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Was Du immer schon einmal wissen wolltest …

Heute: Marcel Ziegler

TSV: Hallo Marcel, den Fußballern unter unseren Usern wird Dein Name nicht viel sagen. Daher wollen wir das heute mit unseren Fragen und Deinen Antworten einmal ändern. Schön, dass Du mitmachst …

Marcel: Schön, dass der TSV noch andere Sparten außer Fußball hat und diese auch mit ins Vereinsleben einfließen … (lacht)

TSV: Du gehörst zur Abteilung Mountain-Bike. Seit wann gibt es diese Abteilung und bist Du von Anfang an dabei?

Marcel: Die Abteilung MTB wurde Anfang 2017 mit dem Projekt eines legalen Geländes abseits des Stadtwaldes für Mountainbiker und Hobbyradler gegründet. Seit Ende 2016 wurde am sogenannten Schustergraben oder besser gesagt „An der Eiche“ in Scheubengrobsdorf ordentlich Erde bewegt, um einen kleinen lokalen Bike-Park zu realisieren. Ich war in der Tat bei den „Oak Trails“ ab der Stunde NULL dabei, aber ohne eine Mitgliedschaft im TSV. Schon Jahre zuvor habe ich mit anderen Fahrradvereinen versucht den MTB-Sport auf eine legale Schiene außerhalb des Waldes zu bringen, was aber in den bürokratischen Mühlen versackte.

Da meine Großeltern im „Weidicht“ direkt am Sportplatz wohnten, kenne ich den TSV und das Gelände „An der Eiche“ wie meine Westentasche. Zu Beginn der Bauarbeiten Ende 2016 verpufften meine für gut befundenen Vorschläge leider bei den damals verantwortlichen Abteilungsleitern und die einzelnen Streckenverläufe waren nicht optimal an das Gelände angepasst. In den TSV trat ich aus der Not heraus Ende 2017 ein, als eine eventuelle Schließung der Anlage in Betracht gezogen wurde. Mir war und ist es eine Herzensangelegenheit die „Oak Trails“ zu bewahren, sowie ständig weiter zu entwickeln. Abteilungsleiter wurde ich nach Anfrage und Bestätigung des TSV-Vorstandes im April 2018. Diese Entscheidung wurde leider nicht von allen Mountainbikern positiv wahrgenommen, sodass einige Mitglieder den Verein verließen, aber es auch diesbezüglich Neuanmeldungen gab!

TSV: Der TSV ist ja eigentlich fast nur für den Fußball bekannt. Wie kam es zur Gründung der Abteilung Mountain-Bike?

Marcel: „An der Eiche“ wurde ja schon in den 70er und 80er Jahren Gelände-Zweirad-Sport betrieben, die Anfänge machte die lokale „Dorfjugend“ mit umgebauten Cross-Mopeds. Mit vier Jahren nahm ich mit meinem DDR-Kinderfahrrad die Cross-Strecke das erste Mal unter die Räder. Zwei Jahren später bekam ich von meinem Vater ein kleines selbstgebautes Cross-Moped und war ab diesem Tag motorisiert „An der Eiche“ unterwegs. In den Jahren nach der Wende kam dann der MTB-Sport auf und eröffnete völlig neue Fahrmöglichkeiten.

Während der gesamten Zeit wurde auf den heutigen „Oak Trails“ immer wieder geschaufelt und gefahren, sodass 2016 der Ortsteilbürgermeister Erik Buchholz, der Vorstand des TSV Gera-Westvororte in Verbindung mit engagierten Mountainbikern die Notwendigkeit sahen, eine entsprechende Vereinssparte zu schaffen, um einen legalen lokalen Bike-Park zu realisieren.

TSV: Als „Abteilungsleiter“ unserer Biker sitzt Du auch im Vorstand des TSV Gera-Westvororte. Kommt man sich in einem Verein, in dem es seit vielen vielen Jahren eigentlich fast immer nur um den Fußball geht, etwas verloren vor, oder sind die Biker vollwertig integriert?

Marcel: (Lacht) Die Mountainbiker sind mittlerweile schon voll integriert, vor allem zollen alle anderen Vereinsmitglieder den Bikern vollen Respekt für die viele Arbeit, die an den „Oak Trails“ geleistet wurde und wird.

TSV: Oh ja, diesem „Respekt zollen“ schließen wir uns an dieser Stelle natürlich unaufgefordert an! Aber weiter geht es mit unseren Fragen. Worin liegt eigentlich das Hauptaugenmerk in Deiner Vereinstätigkeit?

Marcel: Also diese Liste wird lang, im Grunde kümmere ich mich um alles! Es laufen praktisch alle Fäden durch meine Hände:

– Planung und Organisation der Geländeentwicklung sowie Bauarbeiten auf den Oak Trails

– Beschaffung von Arbeitsmaschinen und Material (Erde, Bauholz, Fahrbelag, Begrünung etc.)

– Sponsoren- und Spendenakquise, Unterstützern und Helfern

– Veranstaltungsplanung und Durchführung z.B. Opening, Wiesenslalom, Rücktrittrennen

– Social-Media, wie z.B. facebook und Instagram

– Betreuung und Sicherstellung der Öffnungszeiten sowie wöchentliches Kids-Training

– Nachfuchsförderung und Wettkampfunterstützung

– Geländepflege und Instandhaltung (Grasmahd, Streckenausbesserung, Unkrautentfernung etc.)

– Teilnahme bei Themen wie Sportförderung, Fonds, Sterne des Sports, usw.

– Netzwerke schaffen und pflegen, z.B. zu Unternehmen, Feuerwehr, Heimatverein usw.

– Ansprechpartner in jeder Angelegenheit rund um die „Oak Trails“

TSV: Da können wir uns vorstellen, dass Dein Terminkalender sehr gut gefüllt ist und bedanken uns gerade deswegen nochmals, dass Du die Zeit für uns und dieses ausführliche Interview gefunden hast. Was kann man auf dem Parcour eigentlich alles so anstellen und muss man „Profi“ sein und Vorkenntnisse haben, oder kann jeder die Strecken benutzen?

Marcel: Nach dem Opening 2017 und dem weiteren Verlauf sowie dem eingeholten Feedback der Biker war klar, die „Oak Trails“ müssen umgebaut bzw. nutzerfreundlicher gestaltet werden! 2018 startet die komplette Neugestaltung des MTB-Geländes mit dem Ziel, dass JEDER, egal welchen Alters oder Bike-Erfahrung auf den „Oak Trails“ fahren und dabei Spaß haben kann. Zusätzlich wurden die verschiedenen Strecken mit Brechsand, einem speziellen Fahrbelag für mehr Fahrsicherheit und Wetterunabhängigkeit ausgestattet.

