden. Mit dem Spiel und mit dem Spielstand.

Jetzt wieder wir. Schneider sieht Klammt und will ihn mit einer Flanke bedienen. Der Ball kann von unseren Gästen jedoch vor dem einschussbereiten Dominik Klammt geklärt werden. Da hatte Sonneberg jetzt auch ein wenig Glück, denn unsere Kapitän hätte völlig blank gestanden.

So schön wie es ist, dass wir uns vorn Chancen erarbeiten, so unverständlich ist es aber auch, dass Louis Göring wieder in den Strafraum eindringen kann. Diesmal muss Felix Kühn in höchster Not zur Ecke klären. Hier muss zur Pause etwas passieren. Die Sonneberger 13 hat viel zu viel Freiheiten, macht uns permanent Ärger und stellt uns hinten immer wieder vor neue Herausforderungen.

Aber auch sonst haben wir momentan den Eindruck, dass unsere Gäste immer einen Schritt eher am Ball sind. Und schon wieder Sonneberg. Schon wieder die 13! Die gewinnt das Laufduell über links und kann flanken. Seine Flanke erreicht André Gottschalk, dessen Direktabnahme aber neben dem Tor landet.

Sonneberg jetzt die etwas bessere Mannschaft. Der Ausgleich liegt in der Luft. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt … Im Gegenzug flankt Tim Richter über 40 Meter zielgenau auf Marcus Schneider, der vier Minuten vor der Pause aus acht Meter Entfernung das 2:0 erzielt. Mit Köpfchen, versteht sich.

Dass es noch „zu null“ steht ist neben unserem Torhüter vor allem dem abermals starken Christian Kruschke zu verdanken. So langsam macht sich die Verpflichtung des Ex-Roschützers bezahlt. Abermals macht der da hinten drin ein richtig gutes Spiel.

Beim folgenden Freistoß, der am Pfosten landet, konnte aber auch er nur zusehen. Mit dem Glück der Tüchtigen ist der TSV in diesem Moment im Bunde, nachdem der Ball vom Aluminium über die Torlinie trudelt und im letzten Moment von Bosse Struz von dieser geschlagen werden konnte. Oder war das Spielgerät doch drin? Die Sonneberger reklamieren. Die Sonneberger diskutieren. Der Schiedsrichter lässt jedoch weiterspielen und unsere Jungs nutzen die Verwirrung aus.

Bosse Struz, der eben noch den Ball von der Linie gekratzt hat, jetzt vorn. Er flankt von der Grundlinie ins Zentrum, wo Daniel Gehrt steht, der sich mit seiner Routine diese Chance nicht nehmen lässt und auf 3:0 erhöht. Wahnsinn. Wenn uns das vor dem Spiel einer erzählt hätte.

Ein Klasse Spiel. Von beiden Seiten. Die letzten Minuten sind wir kaum hinterher gekommen, uns Notizen zu machen. Es ging hin und her. Ein offener Schlagabtausch. Super Fußball. Umso trauriger, dass beide Mannschaften danach in eine Zwangspause müssen.

Jetzt sind aber alle Weiß-Blauen erst einmal froh, dass Pause ist. Auch wir. Wir müssen unsere Notizen erst einmal kurz sortieren und wieder chronologisch ordnen. Und durchatmen. Und feststellen, dass Sonneberg definitiv nicht um diese drei Tore schlechter ist, sondern wir heute sehr effektiv.

„Brutal effektiv“ definiert es ein Zuschauer. Die Fans zollen unseren Jungs dafür Respekt, loben die wohltuende und stimmungsvolle Atmosphäre in der Saarbach-Arena und vor allem die gute gastronomische Versorgung: „Hier gibt es die leckersten Roster und Rostbrätl.“ weiß einer unserer Fans zu berichten.

Aber weiter geht’s. Philipp Schlebe, der unseren erkrankten Cheftrainer Frank Schäfer heute vertritt, wechselt erstmals. Er bringt Jonas Kölling für Daniel Gehrt, der wohl angeschlagen ist.

Aber kaum sind in der zweiten Halbzeit vier Minuten auf der Uhr, verkürzen unsere Gäste auf 3:1. André Gottschalk wird an der Strafraumgrenze angespielt, von drei Abwehrspielern aber nicht entscheidend gestört. Aus der Drehung heraus markiert der routinierte Stürmer unserer Gäste den Treffer.

Hatten unsere Jungs vielleicht gedacht, dass das Halbzeit-Ergebnis reicht? Dass man die Führung vielleicht über die Zeit bringen kann? Spätestens jetzt hat Sonneberg uns diese Frage mit Nein beantwortet. Ergo: Wir müssen wieder mehr tun! Und das tun die Jungs auch. Bosse Struz setzt sich über links durch, spielt auf Felix Kühn zurück, der aber verzieht.

Dann Richter. Aus 18 Metern. Der Ball wird aber vom Rücken eines Sonneberger Verteidigers abgefälscht, so dass er seinen Weg nicht ins Tor findet, sondern dieses knapp verfehlt. Jetzt wieder der effektive TSV. Eine Duoblette des 1:0. Ludwig. Ecke. Schneider. Kopfball. Tor. Wahnsinn! 4:1. Der drei-Tore-Vorsprung ist zurück. Schneider macht das Tripel.

