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Im Interview. Heute: Maximilian Kurth ✅

Immer am Limit, der ungeschliffene Diamant 💙

(22.11.2020)

TSV) Hallo Max. Schön, dass wir dir heute ein paar Fragen stellen dürfen, deren Antworten unsere Fans sicherlich interessieren.

Max) Hallo, schön, dass es geklappt hat. Gerne erzähle ich euch mehr über mich.

TSV) Du bist gerade einmal 24 Jahre alt, spielst aber mittlerweile schon die sechste Saison für die Weiß-Blauen und unsere SG. Da kann man doch schon so langsam von Treue sprechen, oder?

Max) Ich denke, dass Loyalität und Treue heutzutage nicht mehr so oft vorkommen, wie viele von uns sicherlich im Leben bereits erfahren durften. Im Amateurbereich spielen vor allem die Menschen in der Mannschaft und im Verein eine wichtige Rolle. Die genannten Tugenden können so nur auf Gegenseitigkeit aufgebaut werden. Ich fühle mich in der Mannschaft sowie im Verein sehr wohl. Den Großteil kenne ich ja bereits seit langer Zeit und da steckt auch eine Vertrauensbasis dahinter.

TSV) Apropos Treue. Heutzutage ist es bei vielen Vereinen sehr selten, dass Spieler so monogam sind. Nicht nur, dass du mittlerweile schon das sechste Jahr bei uns bist, auch zuvor hast du von den E-Junioren an bis hin zum Männerbereich nur für einen Nachwuchsverein gespielt.

Max) In jungen Jahren hat man natürlich nicht immer alles so in der Hand wie heute, aber ich bin der Meinung, dass es damals wie heute in der Stadt im Jugendbereich keinen besseren Fußballverein gibt als den JFC Gera bzw. damals 1. FC Gera 03. Im Männerbereich kann ich mir hier von dem Umfeld und Vereinsleben keinen besseren Verein als den TSV vorstellen. Ich habe nie einen Grund gesehen den Verein verlassen zu wollen, besonders nicht für einen Anderen in der Region.

TSV) Wie bei all unseren Interviews wollen wir natürlich auch bei dir etwas im Privatleben „stöbern“. Du bist Student. Was genau studierst du?

Max) Ich studiere in Weimar an der Bauhaus-Universität und bin in den letzten Zügen meines Master-Studiums im Bereich Management [Bau Immobilien Infrastruktur].

TSV) Oh, in Weimar, der Stadt Goethes. Das ist ja auch der nächste Weg. Du wohnst aber in Gera. Demzufolge fährst du jeden Tag? 

Max) Momentan muss ich nur noch meine Masterarbeit schreiben, so dass ich keine Vorlesungen mehr habe und dementsprechend eher seltener in Weimar bin. In diesem Jahr wurden die Veranstaltungen eh größtenteils online angeboten, so dass ich in den vergangenen Monaten von Gera aus studieren konnte. Die Zugverbindung von Gera nach Weimar ist sehr gut, so dass ich zu Beginn des Studiums täglich gut pendeln konnte.

TSV) Studium in Weimar und 3-4 Mal die Woche Fußball. Hast du da eigentlich noch Zeit für deine Freundin und deine Familie?

Max) Bisher habe ich alles immer gut unter einen Hut bekommen und hoffe das natürlich auch für die Zukunft. Meine Freundin und Familie mussten da ab und zu einige Kompromisse eingehen, aber da bin ich sehr froh und dankbar, dass sie mich in der Hinsicht bestmöglich unterstützen. Ich möchte mich an der Stelle von ganzem Herzen dafür bedanken! Da ich aber noch Student bin, denke ich, dass der Zeitplan bei anderen im Verein durchaus enger gestrickt ist.

TSV) Wie der TSV hast auch du dich allmählich immer weiterentwickelt. Über die Kreisoberliga, die Landesklasse bis hin zur Verbandsliga.

Max) Als ich zur Westvororte kam, hätte ich nicht gedacht, dass ich mal in der Verbandsliga mit diesem kleinen Dorfverein spielen darf. Das ist schließlich aber ein Ergebnis von all den Menschen die täglich für den Verein arbeiten und alles geben. Ich kann mich glücklich schätzen, ein Teil von der Truppe zu sein.

TSV) Du bist als äußerst zweikampf- und kopfballstarker Innenverteidiger bekannt. War das auch schon deine Position, als du bei uns angefangen hast und vielleicht auch schon im Nachwuchs beim JFC. Oder hast du dort die Ausbildung auf einer anderen Position erfahren?

Max) Im Jugendbereich habe ich glaube alle Positionen mal begleiten dürfen. Ich war sogar mal auf der Außenbahn und als 2. Torhüter im Einsatz. Offensiv hat mein Killerinstinkt doch nicht bis nach Aue gereicht. Je weiter es dann in Richtung A-Jugend ging, umso deutlicher hat sich die Position als IV herauskristallisiert. Ich glaube sogar, dass mich Steffen Hadlich dort als erstes aufgestellt hatte.

TSV) Welche Überschrift in der Zeitung würdest du dir für dich selbst einmal wünschen?

Max) „Kurth köpft Westvororte zum Derbysieg“ 🤪

TSV) Aus Mannschaftskreisen ist zu hören, dass du am Wochenende auch außerhalb des Platzes zu den Leistungsträgern zählst. Wer sind neben dir die „Spaßvögel“ in der aktuellen Truppe!?

Max) Da gibt es aber noch den ein oder anderen „Leistungsträger“. Bosse ist da sicherlich kein Kind von Traurigkeit und Julius sowie Niklas sind auch des Öfteren in der Pole Position. Das verteilt sich bei den Mannschaftsabenden eigentlich immer ganz gut. Wir sind eine coole Truppe!

