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Teamplay auf neuer Ebene 💙

Come back stronger, Schäf!

(21.09.2020) Um das Wort Teamplay zu übersetzen müssen wir Google nicht bemühen. Um das Wort Teamplay zu definieren brauchen wir keinen Duden. Teamplay hat in den Westvororten eine jahrelange Tradition und wird momentan auf einer neuen, noch höheren Ebene gelebt.

Zwei Tage nach seiner Kreuzband- und Meniskus-Operation, nur wenige Stunden nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, besuchte Niklas Schäfer, im Rollstuhl sitzend, sein Team beim Spiel gegen Geratal. Der Empfang trieb dem jungen Sportler die Tränen in die Augen.

Schöner, emotionaler und freundschaftlicher kann man sich diesen Moment nicht vorstellen. Neben der einmaligen Geste seiner Teamkollegen legten die zur Begrüßung in Form eines Sieges sogar noch drei Punkte oben drauf.

„Ich möchte mich nochmal bei der Mannschaft bedanken. Ich war sehr gerührt und bin überaus dankbar, ein Teil dieser Truppe sein zu dürfen. Es ist nicht das Fußballerische, was ich an dieser Mannschaft so schätze. Es ist die Aufmerksamkeit, die Loyalität, der Zusammenhalt und eben genau solche Aktionen. Dafür möchte ich einfach nochmal Danke sagen. Ihr seid mehr als nur eine Mannschaft, ihr seid Freunde und seid immer für einen da. Das weiß ich sehr zu schätzen. Dann auch noch drei Punkte. Männer ich bin unglaublich stolz auf euch und bin so froh, ein Teil von euch zu sein. Ich bin einfach nur Ohne Worte! Danke Freunde!“ konstatierte Niklas Schäfer am Sonntag.

Ohne Worte …

3. Spieltag: SG Westvororte/JFC vs SpVgg. Geratal 2:0 (1:0)

Hoffmann und Bierbaum geben keinen Rabatt

(20.09.2020) Es gab kein langes Abtasten. Gleich in den ersten fünf Minuten konnte jede Mannschaft zwei Eckbälle und je eine kleine Möglichkeit verzeichnen. In der 10. Minute dann das erste Highlight. Einem schon verloren geglaubten Ball geht Franz Hoffmann nach, irritiert damit den Gerataler Keeper, spitzelt den Ball an ihm vorbei und das Leder danach aus spitzem Winkel ins Netz.

Unsere junge SG Westvororte/JFC präsentierte sich trotz zweier Niederlagen aus den Vorwochen gegen die gestandenen Mannen aus Geratal selbstbewusst und offensiv und ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass man heute unbedingt gewinnen will. Der gegen Wismut Gera wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Schleiz-Spiel schmerzlich vermisste Bosse Struz durfte heute wieder gemeinsam mit Tom Eichberger die Fäden im Mittelfeld ziehen.

Nach der Führung für die Hausherren folgten weitere Möglichkeiten. Über rechts mit unserem schnellen Kapitän Dominik Klammt und über links mit Franz Hoffmann trug man mehrfach gefährliche Angriffe vor, die unsere Gäste in der Defensive immer wieder vor Probleme stellten.

Kurz vor der Pause hätte der erst 18-jährige Franz Hoffmann, der eigentlich noch bei den A-Junioren unseres Kooperationspartner JFC Gera spielen könnte und heute über sich hinauswuchs, fast seinen zweiten Treffer erzielt. Seinen platzierten und wuchtigen Schuss aus 18 Metern kratzte Torhüter Nils Bradsch jedoch sehenswert aus dem Winkel. Halbzeit.

Die 102 Zuschauer zollten unseren Jungs auf dem Weg zur Kabine Applaus für eine sehr ansprechende erste Halbzeit. Die Zweite begann wie die erste endete. Westvororte hat mehr vom Spiel. Westvororte hat die größern Möglichkeiten.

Chancen für Gehrt und Schneider. Im Mittelfeld stören Eichberger, Gerold und Co die Gäste frühzeitig, so dass diese kaum ins Spiel kamen. Anders die Weiss-Blauen. Immer wieder trugen die Schäfer-Schützlinge schnelle Angriffe vor. Hinten gewinnen Kurth und Jurke ihre Kopfballduelle.

In der 53. Minute wird Schneider an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt. Gelb für Döring. Zwischenzeitlich kassiert auch Eichberger den Karton. In der 63. Minute dann ein Foul an Daniel Gehrt im Strafraum. Oder? Es war für uns allerdings nicht ganz genau erkennbar und wohl auch für den sonst sehr souveränen Schiedsrichter nicht. Dann wieder Hoffmann von links. Sein Abschluss von der Strafraumgrenze segelt am langen Pfosten vorbeI.

Nur eine Minute später darf sich Clemens Bierbaum auszeichnen. Auf der anderen Seite können sich die Mannen von Trainer Hannes Wollenschläger oft nur mit einem Foul behelfen. Drei Freistöße nahe der Strafraumgrenze bringen aber nichts ein. Das zweite Tor ist längst überfällig. Das zweite Tor muss her. Jetzt. Wieder geht es zu schnell für Geratal. Struz auf Schneider, Schneider auf Hoffmann, Hoffmann auf Gehrt. Direkter Abschluss. Stark gehalten von Bradsch. In den letzten 15 Minuten kommt es zu einem offenen Schlagabtausch.

