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Um den Lohn der Arbeit gebracht

Es gibt keine B-Note

Die ersten Akzente setzt Westvororte. Wir verlieren allerdings an der Strafraumgrenze den Ball. Dann geht es ganz schnell. Jäpel taucht völlig frei vor Tämmler auf, der aber geschickt den Winkel verkürzt und sich ganz breit macht. Glück für uns. Der Ball klatscht an den Pfosten.

Kurz darauf innerhalb einer Minute zweimal der Schrei nach Elfmeter. Zweimal wird im Strafraum ein Blauer unfair umgerannt. War es beim ersten Mal Franz Hoffmann, trifft es im wahrsten Sinne des Wortes nun Philipp Rehnelt. Beide Male bleibt der Pfiff aus. Dann spielt Maximilian Kurth dem startenden Klotz in den Lauf, der allein auf den Torwart zuläuft, aber von der Abseitfahne eingeholt wird. Das war knapp.

Abermals spielen wir uns über die rechte Seite gut durch. Markus Klotz ist wieder völlig frei, aber der Winkel etwas zu spitz, so dass sein Schuss knapp am langen Pfosten vorbeigeht. Aber das sieht nach vorn recht gut aus.

Kurz darauf wird Jannik Wolff nach einem Zweikampf wuchtig gegen die Brust geschlagen und umgestoßen. Das war eine klare Tätigkeit. Rot? Nein. War wohl Nix? Gar nix! Das erste Kopfschütteln. Weiter geht’s.

Dann, nach genau 20 Minuten wie aus dem Nichts das Tor für den Gastgeber. Einen langen Ball können wir nicht verteidigen. Die Flanke kommt auf Jäpel. Der sieht den besser postieren Bartozs Kosmowski, der am langen Pfosten völlig freistehend nur noch einschieben muss. 1:0.

Eine knappe halbe Stunde ist gespielt. Ein ausgeglichenes Spiel. Ganz ganz großen Chancen lassen auf beiden Seiten noch warten. Jetzt waren wir aber mal wieder dran. Der Schuss von Markus Klotz geht allerdings abermals knapp am langen Posten vorbei.

Immer wieder passieren uns aber im Angriffsspiel überhastet Fehlpässe. So ergibt sich auch die nächste gute Möglichkeit für den Gastgeber. Wir verstolpern den Ball am eigenen 16-Meter- Raum. Maximilian Müller kommt völlig frei zum Abschluss, verzieht aber deutlich. Bad Berka äußerst ballsicher. Das Team vom Trainer Stephan Reitmann lässt das Leder auf dem gut bespielbaren Kunstrasen sicher durch die eigenen Reihen laufen. Immer wieder wird Jäpel gesucht, der aber mittlerweile in unserer Abwehr gut aufgehoben ist.

Dann machen wir das nach vorn mal so richtig gut. Tim Richter schlenzt den Ball von der Mittellinie über die Viererkette in den Lauf von Jannik Wolff, der zur Überraschung seiner Gegenspieler in der 34. Minute diesmal rechts auftaucht und den Ball mit dem Außenrist überlegt ins lange Eck spitzelt. 1:1. Weiter wir. Über rechts setzt sich Bastian Dräger hervorragend durch. In der Mitte trifft Jannik Wolff den Ball nicht richtig, wird aber gleichzeitig auch am gezielten Abschluss gestört. Wir sind jetzt besser im Spiel. Haben jetzt, seit der 30. Minute, sogar etwas Übergewicht.

Dann aber die 45. Minute. Elfmeter für Bad Berka. So richtig weiß keiner warum. Der Angriff war abgeschlossen. Der Schuss ging deutlich daneben. Es soll wohl irgendeine Berührung gegeben haben. Jäpel versenkt den Ball scharf und platziert zur mittlerweile schmeichelhaften Gastgeberführung, auch wenn Tämmler mit den Fingerspitzen noch dran war.

Mit der knappen Führung für Bad Berka geht es bei hervorragenden äußeren Bedingungen in die Pause. Der Gastgeber darf sich bis dato mehrfach beim Schiedsrichter bedanken. Mit hochroten Kopf diskutieren die etwa 35 mitgereisten Geraer Fans lautstark vor allem über das Schmunzeln bei den Entscheidungen gegen den TSV.

Unsere Redaktion will sportlich fair und neutral bleiben und enthält sich an dieser Stelle jeglicher Wertung. Vielleicht würden wir uns sonst emotional im Ton vergreifen und dafür berechtigte Kritik ernten. Gleich zu Beginn des zweiten Durchganges haben wir dann Glück. An der Außenlinie verlieren wir leichtfertig den Ball, Jäpel schiebt ihn soft in die Mitte, wo ein Westvororte-Verteidiger gerade noch so klären kann.

Dann sind wir wieder an der Reihe. Zum zweiten Male kann sich Jannik Wolff über außen gut durchsetzen, zum zweiten Male verpassen wir in der Mitte nach Rückpass von der Grundlinie den gezielten Abschluss. Wir machen das jetzt gut. Wir sind am Drücker. Nach der insgesamt recht ausgeglichen ersten Halbzeit bestimmt nun der TSV Gera-Westvororte das Spiel.

Dann kann Sören Eismann eine Flanke nur per Hand klären. Elfmeter für das Team von Trainer-Duo Gehrt/Schlebe. Die Freude darüber währte bei Spielern und Fans allerdings nur kurz, denn unser Kapitän Tim Richter jagt das Leder über den Querbalken.

Dann wieder Wolff. Der ist nicht zu halten. Wiederholt über links wird er diesmal im Strafraum rigoros von den Beinen geholt. Der Pfiff bleibt abermals aus. Jetzt muss auch unsere Redaktion den Kopf schütteln. Noch sind aber gut 30 Minuten zu spielen. Ruhig, Jungs. Dranbleiben. Es ist noch viel Zeit. Wir sind am Drücker. Sind in der zweiten Halbzeit die deutlich überlegende Mannschaft. Der Gastgeber kommt kaum nach aus der eigenen Hälfte raus.

Wieder eine Chance für uns. Nach Ecke von Winefeld köpft Maximilian Kurth völlig freistehend aufs Tor, Keeper Justin Scheeder aber kann reaktionsschnell klären. Das war die nächste 100-prozentige für den TSV. Nur zwei Minuten später eine weitere gute Möglichkeit, abermals aber ist Scheeder zur Stelle.

Teilweise spielen wir uns jetzt richtig attraktiv und schön durch die gegnerischen Reihen. Mehrfach können wir auch in der Folge nur per Foul gestoppt werden. Wie jetzt wieder, als Franz Hoffmann von den Beinen geholt wird. Freistoß. Zentral. Wieder Nix. Abermals ist eine gute Möglichkeit dahin.

Noch genau 15 Minuten. Zwei Freistöße aus verheißungsvoller Position jagen wir direkt in die gegnerische Mauer. Das ist zu wenig. Wenn wir doch einmal richtig in den Lauf kommen, hebt der Linienrichter die Fahne. Erst erwischt Mouctar Diallo, dann Jannik Wolff, der um mehrere Meter nicht im Abseits stand. Was hat der Assistent da gesehen?

Noch genau 10 Minuten. Und seit circa 20 Minuten ist das hier ein Spiel auf ein Tor. Westvororte mit gefühlt 90 % Ballbesitz und einer Vielzahl richtig guter Möglichkeiten. Bad Berka nur ganz selten mit Entlastungsangriffen, die allerdings nichts einbringen. Keine Strafraumaktion. Kein Torschuss. Der Gastgeber, der seit der 70. Minute auch auf seinen Abwehrchef Sören Eismann verzichten muss, steht nur noch hinten drin, schwimmt. Ist stehend K.O.

Die Netto-Spielzeit begrenzt sich in der Folge auf ein Minimum, da der Gastgeber nach Foulspielen und den entsprechenden Behandlungspausen vermehrt viel Zeit von der Uhr nimmt. Geduldig wird das beobachtet und geduldet.

Einmal mehr bewahrheitet sich heute, dass Fussball ein Ergebnissport ist. Eine B-Note gibt es nicht. Diese Erfahrung muss unsere junge Mannschaft spätestens sieben Minuten vor Ultimo machen, als ein Befreiungsschlag der Gastgeber zur Chance wird. Der eigentlich unkoordiniert nach vorn geschlagene Ball landet bei Carlo Bartholmeß, der das Spielgerät nur noch über Jonas Tämmler lupfen muss und zur Entscheidung trifft. 3:1.

Mit dem ersten Torschuss in der zweiten Hälfte macht der Gastgeber den Sack zu. Da haben wir jetzt geschlafen. Und wieder liegt ein Spieler von Bad Berka am Boden. Wieder ist das Spiel unterbrochen.

Wir setzen jetzt alles auf eine Karte. Wir entblößen uns hinten. Und abermals so ein langer Ball. Jäpel überläuft einen Verteidiger und schließt überlegt zum 4:1 ab. Der Deckel ist drauf. Gnadenlos effektiv. Da haben wir wieder geschlafen, auch wenn man anerkennen muss, dass der Abschluss richtig gut war. Wir geben uns dennoch nicht auf, spielen weiter nach vorn, auch wenn das Spiel entschieden ist. Das bringt außer zwei weiteren Möglichkeiten, die wir nicht nutzen können, nichts ein.

Und noch einmal haben wir in der Nachspielzeit eine Möglichkeit, aber nach schöner Flanke von Tim Richter trifft der aufgerückte Mathias Leopold den Ball nicht richtig. Auch der eingewechselte Mouctar Diallo kann aus bester Position den Ball nicht im Tor unterbringen, sondern setzt ihn an die Oberkante der Latte. Das ist zu wenig.

Der Diskussion über den Schiedsrichter wollen und können wir uns nicht anschließen. Denn auch, wenn es hierzu berechtigterweise Redebedarf gäbe, wie es sogar Spieler des FC Einheit Bad Berka schmunzelnd zugegeben haben, muss man aus so vielen Möglichkeiten, wie sie der TSV heute hatte, mehr machen. Abermals gehen wir nach einem ersten Spieltag in der Verbandsliga mit einer Niederlage nach Hause, obwohl wir den Gastgeber ab Mitte der zweiten Halbzeit im Schwitzkasten hatten, uns aber hintenraus die Butter vom Brot nehmen ließen.

Tja, klingt doof, aber war so. Westvororte die klar bessere Mannschaft. Mehr Spielanteile, mehr Torchancen. Aber auch mehr Unvermögen. Bad Berka eiskalt. Äußerst effektiv. Mit dieser Erkenntnis schmeckt auch euch der Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee heute bestimmt nicht gut, wie auch unserer Redaktion das Weckerklingeln und der Kaffee heute früh um sechs ganz und gar nicht geschmeckt haben.

Der Start in die neue Saison ist wieder einmal missglückt. Und wir wollen definitiv nichts schön reden, denn die Niederlage sitzt auch tags drauf noch tief in den Knochen und tut weh, auch wenn man keinen Spieler in irgendeiner Form einen Vorwurf machen kann.

Und auch wenn in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin keine B-Note vergeben wird, die Art und Weise, wie wir heute Fußball gespielt und wie wir uns eine Vielzahl an Chancen erarbeitet haben, lässt hoffen und macht Hoffnung. Vorausgesetzt, man bringt ein wenig mehr Effektivität ins eigenen Spiel.

Und all denjenigen, die beim Aufzählen von potentiellen Absteigern den TSV Gera-Westvororte vergessen haben, oder die denken, diese Saison wird um einiges leichter als die vergangene, denen sagen wir spätestens jetzt pünktlich um Null900: Guten Morgen.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

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Die Sensation ist perfekt

Freude und Stolz. Westvororte darf jubeln

Wir können es immer noch nicht so richtig fassen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Gehrt hat gestern ihre letzte Chance am Schopfe gepackt und das Unmögliche möglich gemacht. Gera ist somit auch weiterhin in der Verbandsliga vertreten.

Könnte es denn ein spannenderes Saisonfinale überhaupt geben? Die Sensation ist perfekt. Die Ger’schen Jungs vom Underdog aus ScheubengrobsDorf spielen ein weiteres Jahr in der höchsten Liga unseres Freistaates.

Vor 250 Zuschauern, davon allein knapp 70 (!) Geraer, machte unsere Nr. #8 Sascha Winefeld nicht nur knapp 10 Minuten vor dem Ende des Spieles, sondern auch 10 Minuten vor Ende einer langen und herausfordernden Saison den Deckel auf den Klassenerhalt. Die Landeshauptstadt war gestern nicht nur ein Ort großer Worte, sondern auch großer Taten und voller Jubel.

Mit viel Tapes, Charakter, Moral und unbändigem Willen haben Tim Richter und Co. die Klasse gehalten. An das nach dem Aufstieg angekündigten Ein-Jahres-Abenteuer Verbandsliga hängen wir nun ein weiteres Jahr dran.

Die Aufregung war groß, die Spannung kaum zu überbieten. Auch unsere Redaktion fiebere mit, so dass die Aufzeichnungen auf unserem Notizblock diesmal sehr rar waren. Bitte verzeiht uns.