TSV) Wie bei all unseren Gesprächspartnern wollen wir auch dich fragen, was deine persönlichen, beruflichen und sportlichen Ziele für die Zukunft sind.

Max) Sportlich ist für mich in dieser Saison ganz klar der Klassenerhalt das Ziel und in den nächsten Jahren sich als Verein mittelfristig als feste Größe in der Thüringenliga zu entwickeln. Außerdem steht momentan die Masterarbeit ganz oben auf der Agenda, die aktuelle Pause spielt mir in der Hinsicht gewiss in die Karten. Oberste Priorität hat aber selbstverständlich die Gesundheit und da hoffe ich, dass meine Familie und Freunde gesund bleiben!

TSV) Dann wünschen wir dir für die vielen Vorhaben, die du noch umsetzen möchtest, viel Erfolg und alles Gute. Vielen Dank noch einmal, dass du während Deiner Masterarbeit die Zeit gefunden hast, mit uns zu sprechen. Wir freuen uns darauf, dich und die Jungs bald wieder auf dem Spielfeld zu sehen und hoffen und wünschen, dass du und alle anderen gesund sind und bleiben.

Max) Vielen Dank für das Gespräch. Ich hoffe Ihr bleibt alle gesund und hoffentlich bis bald in der Saarbach-Arena!

TSV) Ohne Worte …

Das Team hinter dem Team 💙

Ohne Schlagzeilen ✅

(22.11.2020) „Aller guten Dinge sind drei!“ Unsere Sportlichen Leiter. Drei? Drei Sportliche Leiter? Warum? Schlebe, Tlusty, Wenzel? Für diejenigen, die mit unserer Spielgemeinschaft nicht enger vertraut sind, ist es sicherlich schwer nachzuvollziehen, warum wir drei Sportliche Leiter haben.

Daher stellen wir euch heute die Sportliche Leitung unserer Spielgemeinschaft Westvororte/JFC Gera etwas genauer vor und zeigen kurz auf, wer welche Position inne hat und wie die Aufgabenbereiche in und zwischen den Vereinen aufgeteilt sind.

Philipp Schlebe

Sportlicher Leiter und Vorstandsmitglied beim TSV Gera-Westvororte, Co-Trainer Männermannschaft, Absicherung des Spielbetriebs bei Heimspielen, Organisation und Durchführung von Spielergesprächen im Männerbereich

Olaf Wenzel

Sportlicher Leiter und Vorstandsmitglied beim JFC Gera, DFB-Stützpunkt-Trainer, Organisation und Durchführung von Spielergesprächen der Junioren

Steve Tlusty

Sportlicher Verbindungsmann zwischen dem TSV Gera-Westvororte und dem JFC Gera, Co-Trainer der A-Junioren des JFC Gera, Großfeldkoordinator, Organisation von Auswärtsspielen in Absprache mit den Mannschaftsleitern, Vorbereitung und Umsetzung des Übergangs von A-Junioren-Spielern in den Männerbereich

Mehrmals wöchentlich kommunizieren die drei Ehrenamtler gemeinsam mit den Vorständen und den Vorsitzenden der beiden Vereine René Böhme und Steffen Hadlich, sowie mit Männertrainer Frank Schäfer und dem Trainern der A-Junioren Dominik Seidel.

Ziel der langfristig geplanten Zusammenarbeit ist es, auch perspektivisch junge Spieler aus dem Kader der A-Junioren bei den Scheubengrobsdorfern zu integrieren. Hierbei ist es beiden Vereinen jedoch äußerst wichtig die jungen Spieler langsam an den Männerbereich heran zu führen.

So waren zum Beispiel Nachwuchstorhüter Jonas Tämmler und A-Junioren-Stürmertalent Florian Graupner bereits mehrfach beim Training in Scheubengrobsdorf und das ein oder andere Male sogar im Kader der Verbandsliga-Mannschaft von Frank Schäfer. Beide dürfen nun auch schon auf erste Einsätze zurückblicken.

Während der momentanen Krisensituation sind unsere drei Sportlichen Leiter gemeinsam ebenfalls auch dafür verantwortlich, ein Sicherheits- und Hygienekonzept zu erstellen, dieses zu kommunizieren und umzusetzen. Darüber hinaus sind sie für alle Spieler beider Vereine Ansprechpartner in sportlicher, aber auch privater Hinsicht.

Bei der Umsetzung dieser vielen Aufgaben wünschen wir unseren drei äußerst engagierten Sportlichen Leitern auch in Zukunft gutes Gelingen, immer ein glückliches Händchen, viel Erfolg und auch weiterhin alles erdenklich Gute.

Ohne Worte …

Im Interview. Heute: Martin Ludwig ✅

Zauberfuß und Vorlagenkönig 💙

(11.11.2020) Apropos Vorlage … Da war doch derletzt erst etwas … Aber wir verzichten auf den Rückpass und konzentrieren uns auf uns. Und heute ganz speziell auf unseren Zauberfuß Martin „Jule“ Ludwig.

Unsere Nummer 77 wird uns heute ein paar Fragen beantworten, damit wir alle gemeinsam die fußballfreie Zeit schneller und informativer überbrücken können.

TSV) Hallo Martin. Schön, dass wir dich heute vor unserem Mikrofon begrüßen dürfen. Wir hoffen, dass deine Familie bisher gut durch die Corona-Krise gekommen ist.

Martin) Hallo, danke für die Einladung. Bislang sind wir zum Glück unbeschadet durch die Pandemie gekommen und wir hoffen natürlich, dass es bei uns auch so bleibt.