Westvororte über rechts mit Klammt. Abermals ein Pfiff. Der Gäste-Torwart schnappt sich den Ball knapp außerhalb des Strafraums. Aber auch dieser Freistoß bringt nichts ein, da sich die Abwehrspieler unserer Gäste aufopferungsvoll in die beiden satten Schüsse von Tom Eichberger werfen. Noch 10 Minuten. In der 80. Minute fragten sich unsere Zuschauer und wohl auch unsere Spieler, ob das Auslassen der vielen Möglichkeiten noch bestraft wird.

Wieder Westvororte über links. Wieder Hoffmann. Der flankt nach innen. Im letzten Moment können unsere Gäste auf Kosten einer Ecke klären. Dann darf Julius Jurke. Aber auch er scheitert mit seinem Kopfball, der an den Querbalken klatscht. Wiederum nur eine Minute später scheitert Daniel Gehrt abermals an Torhüter Nils Bradsch.

Auf Grund der knappen Führung gaben sich unsere Gäste noch nicht auf. Mit einem Powerplay ihrerseits schnürten sie unsere Defensive danach ein. In der 86. Minute verfehlte ein Kopfball das Tor nur knapp, als das Leder auf der Oberkante der Latte landete.

In der 87. Minute musste Clemens Bierbaum mit einer Glanzparade sein ganzes Können aufbringen, um den Ausgleich zu verhindern. Das alles hätten wir in den letzten Minute einfacher und ruhiger haben können. Und so schnell geht’s. David Torwarth, fünf Meter vor dem Kasten, völlig frei mit der nächsten Möglichkeit. Bierbaum hext das Ding mit den Fingerspitzen an die Latte.

Dann noch eine Ecke. Der Ball zischt durch Freund und Feind und quer durch den 5-Meter-Raum ins Toraus. Den Fans stockt der Atem. Durchatmen. Glück gehabt. Das Glück des Tüchtigen. Die zweite Halbzeit hätte man mit dem Plus an Chancen längst für sich entscheiden müssen. Und nun … zittern. Dann wird Tom Fuchs eingewechselt. Gleich bei seinem ersten Ballkontakt wird er von seinem Gegenspieler Döring, der bereits Gelb hatte, umgerissen. Dafür bekommt der in der 90. Minute Gelb-Rot.

Dann nocheinmal Geratal. Abermals eine Superparade von Clemens Bierbaum. Hat Bierbaum damit den Sieg gerettet?

Abermals kommt aber Geratal in Ballbesitz. Westvororte erkämpft das Leder jedoch zurück und setzt mit schnellem Umkehrspiel Franz Hoffmann in Szene. Der legt sich den Ball noch einmal vor und schiebt ihn überlegt am herauseilenden Gäste-Torhüter vorbei ins lange Eck zum vielumjubelten und verdienten 2:0.

Eine Minute später pfeift Schiedsrichter Christopher Jänike, dem man eine überzeugende Leistung attestieren darf, diese spannende und in den letzten 15 Minuten hochdramatische Partie ab.

Die Stimmen der Trainer:

Gäste-Trainer Hannes Wollenschläger: „Fussball ist logisch – vorne machst du die Tore nicht und hinten bekommst du sie. Sicher am Ende ein verdienter Spielausgang, der mit ein wenig Glück in der Schlussphase, auf Gerataler Seite, auch zu einem Punkt-GEWINN hätte reichen können. Die Gastgeber waren aber, auf dem schwierig bespielbaren Geläuf, in Summe einfach entschlossener.“

Frank Schäfer: „Die ersten Zähler sind eingefahren! Meine Mannschaft wollte unbedingt heute die drei Punkte. Der Wille, die Einstellung und das Team waren der Schlüssel zum Erfolg. Wir haben das Spiel verdient gewonnen, haben allerdings verpasst, den Deckel zum 2:0 früher draufzumachen, haben viele sehr guten Chancen leider ungenutzt gelassen. Somit haben wir Geratal im Spiel gehalten. Am Ende hatten wir Glück und einen überragenden Keeper Clemens Bierbaum, der den Sieg festgehalten hat.“

Das Fazit unserer Redaktion: Von der Nr. 1 bis zur 77 eine klasse Leistung ohne Fehl und Tadel. Teamplay auf höchstem Niveau. Biss, Wille, Einsatz und Fußballspielen hielten sich heute in einem perfekten und erfolgreichen Maße die Waage. Wir verneigen uns. So darf es gerne weitergehen. Und … Ohne jemanden zu fragen, küren wir Franz Hoffmann zum „Man of the Match.“ Ohne Worte …

Heiß auf Samstag ✅

Doppelspieltag mit VfL ll und Geratal

(17.09.2020) Lange ist es her, dass es in der Saarbach-Arena einen Doppelspieltag gab. Morgen ist es aber endlich wieder soweit. Entgegen anderer Veröffentlichungen startet unsere Zweite Mannschaft zum ersten Heimspiel nach der Neugründung bereits um 12:00 Uhr. 