Eine umfangreiche Streckenentwässerung mit Drainagerohren und Schotterversickerungen wurde angelegt um Regenwasser sofort abzuleiten, sodass keine Pfützen oder Bodenerosionen entstehen. Die Oak Trails bieten mittlerweile ALLES! Es gibt eine Flow-Line für Anfänger, Kinder und Familien. Diese beinhaltet seichte Kurven und ein paar kleine Wellen, das Gefälle dieser Strecke ist relativ flach und somit sehr leicht befahrbar.

Als nächstes gibt es die Jump-Line, diese ist wesentlich anspruchsvoller, aber dennoch so gebaut, dass es auch für geübte Kinder fahrbar ist. In der Jump-Line gibt es größere Kurven, verschiedene Sprünge, eine große Welle und eine Brückenüberfahrt, welche auch gesprungen werden könnte.

Die Freeride-Line richtet sich an Fortgeschrittene und Profis, hier ist Air-Time angesagt! Der Verlauf dieser Strecke ist im steilsten Abschnitt des Geländes, die verschiedenen Sprünge sind bis zu 2 Meter hoch und haben eine Länge zwischen 5 und 15 Metern. Das Highlight ist das Road-Gap, ein Sprung in die Tiefe, bei welchem die kreuzende Flow-Line quer übersprungen wird! Aber auch dieser spektakuläre Sprung ist sicher gebaut und die Fahrer gefährden sich nicht gegenseitig!

Der Pump-Track ist im unteren flachen Teil des Geländes. Dieser besteht aus kleinen Wellen sowie Kurven und ist praktisch ein Oval in dem man eine Runde nach der Anderen fahren kann. Dadurch ist der Pump-Track besonders für Kinder und Anfänger geeignet, aber auch Kleinkinder mit einem Laufrad hatten schon viel Spaß auf diesem Oval-Kurs.

Im Moment bauen wir noch zwei sogenannte Dirt-Lines, eine für Anfänger und eine für Fortgeschrittene, sowie Profis. Die Sprünge einer Dirt-Line dienen dazu hoch heraus zu springen und dabei einen Trick zu machen, um anschließend wieder sicher zu landen. Die heutigen Tricks-Sprünge beim Dirt-Jump sind z.B. Salto rückwärts oder auch vorwärts mit dem gesamten Bike, 360 Grad Drehungen, Hände vom Lenker, Füße vom Pedal usw. Des Weiteren soll noch ein großes professionelles 4 x 6 Meter großes Trampolin zum Tramp-Biken aufgestellt werden, um derartige Tricks vor zu üben! Darüber hinaus wird eine Slack-Line und ein Balance-Board installiert für Gleichgewichtsübungen abseits des Bikens. KURZ gesagt, die „Oak Trails“ bieten für JEDEN etwas!

TSV: Das ist absolut beeindruckend! Aber Du greifst auch selbst gern mal zum Rad und nutzt unseren „Oak-Trail“, oder?

Marcel: Selbstverständlich! Wobei ich es dieses Jahr an einer Hand abzählen kann. Der Veranstaltungsplan startete Ende Februar mit dem „RÜCK-TRITT-RENNEN“ sehr früh. Nach 20 Jahren Geschichte und sechs Jahren Pause starteten mein Bruder und ich das erste offiziell angemeldete Rück-Tritt-Rennen mit verschiedenen Einzelwettkämpfen auf dem Gelände der „Saarbach-Arena“ sowie den „Oak Trails“. Danach machten wir uns direkt ans Werk, die „Oak Trails“ für das jährliche Saison-Opening Ende März startklar zu machen und die Veranstaltung zu planen.

Leider machte uns das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung. Durch die darauffolgende Schließung der Anlage erhöhte sich wegen Nichtnutzung der Geländepflegeaufwand und spannte mich voll ein. Vor drei Wochen haben wir mittels Radlader und Bagger nochmals 60 Tonnen Erde in die „Oak Trails“ verarbeitet, die Dirt-Lines wurden aufgeschüttet, neu geshapt, sowie eine neue Fahr-Trasse als Streckenverlängerung Richtung Wald angelegt. Aufgrund dieser Umstände kam das BIKEN natürlich viel zu kurz! Ansonsten nutze ich aber regelmäßig die „Oak Trails“ zum biken und bereite mich durch die Nutzung der verschiedenen Strecken auch auf Wettkämpfe vor. Rennen fahren ist eine Leidenschaft, dafür stelle ich eigentlich ALLES hinten an! Dabei ist es egal, ob es sich um ein kleines lokales Bike-Rennen handelt oder um internationale Renn-Events.

TSV: Oh, das klingt interessant. Wo finden denn solche internationalen oder nationalen Wettkämpfe statt? Kannst du auch auf Erfolge zurückblicken?

Marcel: Der MTB-Sport hat wie der Ball-Sport viele unterschiedliche Richtungen, es gibt verschiedene Abfahrts-Disziplinen wie Down-Hill, 4-Cross oder Enduro. Bei jeder gibt es natürlich nationale und internationale Wettkämpfe, z.B. Deutsche Meisterschaft, Bike-Festivals, EM oder WM. In allen drei Disziplinen fahre ich mit und stelle mich jedes Mal den unterschiedlichen Herausforderungen. Das ein oder andere Rennen konnte ich schon gewinnen, mache aber Erfolg nicht auf eine Platzierung fest. Es gibt Events wie die DM, EM oder Alpine Wettkämpfe wie das „Nord-Kette-Quartett“ in Innsbruck oder die „Meg-Avalanche“ in Alpe d´Huez, da ist dabei sein ALLES und wenn es dann noch läuft, PERFEKT!