Nach großen Schwierigkeiten zu Beginn der Saison, Verletzungssorgen, unnötigen Gelben Karten und Sperren sowie Niederlagen, die nicht hätten sein müssen, hat die Mannschaft rechtzeitig die Kurve bekommen und Fans und Verein glücklich gemacht. So steht nunmehr einem unbeschwerten Sommerfest am nächsten Wochenende nichts mehr im Wege.

Aber wir wollen nicht zu viel philosophieren. Das holen wir bei Gelegenheit im Detail noch nach. Kommen wir zum Spiel in Büßleben.

Es war kein gutes und auch kein schönes Verbandsligaspiel. Der trockene Rasen ließ die Bälle teilweise unkoordiniert hoppeln und springen. Der starke Wind und vor allem die extremen Böen taten ihr Übriges und machten den Spielern teilweise arg zu schaffen.

So nach und nach kam Westvororte damit aber besser zurecht. Eine erste Möglichkeit nach Freistoß von Tim Richter, bei dem Philipp Rehnelt am langen Pfosten einen Schritt zu spät kommt. Auf der anderen Seite ein etwas überhasteter Abschluss, der das Tor von Jonas Tämmler verfehlt.

Dann muss Lenny Schumann im Strafraum Kopf und Kragen riskieren und sich entschlossen in den Schuss werfen, um den freistehenden Stürmer am erfolgreichen Abschluss zu hindern. Mit so viel Herz und Einsatz müssen wir aber auch die restlichen 80 Minuten noch zur Werke gehen, um hier und heute was zu holen.

Dann haben wir die riesengroße Chance zur Führung. Markus Klotz läuft nach Zuckerpass von Winefeld allein aufs gegnerische Tor zu, scheitert aber am Keeper. Auch die Nachschüsse von Winefeld und Rehnelt sind leider nicht von Erfolg gekrönt. Das war die erste Hundertprozentige im Spiel.

Westvororte der Führung nahe. Eine knappe halbe Stunde ist rum. Jetzt Richter. Mit viel Übersicht und Gefühl spielt er links raus auf Wolff, der von seinem Gegenspieler nicht zu halten ist, sich durchsetzt und mit Tempo auf die Grundlinie zieht. Von dort passt er überlegt zurück auf den mitgelaufenen Richter, der mit seinem starken Linken den Ball von der Strafraumgrenze ins lange Eck in die Maschen jagt.

Und gleich noch mal Westvororte mit der dritten richtig guten Möglichkeit binnen weniger Minuten. Diesmal ist es Sascha Winefeld der gleich vier oder fünf Gegenspieler auf Strafraumhöhe austanzt, sein Abschluss aber ist etwas zu schwach und daher sicherer Beute von Maximilian Geißler im Tor unserer Gastgeber.

Und der darf sich anschließend gleich noch einmal beweisen, als er einen Freistoß von Tim Richter à la RWE noch gerade so von der Linie boxen kann. Westvororte, dem zweiten Tor kurz vor der Pause sehr nahe.

Die Ergebnisse aus den anderen Stadien machen im großen Westvororte Fan-Block zwischenzeitlich die Runde. Die Hoffnung auf die Sensation steigt und steigt.

Pause. Alle erst mal durchatmen. Noch 45 Minuten. Wenn es so bleibt, bleibt auch Westvororte. Der Klassenerhalt ist nur noch eine Halbzeit entfernt. Die aber müssen wir noch einmal mit mindestens 110 % und allerhöchster Konzentration angehen. Der zweite Durchgang beginnt wie der erste. Beide Mannschaften abermals äußerst nervös. Es geht um viel. Der starke Wind macht es den Spielern nicht einfacher.

Büßleben versucht es nun mit dem Wind im Rücken vermehrt mit weiten und hohen Bällen. Zweimal kurz nacheinander muss Tämmler jetzt in allerhöchsten Not zupacken, macht das aber richtig gut und sicher.
Dann haben alle den Elfmeterschrei auf den Lippen, als ein Gastgeberspieler den Ball im eigenen Strafraum klar und deutlich mit der Hand spielt. Der sonst sehr gute Schiedsrichter Horst Bachmann übersieht dies, lässt unverständlicherweise weiterspielen und bestraft das Handspiel nicht mit Elfmeter für Westvororte.

Das nehmen wir so hin. Können es aber nur zwei Minuten später nicht mehr nachvollziehen, denn in haargenau der gleichen Situation gibt es nun einen Elfmeter für den Gastgeber. Unsere Proteste helfen nichts. Ernüchterung macht sich breit.

Kippt das Spiel jetzt? Macht Büßleben jetzt den Ausgleich? Wie können unsere Jungs dann reagieren? Die Antwort auf all diese Fragen macht Jonas Tämmler aber zu Nichte, indem er den Ball sensationell aus der Ecke hechtet und die Null hält.

Bezeichnend in diesem Moment, dass unsere beiden Ersatztorhüter Cedric Thrum und Clemens Burgold die ersten waren, die aufsprangen, jubelten und Jonas Tämmler zum gehaltenen Elfmeter lautstark applaudierten.

Westvororte macht das jetzt gut. Man überzeugt nicht, aber spielt clever. Wie schon gegen Schleiz. Und wir sind präsent. Wir sind 100 % da. Großer Jubel allein dann, wenn wir einen gefährlichen Angriff verteidigen können, einen Zweikampf gewinnen oder der Ball zum Einwurf ins Aus geht.

Bei Zweikämpfen sind wir in dieser Phase meist Sieger. Die Körpersprache stimmt. Wir kommen unserem ganz großen Ziel immer näher.

Aber wir müssen aufpassen. Büßleben hat sich noch nicht aufgegeben. Allen voran Robin Quitt. Der Kapitän macht ein überragendes Spiel und treibt seine Jungs immer wieder an. Noch sind knapp 15 Minuten auf der Uhr. Zittern. Bangen. Hoffen.

Aber da ist ja dieser Tämmler. Ein Teufelskerl. Gefühlt zehn Ecken mit viel Wind fliegen ihm und uns in der Schlussphase gefährlich um die Ohren und in unseren Strafraum hinein. Tämmler, Zschille, Lätz und Leopold bleiben aber Sieger und haben auch die Lufthoheit.

Nach vorn können wir immer wieder kleinere Nadelstiche setzen und haben Möglichkeiten. Die ganz großen Chancen allerdings im Moment nicht. 10 Minuten vor Ultimo dann aber doch. Sascha Winefeld wird etwa 25 m vor dem Tor super bedient, nimmt sofort Tempo auf, läuft mit Ball zwei Gegenspielern davon und bleibt eiskalt im Abschluss. 2:0. Jetzt ist der Jubel grenzenlos.

Ist das die Entscheidung? Kann Büßleben noch einmal zurückkommen? Ist der Gastgeber in der Lage, jetzt noch zwei Tore zu erzielen? Selbst dann würde es wohl für unsere Jungs reichen, sagen die Ergebnisse aus den anderen Stadien, die jetzt so nach und nach vermehrt die Runde in unserem lautstärken Block machen.

Um es vorwegzunehmen, es brennt nichts mehr an. Tämmler packt noch einmal fest zu. Den Rest verteidigen seine Mannen vor ihm.

Riesen Jubel dann in der 90. +5 als der insgesamt souveräne Schiedsrichter Horst Bachmann das Spiel abpfeift, sich unsere Spieler in den Armen liegen und die Fans immer lauter und lauter ihren Schlachtruf zum Besten geben.

Um 16:50 Uhr ist die Sensation wirklich perfekt. Die Ger’schen Jungs vom Underdog aus ScheubengrobsDorf spielen ein weiteres Jahr in der höchsten Liga unseres Freistaates. Glückwunsch, Jungs! Der ganze Verein und alle Fans sind mächtig stolz auf euch. Und wir sind es natürlich auch.

Ein letztes Mal in dieser Saison hat bei unserer Redaktion am Sonntag früh um sechs der Wecker geklingelt. Ein Letztes Mal lassen wir uns in dieser Saison – und das selbstverständlich wie immer pünktlich um null900 – den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee schmecken und freuen uns schon heute auf das nächste Wochenende, wenn anlässlich unseres dreitägigen Sommerfestes das Abschiedsspiel von Marcus Schneider stattfindet.

Ihr seid alle herzlich willkommen. Grund zum Feiern haben wir ja momentan genug. Was es sonst im Dorf so Neues gibt und in der nächsten Saison geben wird, erfahrt ihr in Kürze.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#stolzkenntkeineliga

#fairrespektvollkämpferisch

#westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

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Screenshot

Bittere Bohne um null900

An die Grenzen gehen? Oder an seine Grenzen kommen?

Heimvorteil? Abstiegskampf? An die Grenzen gehen? Oder an seine Grenzen kommen? Nicht nur unsere Redaktion, sondern auch der Großteil der Zuschauer, die es gestern mit dem TSV gehalten haben, waren nach dem Spiel ziemlich enttäuscht.

Eine abermalige Heimniederlage und Spieler, die nicht im Entferntesten ihr eigentliches Leistungsvermögen erreicht haben. Wir wollen niemanden zur nahe treten, aber für den ein oder anderen war der gestrige Spieltag mindestens eine Liga zu hoch.

Die Verbandsliga ist eine riesengroße Herausforderung, begegnet unser Ger‘sches Team doch allwöchentlich Gegnern in deren Kader hochdotierte Spieler aktiv sind, die schon höherklassig – teilweise wie Silvano Vanhargen, Kapitän unserer Gäste – sogar zweite und dritte Liga gespielt haben.

Das Erlebnis der höchsten Klasse unseres Freistaates werden wir trotz der gestrigen abermaligen Niederlage bis zum letzten Spieltag genießen und sind stolz darauf gemeinsam mit unserer jungen Mannschaft dieses Abenteuer erleben zu dürfen, um unsere Farben im gesamten Freistaat fair und sportlich zu präsentieren. Das darf aber kein Alibi sein.

Aber hören wir auf zu philosophieren, schenken uns einen Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee ein, kommen zum gestrigen Spiel und lassen ein paar Fakten sprechen.

Wie schon gegen Neustadt in der ersten Minute die erste Hundertprozentige für unsere Mannschaft. Eichberger legt für Winefeld auf. Der passt geschickt auf Eichberger zurück. Der schließt aus acht Metern völlig freistehend ab, trifft aber nur den Keeper.

Solche Dinger darfst du nicht liegenlassen. Solche Möglichkeiten bieten sich gegen eine Spitzenmannschaft nur selten. Sowas muss rein. Die Anfangsphase ist hektisch. Auf beiden Seiten. So nach sieben bis acht Minuten hat sich das Spiel ein wenig beruhigt. Viele Kontakte im Mittelfeld. Kaum gefährliche Aktionen.

Dann können wir einen schnellen Gegenstoß einleiten, sind sogar in Überzahl, spielen aber den letzten Pass so schlecht, dass der Gegner mit einem einfachen Schritt den Angriff unterbinden kann. Unkonzentriert gespielt.

Dann Arnstadt. Kruschke wird an der Außenlinie unfair zu Boden gestoßen, das Spiel aber geht weiter. In der Mitte kommt ein Arnstädter zum Abschluss, Kevin Kamprath wirft sich aber mit letztem Einsatz in den Schuss und kann zur Ecke klären.

Und wieder bringen wir uns mit einem Fehlpass in die Bredouille. Abermals geht es ganz schnell. Die Flanke der Gäste kommt Millimetergenau. Der fast zwei Meter große Ruschke steigt am Höchsten und köpft das Ding ganz knapp übers Angel. Da hatten wir jetzt Glück.

Kurz darauf die nächste Ecke. Abermals gefährlich. Keeper Tämmler muss sich jetzt so richtig lang machen, um den Ball aus der Gefahrenzone zu boxen. Arnstadt bemüht sich jetzt, so um die 15. Minute, das Spiel zu kontrollieren und hat mehr Ballbesitz. Vanhargen gibt das Tempo vor. Allerdings spielt sich nach wie vor vieles im Mittelfeld ab.

So richtig gefährlich war bisher – außer der großen Möglichkeit von Tom Eichberger in der ersten Minute – keiner von beiden. Dann aber zeigt der Tabellenzweite seine Klasse und nutzt die erste richtig gute Chance eiskalt. 19. Minute. 0:1. Dustin Messing zieht aus spitzen Winkel ab und jagt den Ball zur Führung für in die Maschen.

Obwohl wir bei diesem Angriff fast alle im eigenen Strafraum stehen, kommt Messing am Fünfmeterraum-Eck des langen Pfosten völlig freistehend zum Abschluss, kann den Ball vorher sogar noch in aller Ruhe annehmen und sich die Ecke aussuchen.

Das war jetzt ganz schlecht verteidigt. Symbolisch auch ein weiterer Angriff der Unseren über rechts. Wir werden im Laufduell viel zu einfach abgekocht und bleiben danach – der Gegner schon wieder im Ballbesitz und auf dem Weg nach vorn – noch ein paar Sekunden liegen. So funktioniert Abstiegskampf nicht. So holt man keine Punkte.