TSV) Mittlerweile ist es fast zwei Wochen her, dass der Trainings- und Spielbetrieb eingestellt wurde. Was machst du in deiner fußballfreien Zeit?

Martin) Die freie Zeit nutze ich natürlich für meine kleine Familie. Coronabedingt gibt es ja leider nicht mehr viele Ausflugsmöglichkeiten, daher versuchen wir viel Zeit im Freien zu verbringen und die Natur zu erkunden.

TSV) Bleiben wir gleich noch ein wenig privat. Ist das okay?

Martin) Na klar, gerne!

TSV) Was unsere Fans in den Interviews immer sehr interessiert, ist so ein kleiner Exkurs ins Privatleben unserer Spieler. Du bist mit deiner Lebensgefährtin nun seit ca. sieben Jahren liiert. Wie denkt sie über deinen vollen, teilweise übervollen Fußball-Terminkalender?

Martin) Glücklicherweise hat sie mich ja bereits als „Fussballverrückten“ kennengelernt, so dass der Fussball schon immer zu unserem Alltag gehört. Wir teilen also beide die Leidenschaft zum Vereinsleben. Mit unserer kleinen Familie und den nun weiteren Auswärtsfahrten ist es natürlich stressiger geworden, deshalb bin ich sehr froh, dass mir meine Lebensgefährtin den Rücken für diesen erheblichen Aufwand freihält und mich immer darin unterstützt.

TSV) Ihr seid also insgesamt eine sehr fußballinteressierte Familie. Das sehen wir ja auch an deinem Vater. Hut ab. Er ist, soweit wir das einschätzen können, zu fast jedem Spiel da. Auch auswärts. Wir erinnern uns zum Beispiel an das Spiel in Teistungen, zu dem er mit dem privaten PKW gefahren ist, um live dabei zu sein. Hin und zurück sind es ja immerhin über 400 km.

Martin) Ja, er ist wirklich schon etwas „verrückt“. Aber er hat sich über die Jahre hinweg zum Hobby gemacht, den Verein für den ich spiele, als „Fan“ zu begleiten. Auf der Heimfahrt erwartet mich dann natürlich auch immer das ein oder andere „Erfrischungsgetränk“.

TSV) Nicht unverdient ist er im letzten Jahr zur großen Weihnachtsfeier mit Spielern, Fans und Familien auch zum „Fan des Jahres“ gewählt worden. Sehr oft sieht man euch nach dem Spiel zusammen stehen und diskutieren. Wertet ihr das Spiel dann gleich aus?

Martin) In der Tat reden wir da meist gleich über das Spiel. Aber häufig geht es auch einfach über allgemeine Dinge. Zumal ich jetzt nach dem Spiel auch eher auf der Suche nach meinem kleinen Sohn und meiner Lebensgefährtin bin.

TSV) Die meisten nennen dich immer nur Jule. Unseres Wissens kommt dieser nickname von deinem Vater. Ist das richtig? Klär uns doch bitte einmal auf.

Martin) Tatsächlich kommt der Spitzname von meinem Vater. Er hat vor geraumer Zeit selbst Fussball gespielt, jedoch noch mit etwas längeren Haaren als jetzt und heißt Jörg. Daraufhin wurde er von seinen Teamkollegen „Jule“ genannt. Da ich früher bei dem selben Verein spielte (OTG 1902 Gera) nannten sie mich „kleiner Jule“. Und so hat sich dieser Spitzname bis heute durchgesetzt.

TSV) Wenn wir richtig gerechnet haben, ist die aktuelle Saison deine fünfte für Westvororte. Ist das korrekt?

Martin) Das ist absolut richtig. Aber ehrlich gesagt kommt es mir schon so vor, als wäre es bereits die zehnte Saison. Vermutlich, weil bei der Westvororte in dieser Zeit so viel passiert ist. Wahnsinn.

TSV) Du hast vorher beim Post SV gespielt. Wie kam es seinerzeit zu deinem Wechsel nach Westvororte? Immerhin hatte Post in diesem Jahr in der Landesklasse und Westvororte „nur“ in der Kreisoberliga gespielt. War das für dich nicht ein Rückschritt?

Martin) Glücklicherweise hatte ich mit Heiko Linke einen persönlichen Fan, welcher zu der Zeit als Sportlicher Leiter bei Westvororte aktiv war. Nach ein paar Gesprächen kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass das Zukunftskonzept sehr erfolgsversprechend werden kann, was sich nun auch gezeigt hat. Beim Post SV war leider absehbar, dass wir die Klasse nicht halten können, so dass der Schritt perspektivisch nur logisch erschien.

TSV) In den bisherigen vier Spielzeiten bist du mit den Scheubengrobsdorfern zweimal aufgestiegen. Gleich in deiner ersten Saison gelang ja sofort der Schritt in die Landesklasse. Was ist dir aus diesen Jahren beim TSV besonders in Erinnerung geblieben?

Martin) Besonders in Erinnerung bleiben natürlich unzählige lustige Mannschaftsabende, bei denen, egal wie es gerade lief, ausgelassen gefeiert wurde. Dies hatte natürlich großen Anteil an der Stärkung des Mannschaftsgefüges. Weiterhin sind sehr viele neue junge Mitspieler gekommen, die wir erfolgreich integriert haben und die uns nun auf ein neues Niveau gehoben haben. Rückblickend betrachtet sind jetzt nicht mehr viele Spieler dabei im Vergleich zu meiner ersten Saison, aber es macht dennoch genauso viel Spaß.

TSV) Hast du deinen Wechsel zwischenzeitlich eigentlich auch einmal bereut? Nenn uns doch einfach mal ein positives und ein negatives Erlebnis.