TSV: Oh, Alpe d`Huez … da geht das Herz auf, das klingt für jeden Radsportler und Fan faszinierend und weckt Erinnerungen. Aber nicht nur Du hast Titel gewonnen, auch der TSV Gera-Westvororte kann sich durch seine neue Abteilung mit Lorbeeren und vor allem Sternen schmücken. Eure Abteilung wurde hochkarätig geehrt. Erzähl doch bitte mal …

Marcel: „Sterne des Sports“ 2019 war mega! Der OSCAR des Breitensports unter dem Dach des DOSB (Anm. d. Red.: Deutscher Olympischer Sport Bund). Bereits 2018 wurde ich durch ein ganz ähnliches Projekt in Callenbach/Sachsen darauf aufmerksam. Auch hier kam es zur Symbiose zwischen Mountainbikern und dem lokalen Fußballverein. Für 2019 war klar, der TSV und die „Oak Trails“ müssen dort präsentiert werden, also setzte ich mich an die Bewerbungsunterlagen und ließ die Tastatur glühen! Schon die regionale Ebene „Gera-Jena-Rudolstadt“ mit der Preisverleihung in Gera war der Hammer, von 40 Vereinen mit verschiedensten Projekten ging der TSV als Sieger hervor und qualifizierte sich somit für die Landesebene in Thüringen.

Im Erfurter Rathaus wurde dann der Thüringer Landessieger bei „Sterne des Sports“ gekürt, insgesamt acht Regionalsieger traten gegeneinander an. Am Ende konnte der TSV mit den „Oak Trails“ wiederum als Sieger nach Hause fahren und somit waren die Weichen für das große Bundesfinale in Berlin gestellt. Als Thüringer Landessieger fuhren wir nach Berlin, die Atmosphäre war gigantisch, unsere Bundeskanzlerin, weitere Vertreter aus Politik, Sport und Ehrenamt waren vertreten, sowie die verschiedenen Landessieger. Leider hat es in Berlin nur zur Holzmedaille gereicht, aber nach dem unverhofften Landessieg war Berlin einfach nur Zugabe.

Aber nicht nur bei „Sterne des Sports“ konnte der TSV erfolgreich teilnehmen, auch beim „Zukunftspreis der Deutschen Sportjugend 2019“ konnte das Projekt „Oak Trails“ bundesweit mit Platz 6 Punkten! Bereits 2018 reichte ich im Namen des TSV beim „Sozial und Umweltfonds“ der EGG Gera eine Bewerbung ein und konnte die Jury von diesem Projekt überzeugen. 2019 war ein fantastisches Jahr, das Opening, der Zukunftspreis der DSJ, Sterne des Sports, WiesenSlalom, wöchentliches Kids-Training und regelmäßige Öffnungszeiten, langsam gedeiht die Saat!

TSV: Na, das klingt alles echt super und das ist doch auch eine gute Werbung für den TSV Gera-Westvororte und besonders für Dich und die Oak-Trails. Was steht noch so auf Deiner bzw. Eurer Agenda für die kommende Zeit? Was wollt Ihr den Bikern noch alles bieten?

Marcel: Im Augenblick arbeiten wir mit Hochdruck auf die Wiedereröffnung der Anlage durch die fallenden Corona-Beschränkungen. Durch die Nichtnutzung und die fehlende Bewegung auf den verschiedenen Strecken holte sich die Natur das Areal erbarmungslos zurück. Wichtigstes Ziel ist im Moment die „Oak Trails“ für die Wiedereröffnung Ende Juni fit zu machen!

Als nächstes sollen die beiden Dirt-Lines fertiggestellt werden, d.h. es müssen noch Sprungrampen und weitere Gimmicks aus Holz gebaut werden. Die Dirt-Lines wollen wir im September oder Oktober mit einem speziellen Event einweihen. Da im Oktober 2019 der erste „Oak Trails WiesenSlalom“ sehr gut ankam und die Resonanz besonders in den zusätzlich geschaffenen U13 bzw. U17 Klassen hoch war, wird es dieses Jahr natürlich wiederholt! Perspektivisch steht für 2021 die Erweiterung und Vergößerung der „Oak Trails“ Richtung Wald an und auch der Pump-Track wird noch nutzerfreundlicher gestaltet.

TSV: Das klingt alles sehr interessant. Dann drücken wir Euch die Daumen, dass Ihr alles so umsetzten könnt, wie ihr Euch das vorstellt und bedanken uns, dass Du Dir die Zeit für uns und unsere Follower genommen hast. Endlich wissen alle, dass der TSV nicht nur Fußballspielen kann …

Marcel: Ich danke auch für das Interview … und „RIDE ON“!

Ohne Worte …

Meine kleine Weltauswahl 🌎

Heute: Kevin Schulz ✅

Seine kleine Weltauswahl begrenzt sich auf wenige Vereine, „mit denen ich allerdings hauptsächlich positive Dinge in Verbindung bringe.“ Der Lusaner SC, die Eurotrink Kickers und besonders der TSV Gera-Westvororte „waren alle irgendwie ein bisschen wie zu Hause.“

Daher beruht seine Auswahl vielleicht nicht auf den ganz ganz großen Namen, sondern eher „auf Freunden, ganz normalen Menschen und duften Jungs“, die Kevin im 3-5-2 aufs Feld schickt:

Torhüter:

Kevin Dietl. Es immer gut ein Fußballer im Tor zu haben. Auch neben dem Platz immer für den Verein da.

Abwehr:

Ronny Gieske. Was für ein göttlicher linker Fuß. Er vereinte Spiel Verständnis und große Klappe. Ein Jahrhundert Talent.

Christian Kluh. Seine Körperbeherrschung auf dem Platz und unter der Dusche sind legendär.

Monty Jeziorski. In jeder Sportart zu Hause. Tauschte zu früh den Fußball gegen ein Surfbrett.

Mittelfeld:

Danny Luft. Ohne Worte der beste mit dem ich je spielen durfte. Hat mir den Fussball eigentlich erst einmal richtig beigebracht.

Christian Schmidt. Also bei schönem Wetter unfassbar gut. Wahrscheinlich der eleganteste mit dem ich spielen durfte.

Oliver Bonde. Feiner linker Fuß mit jeder Menge Übersicht.

Philipp Schlebe. Mit 18 Jahren zu gut für sein Alter.

Frank Mitasch. Hat mit dem Fußball leider zu spät angefangen. Ein Stratege auf dem Platz was er seine Mitspieler für sich laufen lassen kann und dabei nicht aus dem Arten kommt. Weltklasse

Sturm:

Benjamin Knebel und Sebastian Voigt. Also Knebus und Beckus sind schon eine Gewichtsklasse für sich aber was wäre das für ein Feuerwerk im Sturm gewesen. Frauen und Alkohol haben aber leider ihr Talent zerstört.