Klar macht sich das Fehlen von Lätz, Richter, Rehnelt und Wolff bemerkbar, aber das darf und soll keine Ausrede sein. Weiterhin geht nach vorne wenig. Unbedrängt spielen wir den Ball zum wiederholten Mal dem Gegner in den Fuß. Arnstadt reagiert schnell.

Abermals sind wir mit dieser Schnelligkeit total überfordert. Unsere Handlungsschnelligkeit lässt arg zu wünschen übrig. Lenny Schumann kann jetzt in allerhöchster Not den nächsten Einschlag verhindern. Insgesamt ist das vom Gehrt-Team aber zu wenig. Arnstadt aktuell die bessere Mannschaft.

Jetzt gehen wir aber endlich einmal vorn drauf und laufen den Gegner aktiv an. Und schon knallt es. Hoyer ist eher am Ball und wird von den Beinen geholt. Freistoß für uns. Der bringt zwar nichts ein, aber diese Aktion hat gezeigt, wie es gehen könnte.

Und abermals stehen Eichberger und der heute nach seiner langen Verletzungspause erstmals wieder in der Stadtformation aufgebotene Hoyer im Mittelpunkt.

Nachdem Eichberger im Mittelfeld den Ball abfangen kann, setzt er sich im energischen Sprint gegen drei Gegenspieler durch. Er wird zwar noch etwas abgedrängt, bringt den Ball aber dennoch genau auf Julian Hoyer, der vom kurzen Fünfmeterraum-Eck nur noch die Innenseite hinhalten muss und den Ball geschickt und im Stile eines Mittelstürmers ins lange Eck schiebt. 30. Minute, 1:1. Großer Jubel jetzt auf der Seite der Unseren.

Im Mittelfeld gewinnen wir jetzt auf einmal die Zweikämpfe und bejubeln einen erkämpften Einwurf wie ein Tor. Ja, so muss es sein. So verschaffen wir unsere Respekt, so motivieren wir uns gegenseitig. Das hatte bis dato total gefehlt. Jetzt, so um die 30. Minute, sind wir voll im Spiel, haben von dem sogar ein klein wenig mehr.

Endlich ist auch Körpersprache da. Wie auch jetzt wieder an der Eckfahne, als wir den Zweikampf gewinnen, allerdings nur auf Kosten eines Eckballs klären können.

Der Ausgleich hat das ganze Spiel etwas verändert. Wir sind jetzt präsent. Arnstadt in dieser Phase ohne Mittel, versucht es mit einem überhasteten Distanzschuss, der aber so weit daneben geht, dass es fast Einwurf gibt. Nur eine Minute später versucht sich unser Gast abermals mit einem Fernschuss. Der satte Abschluss ist aber sichere Beutel von Torwart Jonas Tämmler.

Auf der anderen Seite muss sich der Gäste-Keeper lang machen, um eine Flanke vor dem einschussbereiten Eichberger zu entschärfen. Das Spiel ist jetzt rassig und packend. Noch drei Minuten bis zur Pause.

Dann zieht bei und noch einmal ganz kurz der Schlendrian ein und Tämmler muss Kopf und Kragen riskieren, um den Ball auf Strafraumhöhe nach einem kurzen Sprint vor dem anlaufenden Arnstädter Stürmer aus der Gefahrenzone zu bugsieren.

Aber nach der verschlafenen Anfangsviertelstunde haben wir uns Mitte der ersten Halbzeit gefangen und sind jetzt mit dem Favoriten aus Arnstadt auf Augenhöhe.

Teilweise suchen wir jetzt sogar die Zweikämpfe, finden Sie und gewinnen Sie auch. So könnte es in der zweiten Halbzeit weitergehen. Jetzt ist vor knapp 130 Zuschauern aber erst einmal Pause und kurz durchatmen angesagt.

Der erste Abschluss im zweiten Durchgang kommt von Julian Hoyer. Aber etwas zu zentral ist er kein Problem für Keeper Julian Knoll.

Kaum sind 10 Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt geht Arnstadt erneut in Führung. Wir lassen uns über unsere rechte defensive Seite austanzen. In der Mitte steht Johannes Ruschke völlig blank, kann sich die Ecke aussuchen und schiebt den Ball aus Nahdistanz ins äußerste obere Eck. 1:2.

Nach der zwischenzeitlichen guten Phase unserer Mannen ein erneuter Rückschlag. Können wir uns davon erholen? Zwei Ecken dann für Arnstadt und ein zarter Abschluss, der aber durch unsere vielbeinige Abwehr entschärft werden kann.

Dann beginnt es zu regnen. Nach anfänglichem Niesel verdichten sich die Wolken und es schüttet wie aus Eimern. Vieles ist aus diesem Grund Stückwerk.

Der Arnstädter Keeper kann jetzt einen durch die Nässe nur schwer kontrollierbaren und springenden Ball gerade noch so vor Eichberger wegfangen.

Und wieder Eichberger. An der Strafraumgrenze lässt er zwei Verteidiger aussteigen, sein Schuss, der satt und scharf aufs Tor kommt, wird vom Keeper stark pariert. Der gute Hoyer kommt für den Nachschuss einen halben Schritt zu spät. Aber in dieser Phase sind wir wieder dran und haben Möglichkeiten.

Wir sind jetzt wieder etwas besser im Spiel. Auch Zuschauer empfinden, dass wir jetzt wieder etwas Oberwasser haben. Aber zu oft verstricken wir uns in falsche Entscheidungen und wollen uns in einem Spiel, wo es robust zur Sache geht, mit Hackentricks Vorteile verschaffen. Nein, das funktioniert heute nicht. Im Moment geht es hin und her. Jetzt muss Tämmler zweimal an der Strafraumgrenze mit dem Fuß in allerhöchster Not klären.

Dann schlafen wir wieder und lassen Arnstadt über rechts frei in den Strafraum eindringen. Der Ball wird an den langen Pfosten gehoben, wo abermals – wie schon beim ersten Tor – jetzt Hans Oeftger völlig freisteht und trifft.

Verteidigung? Fehlanzeige! Wenn man es dem Gegner so einfach macht, hält man die Klasse nicht. Das ist Zugucken. Das ist zu wenig. Knapp 20 Minuten vor Ultimo das 1:3. Die Entscheidung? Dann muss der gerade einmal 15 Minuten vorher eingewechselte Mouctar Diallo schon wieder rausgenommen werden, nachdem er ohne gegnerische Einwirkung mit Nasenbluten liegen blieb. Symptomatisch auch ein Freistoß der Scheubengrobsdorfer aus ungefähr 25 Metern halbrechts, der sein Ziel um mehrere Meter verfehlt.

Dann wird Eichberger kurz vor der Strafraum rabiat von den Beinen geholt. Es knallt, es klatscht. Auch der Gegenspieler fällt. Eichberger bekommt Gelb und Arnstadt Freistoß. Das soll jetzt verstehen wer will. Wir nicht. Die Situation hat der sonst gute und souveräne Schiedsrichter Horst Bachmann völlig falsch eingeschätzt und uns damit doppelten Nachteil beschert.

90 Minuten sind rum. Der Referee gibt fünf Minuten on top. Wir sind dann auch noch zwei- dreimal gefährlich im Strafraum. Jetzt, nach einer Ecke, die etwas zu kurz verteidigt wurde, ein satter Distanzschuss von Konrad Szydlo, der Keeper Knoll zu einer Glanzparade zwingt. Der starke Rückhalt unserer Gäste kratzt den Ball aus dem Angel.

Die folgende Ecke bringt nichts ein und nach genau fünf Minuten Nachspielzeit pfeift Schiedsrichter Bachmann die Begegnung ab. Letztendlich, auch wenn unsere Jungs zwischenzeitlich immer mal wieder eine Phase hatten, in der sie dran waren, eine verdiente Heimniederlage.

Das war heute zu wenig, um zu Punkten. Das war zu wenig im Abstiegskampf. Das war zu wenig, um die Klasse zu halten. Bis auf drei oder vier Ausnahmen hat der Großteil der Spieler heute sein eigentliches Leistungsvermögen nicht annähernd erreicht. Ist das eine Frage der Einstellung?

Wir wollen niemandem zu nahe treten, aber der ein oder andere Spieler sollte seine Leistung überdenken und sich fragen, ob er in der jetzigen Phase wirklich alles für Mannschaft und Verein gibt. Weil auch andere Mannschaften abermals Federn gelassen haben, sind wir noch im Rennen, aber spätestens seit der gestrigen Heimniederlage sind der (schönen) Worte genug gewechselt.

Abstiegskampf? An die Grenzen gehen? Oder an seine Grenzen kommen? Wie sagt ein treuer Fan doch gestern: Ein Repertoire aus 1000 mal jonglieren und Hackentricks allein reicht in dieser Liga nicht.

Schon sofort nach dem Aufstieg und mit dem Beginn der Saison haben wir es offen und ehrlich analysiert und kommuniziert: Wir alle sind gemeinsam hochgegangen und wir werden, wenn es denn am Ende wirklich so kommen sollte, auch alle gemeinsam und erhobenen Hauptes wieder runtergehen. Das darf aber kein Alibi sein!

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte

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Bittere Pille zu Ostern

Gut gespielt, hoch verloren

Ein großer bunt geschmückter Tisch mit vielen farbigen Ostereiern, kleinen Schokoladenosterhasen und weiteren Süßigkeiten empfing am Gründonnerstagabend im LVM Sportpark alle anlässlich der Osterfeiertage zum Spiel eingeladenen Kinder und deren Begleitpersonen.

Aber auch alle andere Zuschauer wurden von hervorragenden äußeren Bedingungen und Sonnenschein empfangen und durften sich auf ein packendes Spiel freuen.

Westvororte startet furios. Über links setzt Winefeld nach nur 30 Sekunden Eichberger in Szene, der am langen Pfosten in aussichtsreich Position an einem Verteidiger, der sich in seinen Schuss wirft, scheitert. Auf der anderen Seite können wir gerade noch so einen Ball von der Linie kratzen. Da hätte es nach einer Minute schon 1:1 stehen können.

Nachdem sich Klotz und Richter über rechts gut behaupten, kommt Winefeld zum Schuss. Aus 18 Metern ist der Ball allerdings sichere Beute für den Keeper. Es geht weiterhin hin und her. Nach 10 Minuten hätte es gut und gerne 2:2 stehen können. Aber vorerst torlos.

14.Minute. Eichberger presst und geht immer wieder energisch vorn drauf. Nach einem Rückpass unserer Gäste, den Torwart Maximilian Paul sehr leger vor sich her treibt, steht Eichberger auf einmal vor ihm. Beide kollidieren miteinander. Der Keeper schreit überzogen laut und wälzt sich auf dem Boden, so dass Eichberger Gelb sieht. Nur wenige Sekunden später geht es für alle Beteiligten weiter.

Dann verlieren wir im Spielaufbau über links den Ball. Neustadt kontert über rechts und schließt diesen Angriff eigentlich schlecht ab. Die Flanke wäre beim mitgelaufen Sturmpartner wohl nie und nimmer angekommen, wird aber von Kilian Seidel, der die Flanke unterbinden will, so unglücklich abgefälscht, dass sie unseren Keeper auf dem falschen Fuß erwischt und der Ball zum 0:1 ins kurze Eck trudelt.

Es ist weiterhin ein anspruchsvolles Spiel, welches das Tempo der ersten 10 Minuten allerdings jetzt gerade nicht mehr halten kann. Dennoch knistert es. Wie zum Beispiel in der 17. Minute. Da kommt überraschend Christopher Lätz zum Abschluss, trifft den Ball aus der Drehung relativ satt, verfehlt das Tor am langen Pfosten aber deutlich. Kurz darauf versucht sich Wolf aus 18 oder 20 Metern. Aber auch sein Schuss kommt zu zentral und ist leichte Beute für den Torhüter von Neustadt.

Jetzt spielen wir uns auf engsten Raum über drei, vier Stationen durch die gegnerischen Reihen. Abschluss von Winefeld, aber wieder zu zentral, so dass der Keeper abermals sicher zupacken kann. Aber wir machen das echt gut. Mitte der ersten Halbzeit sind wir nicht nur auf Augenhöhe, sondern haben teilweise sogar etwas mehr vom Spiel, müssen allerdings bei den schnellen Gegenstößen immer wieder aufpassen.

Es geht zur Sache. Um jeden Ball wird hart gekämpft. Wir spielen aber bisher gut mit. Jetzt dringen wir wieder in den gegnerischen Strafraum ein. Eichberger auf Klotz. Flanke. Kili Seidel kommt nicht richtig zum Kopfball. Eine gute Möglichkeit. In der 35. Minute dann eine unglückliche Aktion von Keeper Thrum. Der Ball springt kurz vor der Strafraumlinie auf und ihm an die Hand. Freistoß.

Elia-Abraham Walther schlenz das Leder ganz soft über die Mauer, aber auch knapp über das Tor. Dann auf der anderen Seite Freistoß für uns. Tim Richter mit viel Gefühl auf Eichberger. Der steigt am höchsten. Sein Kopfball hat aber die falsche Richtung.