Nach dem 2:4 zum Saisonauftakt sinnen die Mannen von Trainer Gordon Schorrig am Samstag auf die ersten Punkte gegen die zweite Mannschaft des VfL Gera, die ebenfalls mit einer Niederlage in die Saison gestartet ist.

Nur drei Stunden später, um 15:00 Uhr, ist Anpfiff für die Spieler von Trainer Frank Schäfer in den dritten Spieltag der Verbandsliga. Mit der Spielvereinigung Geratal kommt am Wochenende eine gestandene Verbandsliga-Mannschaft nach Scheubengrobsdorf. Erstmalig in der Fußball-History unseres Vereins können wir die Mannen um Torjäger David Thorwarth in der Saarbach-Arena begrüßen.

Nach der Niederlage am vergangenen Samstag und den intensiven Trainingseinheiten in dieser Woche sprühen unsere Jungs nur so vor Ehrgeiz und haben so richtig Lust auf Fußball und auf die ersten Punkte in dieser Saison. Freuen wir uns also auf einen spannenden und unterhaltsamen Fußballsamstag. 

Schon heute begrüßen wir die Spieler und Zuschauer vom VfL Gera ll, unsere Gäste aus dem Ilmkreis, deren Fans und die beiden Schiedsrichterkollektive um die Referees Thomas Rusche und Christopher Jänike auf das Herzlichste.

Für das leibliche Wohl unserer Zuschauer ist wie immer gesorgt. Wir bitten Euch jedoch alle, unsere Hygiene-Vorschriften zu beachten und den Weisungen unserer Ordner dahingehend Folge zu leisten. Abermals sind, wie auch schon beim Spiel gegen den FSV Schleiz, maximal 200 Zuschauer zugelassen und der Eintritt kann auch per EC -Card gezahlt werden.

Westvororte ll vs VfL Gera ll, Samstag, 19.09.2020, Anstoß 12:00 Uhr

SG Westvororte/JFC vs SpVgg. Geratal, Samstag, 19.09.2020, Anstoß 15:00 Uhr

Ohne Worte …

Was Du schon immer einmal wissen wolltest …

Im Interview: Daniel Gehrt

(16.09.2020) Endlich hat es geklappt, dass wir unseren Followern, wie bereits Anfang August versprochen, unseren Neuzugang Daniel Gehrt etwas genauer vorstellen können. Wir haben uns letzten Montag Abend getroffen und uns mit ihm über den SV Roschütz, über Westvororte, über seine Familie und seinen Wechsel an den Weidicht unterhalten.

TSV: Hallo Daniel. Schön, dass es endlich einmal geklappt hat, dass wir einen gemeinsamen Termin gefunden haben. Die Vorbereitung auf die neue Saison, die Arbeit und auch die Urlaubszeit haben die Terminfindung echt erschwert. Aber jetzt haben wir Dich endlich einmal vor unserem Mikro und möchten Dich nochmals recht herzlich in unserer SG Westvororte/JFC begrüßen.

Daniel: Danke für die herzliche Begrüßung. Ich freue mich, jetzt dazuzugehören.

TSV: Nunmehr bist Du ziemlich genau vier Wochen in Scheubengrobsdorf. Wir hatten Dich ja bereits am 08.08.2020 schon begrüßt. Du hast nun aber die ersten Trainingseinheiten und auch die ersten Spiele hinter Dir. Wie ist Dein Eindruck? Wurdest Du gut aufgenommen?

Daniel: Ja, vom ersten Tag an wurde ich super aufgenommen. Man hat mir den Einstieg ins Team leicht gemacht. Die ersten Trainings waren intensiv, aber sehr gut. Insgesamt habe ich von der Mannschaft, dem Verein und dem Drumherum schnell einen sehr positiven Eindruck gewonnen. Viele Spieler kannte ich ja auch schon.

TSV: Also kann man sagen, dass Du Deinen Wechsel bisher nicht bereut hast?!?

Daniel: Nein, auf keinen Fall.

TSV: Immerhin hat man Dich die vielen Jahre ausschließlich mit dem SV Roschütz in Verbindung gebracht. Du warst Deinem Verein gegenüber immer sehr treu und loyal. Fiel dir der Abschied nicht schwer?

Daniel: Doch, natürlich. Nach 15 Jahren wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, dass es ein einfacher Wechsel war. Ich habe auch sehr lange überlegt. Da bleibt sogar ein wenig Trauer und die ein oder andere Träne ist beim Abschied auch geflossen. Zumal „ganz Roschütz“ auch jetzt noch hinter mir steht, alle meine sportlichen Ambitionen verstanden haben und man mir die Verbandsliga gönnt. Da wird man bei der ein oder anderen persönlichen Verabschiedung auch schon mal sentimental. Immerhin habe ich in Roschütz auch weiterhin noch viele gute Freunde.

TSV: Warum dann ein Wechsel?