Martin) Bereut habe ich meinen Wechsel nie und wenn ich mir vorher einen Verlauf hätte wünschen können, dann wäre alles genau so gekommen. Daher ist auch nur ein negatives Erlebnis zu nennen und zwar die Trainer-Verpflichtung von Mike Baumann, da hat es leider so gar nicht gepasst. Als positives Erlebnis kann ich jedes Spiel mit dem Team nennen, da es einfach immer Spaß macht/gemacht hat.

TSV) Wie wir in der Überschrift schon gelesen haben, bist du nicht nur als Spieler mit viel Übersicht auf deiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld, sondern besonders als Vorlagengeber und auch als „Zauberfuss“ bei Ecken und vor allem bei Freistößen bekannt. Derer hast du schon einige wie aus dem Lehrbuch direkt verwandelt. Und allein beim letzten Spiel gegen Sonneberg kannst du auf drei Assists zurückblicken. Ist das Talent, trainierst du das regelmäßig oder reicht da wirklich nur ein kurzer Blick zu Marcus Schneider, wie er es derletzt gegenüber der OTZ geäußert hat 😂?

Martin) Danke für die warmen Worte zu dieser kalten Jahreszeit.☺️ Talent gehört da sicherlich etwas dazu, aber ich habe früher auch sehr viel Zeit auf dem Bolzplatz verbracht und da kann man seinen Fuß noch am besten feilen. Mit „Schnei“ (Anm.d.Red.: Marcus Schneider) verstehe ich mich privat und auf dem Fussballplatz wirklich schon seit Jahren sehr gut, daher weiß ich natürlich wie er einläuft. Das es gleich zwei mal in einem Spiel geklappt hat, freut mich natürlich sehr. Natürlich kann ich die „Internas“ unserer Eckball-Variante nicht preisgeben.😉

TSV) Du bist mittlerweile 34 Jahre alt. Damit gehörst du zu den wenigen Spielern die über 30 sind. Im Gegensatz dazu ist ein Großteil der Spieler noch U-23 beziehungsweise gar erst 18 oder 19 Jahre alt. Genau genommen sind im Kader 16 Spieler die jünger sind als 23 Jahre. Kommt es da auch mal zu Komplikationen?

Martin) Gar nicht. Ich muss sagen, alle Spieler die von den A-Junioren hoch kommen, integrieren sich wirklich sehr gut und bringen den nötigen Respekt mit. Der Umgang zwischen „jung und alt“ hat sich in den Jahren auch geändert und es läuft alles mehr auf Augenhöhe ab.

TSV) Lass uns einmal kurz in die Zukunft schauen. Welche Ziele hast du im Fußball und speziell mit deiner Mannschaft?

Martin) Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt. Auch, um die Entwicklung des Vereins weiter voran zu treiben und so auch in Zukunft die Möglichkeit zu haben Verbandsliga zu spielen und das Leistungsniveau allmählich zu steigern, wenn auch nicht mehr lange mit mir.

TSV) Wir hoffen einmal, dass das noch ein Stückchen dauert und danken dir für deine aufschlussreichen Worte. Wir wünschen dir und der Mannschaft viel Erfolg beim Erreichen der gesteckten sportlichen Ziele. Dir persönlich und deiner Familie wünschen wir natürlich alles alles erdenklich Gute und viel Gesundheit. Wir bedanken uns, dass du dir die Zeit für dieses Interview für unsere Fans genommen hast.

Martin) Sehr gerne, ohne Worte …

TSV) Ohne Worte …

Das Team hinter dem Team 💙

Ohne Schlagzeilen

(10.11.2020) Nachdem wir Euch in dieser Rubrik in der letzten Woche unsere „Kneiper“ vorgestellt haben, sagen wir heute in Teil 5:

„Hallo ihr zwei, hallo Zweite!“ ✅

… denn nach einem Jahr Abstinenz ist seit diesem Sommer auch wieder eine zweite Mannschaft für den TSV Gera-Westvororte am Start. Dank Gordon Schorrig und René Gutschke war es überhaupt erst möglich, das Vorhaben „Zweite“ in die Tat umzusetzen.

Beide haben sich schon in der frühen Phase bereit erklärt, den Aufbau einer zweiten Mannschaft zu unterstützen und als Trainer und Betreuer gemeinsam das Team zu übernehmen und zu führen.

Nur mit so viel Enthusiasmus war es möglich, die zweite Mannschaft des TSV Gera-Westvororte überhaupt an den Start zu bringen. Mittlerweile spielt das Team, für das auch die beiden Verantwortlichen ab und zu noch die Schuhe schnüren, eine durchaus akzeptable Rolle in der ersten Kreisklasse.

Wir möchten uns auf diesem Wege bei Gordon und René für ihre ehrenamtliche Tätigkeit, ihre Bereitschaft, Ihr Engagement und ihre Unterstützung recht herzlich bedanken.

Auch für das bisher sportlich Geleistete gilt unser Dank. Wir wünschen den beiden Trainern und Ihrem Team nach der coronabedingten Zwangspause natürlich weiterhin viel Erfolg 🍀

Ohne Worte …

Wieder am Start

Unsere Zweite ✅

Nach einem Jahr Abstinenz ist seit diesem Sommer auch wieder eine zweite Mannschaft für den TSV Gera-Westvororte am Start. Das, was der ehemaliger Präsident Dr. Michael Pannach auf den Weg brachte, konnte unser Vorstand um den neuen Vorsitzenden Rene Böhme finalisieren.

