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Stimmungsvolle Heimfahrt mit einem verdienten Punkt im Gepäck

Regen und Dunkelheit stören bei lauter Musik keinen

Drei PKW´s und ein Kleinbus machten sich am Sonntagvormittag auf den Weg ins 220 Kilometer entfernte Borsch. Der Ortsteil der Gemeinde Geisa im Wartburgkreis, genau zwischen Eisenach und Fulda, in der Thüringischen Rhön, nahe der hessischen Grenze war das Ziel.

Ziel war es auch etwas Zählbares beim bis dato Fünftplatzierten der Verbandsliga mitzunehmen. Und es ging für unsere Mannen gut los. Mit hohem Anlaufen setze man die gegnerische Defensive im Spielaufbau unter Druck, so dass die fast ausschließlich mit langen Bällen agierten. Ein satter Schuß aus gut 20 Metern zischt über den Westvororte-Kasten.

Diagonal von hinten rechts über unsere Kette hinweg auf die Linksaußenposition war der Gastgeber allerdings stets gefährlich. Unsere aufmerksame Abwehr um Keeper Cedric Thrum, der sich heute Bestnoten verdiente, war jedoch hoch konzentriert und aufmerksam und ließ vorerst wenig zu.

Andererseits zwangen unsere Jungs mit ihrer Pressing-Taktik die Hintermannschaft aus der Rhön immer wieder zu kleineren Fehlern. Einen dieser nutze nach einer Unstimmigkeit der beiden Innenverteidiger unser Jüngster, der erst 18-jährige Julian Hoyer, eiskalt aus und markierte bereits nach vier Minuten aus Nahdistanz die überraschende Führung der Geraer.

Kurz darauf eine weitere gute Möglichkeit für das Team von Trainer Daniel Gehrt. Nach einer Ecke, die an Freund und Feind vorbei durch den gesamten Strafraum segelt, kommt Philipp Rehnelt am langen Pfosten mit dem Kopf an den Ball. Etwas überrascht, köpft er das Spielgerät aber knapp über den Querbalken.

Insgesamt hat der TSV das bis Mitte der ersten Hälfte richtig gut gemacht. Man ließ den auf Grund der Tabellensituation leicht favorisierten SV Borsch nicht so richtig ins Spiel kommen. Auf die langen und diagonalen Bälle richtete man sich so nach und nach immer besser ein. Was dennoch in den Strafraum kam, war sichere Beute von Cedric Thrum.

Dann wieder Westvororte. Lenny Schumann steckt den Ball überlegt durch auf Julian Hoyer, der aber nicht anzieht, sondern querlegt. Aber sowohl Sascha Winefeld als auch Markus Klotz werden beim Abschluss geblockt. Und gleich noch einmal der Gast. Wieder ein schöner Spielzug.

Wieder wird Julian Hoyer geschickt freigespielt, läuft allein auf den gegnerischen Keeper zu, steht aber um Millimeter im Abseits. Aktuell sind wir sogar die etwas bessere Mannschaft.

Nach gut 35 Minuten dann die eine unüberlegte Aktion von Philipp Rehnelt. Sein überaus hartes Einsteigen an der Mittellinie bestrafte der insgesamt sehr souveräne Schiedsrichter, der nur wenige Meter vom Tatort entfernt stand und einen guten Blick auf die Situation hatte, sofort mit Gelb.

Auf Veto seines Assistenten, der sich von einer Vielzahl aufgebrachter und lautstark schreiender Borscher Spieler, Betreuer und Trainer direkt in seinem Rücken wohl äußerst stark bedrängt fühlte, nahm er seine Gelbe Karte zurück und verwies unseren Spieler mit Rot des Feldes. Westvororte nun in Unterzahl. Das wird schwer.

Auf der anderen Seite wird der durchgebrochene Leonardo Castro da Silva kurz vor dem Strafraum umgerissen. Notbremse? Nein, sagt der Schiri. Naja?!? Gelb für Borsch. Freistoß für uns. Halblinks. 18 Meter. Sascha Winefelds Schlenzer wird aber von der Mauer zur Ecke abgewährt.