Daniel: Naja, ich habe vor 17 Jahren, als ich 18 war, schon mal in der Verbandsliga gespielt. Und ehe es für diese Herausforderung ganz zu spät ist, habe ich mich entschieden, es nochmals zu probieren. Eines Tages hätte ich mich vielleicht geärgert, es nicht nochmal getan zu haben.

TSV: Das klingt aus sportlicher Sicht durchaus logisch und wir freuen uns darüber natürlich sehr. Allerdings hätte es in der näheren Umgebung auch weitere Verbandsligisten gegeben. Eisenberg, Weida, Wismut. Warum Westvororte?

Daniel: Richtig, aber die Entscheidung mich bei einem Wechsel für Westvororte zu entscheiden, fiel mir ehrlich gesagt sehr leicht. Einerseits kenne ich viele Spieler persönlich und aus unseren Derbys, die immer sehr emotional waren, sehr gut. Hinzu kommt, dass mich die stetige und kontinuierliche Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren beeindruckt hat. Ich habe das genau beobachtet. Und man hat sich sehr um mich bemüht. Naja und nun bin ich ein Teil dieses Vereins. Hier ziehen alle an einem Strang, das gefällt mir. Und die Mannschaft hat echt Potential.

TSV: Welche Ziele hast Du mit dem Team für dieses Jahr?

Daniel: Auf und neben dem Platz als „Alter“ zum Klassenerhalt beitragen. Klar, hätte ich auch gern viel Spielzeit, aber primär sind der Teamgedanke, der hier gelebt wird, das Saisonziel und die Weiterentwicklung der vielen jungen und beim JFC gut ausgebildeten Spieler, die ich gern mitnehmen und aber auch schützen möchte.

TSV: Inwiefern schützen?

Daniel: Immerhin haben einige von denen bisher nur wenig oder gar keine Spiele in der Verbandsliga absolviert. Der Schritt aus den A-Junioren zu den „Großen“ in der Verbandsliga ist nicht leicht. Auch darin, diesen Weg zu begleiten, sehe ich meine Aufgaben neben dem Platz. Auf dem Platz möchte ich als Stürmer natürlich viele Tore schießen (lacht) und bin ehrgeizig genug immer spielen zu wollen.

TSV: Und darüber hinaus? Hast Du Pläne für Deine Zeit nach der Verbandsliga in unserer SG?

Daniel: Wenn der TSV in der Verbandsliga bleibt, was ich natürlich hoffe und wozu ich gern beitragen möchte, muss ich sehen, wie lange ich es im Kreise der jungen Spieler schaffe, auf diesem hohen Niveau zu spielen. Immerhin bin ich bereits 34 Jahre alt. Eines Tages werde ich sicherlich wieder das Trikot des SV Roschütz tragen, wohl das der „Alten Herren“. Auch kann ich mich in einer Funktionärstätigkeit oder als Trainer bei meinem „alten“ Heimatverein vorstellen. Bis dahin möchte ich allerdings beim TSV bestmögliche Leistungen bringen und zeigen, dass ich trotz meiner 34 Jahre noch nicht zum „Alten Eisen“ gehöre.

TSV: Es ist ja aber sicherlich nicht nur eine Frage der Fitness. Dreimal Training plus Spiel in einer Woche will mit Familie, Kind und Beruf auch erst mal unter einen Hut gebracht werden. Bist Du so gut organisiert, dass das funktioniert und der Hausseegen nicht schief hängt?

Daniel: Danke Schatz!!! Ja, das ist der entscheidende Satz. Ohne die Unterstützung meiner Frau wäre auch bisher vieles nicht möglich gewesen. Sie und auch meine Eltern, die mich seit 30 Jahren – schon als ich noch ein Knirps war – zum Fußball begleiten, haben mir über die vielen Jahre den Rücken freigehalten. Auch meine Wechselentscheidung zu Westvororte haben wir alle gemeinsam getroffen. Und … neben Beruf und Sport bin auch noch als Übungsleiter beim JFC Gera tätig (lacht).

TSV: Respekt!

Daniel: Naja, Respekt sollte man in solch einer Konstellation nie dem Spieler allein zollen, der alles unter einen Hut bekommen muss, sondern auch dessen Frau, wie sie das alles neben dem Beruf und der Erziehung des Kindes organisiert. Und da geht es ja nicht nur um die viele Zeit, die der Sport beansprucht, sondern vor allem auch um Emotionen, die man nach einem Sieg oder einer Niederlage in unterschiedlichsten Formen mit nach Hause nimmt. Da hat es der Partner oft nicht leicht. Und, um auf Deine Frage zurückzukommen, ob ich gut organisiert bin … nein, das bin ich nicht. Aber meine Frau.

TSV: Danke Daniel, für das nette Gespräch, für die vielen Informationen und vor allen für die tiefen Einblicke. Wir wünschen Dir nun eine erfolgreiche Saison mit vielen Toren, am Samstag gegen Geratal einen Sieg, eine verletzungsfreie Zeit und auch beruflich und natürlich privat alles erdenklich Gute. 

Daniel: Danke, gleichfalls.