Da fehlen immer noch eine ganze Menge Weggefährten mit denen ich Fußball spielen durfte. Unter anderem einige der Jungs die jetzt noch bei Westvororte aktiv sind und z.B. Brause verkaufen oder Dächer reparieren. Leider lassen die Regeln der Weltauswahl allerdings nicht zu, dass ich aktuelle Spieler vom TSV benennen darf. Eigentlich schade.“

Auch nächste Woche werdet ihr in der Auswahl leider keine aktuellen Spieler des TSV finden. Nun aber seid gespannt, welche Scheubengrobsdorfer Legende nächsten Sonntag bei uns im Mittelpunkt steht.

Ohne Worte …

Was du schon immer einmal wissen wolltest …

Heute: nachgehakt bei Steve Tlusty ✅

TSV: Hallo Steve, schön, dass Du die Zeit findest, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Steve: Natürlich gern, momentan hat man ja nicht viel mehr Ablenkung neben der Arbeit!

TSV: Als erstes begrüßen auch wir dich noch recht herzlich beim TSV Gera-Westvororte, bzw. in unserer SG. Seit wann genau bist Du eigentlich offiziell bei uns?

Steve:  Vielen Dank für die Begrüßung, ja das ist ja auch noch alles ziemlich frisch, um genau zu seien, seit Ende Februar diesen Jahres. Also konnte ich bisher auch noch nicht wirklich viel einbringen, kaum 14 Tage später war ja bekanntlich erstmal wieder Ruhe!

TSV: Du wurdest in verschiedenen Medien bereits begrüßt und vorgestellt. Unter anderem als Sportlicher Leiter des TSV. Das wirft bei uns natürlich gleich eine Frage auf: Hast Du Philipp Schlebe abgelöst, oder arbeitet ihr nebeneinander?

Steve: Also so ganz stimmt das ja nicht mit dem sportlichen Leiter des TSV, denn in erster Linie bin ich ja von Steffen Hadlich und noch mehr von Olaf Wenzel angesprochen worden für den JFC Gera, um mich dort primär als Großfeldkoordinator um die U19 und die Männer des JFC in der SG zu kümmern und zu pflegen!

Aber die Position von Schlebi (Anm.d.Red.: Philipp Schlebe) möchte ich ihm nicht streitig machen, auch wenn jeder weiß, dass er momentan mehrere Position ausfüllt. Z.B. als Co.-Trainer. Auch deshalb kann er auf meine Unterstützung zählen, wenn er sie braucht. Ich denke, da arbeitet in unserer SG niemand stur nur seinen Aufgabenbereich ab, sondern investiert gern mehr Zeit, um weiterhin erfolgreich zu seien!

TSV: Unter welchen Prämissen wurdest Du eigentlich zu uns „transferiert“ und welche Aufgaben hast Du Dir konkret auf Deine Agenda geschrieben?

Steve: Also für die Entscheidung brauchte es sehr wenig Gesprächs- und Bedenkzeit. Olaf Wenzel hat mich genau zur richtigen Zeit angesprochen, da für mich klar war, dass ich mit meinem Knieproblem und nunmehr 36 Jahren nicht mehr aktiv am Spielbetrieb teilnehmen möchte, aber die Zeit gern noch dem Fußball widmen würde!

Dass es dann noch ein Verein wird, bei dem ich Trainer und Spieler zum größten Teil schon kenne, macht es natürlich etwas einfacher! Was genau von mir erwartet wird, solltet ihr dann die Verantwortlichen schon selber fragen. Ich für meinen Teil habe mir jedenfalls vorgenommen, den Übergang der Junioren in den Männerbereich so angenehm wie möglich zu gestalten und sie so lang wie möglich an unsere SG binden!

TSV: Du warst bis zu Deinem Wechsel zu unserer SG beim SV Roschütz. Welche Funktion hattest bzw. hast Du dort?

Steve: Ich bin dort stellvertretender Vorsitzender und habe vor, diese Position auch nach bestem Wissen und Gewissen fortzusetzen, solange es mir möglich ist. Denn ich denke, es steht in keinerlei Konflikt mit meiner Arbeit in der SG, höchstens in Konflikt mit meiner Freundin (lacht)!

TSV: Hast Du eigentlich selbst auch aktiv Fußball gespielt?

Steve: Ich hatte gehofft, dass mir diese Frage erspart bleibt! Ja ich habe in den D-Junioren beim SV Roschütz angefangen zu kicken, eben bis der Schritt in den Männerbereich kommen sollte und mir Peter Hoffmann versichert hat, dass ich nie Fußballer werden würde. Da habe ich aufgehört und einfach ein paar andere Sportarten ausprobiert!

Dank meinem Bruder Andy Warning habe ich dann später nochmal ein paar Monate beim 1. FC Gera 03 verbracht, aber hauptsächlich mit Training! Erst 2015, mit meiner neuen Aufgabe beim SV Roschütz, habe ich dann wieder ein paar Punktspiele bestritten und stehe seit dem zur Verfügung, wenn mal Not am Mann ist. Ich bin aber auch eine feste Bank beim 3Essen Football Team für 2-3 Turniere im Jahr 😂

TSV: Unseres Wissens bist Du Gründungsmitglied des mittlerweile weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannten Geraer BandenMasters. Bleibst Du auch künftig (Mit)-Organisator dieses Hallenspektakels oder konzentrierst Du Dich vollumfänglich auf die SG?

Steve: Ja, das stimmt, dass ich mit Marcel Peters und dem SV Roschütz 2015 das BandenMasters ins Leben gerufen habe. Auch das werde ich natürlich weiterhin begleiten, sein Baby gibt man ja nicht in fremde Hände! Da bei uns aber die Arbeitsteilung ganz gut klappt, sollte es da zeitlich auch zu keinen Problemen führen, ganz im Gegenteil. Auch mit der SG werden in diesem Zusammenhang die Zahnräder ineinandergreifen und sich viele Dinge miteinander verbinden lassen!

TSV: Das hören wir natürlich gern! Was aber sicherlich die wenigsten wissen, ist, dass du über dein breites Ehrenamt-Spektrum ja noch mehr Tätigkeiten ausübst.

Steve: Ja, ich bin „nebenbei“ noch Leiter der Abteilung Fußball beim Förderverein Kinder- und Jugendfußball Gera. Wir organisieren zum Beispiel das Oldieturnier in der Panndorfhalle!

TSV: Das nennen wir mal Multifunktionalität. Dann wünschen wir dir für all deine Tätigkeitsbereiche, vor allem für deine neue Funktion in unserer SG, viel Erfolg. Dir natürlich auch privat und beruflich weiterhin alles erdenklich Gute. Wir bedanken uns, dass du die Zeit gefunden hast, uns unsere Fragen sehr aufschlussreich zu beantworten.