Es geht weiter zur Sache. Jetzt hat es mehrfach geknallt. Wolff wird von hinten umgerissen und auch Eichberger bekommt lautstark eine mit. Gelb? Fehlanzeige. Aber wenigstens einen Freistoß spricht man uns zu. Der kommt auch gefühlvoll in den Strafraum. Nachdem er von einem Verteidiger unterlaufen wurde, war Christopher Lätz wohl zu überrascht und kann die sich ihm bietende Chance nicht nutzen.

Dann Neustadt wieder mit einem Abschluss. Luca Schumann zieht von halblinks satt ab, aber sein Schuss geht deutlich über den Kasten. Noch knapp fünf Minuten bis zur Pause. Wir sind gut im Spiel. Der Unterschied zwischen Platz 5 und 14 ist nicht zu sehen. Vereinzelt blitzt allerdings die individuelle Klasse einiger Neustädter Kicker auf.

Nachdem Wolff jetzt zum wiederholten Male umgerissen wird, endlich Gelb für unsere Gäste. Dann auch Gelb für Trainer Jürgen Walther, der sich permanent und lautstark echauffiert und sich ununterbrochen über Schiedsrichterentscheidungen aufregt, wofür es eigentlich gar keinen Grund gibt.

Der Schiri hat das Spiel insgesamt gut im Griff, hat auf Seiten unserer Gäste sogar ein oder zweimal das Auge zugedrückt und die gelbe Karte stecken lassen. Insgesamt aber eine souveräne Leistung der Unparteiischen in einem schnellen und packenden Spiel.

Freistoß nun für uns. Der kommt auch gut in den Strafraum. Allerdings kann die vielbeinige Abwehr den Abschluss verteidigen. Der Nachschuss geht weit drüber. Pause vor knapp 400 (!) Zuschauern.

Die zweite Halbzeit beginnt unter Flutlicht. Und gleich haben wir eine Ecke, die an Freund und Feind vorbei durch den Fünf-Meter-Raum segelt und ganz knapp am langen Pfosten ins Aus geht. Schade. Pech. Noch ist Fortuna nicht mit uns im Bunde.

Dann die nächste große Chance für uns. Winefeld auf Wolff, der zieht ab. Aber richtig stark gehalten. Keeper Paul hat den Ball aus dem Angel gekratzt. Wir machen das gut. Sind jetzt in der zweiten Hälfte das bisher bessere Team.

Aber dann kommen diese barbarischen 12 Minuten, in denen Neustadt zeigt, warum sie da oben stehen und warum sie in der Liga bisher die zweitmeisten Tore geschossen haben. In eine Phase hinein, in der wir das Spiel im Griff haben und uns Möglichkeiten erarbeiten, wollen wir dann aber vielleicht wieder einmal zu viel.

Wir orientieren uns zu sehr in die Offensive und sind hinten leicht entblößt. Das nutzt Neustadt eisskalt. Mit beeindruckender Ballsicherheit, Schnelligkeit, Genauigkeit, Kaltschnäuzigkeit und Treffsicherheit wird binnen drei Minuten das Spiel entschieden. Wir werden in der 57. und in der 60. Minute zweimal eiskalt ausgekontert. Überrannt. 0:2. 0:3.

So gut, wie wir insgesamt bisher mitgehalten haben, vielleicht teilweise sogar etwas mehr Spielanteile hatten, muss man neidlos anerkennen, dass unsere Gäste in dieser Phase gezeigt haben, dass sie eine absolute Spitzenmannschaft sind.

Wir sind jetzt etwas von der Rolle. Jetzt klappt bei uns gerade nicht viel. Der Wille ist weiterhin erkennbar. Wir sind präsent. Wir kämpfen. Wir arbeiten. Zwei weitere Abschlüsse unserer Gäste sind danach sichere Beute von Cedric Thrum.

Aber nur wenige Minuten später dann das bittere 0:4. Die machen jetzt mit uns was sie wollen. Das waren 15 Minuten Schaulaufen. Das waren 15 Minuten offensiver Fußball vom Feinsten. Das waren 15 Minuten Fußball wie aus dem Lehrbuch.

Da hat alles gepasst. Blick. Pass. Ballannahme. Ballmitnahme. Tempo. Flanke. Abschluss. Tor. Die sind eiskalt. Die beste Mannschaft, die wir bisher im LVM Sportpark begrüßen durften.

Jetzt aber wieder wir. Eine richtig gute Möglichkeit kann Neustadt zur Ecke klären. Aus der machen wir wieder nichts. Unsere Standard sind heute nicht gut. Sowohl der ein oder andere Freistoß als auch alle Ecken bringen nichts ein, bringen den Gegner kaum in die Bredouille. Ein Freistoß aus aussichtsreich Position landet in der Mauer. Der Nachschuss auch. Für diese Phase des Spieles symbolisch.

Dann zerrt sich auch noch Jannik Wolff und muss ausgewechselt werden. Das ist nicht unser Tag. Aber die insgesamt 376 Zuschauer halten durch. Insgesamt ein perfekter Fußballabend. Die erste halbe Stunde im Sonnenschein, die zweite Hälfte unter Flutlicht. Perfekte Bedingungen.

Dann überläuft Eichberger zwei Verteidiger und jagt den Ball aus 16 m gezielt ins äußerste untere Eck. Aber wieder ist Paul mit den Fingerspitzen dran und kann den Einschlag verhindern. Zweimal durfte sich unser Gast jetzt schon beim starken Schlussmann bedanken, dass die Führung immer noch so deutlich ist. Noch 12 Minuten. Wieder Ecke. Und wir kommen zum Kopfball, aber Christopher Lätz schickt den Ball knapp über den Querbalken. Möglichkeiten haben wir. Sehr gute sogar. In der Summe vielleicht sogar mehr als Neustadt.

Wir präsentieren uns nicht wie ein Absteiger, der 0:4 hinten liegt. Teilweise spielen wir auch jetzt wieder schönen und attraktiven Fußball. Aber eben nur bis zum Strafraum. Dann sind unsere Abschlüsse zu ungenau oder der starke Paul steht im Weg. Wieder eine Ecke für uns. Aber wieder bringt sie nichts ein. An den Standards müssen wir arbeiten.

Noch knapp 10 Minuten. 0:4. Das klingt sehr deutlich. So deutlich war es aber eigentlich nicht. Neustadt war in der kurzen aber entscheidenden Phase Mitte der zweiten Halbzeit eiskalt und hat uns regelrecht überlaufen.

Das machen wir aber jetzt auch mit denen. Eichberger mit Tempo über rechts lässt zwei Verteidiger alt aussehen und passt mittig zurück, wo Markus Klotz nur noch die Innenseite hinhalten muss. Tor! 1:4 und noch sieben Minuten. Sollten wir jetzt noch einmal Hoffnung haben?

Jetzt wieder der starke Eichberg auf der anderen Seite. Wieder kann er sich gegen zwei Neustädter durchsetzen, flankt. Klotz wird aber am Kopfball gehindert. Der Ball kommt jedoch wie ein Bumerang zu ihm zurück. Noch mal Klotz mit Kopfball, gehalten. Und noch mal Klotz. Aber ehe er jetzt, so drei oder vier Meter vor dem Tor stehend, zum Abschluss kommt, wird er brutal abgeräumt.

Strafstoß. Und Rot. Glatt Rot. Der wäre sonst drin gewesen. Es hätte fünf Minuten vor Ultimo dann nur noch 2:4 gestanden. Hätte. Die Überzahl wird uns in den nächsten verbleibenden Minuten aber nicht viel nutzen. Der heute wieder auffällige Markus Klotz hingegen muss verletzt ausscheiden. Auf diesem Wege gute Besserung und schnelle Genesung. Come back Stronger, Klotzi.

Sascha Winefeld schnappt sich den Ball, muss aber noch warten, da der Schiedsrichter dem Rotsünder erklären muss, dass sein Platz nicht auf der Bank, sondern im Zuschauerbereich ist. Das dauert. Aber clever gemacht, so wird die Wartezeit für Winefeld fast unendlich.

Er läuft an, schießt und verlädt den Keeper zwar, aber der Ball geht daneben. Auf der anderen Seite machen die Gäste es besser. 1:5. Das ist, ob der beeindruckenden Art und Weise wie Neustadt seine Treffer erzielt hat, trotzdem viel zu hoch.

Nicht nur wir, auch unsere Fans und teilweise Neustädter Zuschauer, mit denen wir nach dem Spiel in den fairen Austausch kamen, haben ein Spiel auf Augenhöhe gesehen. Einige Fans unserer Gäste haben uns ein Kompliment ausgesprochen für tollen attraktiven Fußball und ein spannendes Spiel auf Augenhöhe. Wer nicht da war, wird das anhand des Ergebnisses wohl nicht glauben.

Das Kompliment aber geben wir an dieser Stelle gern auch an unsere Mannschaft so weiter. Danke, Jungs, das war ein super Fußballabend, auch wenn das Ergebnis das nicht so widerspiegelt und nicht alles so geklappt hat, wie wir es uns vielleicht vorgestellt haben.

Ein ganz großes Dankeschön auch an die fast 400 Zuschauer, die, zählen wir die Kinder mit, die vom  Osterhasen eingeladen waren, den Weg in den LVM Sportpark gefunden haben.

Danke auch für euer Verständnis und eure Geduld am Stand unserer Gastronomie. Wir haben nicht im Entferntesten damit gerechnet, dass zum Donnerstagabend 400 Zuschauer kommen. In Zukunft legen wir uns für solche Veranstaltungen einen Plan B zurecht. Wir nehmen uns Eurer Kritik an. Versprochen!

Euch allen, nun schöne und erholsame Osterfeiertage. Genießt die Zeit mit euren Lieben und in der Familie.

Am morgigen Sonntag, wie immer pünktlich um null900 zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee, haben wir für euch ein kleines und sehr schönes Osterei. Lasst euch überraschen und seid gespannt. Bis morgen.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

Dieses Spiel wird präsentiert von unserem Partner NextPhones.

Danke an Janine Volbert aus Neustadt für die Bereitstellung der Fotos.

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Westvororte punktet abermals auswärts

Hinten stabil, vorn zielstrebig

Unerwartet (hoch) bezwangen unsere Jungs am vergangenen Samstag das Team des gestandenen Verbandsligisten SpVgg Geratal in dessen Heimstätte. Von Beginn an hellwach dominierte man die ersten Minuten und ging nach schöner Vorarbeit von Philipp Rehnelt durch Markus Klotz bereits in der 10. Minute in Führung.

Die Freude währte allerdings nur kurz, denn wie aus dem Nichts der Ausgleich der Hausherren. Eine Unaufmerksamkeit unserer Hintermannschaft und schon stand es durch Jeremy Tyrone Weisheit nach 17 Minuten überraschend 1:1. Das mussten unsere Jungs erst einmal verdauen. Westvororte nun etwas aus dem Konzept. Aber gegen Mitte der ersten Hälfte holte man sich die überraschende Dominanz zurück.

Folgerichtig und verdient ging man noch vor der Pause abermals in Führung. Nach Foul am heute sehr agilen und auffälligen Klotz schnappte sich Sascha Winefeld das Leder und ließ dem Gerataler Keeper Anakin Volklandt vom 11-Meter-Punkt aus keine Chance.

Mit der knappen aber verdienten Führung ging es vor nur 45 Zuschauern in die Pause. Darunter etwa 10 Weiß-Blaue Anhänger, die durch Baustellen und Verspätung der Deutschen Bahn erst jetzt zur Pause am Arlesberg eintrafen.

Sofort nach Wiederbeginn ergriffen unter deren Augen abermals hellwache Scheubengrobsdorfer die Initiative. Nur zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, stellte das Team um Kapitän Richter auf 1:3. Abermals war es der heute beste Spieler auf dem Platz, Markus Klotz, der von uns im „Streit“ um ein eventuelles Eigentor den Treffer gutgeschrieben bekommt.

Westvororte auf der Siegerstrasse? Noch sind über 30 Minuten auf der Uhr. Das Gehrt-Team heute – im Gegensatz zu vielen anderen Spielen der Saison, in denen man auch attraktiven Fußball zelebrierte – aber so richtig erwachsen.

Defensiv ließ man kaum etwas zu. Nach vorn konnte man immer wieder Nadelstiche setzen. So in der 64. Minute als es Jannik Wolff war, der zum 1:4 traf und somit für eine gewisse Vorentscheidung sorgte. Vorarbeit? Der von den Fans der Saarbach-Chaoten zum Man oft he Match gewählte Markus Klotz. Wer sonst?!

Geratal hatte wenig zuzusetzen. Westvororte auch in dieser Höhe verdient vorn. Und das Ergebnis hätte, nachdem die SpVgg mehr und mehr aufmachen musste, noch höher ausfallen können, wäre man bei den Überzahlkontern konzentrierter zu Werke gegangen. Aber das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau.

Sei`s drum. Wir haben die klare Führung über die Zeit gebracht und in einem Spiel, in dem die junge Schiedsrichterin Nora Dieckmann mit ihrer klaren Linie keinerlei Probleme hatte und mit nur einer Gelben Karte auskam, einen verdienten Sieg eingefahren.