Ehrenanstoß bei den Alten Herren

TSV Gera-Westvororte vs Lusaner SC 3:2 (2:0)

(Bericht von Marco John / 16.09.2020) Erstes Heimspiel nach der Corona Pause und Verabschiedung von Dr. Michael Pannach. Und trotzdem wieder akute Personalprobleme im Vergleich zu unserem Gegner, der sieben Wechselspieler zu Verfügung hatte.

Zum Spiel: Nach dem Ehrenanstoß durch Dr. Michael Pannach folgte eine sehr zerfahrene Anfangsphase mit vielen Fehlpässen. Nach und nach aber kamen wir besser ins Spiel. Die erste Torgelegenheit hatte Rene Böhme. Bei zwei Lusaner Distanzschüssen war unser Torwart Rico Seidenzahl aber auf der Hut.

Die Führung dann aber für uns. Nach einem Eckball von Marco John, der direkt auf dem Kopf von Mirko Himmer landete, nickte dieser zur Führung ein. Fünf Minuten später dann das 2:0 durch Marco John, der durch einen langen Pass freigespielt wurde und allein vorm Torwart des Lusaner SC einschob. Nach einem schönen Pass von John auf Reinhard Friedrich hätte dieser seine sehr gute Leistung mit einem Tor vor der Pause zum 3:0 krönen können, aber er bekam den Ball – frei vorm Torwart – nicht unter Kontrolle.

Nach der Halbzeit kamen die Lusaner immer besser und gefährlicher ins Spiel. Man merkte aufgrund der vielen Wechselmöglichkeiten die Frische unserer Gäste. Folgerichtig dann der 2:1 Anschlusstreffer aus stark abseitsverdächtiger Position. 15 Minuten vor Spielende dann das 2:2 per Elfmeter. Es schien, als nehme das Spiel eine Wende. Aber kurz vor Spielende gab es dann noch einen Freistoß für uns. Rene Gutschke trat an und traf direkt zum 3:2. Am Ende – auch aufgrund der kämpferischen Leistung des Teams – ein verdienter Sieg.

Kommenden Freitag dann erneut ein Heimspiel. Um 19.00 Uhr erwarten wir die Langenwolschendorfer Kickers. Alle hoffen, dass wir dann in der Breite wieder einen größeren Kader zur Verfügung haben.

Aufstellung:
R.Seidenzahl – M.Vorwerk, J.Kramber, M.Himmer, M.Jähnert – R.Gutschke, R.Friedrich, R.Abresch, D.Günther – R.Böhme, M.John

Einwechslungen:
U.Wendt für M.John
K.Janzon für R.Friedrich

Ohne Worte …

Wöchentliches Kids-Training ✅

Impressionen von den Oak-Trails 🚴

(15.09.2020) Hast Du auch Lust? Es geht weiter voran auf unseren Oak-Trails. Nunmehr gibt es regelmäßig ein Kids-Training. Dieses findet immer am Mittwoch in der Zeit ab 16:30 Uhr statt. Wenn du dir nicht sicher bist, ob dies der richtige Sport für dich ist … kein Problem.

Du kannst bis zu dreimal zum Schnuppertraining kostenfrei mitmachen. Auch aus Versicherungs-Gründen wäre im Anschluss daran eine Mitgliedschaft nötig. Dann kannst Du die Oak-Trails auch jederzeit kostenfrei befahren.

Und was passiert im Winter?

Ab Mitte Oktober wird das Training dann in die Halle der Grundschule in Scheubengrobsdorf verlegt. Beim Hallentraining geht es hauptsächlich um Übungen, bei denen die Kondition, die Kraft, die Koordination und die allgemeine Fitness verbessert werden sollen.

Seit einer Woche steht sogar ein 6 x 4 Meter großes Trampolin der Firma Euro Tramp an den Oak-Trail. Und? Habt auch ihr Lust bekommen? Dann schaut gleich an diesem Mittwoch ab 16:30 Uhr vorbei. Unsere Instruktoren und Trainer freuen sich auf Euch!

Ohne Worte …

Alles Gute Doc 🍀

Unser langjähriger Vorsitzender feiert Geburtstag

(14.09.2020) Auf diesem Wege möchten wir uns den sicherlich vielen anderen Gratulanten anschließen. Lieber Doc, genieße heute Deinen Ehrentag und feiere im Kreise Deiner Lieben.

Alle Spieler, Trainer und Betreuer, die Fans und alle Freunde des TSV Gera-Westvororte sowie der Vorstand gratulieren Dir auf das Herzlichste und wünschen Dir alles erdenklich Gute.

Ohne Worte …

2. Spieltag: BSG Wismut Gera – SG Westvororte/JFC 3:1 (0:0)

Gastgeber mit Derbysieg ⚽️

(13.09.2020) In einem packenden und spannenden Match behielt der Favorit vom Steg letztendlich die Oberhand. Dafür unseren Glückwunsch. Aber so deutlich wie das Ergebnis scheint, war das Spiel nicht. Als Marcus Schneider 30 Minuten vor Ultimo nach überragender Vorarbeit von Dominik Klammt den Ball mit der Innenseite überlegt ins lange Eck schob, war der Underdog – auch wegen seines couragierten Auftrittes und einem Spiel auf Augenhöhe – ganz knapp dran, einen Punkt aus dem Derby mitzunehmen.