Steve: Sehr gern. Und ich bedanke mich auch für dieses angenehme Gespräch.

Steve Tlusty (auf den Foto links) mit David Kwiatkowski.

Kinder an die Macht 💙

Eine Liebe, die nie vergeht

 

Wir wünschen dem Nachwuchs des TSV Gera-Westvororte, den Kindern unserer Spieler sowie auch allen anderen Kids einen wunderschönen Kindertag.

 

Ohne Worte …

Meine kleine Weltauswahl 🌎

Heute geht es einmal über den Kreis, den Bezirk und das Land hinaus. Wir sind mächtig gespannt, wer bei ihm, der von 2015 bis 2017 Trainer unseres TSV Gera-Westvororte war, alles so im Team steht.

Immerhin kann er auf Spiele und besondere Tore im DFB- und Europa-Pokal zurückblicken, was nicht viele Geraer Fußballer von sich behaupten können.

Er schon. Karsten Böttcher.

Neben Spielen im Europapokal, unter anderem gegen Ajax Amsterdam, wird wohl der 17. August 1991 ewig ein ganz besonderer Tag für ihn bleiben.

Im DFB-Pokal-Spiel des FC Rot-Weiß Erfurt e.V. den FC Schalke 04 erzielte Karsten nach einem Sololauf über das halbe Spielfeld kurz vor Ultimo das entscheidende 2:1, schickte damit die Gelsenkirchener, seinerzeit mit Jens Lehmann im Tor, frustriert nach Hause und wurde in Erfurt zum Helden.

Eine besondere Vita mit weiteren Stationen in Österreich, in den Deutschen Profiligen und der DDR-Nachwuchs-Nationalmannschaft liegt seiner Auswahl zu Grunde. Lassen wir uns also überraschen, wen der Trainer des SV Elstertal Bad Köstritz e.V. in seine Top Ten 🔝 eingeladen hat und jetzt als Kapitän aufs Feld führt.

Torhüter:

Perry Bräutigam (FC Carl Zeiss Jena) und Heiko Linke (SV Elstertal Bad Köstritz):
Hier muss ich eine Doppelnennung vornehmen, da beide Torhüter entsprechend ihrer Spielklasse durch ihren Willen, Einsatz und Reaktionsfähigkeit ihre Mannschaft immer zum maximalen Erfolgen angetrieben und verholfen haben. Einer war dadurch sogar Nationaltorwart.

Abwehr:

Thomas Linke (Rot-Weiss-Erfurt):
Neben dem Bollwerk in der Abwehr war er eine feste Größe in der Kartenrunde bei den weiten Fahrten nach Freiburg, Mannheim, usw.

Steffen Karl (DDR-NW-Nationalmannschaft):
Schöne und lehrreiche Zeit bei der Nachwuchsauswahl der DDR.

Steffen Herzberger (Eintracht Trier):
Ein guter Freund der oft bei mir übernachtet hat, da er in Mainz wohnhaft war. Gemeinsam hatten wir viele gute Spiele und Schlachten als Abwehrduo in der IV z.B. auf der Bielefelder Alm oder dem Aachener Tivoli.

Mittelfeld:

Henning Bürger (Carl-Zeiss-Jena):
Techniker und Maschine auf der linken Seite. Lange mein Wegbegleiter von der Jugend-Bezirksauswahl Gera über Wismut Gera, Liga Staffel B, die Nachwuchsauswahl der DDR und den FC Carl-Zeiss-Jena in der DDR-Oberliga. Auch als Kontrahent bei Erfurt: Schalke.

Dirk Fengler (Eintracht Trier):
Als ehemaliger Bundesligaspieler ein guter Freund und eine Bereicherung in unserer gemeinsamen Junggesellen-WG mit der ein oder anderen Party.

Thomas Töpfer (Wismut Gera):
Der Denker und Lenker in unserem Spiel mit einem feinen Fuß und auch beim Kartenspiel (Terz) mit feinem Händchen. (Nachträglich wünscht auch unsere Redaktion Thomas Töpfer noch alles Gute zum Geburtstag)

Marko Myyry (SV Meppen):
Finnischer Nationalspieler und der “Maradona aus dem Emsland“ genannt. Kleiner, technisch perfekter, offensiver Wirbelwind.

Sturm:

Matthias Jacob (Wismut Gera):
Perfekter Kopfballspieler und Linksfuß. Auch heute noch ein guter Freund und ein gern gesehener Gegner beim Fußballtennis.

Jürgen Heun (Rot-Weiss-Erfurt):
Ein Schuß wie ein … Immer da, wenn es im Strafraum was zu netzen gab.

Eine äußert interessante Mischung erstklassiger und namhafter Fußballer, die uns von Karsten Böttcher heute und hier präsentiert wurde. Wir sagen Danke und wünschen Karsten privat und sportlich auch weiterhin alles erdenklich Gute und viel Erfolg.

Lasst euch nun, wie jeden Sonntag 10:00 Uhr, euren Kaffee ☕️ gut schmecken. Apropos. Was Café, Kaffee und Kaffeespezialitäten angeht, kennt sich unser Sportfreund, der am nächsten Sonntag seine Weltauswahl 🌎 präsentieren wird, besonders gut aus. Seid und bleibt also gespannt.

Ohne Worte …

Was du schon immer mal wissen wolltest …

Nachgehakt bei  Benjamin Bohm ✅

TSV: Hallo Bohmi, schön dass du Zeit für unsere Fragen gefunden hast.

Bohmi: Hallo, sehr gerne!

TSV: Wie war deine erste Halbserie im Männerbereich?

Bohmi: Wenn ich aus der Halbserie ein Resümee ziehen würde, dann wäre dies überwiegend positiv. Ich hatte gleich die Möglichkeit, in Thüringens höchster Spielklasse Erfahrungen im Männerbereich zu sammeln und das freut mich natürlich, gerade als sehr jungen Spieler. Hinzu kommt, dass wir auch als Mannschaft erfolgreich waren und unsere Punkte gesammelt haben, was uns kaum jemand vor dieser Spielzeit zugetraut hätte.

TSV: Was würdest du sagen, ist der größte Unterschied zwischen Junioren- und Männerfußball?