Nun gilt es sich auf den Donnerstagabend zu konzentrieren, wenn unsere Mannen den aktuellen Tabellenfünften und Favoriten aus Neustadt/Orla empfangen. Schon heute begrüßen wir unseren sportlichen Gegner, dessen Fans und Zuschauer sowie das Schiedsrichter-Kollektiv um Referee Sebastian Blasse auf das Herzlichste im LVM Sportpark.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte

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Westvororte kann nicht nachlegen

Bittere Bohne um null900

An solchen Tagen wir heute hassen wir den Wecker, dessen grausames Geschrei uns früh um 06:00 Uhr aus dem Schlaf holt. Los, raus! Der Spielbericht wartet. Und so nach und nach, während es draußen so langsam hell wird, wird uns bewusst, dass die Niederlage gegen Borsch kein schlechter Traum war, sondern bittere Realität ist.

Da hilft auch kein duftender Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee. Da müssen wir jetzt einfach durch. Da müssen wir trotzdem unseren Job machen und sich mancher vielleicht auch das ein oder andere unangenehme Wort der Kritik gefallen lassen. Denn gerade in der Niederlage müssen und wollen wir Stärke zeigen.

Apropos Niederlage. Eigentlich fing es ja recht vielversprechend an. Die erste wirklich gefährliche Aktion nach sieben Minuten. Westvororte über links schnell mit Wolff, Eichberger und Klotz, der am langen Pfosten aus Nahdistanz den Ball nur die Linie schieben muss und das auch unaufgeregt macht.

Der Linienrichter hat allerdings etwas gegen, hebt die Fahne und annulliert somit den Treffer wegen Abseits. Schade, dass es keine Zeitlupe gibt. Das hätten wir uns gern noch einmal etwas genauer angesehen. Sei‘s drum.

Warum wir nicht dranbleiben und nicht nachlegen, bleibt ein Geheimnis. Denn in der Folge vieles Stückwerk. Auf beiden Seiten. Abtasten. Keine weitern großen Möglichkeiten außer dem Nicht-Tor von Markus Klotz. Die Abwehrreihen auf beiden Seiten stehen aktuell sehr sicher. Kein Durchkommen. Am Strafraum ist Schluss.

Hüben wie drüben jetzt kurz nacheinander je ein Freistoß, der aber nichts einbringt. Gut 15 Minuten sind jetzt rum. Gefühlt die meisten Ballkontakte haben die beiden Torhüter, da sie immer wieder angespielt werden, wenn eine der beiden Angriffsreihen den ballführenden Verteidiger hoch anläuft oder einer der langen Bälle zu weit fliegt.

Dann wird unser Gast das erste Mal richtig gefährlich. Westvororte, Ballverlust. Borsch, Konter. Und es geht wirklich ganz schnell. Lenny Schumann kann im letzten Moment kurz vor der Strafraumecke den Ball sensationell wegtackeln. Dann zwei Freistöße für Borsch, der eine geht weit daneben der andere ist sichere Beute von Jonas Tämmler.

Dann haben wir die ganz große Möglichkeit. Wolff passt von der Grundlinie aus zurück nach innen. Winefeld lässt den Ball geschickt passieren und Eichberger knallt das Ding voll drauf. Allerdings ist ein Kopf dazwischen, der für den bereits geschlagenen Torwart rettet und zur Ecke klärt. Da haben wir jetzt alles richtig gemacht, sind aber leider nicht mit Fortuna im Bunde.

Die Ecke bringt nichts ein, aber jetzt so um die 20. / 25. Minute ist eine Phase, in der wir Druck ausüben und ein kleines Powerplay aufziehen. Mit einem weiten Befreiungsschlag der Gäste wird unsere kurze Überlegenheit unterbunden.

Das Spiel wird intensiver, das Tempo höher. Nach einem weiten Pass muss Tämmler eingreifen, steigt aber am höchsten und fängt die Kugel sicher runter. Gefühlt haben wir so die letzten 20 Minuten vor der Pause mehr vom Spiel, auch wenn wir daraus zu wenig machen und leider keine weiteren gefährlichen Aktionen zu verzeichnen haben.

Borsch, jetzt, so fünf Minuten vor der Pause, vermehrt mit langen und weiten Bällen. Wir versuchen es weiter mit schnellem Flachenpassspiel. So unterschiedlich kann die Auslegung und Umsetzung einer Spielanlage sein.

Und schon wieder eine große Möglichkeit. Winefeld setzt Wolff in Szene. Der kommt im Strafraum an den Ball, schließt ab, verzieht aber knapp, so dass der Ball am langen Pfosten ins Toraus geht. Und schon wieder unsere beiden jungen Wilden. Ecke Winefeld, Kopfball Wolff. Aber auch der geht ganz knapp daneben.

Die beiden fühlen sich wohl im Doppelpass. Abermals Wienfeld auf Wolff. Der wird jetzt gelegt. Freistoß knapp außerhalb des linken Strafraumecks. Das Ding kommt gefährlich nach innen, aber ein Verteidiger ist mit der Fußspitze vor dem einschussbereiten Christopher Lätz am Ball und klärt zur Ecke.

Die kommt gefährlich nach innen, kann aber verteidigt werden. Und schon wieder eine Flanke. Zschille kommt zum Kopfball, aber kein Problem für den sicheren Borscher Keeper Adrian Buberl.

Der lässt sich jetzt viel Zeit und will das Unentschieden in die Pause bringen. Derweil geht es im Mittelfeld weiterhin heftig zur Sache. Jetzt sind wir mehrfach diesen einen Schritt eher am Ball. Noch aber können wir daraus kein Kapital schlagen.

Auch jetzt nicht, als sich Eichberger über rechts außen gegen drei Gegenspieler überragend durchsetzt. Der Pass von Sascha Winefeld danach ist aber zu ungenau und kommt beim freistehenden Rehnelt nicht an. Vor fast 130 Zuschauern geht es bei guten äußeren Bedingungen und auf einem gepflegten Rasenplatz in die Pause.

Schrecksekunde gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als der Ball im Netz der TSV-Kasten zappelt, aber die Fahne schon lange vorher oben war. Dann eine wirklich schöne Aktion der Gäste. Der weit getretene Freistoß wird von der Strafraumgrenze zurück in die Mitte geköpft. Dort zieht Fabian Goeb volley ab. Aber der Schuss von der Strafraumgrenze geht deutlich daneben.

Es bleibt intensiv. Es geht in den Zweikämpfen zur Sache. Es ist körperlich. Aber es ist nie unfair. Schiedsrichter Markus Drobe hat alles in allem das Spiel gut im Griff, bleibt seiner Linie treu und hat bei den kniffligen Entscheidungen in der Regel ein glückliches Händchen. Insgesamt kommt er ob des körperlichen Spieles mit nur drei Gelben Karten aus.

Dann wird es so richtig gefährlich. Ein satter Abschluss von Tim Richter wird abgefälscht und landet auf der Oberkante der Latte das Borscher Kastens. Ecke. So nach und nach könnte so ein Ding jetzt aber auch mal reingehen. Was große Chancen betrifft, liegen wir klar vorn. Und wieder kommen wir gefährlich vors Tor. Nach einer Ecke und Kopfball klatscht das Leder an den Querbalken. Pech.

Auf der anderen Seite fängt Tämmler eine ungefährliche Gäste-Ecke sicher runter. Nach vorn haben wir trotz der guten Möglichkeiten aber noch Reserven. Die Ansätze im Umkehrspiel sind gut. Zum dritten Mal hintereinander treffen wir jetzt innerhalb von nur wenigen Minuten bei einem schnellen Überzahl-Gegenstoß aber die falsche Entscheidung beim letzten Pass und übersehen den besser postierten Mitspieler.

Plötzlich laufen wir in einen Konter, den Daniel Zschille nur mit einem Foul kurz vor der Strafraumgrenze unterbinden kann. Eine ganz gefährliche Position, so 18 Meter vor unserer Kasten. Aber wir haben ja den Tämmler. Der fängt das Ding sicher.

Es wird hektischer. Es wird unruhig. Viel Geschreie jetzt auf dem Platz. Drinnen wie draußen. Auf beiden Seiten. Allem voran der „Schreihals“ auf der Borscher Bank, wie der Gästetrainer von seinen eigenen Wechselspielern betitelt wurde.

Jetzt Foul an Wolff. Wieder Freistoß für uns. Aber fast an der Mittellinie. Der kommt jedoch trotzdem richtig gefährlich in den Strafraum. Kevin Kamprath ist noch mit dem Scheitel dran, aber der Ball streicht um Milimeter am langen Pfosten Millimeter vorbei und ins Aus. Schade. Jetzt, so um die 65. Minute müssten wir wirklich so langsam in Führung liegen. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert.

Jetzt geht es hin und her. Nur eine Minute später Ecke für die Westthüringer. Aber die bringt glücklicherweise auch nichts ein. Dann aber die Riesen-Chance für unsere Gäste. Ein Kopfball, der ist Rückpass gedacht ist, kommt in der 73. Minute zu kurz. Tämmler muss Kopf und Kragen riskieren und kann im ersten Versuch noch klären und den Schuss parieren. Der zweite Versuch geht dann glücklicherweise deutlich daneben.

Noch gut zehn bis zwölf Minuten. Das Spiel ist insgesamt sehr körperlich. Auch im Mittelfeld wird um jeden Ball gekämpft. Kein Zweikampf wird weggelassen. Neun Minuten vor Ultimo ist es dann aber doch passiert. Die alte Fußball-Weisheit: „Wenn du die Dinger vor nicht machst, bekommst du sie hinten rein.“ hat sich wieder einmal bewahrheitet. Tämmler muss den Ball außerhalb des Strafraums in allergrößter Not wegköpfen. Marius Bittorf reagiert danach am Schnellsten, schließt sofort ab und lässt unserer Nummer #1 keine Chance. Tor. Das Spiel ist auf den Kopf gestellt. Unser Gast führt im LVM Sportpark. 0:1.

Wir versuchen alles. Wir werfen alles nach vorne. Kruschke rein. Lätz nach vorn. Auch wir jetzt hoch und weit. Aber wir können uns nicht entscheidend durchsetzen. Immer wieder ist ein Fuß der gegnerischen Abwehr dazwischen. Immer wieder wollen wir es vor einem Abschluss mit einem zusätzlichen Haken besser machen, verlieren dann aber den Ball.

Mittlerweile sind nur noch zwei Minuten auf der Uhr. Powerplay. Schiedsrichter Drobe hebt die Hand und zeigt fünf Minuten Nachspielzeit an. Los, Jungs!

Nach einem Zweikampf an der Mittellinie bleibt nun ein Gästespieler liegen. Er wird behandelt. Von unserer Position aus können wir nicht genau sehen, was passiert ist. Zumindest scheint die Aktion unglücklich gewesen zu sein, denn der Spieler wird ausgewechselt. Von uns an dieser Stelle gute Besserung.

Ansonsten hat das natürlich für unseren Gast viel Zeit gebracht. Wir müssen aufmachen. Wir machen auf. Zum wiederholten Mal stehen alle Scheubengrobsdorfer in und am gegnerischen Strafraum. Zweimal ist es nun Torhüter Tämmler, der den Freistoß von der Mittellinie aus gefühlvoll in den Strafraum hebt.

Zweimal kommen wir noch mit dem Kopf an den Ball. Aber zweimal bleibt auch der sichere Keeper Buberl Sieger. Dann ein Konter. Wir können den Ball zwar erst einmal zurückgewinnen, leisten uns dann aber einen katastrophalen Fehler im überhasteten Spielaufbau, so dass Aaron Uebelacker alleine aufs Tor zulaufen kann und somit keinerlei Probleme hat auf 0:2 zu stellen. 90. +2. Das war’s.

Damit wurde der TSV nach dem sensationellen Auswärtssieg in Bad Frankenhausen schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Vielleicht noch rechtzeitig genug, damit auch der Letzte merkt, dass wir jedes Wochenende mindestens (!) 100 % auf den Platz bringen müssen.

Auch alle die, die im Laufe der Woche schon mit drei Punkten gerechnet hatten, wurden eines Besseren belehrt und haben spätestens heute gelernt, dass es nur Punkte gibt, wenn man gewonnen hat und nicht, wenn man vielleicht gewinnen könnte. Da ist Reden manchmal wirklich nur Silber.

Wir können eine entscheidende Frage natürlich nur schwerlich beantworten, schätzen aber ein, dass keiner unserer Spiele heute sein eigentliches Leistungsniveau wirklich zu 100 % erreicht hat, was allerdings unerlässlich ist, um in Thüringens höchster Liga zu punkten.

Wir haben heute nie so richtig zu uns gefunden. Haben wieder viele Fehler gemacht. Heute ist allem auch im letzten Drittel nach vorn. Und genau da hat uns die entscheidende Durchschlagskraft gefehlt. Sehr oft haben wir bei eigenen schnellen Gegenstößen und Überzahlangriffen die falsche Entscheidung getroffen und den besser postierten Mitspieler übersehen.