Jedoch gut eine viertel Stunde vor Ende der Partie bewies der sonst relativ unauffällige Rico Heuschkel seine Torjägerqualitäten und brachte seine Farben wieder in Front.

Aber von Anfang an: Die ersten Minuten gehörten dem Gastgeber. Westvororte stand in dieser Phase sehr tief. Man wollte keine Fehler machen und erst einmal ein wenig abwarten. Man ließ wenig zu, auch wenn es bei drei Eckbällen in Folge für Wismut gefährlich wurde. Zweimal tänzelte der Ball dabei auf der Latte des Gästetores. Einmal durfte sich Clemens Bierbaum auszeichnen, als er einen satten Schuß von Marcel Kiessling aus 18 Metern großartig parierte.

Mitte der ersten Halbzeit trauten sich die Schäfer-Schützlinge dann mehr zu. Teilweise hatte man in dieser Phase die größeren Spielanteile und zwei große Möglichkeiten in Führung zu gehen. Man spielte munter mit und auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten.

Marcus Schneider und Philipp Rehnelt konnten in der Zentrale die Kopfballduelle gegen ihre Gegenspieler fast ausschließlich gewinnen. Über die Aussen sorgten Martin Gerold und Dominik Klammt sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit immer wieder für Gefahr.

Bis zur Pause blieb es, weil beide Abwehrreihen gut und recht sicher standen, torlos. Aber auch wenn bis zu diesem Zeitpunkt keine Tore fielen, sahen die knapp 500 Zuschauer bei hervorragenden äußeren und organisatorischen Bedingungen ein spannendes und gutklassiges Landesliga-Spiel.

In Durchgang zwei fielen dann auch Tore. Etwas überraschend die Führung für Wismut Gera, weil die Gäste aus Scheubengrobsdorf etwas motivierter aus der Kabine kamen. Einen Fehler in der Defensive bestraften die Gastgeber im Nachsetzen gnadenlos mit dem 1:0 durch Kapitän Schubert.

Nur wenig später dann große Freude bei unserem Weiß-Blauen. Der über die rechte Seite immer wieder gefährliche Dominik Klammt lief seinem Gegenspieler abermals davon, passte überlegt nach innen, wo Marcus Schneider seinem Bewacher wieder einmal enteilt war und nur noch die Innenseite hinhalten musste, um den Ball mit Gefühl und Auge im langen Eck zu versenken.

Die Freude der Scheubengrobsdorfer währte aber nicht lang. Der sonst wenig und eher nur durch sein unnötiges Foulspiel gegen Tom Eichberger auffällige Rico Heuchkel machte seinem Namen als Torjäger alle Ehre und brachte die Orange-Schwarzen abermals in Front.

Sein überzogenes Frustfaul gegen Tom Eichberger jedoch, bei dem er eine schwere Verletzung unseres Spielers billigend in Kauf nahm, war unnötig, überflüssig und unfair. Wer weiß, wie der Schiedsrichter entschieden hätte, hätte er dieses unsportliche Verhalten gesehen.

Westvororte, von Keeper Clemens Bierbaum auch verbal immer wieder angetrieben, gab sich nicht auf, auch wenn in den letzten 10 Minuten die Kräfte etwas nachließen und man sich keine großen Chancen mehr erarbeiten konnte.

Aufgrund der knappen Führung blieb das Spiel bis in die Nachspielzeit hinein jedoch hochspannend und stand immer wieder auf der Kippe. Als in der Nachspielzeit unsere Mannen dann alles nach vorne warfen, lief man in einen Konter, den der zur zweiten Halbzeit eingewechselte Poser zum 3:1 vollendete. Schiedsrichter Nick Schubert, der einen souveränen Eindruck hinterließ, dessen Ansetzung allerdings etwas fragwürdig war, pfiff danach sofort ab.

Besonders hervorzuheben sind auf Seiten von Westvororte/JFC Ludwig, Klammt und Gerold, die heute allesamt ein überragendes Spiel machten und über sich hinaus wuchsen. Auf der anderen Seite war es der eben schon erwähnte erst 18-jährige Poser, der viele Akzente setzte. In der 93. Minute belohnte er sein mutiges Auftreten selbst, als er zum 3:1 Endstand traf. Im zentralen Mittelfeld der Mannschaft von Marcus Dörfer war immer wieder der Ex-Zwickauer Benjamin Keller der zentrale Anspielpunkt. Er verteilte die Bälle klug, sorgte mit seiner individuellen Klasse immer wieder für Gefahr beim Spielaufbau und war an der Vorbereitung aller drei Treffer beteiligt.