Nunmehr spielen unsere Jungs unter Leitung der beiden Trainer/Betreuer Gordon Schorrig und René Gutschke, die beide bei Personalnot auch selbst noch ihre Fußballschuhe schnüren, in der ersten Kreisklasse und haben bis zur Zwangspause gezeigt, dass sie zurecht wieder am Start sind.

Nach sechs absolvierten Punktspielen finden sich unsere Jungs momentan auf Platz 6 der Tabelle wieder. Mit sieben Punkten und einem Torverhältnis von 13:12 kann man nach dem Neustart und den ersten Begegnungen durchaus zufrieden sein.

Auf diesem Wege wünschen wir der Mannschaft von Gordon Schorrig und René Gutschke, die wir euch demnächst noch etwas genauer vorstellen werden, nach Beendigung der Zwangspause weiterhin viel Erfolg und lassen Fans und Spieler nun an unseren fotografischen Impressionen teilhaben.

Ohne Worte …

Das Team hinter dem Team

Ohne Schlagzeilen 💙

(04.11.2020) Nachdem wir Euch in dieser Rubrik letzte Woche unsere Physiotherapeutin, unseren Mannschaftsleiter und die Trainer vorgestellt haben, sagen wir heute in Teil 4:

„Guten Appetit und Prost“ ✅

Wir präsentieren euch heute unter diesem Motto unsere „Kneiper“.

René ist mittlerweile seit über zwei Jahren in unserem Verein. Im Juni 2018 übernahm er die Geschicke am Grill, in der Küche und am Tresen. Seitdem ist er unverzichtbar geworden. Denken wir allein an die Heimspiele unserer Mannschaften, zu denen er nicht nur am Grill steht.

Wenn teilweise weit über 100 hungrige und durstige Zuschauer die Spiele in der Saarbach-Arena besuchen, kann er sich natürlich nicht zerteilen. Daher unterstützten ihn seine Lebensgefährtin Kathrin, selbst stellvertretende Geschäftsführerin einer großen Firma in Neustadt/Orla und deren Tochter Sarah, die zur Zeit eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin absolviert, tatkräftig.

Kathrin, früher selbst aktive Fußballerin in Neustadt Orla und danach bei den Weiß-Blauen als Trainerin im Nachwuchs tätig und Sarah, die bis zu ihrer schweren Kreuzband-Verletzung ebenfalls in Neustadt/Orla aktiv war, haben selbst Fußball im Blut und fühlen sich mittlerweile in der Saarbach-Arena wie zu Hause.

Auf diesem Wege bedanken wir uns recht herzlich bei unserem Kneiper René und seiner Familie für die zahllosen ehrenamtlichen Stunden, die Sie für unseren Verein und unsere Mannschaften leisten.

Auch in der nächsten Woche werden wir euch wieder Ehrenamtliche unseres Vereins vorstellen. Bleibt also gespannt und lasst euch überraschen, wen wir dann aus dem „Team hinter dem Team“ präsentieren.

Ohne Worte …

Ein Dorf zeigt Stärke ⚪️🔵

Zusammen durch die Krise 💙

(03.11.2020) Der ganz große Lockdown konnte noch vermieden werden. Im Amateurfußball jedoch hat er bereits voll zugeschlagen. Das Spiel gegen Sonneberg am vergangenen Wochenende war das letzte bis mindestens Anfang Dezember. Auch die Trainingseinheiten unserer Jungs werden vorübergehend ausgesetzt.

Was machen unsere Spieler nun in der freien Zeit? Kein Training, kein Spiel. Aber Ideen. Sofortige Bereitschaft. „Familie Scheubengrobsdorf“ im gesamten Monat November.

Wir gehen leider davon aus, dass auch in unseren Westvororten der ein oder andere eventuell in Quarantäne versetzt wurde. Für alle Scheubengrobsdorfer, Frankenthaler, Windischenbernsdorfer und alle Mitglieder unseres Sportvereins bieten die Spieler des TSV Gera-Westvororte/JFC ab sofort einen Einkaufs- und Besorgungsservice an.

Egal ob Supermarkt, Apotheke oder Drogerie … Schreibt uns einfach eine Nachricht oder eine E-Mail an info@westvororte.de. Wir geben den Kontakt dann an einen unserer Spieler weiter. Er wird dann selbst zeitnah auf euch zukommen und alle weiteren Details mit euch abstimmen.

In der Hoffnung, dass in unserem Dorf alle wohlauf sind und es auch bleiben, wünschen wir den Bewohnern der Westvororte alles erdenklich Gute und vor allem viel Gesundheit 🍀

Jeder Quarantänefall ist einer zu viel! Wir würden uns jedoch freuen, wenn diejenigen, die es dennoch getroffen hat, unser Angebot annehmen und wir als Fußballer einen weiteren kleinen Beitrag für die Gemeinschaft und die Familie unseres Dorfes leisten können.

Da aber nicht alle einen schnellen Zugriff auf das Internet haben, bitten wir die, die unseren Aufruf hier gelesen haben, ihn an diejenigen weiterzugeben, die keinen Zugriff auf das Internet haben. Vielen Dank 💙

Ohne Worte …

Das Team hinter dem Team 💙

Ohne Schlagzeilen

(02.11.2020) Nachdem wir Euch in dieser Rubrik letzte Woche die Stimme der Arena, unseren Stadionsprecher Gunter Uebel, vorgestellt haben, geht es in Teil 3 um:

„Physio und Co“ ✅

Daher präsentieren wir euch heute unter dem Motto: „Physio und Co.“ unsere Physiotherapeutin, unseren Betreuer und die Trainer, die für eine Fußballmannschaft unerlässlich sind.