Sicherlich wäre ein Sieg für uns auch nicht unbedingt verdient gewesen, aber Borsch darf sich schon eher als glücklichen Sieger schätzen. Mund abwischen. Wunden lecken, weiter arbeiten und nach vorne schauen.

Kopf hoch, Jungs. Ihr könnt es besser. Macht es besser. Kommenden Samstag in Geratal und am Gründonnerstag um 18:30 Uhr zum Flutlichtspiel gegen Neustadt habt ihr schon die nächsten Chancen es wieder besser zu machen.

Wenn wir dann abermals solche Leistungen abrufen wie geht in Bad Langensalza, Bad Frankenhausen oder Schott Jena werden wir sicherlich punkten. Spielen wir wieder so wie gegen Borsch, wohl eher nicht.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte

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Überraschender Auswärtssieg

Und dann gleich ein 4:0

Wahnsinn. Wer hätte gedacht, dass unsere Mannschaft am Samstag beim Fünftplatzierten in Bad Frankenhausen überhaupt etwas holen kann. OK, nach den ansprechenden Auftritten in Bad Langensalza und gegen den Tabellenführer vom Schott SV war zumindest die Hoffnung auf einen Punkt da.

Was die Mannen von Daniel Gehrt dann im knapp 150 Kilometer entfernten Bad Frankenhausen auf dem Kunstrasen im Kyffhäuser geleistet haben, war beeindruckend. Reisestrapazen? Fehlanzeige. Gleich zu Beginn waren Wolff und Eichberger einer ganz frühen Führung nahe. Dreimal aber war beim Abschluss ein Fuß oder ein Bein der Frankenhausen-Defensive im Weg.

Der erste Eindruck machte Mut. Auch wenn in der Folge der Gastgeber besser ins Spiel kam. Jerome Riedel versucht es aus der Distanz, aber verfehlt, steht dann in aussichtsreicher Position im Abseits. Wenig später muss sich auch Cedric Thrum ein erstes Male lang machen.

Kurz darauf unsere Nummer #1 mit einem kleinen Bock, als er beim Aufbauspiel einen Gegner mitnimmt. Aber die defensiven Verbündeten unseres Keepers entschärfen diese zufällige Möglichkeit der Hausherren. Wir stehen insgesamt gut. Und nach vorn sieht das auch recht gefällig aus.

Und wir sind heute effektiv. Schöner Spielzug jetzt über Sascha Winefeld. Der bedient Tom Eichberger, der nach 17 Minuten aus gut 10 Metern zur frühen Führung für Westvororte trifft. 1:0 für Westvororte. In Bad Frankenhausen.

In der Folge probieren es die Gastgeber immer wieder mit langen Bällen. Thrum jetzt ganz sicher. Auch beim Kopfball von Martin Skaba. Dann ein schneller Gegenzug der Unseren, aber auch Christopher Sünkel im Tor der Kyffhäuser ist ebenfalls aufmerksam und sichert den Ball vor dem heranstürmenden Wolff. Es geht hin und her. Ein packendes Spiel. Auf der anderen Seite verfehlt ein Hausherren-Freistoß sein Ziel recht deutlich.

Entschieden knapper ist es, als Winefeld wieder einmal sein Können aufblitzen lässt. Er spielt zwei Gegner aus, scheitert aber aus sieben Metern an Keeper Sünkel. Dann die große Chance zum Ausgleich. Der auffällige Jerome Riedel umkurvt Keeper Thrum und schließt ab. Das lange Bein von Daniel Zschille kann den Einschlag aber gerade noch so verhindern.

Weitere große Chancen können wir mit gutem Stellungsspiel unterbinden. Bad Frankenhausen läuft jetzt, in der 40 Minute, zum gefühlt siebenten Male ins Abseits. Dann Markus Klotz. Da hatten die mitgereisten Weiß-Blauen Fans den Torschrei schon auf den Lippen, aber der Winkel war etwas zu spitz, so dass Keeper Sünkel Sieger bleibt.

Dann versucht sich er agile Eichberger aus 18 Metern. Sein Schuß wird zur Ecke abgefälscht. Die spielen wir schlecht aus und geraten in einen Konter, den Winefeld auf Kosten einer Gelben Karte jedoch clever unterbindet. Halbzeit. Wir führen. Durchatmen. Hoffen. Bangen. Geht hier vielleicht wirklich was?

Vor gut 160 Zuschauern pfeift der aufmerksame und insgesamt souveräne Schiri Konrad Götze den zweiten Durchgang an. Und gleich wieder Markus Klotz. Abermals ist der Winkel zu spitz, so dass die Bad Frankenhausener Defensive zur Ecke klären kann.

So kurz nach der Pause jetzt für uns drei Ecken in Folge. Aber kein Tor. Dann fasst sich Rehnelt ein Herz. Sein satter Schuß aus gut 20 Metern kommt aber etwas zu zentral, so dass er für den Gastgeber-Keeper leichte Beute ist.

Jetzt Gelb für die Hausherren nach Foul an Winefeld. Dann aber wieder der beste Spieler der Hausherren, Jerome Riedel. Pass. Ballannahme. Drehschuss. Aber Thrum klärt sensationell. Tolle Aktion von beiden. Dann Sebastian Lobodasch. Aber weit drüber. Prinzipiell halten wir den Gegner auf Abstand. Einzig den Riedel, den bekommen wir nicht so richtig in den Griff.

Apropos in den Griff bekommen. Auch den Winefeld können die Gastgeber kaum stoppen. Jetzt passt unser #8 überlegt auf den schnellem Wolff, der aber am aufmerksamen Keeper scheitert. Den Abpraller aber staubt Markus Klotz ab und trifft. 2:0.

Wahnsinn. Westvororte führt. Beim Favoriten in Bad Frankehausen. Mit 2:0. Dem Jubel unserer Fans setzen die Heimzuschauer jetzt „Absteiger“-Rufe entgegen, die wir ignorieren. Wir konzentrieren uns nur auf uns.

Und weiter Westvororte. Man will die Führung nicht nur verteidigen, sondern sucht sein Wohl in der Offensive. Aber aufpassen Jungs, hinten nicht zu offen sein. Nicht zu hoch stehen. Noch ist eine ganze Weile zu spielen. Fast 30 Minuten. Da kann noch viel passieren. Gastgeber-Trainer Alexander Ludwig wechselt nun gleich zweimal.

Die nächste Möglichkeit aber erst einmal wieder für die Unseren. Nach einer Ecke trifft Rehnelt nur das Außennetz. Dann versucht sich Lenny Schumann aus der Distanz, aber der Ball landet diesmal im Nirvana.
Kurz drauf darf Bad Frankenhausen wieder. Chris Schlätzer kann sich über links durchsetzen, aber auch er hat nicht das richtige Zielwasser getrunken. Sein Schuss geht knapp am Thrum-Kasten vorbei.

Jetzt wechseln auch wir. Seidel für Winefeld. Der hat sein Soll getan. Mehr noch. Der ist viel gelaufen. Der ist kaputt. Der hat unsere beiden Treffer vorbereitet. Mit Standing Ovation und dem Titel „Man oft the Match“ darf der bisher beste Spieler auf dem Platz diesen etwa 15 Minuten vor Ultimo verlassen.

Auch Bad Frankenhausen wechselt. Gleich zweimal. Die Uhr läuft. Für uns. Jetzt nicht leichtsinnig werden, Jungs. Konzentriert bleiben. Der Gastgeber kurz am Drücker. Jetzt muss Zschille in allergrößter Not klären. Er köpft den Ball aber resolut aus der Gefahrenzone.

Und nur wenige Minuten später steht unser fast zwei Jahre lang verletzter IV, der sich innerhalb von nur drei Spielen heute wieder zum Turm in der Schlacht entwickelt hat, abermals im Mittelpunkt, als er acht Minuten vor Ende der Begegnung brutal abgeräumt wird.

Rot für Bad Frankenhausen. Rot für Justin Helbing. Westvororte mit 2:0 vorn und in Überzahl. Die Hoffnung auf Punkte wird größer.

Hinten stehen wir gut. Nach vorn setzen wir immer wieder Nadelstiche, so dass der Gastgeber noch immer nicht komplett aufmachen kann. Als die Heimzuschauer ihre Mannschaft entschiedener nach vorn treiben und auf eine Schlussoffensive hoffen, ist es Rehnelt, der alle Kyffhäuser-Träume zunichte macht.

Nachdem Tom Eichberger noch am Keeper scheiterte, war es unsere Nummer #27, Philipp Rehnelt, der richtig steht, am Schnellsten reagiert und eiskalt abstaubt. 3:0. Das wars, oder? Kann das Ludwig-Team jetzt noch einmal zurückkommen?

Nur noch gut fünf Minuten auf der Uhr. Die Körpersprache der Heimelf zeigt erste Zeichen der Resignation. So kommen die nicht zurück. Zumal wir heute auch weiterhin wachsam und äußerst aufmerksam sind. Jetzt nimmt unser Trainer Daniel Gehrt bei vier weiteren Auswechslungen wichtige Zeit von der Uhr.

Konrad Szydlo, Ben Leonhardt, Kevin Kamprath und Leonardo Castro da Silva kommen und dürfen gemeinsam mit den anderen ganz in Blau gekleideten Scheubengrobsdorfern den Sieg nicht nur nach Hause tragen, sondern geben noch einmal so richtig Gas.

Fast das 4:0. Kilian Seidel ist durch, aber scheitert am heute überaus starken Sünkel, der mehrfach eine höhere Niederlage des Favoriten verhindert. In der 90. + 5. Minute war er dann allerdings machtlos, denn die Gier unserer Jungs – besonders die unserer Einwechsler – nach noch einem Tor ist größer als der Wille der Gastgeber den Anschluss- bzw. Ehrentreffer zu erzielen.

Unsere „Neuen“ zeigen wie`s geht. Sie verwalten die Führung nicht nur, sondern sind aktiv am nächsten Jubel beteiligt. Wir verlagern das Spiel geschickt. Leonhardt auf Szydlo. Der ist nicht zu halten und wird im Strafraum von den Beinen geholt. Dem guten Schiri Götze bleibt nichts anders übrig als richtigerweise auf den Punkt zu zeigen.

Daniel Zschille, heute neben Sascha Winefeld einer der auffälligsten Westvororte-Kicker, schnappt sich den Ball. Er schiebt ihn mit links platziert ins rechte äußere untere Eck, lässt dem guten Sünkel keine Chance und belohnt sich selbst für ein richtig gutes Spiel. Endlich. Zschille is back!

Letztendlich stand ein überraschendes aber nicht unverdientes 0:4 auf der Anzeigentafel des derzeit Fünftplatzierten aus Bad Frankenhausen. Unsere Jungs jubelten nach dem Schlusspfiff noch lange mit den mitgereisten Fans, die Ihre Spieler mit dem allseits bekannten Schlachtruf „Ohne Worte – Westvororte“ hochleben ließen.

Nun gilt die Konzentration aber schon wieder den nächsten Aufgaben, die keinesfalls leichter werden. Schon am kommenden Samstag heißt es zu Hause im LVM Sportpark gegen den SV Borsch abermals eine geschlossene Mannschaftsleitung zu zeigen.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen FußbALL spielen

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Tabellenführer zittert sich zum Sieg

Großartige Leistung der Weiß-Blauen wird nicht belohnt

Mit einer kurzen Trauerrede unseres Vorsitzenden Heiko Linke und einer anschließenden Schweigeminute für Silke Schöler-Winefeld, Mutti unseres Spielers Sascha Winefeld, die vor kurzem nach langer, schwerer Krankheit viel zu jung verstorben ist, begann der Nachmittag nachdenklich und demütig. Danke an dieser Stelle an der Schiedsrichter-Team und die Mannschaft vom SV Schott Jena, dass man uns kurz vor Spielbeginn die Möglichkeit gegeben hat, Silke in diesem Rahmen zu ehren und ihr zu gedenken.

Schon vorher, anlässlich des Internationalen Frauentages am heutigen Sonntag, überreichte unser geschäftsführender Vorstand, Juliane Schnabel und Heiko Linke, jeder weiblichen Zuschauerin eine Rose und ein Glas Sekt zur Begrüßung.

Ein anschließend spannendes und packendes Verbandsligaspiel brachte die Zuschauer von Minute eins an auf andere Gedanken. Eine wirklich großartige Leistung, die unsere Mannschaft gestern vor 136 Zuschauern im LVM Sportpark abgerufen hat.

Spielerisch. Kämpferisch. Alles hat gepasst. Auch die äußeren Bedingungen. Das Wetter. Der super bespielbare Platz. Nur das Ergebnis nicht. Wiederholt diese blöden Fehler, die uns immer wieder ins Verderben stürzen. Immer wieder diese blöden Unaufmerksamkeiten.

Wie man aber dem Tabellenführer über die gesamte Spielzeit – nicht nur kämpferisch, sondern auch auch fußballerisch – Paroli geboten hat, ist aller Ehren wert und sollte der Mannschaft und den Fans weiterhin viel Mut machen, dass diese Saison noch lange nicht vorbei ist.