Das sagten die beiden Trainer zum Spiel:

Marcus Dörfer (BSG Wismut Gera): „Ich glaube, das Derby war eine großartige Werbung für die Stadt Gera. Die 480 Zuschauer kamen sicher auf ihre Kosten und auch für mich sind Spiele gegen meinen Ex-Verein immer etwas besonderes. Es war für uns wie erwartet ein schweres Spiel gegen einen Gegner, der nichts zu verlieren hatte und mutig aufgespielt hat. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel zwar über weite Strecken kontrolliert, aber nicht viele fußballerische Lösungen gefunden. Der TSV war immer wieder gefährlich im Umkehrspiel. Unterm Strich hatten wir sicher die klareren Chancen und die nötige Übersicht und Ruhe vor dem Tor. Nach der heutigen Leistung ist mir aber auch nicht bange, dass Westvororte nächste Saison weiterhin Thüringenliga spielt. Dafür wünsche ich dem Verein alles Gute.“

Frank Schäfer (SG Westvororte/JFC): „Kompliment an meine Mannschaft für die engagierte Leistung heute, leider haben wir uns dafür nicht belohnen können. Auf die Leistung können und werden wir aufbauen.“

Und … wir so? Mit Bericht, Fotos und Fazit. Mit Herz 💙 und Leidenschaft und in ganzen Sätzen:

Der Gastgeber war trotz des Sieges heute nicht unbedingt die bessere Mannschaft, aber die Effektivere und die, die es geschafft hat, die entscheidenden Fehler zu vermeiden, um letztendlich den Sieg im Derby, der vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen ist, davonzutragen.

Sportlich konnten unsere Jungs heute keine Punkte erringen. Sympathien, nicht nur von den eigenen Fans, sondern auch von vielen neutralen Zuschauern, die der Mannschaft für ihren engagierten Auftritt ein großes Kompliment ausgesprochen haben, konnte man heute beim großen Favoriten am Steg in Hülle und Fülle sammeln.

Wir drücken unserer jungen Mannschaft für die nächsten Spiele ganz fest die Daumen und sind uns sicher, dass wir die nötigen Punkte für unser Jahresziel Klassenerhalt sammeln werden, sollten wir auch weiterhin mit so viel Engagement Fußballspielen.

Ohne Worte …

Zu Gast am Steg – BSG Wismut Gera vs SG Westvororte / JFC

Novum in Geraer Fußball-Geschichte

(10.09.2020) Am Samstag kommt es zum ersten Male in der Geschichte des Geraer Fußballs dazu, dass die BSG Wismut Gera in einem Pflichtspiel die SG Westvororte / JFC empfängt. Beide Vereine spielen zwar in der gleichen Liga, aber die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Favorit ist klar. Allein an Namen wie Zerenner, Heuschkel, Schubert, Dörlitz, Keller und Bauer kann man den klaren Favoriten ausmachen.

Der mit Oberliga-erfahrenen Spielern gespickte Favorit empfängt die Jungs vom Dorf. Viel höherklassige Erfahrung steht jungen Gerschen Wilden aus Scheubengrobsdorf gegenüber. Dennoch wollen sich unsere Jungs nicht kampflos aufgeben und haben sich auf das Derby gut vorbereitet. Der Kreuzbandriss von Niklas Schäfer passt dabei zwar nicht ins Konzept, kann aber auf Grund des breiten Kaders sicherlich kompensiert werden.

!!! Achtung !!!

Hier noch einige Hinweise der BSG Wismut Gera in organisatorischer Hinsicht. Unsere Gastgeber empfehlen den Kartevorverkauf zu nutzen, der nochmals am Freitag, d. 11.09.2020 von 16:30 bis 18:00 Uhr am Stadion am Steg (Kartenhaus) stattfindet. Zum Spieltag sind maximal 500 Zuschauer zugelassen, das Kartenkontingent ist daher begrenzt.

Der Personalausweis ist mitzuführen und der Mund-Nasen-Schutz an den entsprechenden Stellen zu tragen. Der Einlass am Spieltag beginnt 13:00 Uhr. Das Spiel um 15:00 Uhr. Im Bereich des Stadions sind leider keine Parkplätze vorhanden. Die BSG Wismut Gera bittet daher die öffentlichen Verkehrsmittel oder die umliegenden Parkplätze (z.B. Bauhaus) zu nutzen.

Wir bitten die TSV-Fans und unsere Zuschauer die Hygienevorschriften des Gastgebers zwingend einzuhalten und den Weisungen der Ordner im Interesse des Fair-Play unbedingt Folge zu leisten. Danke !!!

Ohne Worte …

BSG Wismut Gera VS TSV Gera Westvororte

1. Spieltag: SG Westvororte/JFC – FSV Schleiz 2:3

Unglückliche Niederlage zum Saisonauftakt

(06.09.2020) Kurz nach dem Schlusspfiff machte sich in der Saarbach-Arena auf Seiten der Gastgeber Ernüchterung breit, hatte man doch bis zur vierten Minute der Nachspielzeit darauf gehofft, dass vielleicht doch noch ein Treffer fällt. Geht das denn schon wieder so los wie in der vergangenen Saison, fragte man sich am Spielfeldrand? Abermals, wie schon vor Jahresfrist, kassieren unsere Jungs zum Auftakt eine Heimniederlage.

Die erste Halbzeit haben die Mannen von Trainer Frank Schäfer etwas verschlafen. Die robuste Spielweise der Schleizer versuchte man zu kopieren, was von wenig Erfolg gekrönt war. Die Weiß-Blauen vergaßen sich auf ihre eigentlichen Tugenden zu konzentrieren. So musste man bereits nach einer guten viertel Stunde das erste Gegentor durch Markus Porst hinnehmen.