Bohmi: Wenn ich so überlege, dann kommen mir zwei markante Unterschiede in den Sinn. Zum einen ist es die körperliche Härte in Verbindung mit der Zweikampfgestaltung, die ich im Juniorenbereich nicht mit dieser Intensität kannte wie nun im Männerbereich. Zum anderen ist es, von dem was ich bis jetzt mitbekommen habe, die generelle Spielanlage. Da man im Männerbereich mit viel mehr langen Bällen agiert, als im Juniorenbereich, in welchem in meinen Augen eher auf das Kurzpassspiel Wert gelegt wird.

TSV: Du bist ja nebenbei noch Trainer beim JFC. Welche Mannschaft betreust du dort und wie läuft die Saison bisher?

Bohmi: Ja das ist richtig, hauptsächlich trainiere ich die U11-Junioren. Bis jetzt lief unsere Saison richtig gut, wir sind in der Liga ganz vorne dabei und im Pokal stehen wir zur Zeit im Halbfinale. Was mich persönlich noch mehr freut ist, dass sich eigentlich alle Jungs individuell  weiterentwickelt haben. Hinzu kommt noch, dass ich aushilfsweise auch die A-Junioren mittrainiert habe, da Schäf (Anm. d. Red.: Frank Schäfer) als TSV-Coach fast vollumfänglich eingespannt war.

TSV: Ist es schwierig deine Trainertätigkeit und den Fußball unter einen Hut zu bringen?

Bohmi: Derzeitig hatte ich noch keine wirklichen Probleme, was daran liegen könnte, dass ich mein Studium nicht direkt begonnen habe und durch eine Art soziales Jahr viel Freizeit hatte. Anders wäre das wahrscheinlich schwierig geworden, da ich teilweise als Trainer und als Spieler 10-11 Mal in der Woche auf dem Fußballplatz stand. Das hat aber bis jetzt auch extrem viel Spaß gemacht und vielleicht konnte ich dem JFC somit etwas zurückgeben, für die Ausbildungsjahre, die ich genossen habe.

Beruf: baldiger Lehramtsstudent

Bisherige Vereine: Lusaner SC, JFC Gera

Lieblingsverein: FC Bayern München

Vorbilder: Familienmitglieder

Motto: Geht nicht – gibt’s nicht. Gibt nur: geht schwer.

Bester Spieler mit dem du zusammen gespielt hast: Florian Schröder und Alex Becker

Dein SG-Moment: Die umfeierten ersten drei Punkte in der Thüringenliga.💙🤍

Ohne Worte…

Meine kleine Weltauswahl 🌎

Heute: Christian Schmidt ✅

Die meisten werden ihn eigentlich nur mit dem SSV 1938 Großenstein e.V. in Verbindung bringen. Viele wissen gar nicht, dass er auch für andere Vereine, wie von 2009 bis 2011 für unseren TSV und anschließend für den SV Roschütz e.V. gespielt hat. Alle Versuche, ihn ein paar Jahre später abermals zum TSV zu holen, scheiterten kläglich 😡

Aber auch wenn sein Weg nicht noch mal zu uns geführt hat, sind nicht nur viele Spieler mit ihm heute noch sehr eng und freundschaftlich verbunden. Die letzten Jahre fand er, wie schon zu Beginn seiner Karriere, sein fußballerisches zu Hause wieder in Grossenstein.

Familie und Hausbau „zwangen“ ihn die letzten zwei Jahre allerdings zu einer freiwilligen Pause, die er gerne mit Beginn der Saison ab Herbst 2020 beendet hätte. Wir alle würden uns freuen, Christian bald wieder auf einem der Fußballplätze in und um Gera begrüßen zu dürfen.

Wen Schmidt’l, wie er von allen nur genannt wird, in seine Top Ten 🔝 gewählt hat, sieht ihr nun hier:

Michael Günther:
Klasse Keeper. Großen Anteil an den Goldenen Spielzeiten in Bieblach. Auf der Linie überragend, er flog wie kein anderer und wenn er raus kam, hatte er den Ball.

Tom Diepold:
Ein leidenschaftlicher Spieler,
ein Antreiber. Er hatte keine Angst vor seinen Gegenspielern, immer ein Schritt voraus, gibt immer 100 Prozent.

Mike Renke:
Einer der spielintelligentesten Kicker der seine eigenen Stärken richtig zu präsentieren wusste. „Renkus“ war ein Anker in meiner aktiven Zeit bei Westvororte. Ich habe sehr viel lernen dürfen von ihm.

Daniel Gerth:
Fußball ist sein Leben! Ich habe mit ihm gespielt und gegen ihn gespielt – beides war anstrengend 🙂 aber ich mag ihn und er ist der größte Techniker.

Benjamin Hinz:
Starke Schußtechnik, leider zu verletzungsanfällig. Auf und neben dem Platz immer für einen Aussetzer gut 😉 Kein Meter zu viel laufen, sonnt sich gern in der eigenen Hälfte. Der einzigste Sechser der nie geschwitzt hat. Uns verbindet heute noch eine großartige Freundschaft.

Eric Lochmann:
Gefürchteter Linksfuß, dem bei seiner letzten Station in Meuselwitz etwas der Spaß am Kicken verloren ging. Talentierter Fußballer der in seinen jungen Jahren noch vieles erreichen kann. Ihn prägt nicht nur sein Talent, sondern auch sein starker Wille. Er bringt alles mit, um höherklassig zu bestehen.

Stev Pitschel:
Er besitzt in Großenstein Legendenstatus. Der durchtrainierteste und mental stärkste Spieler, mit dem ich je auf dem Platz stand. Jedes Spiel einen Marathon gelaufen. Hat mehr Tore erzielt als Trainingseinheiten absolviert. Er hätte sicher Potenzial für höhere Aufgaben gehabt.

Matthias Beuchel:
Fußballerisch und freundschaftlich „Mein größter Transfercoup“. In jeder Lebenslage „Mister zuverlässig“. Strafraumstürmer, der immer für einen Lucky punch gut war. Er ist ein großartiger Mensch

Axel Schroth:
Bodenständiger Typ, eigentlich nur im Urlaub gewesen 😉 nach dem Urlaub immer Krank und trotzdem viele Tore gemacht (obwohl er sicherlich oft selbst nicht wusste, wie (lacht). Flexibel einsetzbares Laufwunder.

Patrick Seidlitz:
Das Roschützer Urgestein immer für einen Übersteiger gut. Bei jedem „Foul“ kam ein Schrei 🙂 Natürlich Standardspezialist 😉
Jede Mannschaft braucht so einen Typen auf und neben dem Platz. Weltklasse! Sehr angenehmer Zeitgenosse.