Der TSV von Beginn an präsent. Zweite Minute. Richter direkt auf Rehnelt. Der sofort auf Eichberger. Der läuft seinem Gegenspieler davon, trifft aber aus spitzem Winkel nur ans Außennetz. „Den muss ich eigentlich machen“, sagte uns unsere #19 Tom Eichberger nach dem Spiel.

Auf der anderen Seite Schott immer dann gefährlich wenn es über die beiden Außen ging. Das sieht richtig gut aus. Die kommen immer wieder bis auf die auf Grundlinie durch und flanken. Zweimal hintereinander brennt es in unserem Strafraum jetzt lichterloh. Aber es brennt nichts an.

Auf der anderen Seite bringen wir den Tabellenführer zum zweiten Mal zum Schwitzen. Nach schnellem und weitem Einwurf ist es Wolff mit seinem Abschluss aus etwa 10-12 Metern, aber deutlich daneben. Wir halten bisher gut mit. Jetzt, nach genau 15Minuten, hat Markus Klotz die Möglichkeit, auch er verzieht.  Aber wir machen das gut. Beide Mannschaften haben die ein oder andere gute Möglichkeit. Das verspricht ein packendes Spiel.

Dann muss sich der Jenaer Keeper so richtig lang machen, um einen Lupfer mit Mühe und Not mit den Fingerspitzen noch über die Latte zu drücken. Den hat Dzotsenidze richtig stark gehalten. Wir sind nah am Tor. Wir sind näher am Tor. Ecke.

Im Anschluss daran wird ein Faul an Rehnelt im Strafraum übersehen. Das passiert im Getümmel. Auch den Tritt von hinten in die Hacken von Eichberger kurz vor der Strafraumgrenze übersieht der Schiedsrichter. Das hätte er allerdings jetzt sehen müssen. Das hat schon beim Zuschauen wehgetan.

Dann darf auf der anderen Seite Tämmler beweisen, was er kann. Unser Keeper liegt waagerecht in der Luft und hechtet das Leder aus der Ecke.

Kurz vor der Pause noch einmal Schott über rechts. Über die Außen sind sie besonders stark. Ballsicher. Schnell. Gefährlich. Die genaue und scharfe Flanke kann Bastian Dräger per Kopf gerade noch vor einem einschussbereiten Jenenser wegköpfen.

Pause. Die insgesamt knapp 140 Zuschauer sind mit dem Spiel und dem Ergebnis der Unseren recht zufrieden. Kurzer Szenenapplaus beim Gang in die Kabine.

Aber kaum hat der zweite Durchgang begonnen, ist es auch schon passiert. 50. Spielminute. Ein Eckball und am langen Pfosten, vergleichbar mit dem Ausgleich in Bad Langensalza, steht Simon Feistner und muss nur noch den Kopf hinhalten.

Ungehindert bringt er seine Farben in der 50. Minute mit 1:0 in Führung. Wir schütteln uns kurz und sind sofort wieder da. Tämmler auf Lätz. Der geht noch ein paar Meter und sein weiter diagonaler Ball, der ihm leicht über den Spann rutscht, wird zum Verhängnis für den Jenaer Keeper, der den springenden Ball völlig unterschätzt und den Ausgleich aus fast 50 Metern hinnehmen muss. 55. Minute, 1:1. Jawoll.

Die Freude auf unserer Seite währte aber nur kurz, ganz kurz, denn nur eine Minute nach dem Ausgleich schlägt der Tabellenführer abermals zu. Schott eiskalt. Wie ein Tabellenführer. Wie eine Spitzenmannschaft. Jeder unserer Fehler wird eiskalt bestraft. 1:2.
Wieder eine Flanke, wieder ein Kopfball.

Wieder sind wir nicht präsent genug und kassieren das nächste Gegentor durch Franz Bobkiewicz. Ein  Wechselbad der Gefühle. Für Spieler und Zuschauer. Drei Tore innerhalb von nur gut fünf Minuten. Aber wir stecken nicht auf. Schon wieder sind wir im Ballbesitz und drücken Schott hinten rein. Teilweise kann sich der Favorit nur mit weiten Befreiungsschlägen behelfen. Spielen wir auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer?

Ja, wir haben mindestens genauso viele Spielanteile. Wir haben mindestens genauso viele gute und richtig gute Möglichkeiten. Mehrfach sind wir aber nicht mit dem im Bunde, den man braucht, wenn immer mal wieder eine Entscheidung auf Messers Schneide steht. Und da reden wir nicht vom Glück.

Dann können wir einen Angriff im Aufbau unterbinden, pressen immer noch sehr hoch. Investieren sehr viel. Wolff kommt nach schöner Vorarbeit von Dräger zum Abschluss. Verzieht aber und wird Augenblick des Schusses von hinten rabiat von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter pfeift nicht.

Und schon wieder geht es Wolff im Strafraum von hinten an den Kragen bzw. in die Beine. Wieder pfeift der Schiri nicht, entscheidet aber nach kurzem Überlegen nicht, wie ursprünglich auf Abstoß, sondern kurioserweise auf Eckball, obwohl der Jenaer Verteidiger den Ball gar nicht getroffen hat. Das soll verstehen, wer will.

„Glücklicherweise“ stehen wir direkt daneben und können aus einer Entfernung von weniger als 10 Metern klar und deutlich sehen und einschätzen, dass das keine Ecke, sondern nahe an der Körperverletzung war, die der Schiedsrichter wohlwollend in Kauf nimmt.

Als wir uns wiederholt lautstark darüber echauffieren, erhalten wir nur ein kurzes überhebliches Grinsen zurück. Hier steht für unsere Redaktion ganz klar die Frage nach der Definition Unparteiischer.

Aber weiter, wir können es eh nicht ändern. Wir sitzen nicht am längeren Hebel. Die Ecke unseres Kapitäns kommt gefährlich nach innen. Philipp Rehnelt erwischt den Ball mit dem Kopf, verzieht aber ganz knapp. Auf der anderen Seite macht es Schott clever.

Besser. Abgezockter. Wir verlieren im Spielaufbau den Ball. Dann geht es ganz schnell. Gut 20 Minuten vor Ultimo Benno Walter mit dem 1:3. Die Entscheidung? Wieder bewahrheitet sich die These, dass Fehler in dieser Liga eiskalt bestraft werden. Jetzt Glück, dass nach einem weiteren Fehler der freistehende Carl Winkler am starken Tämmler im Geraer Kasten scheitert.

Dann wieder unsere #1. Tämmler föngt eine Flanke vor dem einschussbereiten Stürmer ab. Er eröffnet das Spiel sofort und passt über 50 Meter zielgenau auf Tim Richter. Der kommt nahe der Strafraumgrenze in relativ zentraler Position mit der Fußspitze zwischen zwei Verteidigern, die sich nicht einig sind, an den Ball und lupft ihn über den schlecht positionierten Jenaer Schlussmann, der abermals keine gute Figur macht in die Maschen. Der zweite Assist unseres Keepers.

Jetzt, so 15 Minuten vor dem Ende, Powerplay von Westvororte. Aber wir lassen uns dann im letzten Moment immer wieder den Schneid abkaufen, so dass der Jenaer Torwart jetzt den Ball sichern kann. Weiter Westvororte. Jetzt versucht sich Rehnelt mit dem Abschluss, trifft den Ball aber nicht richtig, so dass der Schott-Keeper das Leder abermals sicher fangen kann.

Und schon wieder Westvororte. Jetzt spielen wir uns über links gut durch und die Flanke von Wolff wird zum Torschuss. Der Keeper kann den Ball mit den Fingerspitzen noch gerade so um den Pfosten zur Ecke lenken.

Westvororte jetzt mit einem klaren Chancenplus. In den letzten Minuten und auch in der in der vierminütigen Nachspielzeit drücken wir den Tabellenführer hinten rein. Mit Glück und Geschick und einer vielbeinigen Abwehr bringen die Jenaer die knappe Führung allerdings über die Zeit und bejubeln den Sieg danach, als hätten sie einen Spitzenspiel gewonnen.

Apropos Spitzenspiel. Ja, so darf man das Spiel heute durchaus betiteln. Was die Qualität des Fußballs betrifft, waren der Tabellenführer und der Aufsteiger nicht weit voneinander entfernt. Schott gar fast so gut wie Westvororte.

Gegen das Plus von Schott war für die Scheubengrobsdorfer Spieler numerisch allerdings kein Angekommen, auch wenn unser zwölfter Mann die Mannschaft immer wieder angefeuert und nach vorne getrieben hat. Vielleicht haben wir, was das betrifft, auch einmal das Glück auf unserer Seite. Denn das des Tüchtigen hatten wir heute leider nicht. Ungeachtet dessen können wir erhobenen Hauptes auf gestern zurück und optimistisch auf das nächste Spiel nach vorn schauen und lassen uns jetzt trotz der Niederlage pünktlich um null900 den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee wie immer gut schmecken.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

Dieses Spiel wird präsentiert von unserem Partner NextPhones

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Westvororte holt Punkt in Langensalza

Da war sogar noch mehr drin

Nicht zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee sondern zum Montag-Feierabend-Bier jetzt unser Spielbericht. Mit 18 Spielern, zwei Kleinbussen und einem PKW trat unsere Mannschaft am gestrigen Sonntag früh die Reise ins etwa 120 km entfernte Bad Langensalza an. Angekommen lag den Spielern bei traumhaften Witterungsbedingungen und Sonnenschein eine wunderschöne Sportanlage und ein traumhaft großer Rasenplatz zu Füßen. Der Platz allerdings gesperrt. Warum auch immer?!?

Als Alternative diente ein äußerst kompakter Kunstrasen. Man nahm es, wie es kam. Und man brauchte eine Weile, um warm zu werden. Die ersten 10-15 Minuten gehörten dem Gastgeber. Als unsere etwas hochstehende Defensive über die linke Abwehrseite überlaufen wurde, stand es bereits nach 11 Minuten durch Leon Schleip 1:0 für das Team von Trainer Thomas Wirth. Die Preußen mit dem besseren Start. Aber der TSV davon kaum beeindruckt. Ganz im Gegenteil.

Jetzt war man so richtig wach. Musste Jonas Tämmler, der nach Handgelenkbruch aus dem Entscheidungsspiel der Vorsaison gegen den SV Schmölln und Operation erstmals in dieser Spielzeit wieder zwischen den Pfosten stand, einmal mit spektakulärer Flugeinlage klären, waren es die Gäste aus Scheubengrobsdorf, die von da an das Spiel dominierten. Wie schon so oft in dieser Saison, scheiterte man aber an der Chancenverwertung.

Möglichkeiten ergaben sich zwischen der 15. und 45. Minute zu Hauf. Ein Freistoß von Tim Richter verfehlte sein Ziel nur um Millimeter. Wenig später stand unser Kapitän nach wunderschöner Kombination und doppeltem Doppelpass völlig frei vor dem Keeper und verzog überhastet. Ebenso Markus Klotz. Auch er hatte die 100-prozentige Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am diesmal aufmerksamen Gastgeber-Schlussmann Julien Patzer, der allerdings nicht immer den sichersten Eindruck hinterließ.

Eine weitere dieser riesengroßen Möglichkeiten hatte kurz darauf Jannik Wolff, der aus etwa 12 Metern leider nur das Aluminium traf. Wie sagt man doch so schön: Erst hatte man kein Glück und dann kam auch noch das Pech dazu. Aber wir bleiben dran und wollen uns für unser gefälliges Spiel und das Chancenplus belohnen. Und dann ist es soweit.

Nach knapp einer halben Stunde war es abermals der auffällige Wolf, der nach Zuspiel von Sascha Winefeld über links nicht zu halten war und scharf nach innen passte. Dort brauchte der mitgelaufene Rehnelt nur noch die Innenseite hinhalten und den Ball aus Mittelstürmerposition über die Linie drücken. Da war er nun endlich. Der mittlerweile hochverdiente Ausgleich. Das 1:1. Mit dem für den favorisierten Gastgeber schmeichelhaften Unentschieden ging es kurz darauf in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang waren unsere Jungs lange das deutlich bessere Team. Und immer wieder war es Wolff, den die gegnerische Abwehr einfach nicht in den Griff bekam. Nur zwei Minuten nach der Pause lief er nach Rückpass der Preußen den ballführenden gegnerischen Keeper im Sprint an. Der war davon wohl so sehr überrascht, so dass er, beim Versuch den Ball nach vorn zu schlagen, Jannik Wolff traf. Dieser reagierte am Schnellsten und schob den abgeprallten Ball von halbrechts aus Nahdistanz in den leeren Kasten. Der Außenseiter aus den Westvororten führte in Langensalza.

Und das zu diesem Zeitpunkt hoch verdient. Verletzungsbedingte Wechsel brachten dann aber etwas Sand ins Getriebe. Dennoch weitere Möglichkeiten für Blau. Ein Fernschuss von Jannik Wolff verfehlte den Kasten, einen Freistoß von Tim Richter, der schlitzohrig um die Mauers auf`s kurze Eck gezogen war, parierte Keeper Patzer stark. Mit einer Verletzung im Knie musste in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bereits Mathias Leopold mit schmerzverzerrtem Gesicht, von zwei Mitspielern gestützt, vom Spielfeld.