Auf diesem Wege bedanken wir uns recht herzlich beim „Team hinter dem Team“ für die zahllosen ehrenamtlichen Stunden, die

Meike Jänckel, Physiotherapeutin
Lutz Bergner, Mannschaftsleiter
Thomas Schütze, Torwarttrainer
Frank Schäfer, Cheftrainer
und Philipp Schlebe, Co-Trainer

bei der Organisation des Trainings, dem Training selbst und bei den Heim- und vor allem Auswärtsspielen für die Mannschaft investieren.

Auch in der nächsten Woche werden wir euch wieder Ehrenamtliche unseres Vereins vorstellen. Bleibt also gespannt und lasst euch überraschen, wen wir dann aus dem „Team hinter dem Team“ präsentieren.

Ohne Worte …

9. Spieltag: Westvororte/JFC – 1. FC Sonneberg 5:2 (3:0)

Mit Effektivität. Mit Leidenschaft. Mit Köpfchen und mit Herz 💙

(01.11.2020) Eigentlich könnte es so weitergehen. Geht es aber nicht. Es geht in die angeordnete Corona – Zwangspause. Dabei hat es gestern doch noch mal so richtig Spaß gemacht. Auch wenn man nicht unbedingt die überlegene Mannschaft war, konnte man mit Effektivität und Köpfchen die letzten drei Punkte vor dem Fußball-Lockdown einfahren. 

Wesentlichen Anteil daran hatte, und deswegen verwundert es auch nicht, dass er von unseren Fans zum „Man of the Match“ gewählt wurde, Marcus Schneider mit seinen drei Treffern, die er allesamt per Kopf erzielte.

Aber wie immer der Reihe nach. Die ersten Minuten gehören dem TSV. Man will sich sofort Respekt verschaffen und zeigen, wer der Herr im Hause ist. Noch aber verzieht Daniel Gehrt. Sein Lupfer über Kepper Gheorghiu hinweg geht auch über den Kasten. So richtig kann man sich in den Minuten danach in der gegnerischen Hälfte aber nicht wie erhofft festsetzen. Sonneberg will und wird munter mitspielen.

Auf der linken Seite ist der junge 22-jährige Louis Göhring verdammt schnell. Die Nummer 13 der Sonneberger ist kaum zu stellen, ist äußerst gefährlich. Den haben wir auf dem Zettel. Unsere Abwehr auch?

Aber genauso schnell ist auf der anderen Seite auch unser erst 18 Jahre alter Franz Hoffmann, der jetzt von der Mittellinie bis auf die Grundlinie sprintet. Seinen Vorstoß kann im letzten Moment geklärt werden. Eckball.

Wie immer bei den Standardsituationen darf in diesen Momenten Martin Ludwig ran. Seine gefühlvoll nach innen gezirkelte Ecke erreicht den Kopf von Marcus Schneider, der sich im Zentrum, etwa sieben Meter vor dem Tor, am höchsten schraubt und mit dem Kopf zur frühen Führung trifft. Jawoll! 1:0 für Westvororte/JFC.

Auf der anderen Seite macht uns Louis Göring mit seiner Schnelligkeit so langsam richtig zu schaffen. Abermals ist er durch. Sein Schuss von der Strafraumgrenze verfehlt das Tor jedoch. Jetzt ein Konter über Bosse Struz. Sein Pass auf Marcus Schneider ist allerdings nicht genau genug, so dass unsere Nummer 19 mit seinem schwächeren Linken abschließen muss, was den Sonneberger Torhüter, der immerhin 128 Oberliga-Spiele in seiner Vita stehen hat, nicht beeindruckt.

Nach vorn machen wir das schon richtig gut. Nach hinten haben wir aber jetzt schon wieder das Problem mit der 13. Sein Pass in die Spitze wird jedoch abgefälscht und ist leichte Beute für Clemens Bierbaum.

Gegenstoß Westvororte. Bosse Struz versucht es aus 15 Metern direkt, trifft den Ball aber nicht richtig. Die Zuschauer können mit den ersten 15 Minuten durchaus zufrieden sein. Wir sind es allemal. Vor allem des Ergebnisses wegen. Wir müssen aber hinten höllisch aufpassen.

Erneuter Gegenstoß der Gelb-Schwarzen. Wieder die 13. Das darf doch wohl nicht wahr sein, dass wir diesen Göhring nicht in den Griff bekommen. Diesmal läuft er aus abseitsverdächtiger Position auf unser Tor zu. Clemens Bierbaum jedoch steht hoch, ist schneller und erläuft den Pass. Durchatmen.

Eine wirklich spannende Phase. Momentan geht es so richtig hin und her. Chancen auf beiden Seiten fast im Minutentakt. Und schon wieder. Wieder die 13. Aber wieder knapp daneben. Nunmehr haben die Sonneberger ein kleines Plus an Spielanteilen.

Nachdem André Gottschalk kurz darauf völlig frei vor unserem Keeper auftaucht, haben unsere Gäste aus dem Thüringer Wald nun auch ein Chancenplus und unsere Jungs können sich bei ihrer Nummer 1 bedanken, dass die mit einer Glanzparade den Ausgleich verhindert.

Nun die erste Karte im Spiel. Bosse Struz kassiert Gelb. Den fälligen Freistoß aus circa 18 Metern tritt Fabian Dorst, Clemens Bierbaum hat jedoch kein Problem den Ball zu parieren. Jetzt täte uns etwas Entlastung gut. Und die kommt auch promt. Und eine gute Möglichkeit. Allerdings wird Daniel Gehrt auf Höhe des Elfmeter-Punktes wegen eines Stürmerfouls zurückgepfiffen.