Dieser Charakterzug trifft sicherlich auch auf den Sportfreund zu, den Schmidt’l als seinen Auswahl-Trainer benennen würde. Hierbei handelt es sich um den mit dem SV Roschütz viele Jahre sehr erfolgreichen Eric Schachtschabel.

An dieser Stelle wünschen wir allen Fußballverrückten einen schönen Sonntag und freuen uns schon auf das nächste Wochenende, auf die nächste Weltauswahl 🌎 Dann werden wir versuchen, uns einmal auf internationales Terrain zu begeben. Bleibt gespannt und lasst euch jetzt den 10:00 Uhr Kaffee ☕️ gut schmecken.

Ohne Worte …

Was Du schon immer einmal wissen wolltest …

Heute: Nachgehakt bei Steffen Hadlich ✅

 

Er ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten im Geraer Fußball. Deswegen freuen wir uns heute besonders, dass sich Steffen Hadlich, seit vielen Jahren Vorsitzender des JFC Gera, unseren Fragen stellt.

 

TSV: Hallo Steffen, danke, dass Du Dir für uns Zeit nimmst.

 

Steffen Hadlich: Kein Problem, es ist ja zurzeit etwas ruhig, von daher sehr gern.

 

TSV: Wer sich im Geraer Fußball etwas auskennt, weiß, dass Du nicht erst seit der Gründung des JFC Gera und der Wahl zu dessen Vorsitzenden ehrenamtlich tätig bist. Viele kennen Dich schon seit der Zeit als Du Übungsleiter beim 1. FC Gera 03 warst und dort in den E-Junioren zum Beispiel unsere heutigen SG-Spieler Max Kurth und Tim Richter trainiert hast. Wie kamst Du damals eigentlich zum Fußball und wann genau war das?

 

Steffen Hadlich: 2002, ich bin Zwötzner und habe den Fußball hier verfolgt. Damals habe ich Thomas Kowalski, die Rossis und  Thomas Hopfe kennengelernt. Ich war aktiver Zuschauer bei deren Spielen. Auch Alexandra Alte habe ich da kennengelernt, wie auch viele andere Fußballverrückte (lacht). Irgendwann hatte dann auch mein Sohn Lust, Fußball zu spielen und ich ging zu Kowa und Steffen Roßmann. Die beiden hatten einen Aushang in der Grundschule Zwötzen.

 

So ging es los. Kurz darauf konnten Kowa und Rossi aus Zeitgründen nicht mehr trainieren. Da ich teilweise schon als Betreuer und Co-Trainer ausgeholfen hatte, fragte mich Thomas, ob ich nicht die Mannschaft übernehmen möchte. Also war meine erste Saison als Trainer in der F2 mit zum Beispiel Max Kurth (Anm. d. Red.: Maximilian Kurth. Er spielt heute in der ersten Mannschaft in der SG beim TSV Gera-Westvororte) in Zwötzen. Wir hatten gerade die Trikots von Zwötzen auf den 1. FC Gera 03 beschriftet. Somit kann man zusammenfassend konstatieren, dass ich eine Saison als Co-Trainer beim TSV Zwötzen ausgeholfen und danach allein alle Mannschaften beim FC 03 trainiert habe. Kowa war aber nie weg, der Kontakt war immer da. Heute ist er als Unternehmer ein Kunde im Rahmen meiner geschäftlichen Tätigkeit.

 

TSV: Hast Du eigentlich selbst auch einmal aktiv gespielt? Wir können uns noch an ein Hallenturnier erinnern – das ist so ca. 10 Jahre her – danach nannte man Dich „Die Axt“, weil Dein Abwehrstil sehr unkonventionell gewesen ist. War das schon immer so?

 

Steffen Hadlich: Zum zweiten Teil der Frage: Ja! Ich war immer schon sehr ehrgeizig, zielstrebig und konsequent. Ich wollte immer gewinnen. An mir kamen viele nicht vorbei oder haben gleich die Seite gewechselt. Und … Ja, na klar, habe ich selbst auch mal Fußball gespielt (lacht). Ich habe als Bub bei BSG Elektronik Gera in den Knaben angefangen, dann Schüler, Jugend und auch Junioren gespielt. Die zweiten Mannschaften kannte ich besonders gut (lacht). Bei Elektronik habe ich zum Beispiel viele Jahre mit Timo Orehovec zusammen gespielt.

 

(Anm.d.Red.: In diesem Zusammenhang haben wir mit Timo telefoniert und uns bestätigen lassen, dass er und Steffen Hadlich wirklich nicht die besten Fußballer waren, die es bei Elektronik je gab. Deswegen haben beide auch vornehmlich in der zweiten Mannschaft gespielt, was Timo später auch bei Eurotrink nicht erspart blieb. Eines Tages wird er über seine aktive Zeit ein Buch schreiben, welches dann „Ein Leben lang Zweite“ heißen wird. Darin wird auch Steffen Hadlich vorkommen, vor dem Timo  mittlerweile den Hut sieht, was er als Trainer und Vorsitzender beim JFC alles erreicht hat.)

 

Sehr oft wurden wir verwechselt, weil wir viel Ähnlichkeit hatten. Später – 1990 bis 1991 – habe ich mit Arbeitskollegen nochmals in Endschütz gespielt. Irgendwann war das Interesse aber weg und ich habe mich meinem Beruf und der Lehre gewidmet. Man kann aber abschließend sagen, dass ich als Fußballer nicht viel Glück hatte. An der Linie dafür mehr. Ich durfte alle Altersklassen trainieren. Kurz auch als Interimstrainer den 1. FC Gera 03 in der Oberliga.

 

TSV: Seit wann gibt es nun aber eigentlich den JFC Gera?

 

Steffen Hadlich: Den gibt es (überlegt ganz kurz) genau seit dem 02.04.2012.

 

TSV: An einer Frage kommen wir, den momentanen Umständen geschuldet, nicht vorbei. Der TFV (Thüringer Fußball Verband) hat eine höchst kritische und diskussionsfreudige Entscheidung getroffen. Wie stehst Du bzw. wie steht der JFC dazu?