20 Minuten vor Ultimo war es Jannik Wolff, der mit leichten muskulären Problemen vom Platz musste, nachdem er bis zu diesem Zeitpunkt bereits gefühlte zehn oder 12 Kilometer gelaufen war. Nach seiner langen Verletzungspause in der Hinrunde kommt unsere Nummer 13 – gestern im erst sechsten Spiel der Saison – aber so nach und nach immer besser in Schwung. Vier Tore und zwei Assists stehen in diesen sechs Spielen bereits auf seiner Habenseite.

So nach und nach übernahmen dann in den letzten 15 Minuten die Gastgeber das Zepter. Immer wieder drückten die körperlich großgewachsenen und robusten Spieler auf den Ausgleich und versuchten es primär mit weiten Bällen oder hohen Flanken in unseren Strafraum. Große Chancen, allerdings Mangelware. Wir verteidigen das insgesamt sehr gut. Jonas Tämmler ist auf dem Posten und fängt alles das, was direkt vor seinen Kasten kommt, sicher weg. Teilweise agierte das Wirth-Team nun mit vier Stürmern, setzte alles auf eine Karte. Suchte Standards.

Westvororte konnte die sich nun bietenden Räume allerdings nicht nutzen. Drei Minuten vor Ultimo werden die Angriffsbemühungen des FSV Preußen dann aber doch noch belohnt. Ein Standard musste herhalten, um gegen aufopferungsvoll kämpfende Scheubengrobsdorfer den Ausgleich zu erzielen. Der 1,90 große Noah Maximilian Dolzer sprang am langen Pfosten am höchsten und versenkte den Ball per Kopf im Netz. Der für unsere Farben bittere späte Ausgleich.

Noch ein, zwei weitere Versuche auf beiden Seiten führten zu kleineren Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben, so dass das souveräne Schiedsrichtertrio um Referee Tarik El-Hallag das insgesamt faire Spiel nach 90 + 5 Minuten abpfiff. Fazit: Der TSV ist mit einem Punktgewinn beim Favoriten in Langensalza vor 120 Zuschauern respektabel in die Rückrunde gestartet. Ärgerlich, dass man kurz vor Ultimo einen Sieg aus der Hand gegeben hat, der nicht unberechtigt gewesen wäre.

Das Team von Trainer Daniel Gehrt war über weite Strecken der Begegnung das bessere Team und hatte auch die größeren Möglichkeiten. Insgesamt hat sich unsere Mannschaft wirklich hervorragend präsentiert. Auch beim Favoriten in Bad Langensalza, gegen den man im November 2022 – man höre und staune – noch mit 9:0 unterlag, zeigte man, dass man mit den großen und etablierten Verbandsligisten mithalten kann. Weiter so.

An dieser Stelle wünschen wir unserem Spieler Mathias Leopold nach seiner schweren Verletzung alles erdenklich Gute und vor allem schnelle Genesung und bedanken uns auf diesem Wege nochmals bei Michael Brzezek, dem Betreuer des FSV Preußen Bad Langensalza, der sich rührend und fachmännisch um unseren Spieler gekümmert hat. Das ist Fußball. Konkurrenz auf dem Platz. FairPlay daneben. Im Zeitalter der vielen Negativnachrichten ein durchaus erwähnenswertes und positives Zeichen. Danke, Micha!

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

Foto: Thüringer Allgemeine

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Westvororte thront beim 10. BandenMasters

Erstmalige Titelverteidigung

Als am Samstagabend um 22:35 Uhr das letzte Spiel des abermals überragend organisierten BandenMaster abgepfiffen wurde, kannte der Jubel bei den Spielern und Betreuern des TSV Gera- Westvororte und dem mitgereisten Weiß-Blauen Anhang auf der Tribüne keine Grenzen mehr.

Erstmals in der mittlerweile zehnjährigen History der inoffiziellen Stadtmeisterschaft, die gestern vom Oberbürgermeister der Stadt Gera, Kurt Dannenberg, eröffnet wurde, konnte eine Mannschaft ihren Titel verteidigen. Hatte unsere Mannschaft schon im letzten Jahr den Pokal entführen können, so thronte man auch 2026.

Vor fast 1000 Zuschauern war nach Meinung einiger Fans auf den Rängen schon das Eröffnungsspiel ein vorweggenommes Endspiel. Und wie recht sie letztendlich haben sollten. Das Opening. Zwei Verbandsligisten. Wismut Gera gegen Westvororte. Die Neuauflage des Finales von 2025. Und das Team von Daniel Gehrt mit dem besseren Start. Am Ende stand ein nicht unverdientes 2:0 für unsere Mannen zu Buche.

Viele packende, spannende und torreiche Spiele dann im weiteren Verlauf der Vorrunde in den drei Staffeln mit je drei Mannschaften. Eine knappe Kiste unser zweites Spiel. Gegen den Post SV, der am gestrigen Abend mit dem jüngsten Kader des gesamten Teilnehmerfeld der neun Mannschaften auflief, taten sich unsere Jungs recht schwer.

Am Ende stand dennoch ein knapper, aber verdienter 1:0 Arbeitssieg zu Buche, der gleichbedeutend mit dem Weiterkommen in die Zwischenrunde war. Da die Jungs vom Post SV kurz darauf auch gegen Wismut Gera den Kürzeren zogen, waren die Bieblacher nunmehr schon nach der Vorrunde raus aus dem Rennen um den Titel.

In der Zwischenrunde Westvororte abermals mit dem Auftaktspiel. Der starke Landesklassist von den Eurotrink Kickers wartete auf unsere Jungs. Im Spiel mit den zweitmeisten Toren des Turniers hielt man sich allerdings schadlos und siegte hochverdient mit 6:2 gegen das Team von Jörg Fleischer. Die „Ohne Worte – Westvororte“ Rufe wurden so nach und nach immer lauter.

Im zweiten Spiel der Zwischenrunde sah man sich dann dem SV Roschütz gegenüberstehen. Wie schon in der Vorrunde tat man sich auch jetzt gegen den Außenseiter recht schwer, qualifizierte sich aber nach dem knappen 1:0 als Gruppensieger für das Endspiel und hielt sich somit auch in der vierten Begegnung des Turniers schadlos, war man doch bis dato die einzige Mannschaft, die alle vier Spiele der Vor- und Zwischenrunde gewinnen konnte.

Richtig stark in allen Begegnungen auch unsere beiden Keeper Cedric Thrum und Clemens Burgold, der in den beiden Spielen gegen Post und Roschütz zum Einsatz kam.
Er war der einzige Keeper des Turniers der nicht überwunden werden konnte, mit „zu null“ vom Parkett ging und mit mehreren Glanzparaden einen großen Anteil am Weiterkommen des TSV hatte. Klasse, Clemens!

Nunmehr wartete jedoch eine lange Pause auf das Team aus Scheubengrobsdorf. Erst im Endspiel, also im letzten Spiel des Turniers, durfte bzw. musste man wieder aufs Parkett. Also warm bleiben – im Körper und im Kopf. Das war wohl für die nächste Stunde die wichtigste Aufgabe für unsere Jungs. Zwischenzeitlich aber keinerlei Langeweile. Packende Spiele. Viele Tore. Richtig guter Fußball und eine wirklich super Stimmung in der Geraer Panndorfhalle.

So langsam wurde es dann aber spannend und ernst. Alle Spiele der Zwischenrunde waren ausgespielt und die Teilnehmer an den Finals standen fest.

Im Spiel um Platz 5 besiegte der SV Roschütz aufopferungsvoll kämpfende Langenberger, die in der Zwischenrunde gegen die BSG Wismut Gera ihren stärksten Auftritt hatten und nach langer Führung nur knapp mit 3:4 unterlegen waren, mit 3:0.

Im kleinen Finale setzten sich anschließend die favorisierten Eurotrink Kickers knapp mit 3:2 gegen einen starken VfL Gera durch, der zwischenzeitlich sogar schon mit 2:1 in Führung lag, diese aber gegen das starke Fleischer-Team nicht über die Zeit brachte. Eurotrink somit auf dem Treppchen. Glückwunsch zu Bronze aus den Westvororten.

Nun aber ging es auf 22:15 Uhr zu und die Spannung gipfelte ins Unermessliche. Das Finale stand vor der Tür. Wie schon im Eröffnungsspiel und dem Finale vor Jahresfrist trafen die beiden Verbandsligisten Wismut Gera und Westvororte aufeinander.

Kann Westvororte den Sieg aus der Vorrunde wiederholen? Kann Westvororte sich wie schon im Finale des Vorjahres abermals gegen den mit Oberligaerfahrenen Spielern besetzten Stadtrivalen durchsetzen?

Spannende 13 Minuten Spielzeit warteten auf die Zuschauer in der mit knapp 1.000 Zuschauern fast ausverkauften Panndorfhalle. Zittern auf beiden Seiten. Aufregung in beiden Fanlagern. Lange stand es 0:0. Knisternde und packende Spannung. Ein wirkliches Finale.

Dann war es Sascha Winefeld, der seine Farben auf die Siegerstraße brachte und in der 9. Minute die Führung erzielte, als er seinen Gegenspieler mit einer kurzen Körpertäuschung düpierte und aus der Drehung aus etwa 8 m von halb links scharf ins lange Eck traf.

Nicht nur dieses Treffers wegen avancierte unsere #8 zu einem der besten Spieler des Turniers und musste letztendlich nur dem ebenfalls überragenden Franz Hoffmann von der BSG Wismut Gera in dieser Wertung den Vorrang lassen. Glückwunsch, Franz, du hast den Titel in dieser Wertung verdient.

Kurz nach der Führung musste sich dann unser Final-Keeper Cedric Thrum so richtig breit machen und verhinderte in Weltklasse-Manier zweimal hintereinander den Ausgleich. Auf der anderen Seite durfte sich auch Wismut-Keeper Christoph Haase mehrfach auszeichnen.

Zum besten Keeper des Turniers hat es für beide jedoch nicht gereicht, denn zu dem wurde der Langenberger Philipp Klewer gewählt, der vor allem im Spiel gegen Wismut Gera über sich hinauswuchs und mehrfach waagerecht in der Luft lag oder abtauchete und die Bälle aus dem Eck kratzte. Glückwunsch, Philipp! Du hast den Titel des besten Keepers gestern wirklich verdient.

Noch war das spannende und packende Finale aber nicht zu Ende. Die Führung knapp. Noch drei oder vier Minuten auf der Uhr. Super Stimmung in der Geraer Panndorfhalle. Stadionsprecher Timo heizte die Zuschauer zusätzlich an.

Dann war es der erst 19-jährige Konrad Szydlo, der aus Nahdistanz am schnellsten reagierte und den Ball über die Linie bugsierte und in der 11. Minute mit seinem 2:0 die Weichen auf Westvororte-Sieg stellte und für eine kleine Vorentscheidung sorgte.

Immer wieder hallten nun lautstark die „Ohne Worte – Westvororte“ Rufe durch die Halle. Letztendlich brachte unserer Mannschaft die knappe Führung routiniert über die Zeit und ließ gegen den Finalgegner vom Steg in den letzten drei Minuten kaum Chancen zu, so dass sowohl der Final- als auch der Turniersieg und der Pokal verdient zu uns ins Dorf gehen.

Der beste Torschütze kam aus den Reihen des Viertplatzierten, dem VfL Gera. Glückwunsch, Daniel Kunz! Bei der anschließenden Siegerehrung wurde auch er neben dem besten Spieler und dem besten Keeper mit einer Einzelauszeichnung geehrt.

Anschließend dann das große Finale mit den Ehrungen der platzierten und siegreichen Mannschaften. Besonders laut wurde es in der Halle als Tim Richter den Siegerpreis, die Urkunde und den Pokal aus den Händen der Organisatoren übernehmen durfte, diesen in die Höhe reckte und sich von den eigenen Fans mit seiner Mannschaft noch lange feiern ließ.

Erstmals konnte bei der zehnten Auflage des mittlerweile zu einer schönen Tradition gewordenen BandenMasters mit unserer Mannschaft ein Team den Titel verteidigen. Wir freuen uns und sind stolz auf die Jungs von Trainer Daniel Gehrt, der gestern von Marcus Schneider assistiert wurde. Somit beginnt das Jahr für den TSV Gera-Westvororte nach dem Turniersieg der Alt-Herren SG am 02. Januar mit einem weiteren Titel.

Hoffen wir, dass auch im Laufe der Saison weiterhin viel Positives zu vermelden sein wird. Bis dahin wünschen wir euch allen alles erdenklich Gute.

Lasst euch nun – heute nicht ganz pünktlich um null900 – den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee schmecken. Wir wünschen euch allen einen schönen Sonntag und sagen:

Ohne Worte, Westvororte …

#ausgerafürgera

#stolzkenntkeineliga

#bandenmasters

#fairrespektvollkämpferisch

#westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

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