Bis zur Pause und dann noch den gesamten zweiten Durchgang muss man sich nun dem starken Gastgeber mit einem Mann weniger erwehren. Bis zur Halbzeit machte man das auch recht gut. Jetzt bitte nicht wieder kurz vor der Pause ein Gegentor. Gedacht. Gewünscht. Enttäuscht. In der 45. Minute der Ausgleich. Das darf doch wohl nicht wahr sein.

Stefan Kirchner kann mit dem Ball unbedrängt über den halben Platz laufen. Dann ein genialer Pass durch die Schnittstelle der Geraer Kette. Maxim Bevz läuft geschickt ein, steht am Strafraum blank und schiebt das Leder unhaltbar ins lange Eck. Der bittere Ausgleich. Pause.

Nun heißt es weitere 45 Minuten vor gut 200 heimischen Zuschauern in Unterzahl zu bestehen. Schaffen wir das? Können wir mit einem Mann weniger dem starken Gastgeber Paroli bieten? Um es vorweg zu nehmen, ja. Ja, wir können das. Und obwohl wir die ganze Zeit in Unterzahl agieren, spielen wir auf Augenhöhe mit dem Gastgeber.

Und wir wollen uns nicht verstecken. Lenny Schumann setzt auch gleich mal ein Zeichen. Aber sein Schuss aus 20 Metern ist zu zentral und leichte Beute des Borscher Keepers Adrian Buberl. Auf der anderen Seite eine Großchance der Hausherren. Aber auch hier ist der Abschluss zu schwach und Cedric Thrum Sieger.

Dann Ecke für Borsch. Die kommt gefährlich nach innen. Kopfball. Knapp drüber. Das Spiel nimmt jetzt so richtig Fahrt auf. Es entwickelt sich ein spannendes und packendes Landesliga-Match.

Überraschender Konter des Gastgebers. Unsere Abwehr passt auf und stellt den schnellen Stürmer ins Abseits, der sonst wohl durch gewesen wäre. Dann wieder die ganz in blau gekleideten Geraer. Klotz mit Tempo auf die Kette. Pass auf Winefeld. Pass zurück auf Klotz. Stark gespielt. Markus Klotz aber zögert einen Moment und wird so am freien Abschluss gehindert.

Aber wir machen das gut. Wir stellen uns nicht hinten rein. Wir wollen mitspielen. Und wir spielen mit. Gut sogar. Dann muss sich Cedric Thrum richtig lang machen. Per Glanzparade hechtet er den satten Aufsetzer, der auf dem mittlerweile leicht regennassen Geläuf richtig gefährlich wird, aus dem Eck. Stark, Ceric! Und nur eine Minute später steht unsere Nummer #1 nach einer gegnerischen Ecke abermals im Brennpunkt, löst aber auch diese gefährliche Situation resolut und routiniert.

Dann geht Tim Richter auf und davon. Aus der eigenen Hälfte heraus lässt unser Kapitän drei Gegenspieler ins Leere laufen und passt geschickt auf Sascha Winefeld. Der schließt in aussichtsreicher Position aber nicht sofort ab, sondern macht im Strafraum noch einen Haken, so dass der Gastgeber in höchster Not zur Ecke klären kann. Ein Weitschuss von Lenny Schumann kurz drauf geht gefährlich knapp am Borscher Kasten vorbei.

Noch etwa zehn Minuten. Wir sind gut im Spiel. Beide Mannschaften hatten im zweiten Durchgang bisher jeweils richtig gute Möglichkeiten. Können wir jetzt, wo es beginnt stärker zu regnen, weiterhin mithalten oder verlassen uns in den letzten Minuten in Unterzahl die Kräfte?

Borsch immer wieder mit schnellen Vorstößen und langen Bällen. Noch können wir das alles wegverteidigen. Das machen wir konzentriert und gut. Allen voran Mathias Leopold, der in den letzten Minuten zu Höchstform aufläuft und zum Fels in der Brandung wird. Der gewinnt jedes Kopfballduell und jeden Zweikampf. Noch fünf Minuten.

Wir wechseln. Richtig. Bisschen Zeit von der Uhr nehmen. Neue Energie ins kräftezehrende Spiel bringen. Unsere sechs Mann starke Bank gibt unserem Trainer hervorragende Alternativen. Alle sind unter Strom, auch die Wechsler. Noch eine Minute. Borsch wird nervös. Zumindest die Verantwortlichen auf der Bank, hatte man gegen den Tabellenletzten aus Scheubengrobsdorf doch ganz sicher drei Punkte auf dem Zettel.