Ein erstes kurzes Fazit nach 25 Minuten: Eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Begegnung. Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier. Chancen hüben wie drüben. Es macht richtig Spaß. Die 114 Zuschauer sind zufrieden. Mit dem Spiel und mit dem Spielstand.

Jetzt wieder wir. Schneider sieht Klammt und will ihn mit einer Flanke bedienen. Der Ball kann von unseren Gästen jedoch vor dem einschussbereiten Dominik Klammt geklärt werden. Da hatte Sonneberg jetzt auch ein wenig Glück, denn unsere Kapitän hätte völlig blank gestanden.

So schön wie es ist, dass wir uns vorn Chancen erarbeiten, so unverständlich ist es aber auch, dass Louis Göring wieder in den Strafraum eindringen kann. Diesmal muss Felix Kühn in höchster Not zur Ecke klären. Hier muss zur Pause etwas passieren. Die Sonneberger 13 hat viel zu viel Freiheiten, macht uns permanent Ärger und stellt uns hinten immer wieder vor neue Herausforderungen.

Aber auch sonst haben wir momentan den Eindruck, dass unsere Gäste immer einen Schritt eher am Ball sind. Und schon wieder Sonneberg. Schon wieder die 13! Die gewinnt das Laufduell über links und kann flanken. Seine Flanke erreicht André Gottschalk, dessen Direktabnahme aber neben dem Tor landet.

Sonneberg jetzt die etwas bessere Mannschaft. Der Ausgleich liegt in der Luft. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt … Im Gegenzug flankt Tim Richter über 40 Meter zielgenau auf Marcus Schneider, der vier Minuten vor der Pause aus acht Meter Entfernung das 2:0 erzielt. Mit Köpfchen, versteht sich.

Dass es noch „zu null“ steht ist neben unserem Torhüter vor allem dem abermals starken Christian Kruschke zu verdanken. So langsam macht sich die Verpflichtung des Ex-Roschützers bezahlt. Abermals macht der da hinten drin ein richtig gutes Spiel.

Beim folgenden Freistoß, der am Pfosten landet, konnte aber auch er nur zusehen. Mit dem Glück der Tüchtigen ist der TSV in diesem Moment im Bunde, nachdem der Ball vom Aluminium über die Torlinie trudelt und im letzten Moment von Bosse Struz von dieser geschlagen werden konnte. Oder war das Spielgerät doch drin? Die Sonneberger reklamieren. Die Sonneberger diskutieren. Der Schiedsrichter lässt jedoch weiterspielen und unsere Jungs nutzen die Verwirrung aus.

Bosse Struz, der eben noch den Ball von der Linie gekratzt hat, jetzt vorn. Er flankt von der Grundlinie ins Zentrum, wo Daniel Gehrt steht, der sich mit seiner Routine diese Chance nicht nehmen lässt und auf 3:0 erhöht. Wahnsinn. Wenn uns das vor dem Spiel einer erzählt hätte.

Ein Klasse Spiel. Von beiden Seiten. Die letzten Minuten sind wir kaum hinterher gekommen, uns Notizen zu machen. Es ging hin und her. Ein offener Schlagabtausch. Super Fußball. Umso trauriger, dass beide Mannschaften danach in eine Zwangspause müssen.

Jetzt sind aber alle Weiß-Blauen erst einmal froh, dass Pause ist. Auch wir. Wir müssen unsere Notizen erst einmal kurz sortieren und wieder chronologisch ordnen. Und durchatmen. Und feststellen, dass Sonneberg definitiv nicht um diese drei Tore schlechter ist, sondern wir heute sehr effektiv.

„Brutal effektiv“ definiert es ein Zuschauer. Die Fans zollen unseren Jungs dafür Respekt, loben die wohltuende und stimmungsvolle Atmosphäre in der Saarbach-Arena und vor allem die gute gastronomische Versorgung: „Hier gibt es die leckersten Roster und Rostbrätl.“ weiß einer unserer Fans zu berichten.

Aber weiter geht’s. Philipp Schlebe, der unseren erkrankten Cheftrainer Frank Schäfer heute vertritt, wechselt erstmals. Er bringt Jonas Kölling für Daniel Gehrt, der wohl angeschlagen ist.

Aber kaum sind in der zweiten Halbzeit vier Minuten auf der Uhr, verkürzen unsere Gäste auf 3:1. André Gottschalk wird an der Strafraumgrenze angespielt, von drei Abwehrspielern aber nicht entscheidend gestört. Aus der Drehung heraus markiert der routinierte Stürmer unserer Gäste den Treffer.

Hatten unsere Jungs vielleicht gedacht, dass das Halbzeit-Ergebnis reicht? Dass man die Führung vielleicht über die Zeit bringen kann? Spätestens jetzt hat Sonneberg uns diese Frage mit Nein beantwortet. Ergo: Wir müssen wieder mehr tun! Und das tun die Jungs auch. Bosse Struz setzt sich über links durch, spielt auf Felix Kühn zurück, der aber verzieht.

Dann Richter. Aus 18 Metern. Der Ball wird aber vom Rücken eines Sonneberger Verteidigers abgefälscht, so dass er seinen Weg nicht ins Tor findet, sondern dieses knapp verfehlt. Jetzt wieder der effektive TSV. Eine Duoblette des 1:0. Ludwig. Ecke. Schneider. Kopfball. Tor. Wahnsinn! 4:1. Der drei-Tore-Vorsprung ist zurück. Schneider macht das Tripel.

Da müssen wir ihn mal fragen, ob er schon mal drei Buden gemacht hat in einem Spiel. Und alle mit Köpfchen! Da hat heute alles gepasst. Wohl dem, der so einen Schneider hat.