Da müssen wir ihn mal fragen, ob er schon mal drei Buden gemacht hat in einem Spiel. Und alle mit Köpfchen! Da hat heute alles gepasst. Wohl dem, der so einen Schneider hat.

Ein Wahnsinnsspiel heute in Scheubengrobsdorf. Es geht wieder rund hier. Beide Mannschaften gönnen sich keine Pause. Jetzt Sonneberg knapp daneben.

Dann Gelb-Rot für Vitali Klaus. Nachdem Sonnenberg den Anschlusstreffer erzielt hatte

und auch etwas besser in die zweite Hälfte fand, ist man nun nach der neuerlichen drei-Tore-Führung und der Gelb-Roten Karte etwas indisponiert. Fast ein Eigentor unsere Gäste.

Wichtigste Erkenntnis in der zweiten Halbzeit bisher jedoch: Wir haben die 13 im Griff.

Dennoch bleiben unsere Gäste aus dem Thüringer Wald immer wieder gefährlich. Jetzt bekommen wir den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Durcheinander in der Box. Ein Pfiff. Elfmeter? Ja, Elfmeter für Gelb-Schwarz. Warum? Angeblich wurde geschubst. Für uns sah es nicht so aus, aber lassen wir es so stehen, denn der Schiri macht bisher einen wirklich sehr guten und fehlerfreien Eindruck. Fabian Dorst läuft an. Bierbaum hält. Stark. Der fischt das Ding unten rechts aus der Ecke. Wahnsinn. Ein Teufelskerl dieser Bierbaum.

Zweiter Wechsel nun bei unseren Mannen. Fuchs kommt für den angeschlagenen Richter. Noch 15 Minuten. Wir zittern. Wir bangen. Reicht das? Das muss reichen. 4:1. Und wenn es am Ende 4:3 heißt, wäre uns das auch egal.

Aber vielleicht können wir den Sack schon eher zumachen? Vielleicht jetzt? Hoffmann auf Schneider, der  per Kopf gegen die Laufrichtung des Keepers, aber stark gehalten. Das wäre es gewesen. So bleiben noch gut 10 Minuten hoffen und bangen.

Nach dem Elfmeter sind wir jetzt viel aggressiver in den Zweikämpfen. Gut so. Momentan schnüren wir die Sonneberger im und am eigenen Strafraum ein.

Wie aus dem Nichts aber dann ein Konter der Gäste. Wieder über „die Schnelle 13“, den wir nur auf Kosten eines Foules stoppen können. Mist. Schon wieder ein Pfiff. Schon wieder Elfmeter. Diesmal ist das Ding drin. André Gottschalk mit seinem zweiten Treffer zum 4:2.

Noch acht Minuten. Ecke für uns. Die kommt zu Kurth. Der sieht Kruschke am langen Pfosten, der von der Kopfballverlängerung wohl aber etwas überrascht ist. Kein Problem für Gheorghiu.

Oh Mann, das kostet wieder Nerven. Wahnsinn. Noch drei oder vier Minuten oder so. Serfling kommt für Schneider. Der Dreifach-Torschütze wird mit Applaus und standing ovation vom Platz „getragen“. Noch eine Minute jetzt.

Die ist kurz daraufhin um und der Schiedsrichter streckt seinen Arm in die Höhe. Er zeigt drei Finger für drei Minuten on top.

Der für Schneider eingewechselte Tom Serfling macht nach Pass von „Vorlagen-König“ Ludwig den Sack aber nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zu. 5:2! Wie schon vor Wochenfrist Trainer Frank Schäfer, beweist heute auch Philipp Schlebe ein Händchen für die Wechsel und kann sich gemeinsam mit Tom Serfling über dessen ersten Saisontreffer freuen.

Und zur Krönung seiner Leistung darf Clemens Bierbaum in der dritten Minute der Nachspielzeit auch noch einmal eingreifen. Er klärt mit einer Glanzparade gegen  … na, gegen wen wohl … genau, gegen die Nummer 13. Mit Effektivität. Mit Leidenschaft. Mit Köpfchen und mit Herz 💙

Philipp Schlebe, unser sportlicher Leiter und eigentlich Co-Trainer, heute in Abwesenheit von Frank Schäfer allerdings der „Chef neben dem Platz“, konstatierte nach dem Spiel wie folgt:

„Ziel war ganz klar, das letzte Spiel zu Hause zu gewinnen. Dass das am Ende gegen einen direkten Kontrahenten geklappt hat, ist besonders schön. So sind wir auch in der Tabelle etwas nach oben geklettert.

Auch aufgrund der Corona-Pause und dass momentan keiner weiß, ob die Serie überhaupt zu Ende gespielt werden kann oder zwischendurch eine Wertung erfolgen sollte, war dieser Sieg besonders wichtig.

Ob wir heute schön gespielt haben oder nicht, das sollen andere entscheiden. Für mich war wichtig, dass wir heute die drei Punkte zu Hause behalten haben.“

Ohne Worte …

Chat auf WhatsApp