Trotzdem versuchte man es weiterhin mit langen und hohen Bällen. In den Kopfballduellen zog man dabei zumeist den Kürzeren. Bis zur Pause war man jedoch nicht in der Lage, dies abzustellen und Fußball zu spielen.

Auf beiden Seiten waren in Durchgang eins große Chancen Mangelware. Konnte sich Keeper Clemens Bierbaum bei einem Distanzschuss auszeichnen, war es Daniel Gehrt auf der anderen Seite, dem nach einer geschickten Drehung die Wucht beim Schuss fehlte, so dass der Schleizer Keeper keinerlei Probleme hatte, den Treffer zu verhindern.

Somit ging es mit der nicht unverdienten Führung für den FSV Schleiz in die Pause. Danach sollten die knapp 170 Zuschauer, von denen etwa 70 aus Schleiz anreisten, noch reichlich Tore und ein spannendes und hochklassiges Spiel zu sehen bekommen. Denn die SG Westvororte/JFC Gera begann nun Fußball zu spielen. Doppelpässe, flache Pässe, schnell über die Außen sorgten nunmehr ständig für Gefahr im Schleizer Strafraum.

Unsere Gäste verlegten sich mehr und mehr aufs Kontern und waren auch damit immer wieder gefährlich. Die größeren Möglichkeiten nun aber auf Seiten der Weiss-Blauen. Zweimal wurde der Schleizer Torwart Wilhelm Blöthner zum Helden, als er die 100-prozentigen Chancen von Tim Richter und Daniel Gehrt entschärfte. Auf der anderen Seite durfte sich Clemens Bierbaum zweimal beweisen und parierte bravourös.

Machtlos war er, als Routinier Frank Gerisch nach einer schönen und gefühlvollen Flanke am langen Pfosten völlig frei stand, unbedrängt zum Kopfball kam und auf 2:0 erhöhte.

Wer dachte, dass sich unsere Jungs nun geschlagen geben und die Schwarz-Gelben aus der Rennstadt die Führung sicher nach Hause schaukeln würden, sah sich getäuscht. Es entbrannte ein Wahnsinnsmatch, ein absolut packendes, spannendes und hochklassiges Fußballspiel. Kämpferisch und spielerisch. Von beiden Seiten. Jetzt ging es richtig zur Sache.

Der erst kurz vorher eingewechselte Philipp Rehnelt verkürzte nur eine Minute nach der Schleizer Führung auf 1:2. Die Freude der Scheubengrobsdorfer Zuschauer währte aber nur kurz, denn fast im Gegenzug stellte abermals Frank Gerisch in der 77. Spielminute den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Was war passiert?

Der nicht immer souveräne Schiedsrichter lies auf beiden Seiten recht viel durchgehen und verlor nach und nach seinen Faden. Immer wieder traf er falsche Entscheidungen, was die beiden Trainer neben dem Platz lautstark gestikulierend auf die Palme brachte.

Der Höhepunkt seiner Fehler war dann in der besagten 77. Minute. Julius Jurke spitzelt den Ball vor dem herannahenden Schleizer Stürmer zur Ecke. Schiedsrichter Konrad Götze zeigt zur Verwunderung aller jedoch auf den Elfmeter-Punkt. Die Chance, mit dem fälligen Strafstoß auf 3:1 zu erhöhen, ließ sich Routinier Frank Gerisch nicht entgehen und sorgte somit wieder für die Zwei-Tore-Führung unserer Gäste.

Auch wenn die Gastgeber in dieser Phase, wie in der gesamten zweiten Halbzeit, die größeren Spielanteile und das Mehr an Chancen hatten, reichte es nach 90 Minuten nicht zu etwas Zählbarem, auch wenn unser Doppeltorschütze Philipp Rehnelt kurz vor Ultimo zum abermaligen Anschluss traf. Leider brachte auch eine Reihe von Eckbällen und die große Moral unserer Jungs, die aufgrund der Gelb-Roten Karte für Bosse Struz die letzten 20 Minuten in Unterzahl auskommen mussten, in den Schlussminuten nichts zählbares ein.

Letztendlich hat es für den Punkt, der nach den Spielanteilen und den Möglichkeiten verdient gewesen wäre, nicht gereicht. Dem FSV Schleiz gratulieren wir zum perfekten Einstieg in die Saison, wünschen der Mannschaft von Trainer Roger Fritzsch weiterhin viel Erfolg und dem verletzten Spieler Lukas Lange gute Besserung und schnelle Genesung.

Unser sportlicher Leiter Philipp Schlebe konstatierte am gestrigen Abend: „ Auch, wenn wir nun schon das zweite Jahr in der Verbandsliga spielen, sind wir nach wie vor einer der größten Außenseiter. Unser Saisonziel heißt abermals Klassenerhalt. Um das zu erreichen müssen wir in jedem Spiel 110 % geben. Das haben wir heute allerdings nur in der zweiten Halbzeit geschafft.“

Ohne Worte …

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