Ein Wahnsinnsspiel heute in Scheubengrobsdorf. Es geht wieder rund hier. Beide Mannschaften gönnen sich keine Pause. Jetzt Sonneberg knapp daneben.

Dann Gelb-Rot für Vitali Klaus. Nachdem Sonnenberg den Anschlusstreffer erzielt hatte

und auch etwas besser in die zweite Hälfte fand, ist man nun nach der neuerlichen drei-Tore-Führung und der Gelb-Roten Karte etwas indisponiert. Fast ein Eigentor unsere Gäste.

Wichtigste Erkenntnis in der zweiten Halbzeit bisher jedoch: Wir haben die 13 im Griff.

Dennoch bleiben unsere Gäste aus dem Thüringer Wald immer wieder gefährlich. Jetzt bekommen wir den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Durcheinander in der Box. Ein Pfiff. Elfmeter? Ja, Elfmeter für Gelb-Schwarz. Warum? Angeblich wurde geschubst. Für uns sah es nicht so aus, aber lassen wir es so stehen, denn der Schiri macht bisher einen wirklich sehr guten und fehlerfreien Eindruck. Fabian Dorst läuft an. Bierbaum hält. Stark. Der fischt das Ding unten rechts aus der Ecke. Wahnsinn. Ein Teufelskerl dieser Bierbaum.

Zweiter Wechsel nun bei unseren Mannen. Fuchs kommt für den angeschlagenen Richter. Noch 15 Minuten. Wir zittern. Wir bangen. Reicht das? Das muss reichen. 4:1. Und wenn es am Ende 4:3 heißt, wäre uns das auch egal.

Aber vielleicht können wir den Sack schon eher zumachen? Vielleicht jetzt? Hoffmann auf Schneider, der  per Kopf gegen die Laufrichtung des Keepers, aber stark gehalten. Das wäre es gewesen. So bleiben noch gut 10 Minuten hoffen und bangen.

Nach dem Elfmeter sind wir jetzt viel aggressiver in den Zweikämpfen. Gut so. Momentan schnüren wir die Sonneberger im und am eigenen Strafraum ein.

Wie aus dem Nichts aber dann ein Konter der Gäste. Wieder über „die Schnelle 13“, den wir nur auf Kosten eines Foules stoppen können. Mist. Schon wieder ein Pfiff. Schon wieder Elfmeter. Diesmal ist das Ding drin. André Gottschalk mit seinem zweiten Treffer zum 4:2.

Noch acht Minuten. Ecke für uns. Die kommt zu Kurth. Der sieht Kruschke am langen Pfosten, der von der Kopfballverlängerung wohl aber etwas überrascht ist. Kein Problem für Gheorghiu.

Oh Mann, das kostet wieder Nerven. Wahnsinn. Noch drei oder vier Minuten oder so. Serfling kommt für Schneider. Der Dreifach-Torschütze wird mit Applaus und standing ovation vom Platz „getragen“. Noch eine Minute jetzt.

Die ist kurz daraufhin um und der Schiedsrichter streckt seinen Arm in die Höhe. Er zeigt drei Finger für drei Minuten on top.

Der für Schneider eingewechselte Tom Serfling macht nach Pass von „Vorlagen-König“ Ludwig den Sack aber nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zu. 5:2! Wie schon vor Wochenfrist Trainer Frank Schäfer, beweist heute auch Philipp Schlebe ein Händchen für die Wechsel und kann sich gemeinsam mit Tom Serfling über dessen ersten Saisontreffer freuen.

Und zur Krönung seiner Leistung darf Clemens Bierbaum in der dritten Minute der Nachspielzeit auch noch einmal eingreifen. Er klärt mit einer Glanzparade gegen  … na, gegen wen wohl … genau, gegen die Nummer 13. Mit Effektivität. Mit Leidenschaft. Mit Köpfchen und mit Herz 💙

Philipp Schlebe, unser sportlicher Leiter und eigentlich Co-Trainer, heute in Abwesenheit von Frank Schäfer allerdings der „Chef neben dem Platz“, konstatierte nach dem Spiel wie folgt:

„Ziel war ganz klar, das letzte Spiel zu Hause zu gewinnen. Dass das am Ende gegen einen direkten Kontrahenten geklappt hat, ist besonders schön. So sind wir auch in der Tabelle etwas nach oben geklettert.

Auch aufgrund der Corona-Pause und dass momentan keiner weiß, ob die Serie überhaupt zu Ende gespielt werden kann oder zwischendurch eine Wertung erfolgen sollte, war dieser Sieg besonders wichtig.

Ob wir heute schön gespielt haben oder nicht, das sollen andere entscheiden. Für mich war wichtig, dass wir heute die drei Punkte zu Hause behalten haben.“

Ohne Worte …

Die bittere Wahrheit

Kein Amateur-Fußball im November

(28.10.2020) Bei der soeben im TV übertragenen Pressekonferenz zur Bund-Länder-Video-Konferenz gab Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die neuen Maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise bekannt.

Somit ist es nun bittere Gewissheit, dass ab der nächsten Woche bis Ende November in Deutschland alle Sport- und Freizeiteinrichtungen geschlossen werden und demzufolge kein Amateur-Fußball mehr stattfinden wird, was viele Freizeitkicker bereits ahnten und wie es vorab auch schon in verschiedenen Pressemitteilungen kolportiert wurde.

Demzufolge wird das Spiel unserer SG Westvororte/JFC am Samstag um 14:00 Uhr gegen den 1. FC Sonneberg bis Ende November das letzte seiner Art sein. Morgen gehen wir auf diese Begegnung noch genauer ein.

Ohne Worte …

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