 

Steffen Hadlich: Wir haben uns wie viele Nachwuchsvereine für den Abbruch der Saison ausgesprochen. Alles andere macht überhaupt keinen Sinn. Es geht hier um Ausbildung und viel Matchpraxis. Bei einer Fortsetzung wäre der Wettkampf nicht mehr gegeben. Die Altersklassen aufgrund der Stichtage würden auch nicht mehr passen. Für die Motivation von Jugendlichen, Trainern und Eltern wäre diese Entscheidung auch nicht gut und nicht sinnvoll. Wir haben überall unser Veto eingelegt und hoffen auf eine positive Entscheidung im Sinne der Jugend und der Basis.

 

TSV: Dann drücken wir Euch dafür die Daumen. Besteht eigentlich die Möglichkeit gegen diese Entscheidung Protest einzulegen?

 

Steffen Hadlich: Ja haben wir getan per Mail, per Interview in der OTZ und bei Fupa. Andere ziehen nach. Auch die Mannschaften im Männerbereich machen aktiv mobil gegen das Urteil. Jetzt müssen wir einfach mal abwarten.

 

TSV: Ein, zwei noch Fragen zu unserer SG. Seit wann gibt es die Spielgemeinschaft und wie ist sie zustande gekommen? Wir haben den Eindruck, dass die SG zumindest sportlich gelebt wird und erfolgreich ist. Siehst Du das auch so?

 

Steffen Hadlich: Unsere SG gibt es offiziell seit 2015. Sie ist eigentlich aus einer Idee von Heiko Linke und mir heraus entstanden, als Kooperationsvereinbarung ins Leben gerufen und mit Olaf Wenzel gemeinsam und mit Hilfe der beiden Vereine weiterentwickelt worden. Mit der Zeit hat sie inhaltlich immer bessere Formen angenommen und wird momentan mehr gelebt denn je. Erfolgreich ist es ja, schließlich sind wir aus der Kreisoberliga bis in die Verbandsliga aufgestiegen. Darauf sind wir auch alle bisschen stolz.

 

TSV: Was steht in diesem Zusammenhang in den nächsten Jahren auf Eurer Agenda?

 

Steffen Hadlich: Wir wollen uns in der Verbandsliga etablieren, möglichst mit Spielern, die im Nachwuchs zusammen gespielt und Freundschaften gebildet haben, auch im Männerbereich fortfahren. Schließlich macht es Sinn und Spaß mit den Jungs als Männern weiter zu arbeiten.

 

TSV: Eine abschließende Frage sei noch gestattet. Wo siehst Du Deinen JFC und die Spielgemeinschaft in fünf Jahren?

 

Steffen Hadlich: Das ist schwierig zu beantworten, denn man kann ja an COVID 19 sehen, was alles passieren kann, worauf man keinen Einfluss hat. Keiner kann sagen was in fünf Jahren ist. Was ist mit der Gesellschaft, mit der Gesundheit passiert. Ich würde mich für beide aber sehr freuen, wenn wir so nachhaltig wie bisher arbeiten können. Das Fußballgeschäft ist äußerst schnelllebig.

 

TSV: Dann danken wir Dir für Deine Antworten und wünschen Dir und dem JFC weiterhin viel Erfolg.

 

Steffen Hadlich: Danke an das gesamte Team des JFC und unserer SG. Ohne die große Mannschaft wäre dies alles nicht möglich.

Meine kleine Weltauswahl 🌎

Heute: Silvio Fein  ✅

 

Er war bis 2018 insgesamt 10 (!) lange Jahre bei unserem TSV Gera-Westvororte 💙 Auch beim Lusaner Sport Club, in Zwötzen und gar in Sandersdorf hat er im Männerbereich Spuren hinterlassen.

 

Nach einem kurzen, nur einjährigen Intermezzo bei BSG Wismut Gera e.V. hat er sich 2019 den Sportfreunde Gera angeschlossen. Wen der schon im Nachwuchs in Gera aktive „Feiner“, wie ihn seine Mitstreiter nennen, aus seiner langen aktiven und erfolgreichen Zeit in die Top Ten gewählt hat, seht ihr jetzt und hier:

 

Jörg Reichenbach:

Auf der Linie überragend. Wenn er rauskommt hat er den Ball oder der Gegenspieler fliegt.

 

Sven Ziegengeist:

Zweikampfstark. Er ist eine richtige Kampfsau und gibt nie auf.

 

Thomas Hopfe:

Kompromissloser Verteidiger.

 

Ronny Abresch:

Einer der Besten mit viel Spielübersicht. Sehr zweikampfstark. Goldener Torschütze zum Pokalsieg 2013.

 

Tom Holle:

Geht das Spiel los, ist er mit 100 % Leidenschaft dabei. Kampfbetont und spielerisch, opfert er sich immer in Sinne für die Mannschaft.

 

Nicky Granderath:

Einer der giftigsten Sechser und das nicht nur auf dem Platz.

 

Benjamin Hinz:

Zwischen Genie und Wahnsinn.

 

Thomas Winefeld Tho Win:

Er ist eiskalt vor dem Tor und technisch stark. Leider durch Trainingsfaulheit nix daraus gemacht.

 

Thomas Kowalski:

Durch seine Schnelligkeit kaum zu stoppen und auch noch torgefährlich.

 

André Rahmig:

Mein erster Sturmpartner und bester Freund, leider haben sich unsere Wege zu früh getrennt (ist weggezogen).

 

Und, dass Silvio ein so guter Fußballer geworden ist, liegt sicherlich auch an seinen Trainern. Hier wollte Feiner besonders Uli Göhr und das Geraer Urgestein und die Legende Udo Korn erwähnen.

 

Nun lassen wir uns abermals überraschen, welcher ehemalige Scheubengrobsdorfer am nächsten Wochenende seine kleine Weltauswahl 🌎 präsentieren wird. Bleibt schön gespannt und vor allem gesund 🍀

 

Ohne Worte …

 

Silvio Fein im Foto links mit Thomas Winefeld.

Vote for kids

16.05.2020. Öffne den unten stehenden Link, klick im Text auf „Liste“ und vote für die Turnhalle in Scheubengrobsdorf und somit für die Kids der Grundschule 🏫 „Saarbachtal“, denn …

… unsere Turnhalle befindet sich in baulicher und hygienischer Hinsicht in einem erschreckenden Zustand. Sowohl für Zwecke des Schul- als auch für den Freizeitsport im Stadtteil Westvororte bedarf die Turnhalle einer grundlegenden Sanierung.

Vote für die Kinder in den Westvororten. Vote for Kids ✅ Alles für das Dorf!

Ohne Worte …

https://www.buergerbeteiligung.de/isepgera2030/

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