Noch aber haben die Gastgeber Zeit, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Der Schiri gibt vier Minuten oben drauf. Zittern. Bangen. Hoffen. Bitte bringt dieses 1:1 über die Zeit, Jungs. Das hättet ihr Euch am langen Auswärtssonntag mehr als verdient. Nochmal kann Cedric Thrum den Flachschuss sicher fangen. Auf der anderen Seite bricht der eingewechselte Konrad Szydlo durch und wird gelegt. Der Schiri aber breitet die Arme aus und schüttelt mit dem Kopf, als alle Blauen einen Strafstoß fordern.

Schwere Entscheidung in der 90. + 4. Minute. Aber wir sind weit vom eigenen Tor entfernt. Das ist gut. Und wir haben noch einmal eine Ecke. Und viel Zeit. Kurz darauf ist die rum und unsere Jungs liegen sich nach einem aufopferungsvollen Kampf und einem insgesamt richtig guten Spiel in den Armen.

Der eine wichtige Punkt wurde dann im Heck des Kleinbusses gut verstaut und trotz strömendem Regen und Dunkelheit bei lauter Musik und stimmungsvollem Gesang sicher nach Gera gebracht und um 20:30 Uhr wohlbehalten ausgepackt.

Am kommenden Wochenende sind unsere Jungs dann wieder zu Hause im LVM Sportpark gefragt, wenn die SpVgg Geratal in Scheubengrobsdorf zu Gast ist.

Bereits Mittag geht es kommenden Samstag los. Es ist seit langem mal wieder Doppelspieltag. Und bereits um 12:00 Uhr trifft unsere SG JFC/Westvororte im Vorspiel auf den Hohenölsener SV trifft.

Heute wollen wir aber noch nicht ans kommende Wochenende denken, sondern uns das Montag-Feierabend-Bier schmecken lassen. Ab morgen dann schauen wir mit dem Dienstag-Training beginnend zielgerichtet auf das nächste Spiel der Mannschaft von Trainer Daniel Gehrt.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

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Mit den neuen Trikots zum ersten Punkt

Glückwunsch, Jungs. Gut gemacht.

Ein bisschen geknickt waren unsere Spieler nach dem Schlusspfiff schon. Denn, obwohl man den ersten und auch hochverdienten Punkt eingefahren hatte, trauerte man der einen oder anderen Großchance und dem unnötigen verursachten Elfmeter beim Gegentor ein wenig hinterher.

Nichtsdestotrotz haben wir unseren ersten Punkt geholt und wollen den heute über alles andere stellen und den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee genießen.

Aber wie immer der Reihe nach: Mit Tim Richter nach drei Spielen Verletzungspause wieder in der Stadtformation, hoffte man auf mehr Stabilität. Jedoch musste unser Trainer aufgrund der Verletzungen von Christopher Lätz und Maximilian Kurth abermals umstellen und platzierte unseren Kapitän hinten in der Mitte. Auf der für ihn sehr ungewohnten Position machte unsere #25 aber ein richtig gutes Spiel.

Das machte unsere Mannschaft aber prinzipiell. Alle waren heute hoch konzentriert. Bereits in der ersten Halbzeit war der Aufsteiger aus den Westvororten gegenüber dem gestanden Landesligisten aus Bad Frankenhausen zumindest auf Augenhöhe, wenn nicht vielleicht sogar einen kleinen Tick besser.

Noch war das Spiel im LVM Sportpark Saarbachtal aber wenig ansehnlich, war es doch auf beiden Seiten von vielen langen Bällen geprägt. Insgesamt alles sehr körperlich. Da unsere Gegenspieler im Schnitt gefühlt einen Kopf größer waren, legte man beim Team von Daniel Gehrt besonderen Wert auf die zweiten Bälle. Mit der Umsetzung dieser Taktik, bei der Phillip Rehnelt eine entscheidende Rolle spielte und dies auch richtig gut machte, war nach dem Spiel auch unser Trainer durchaus zufrieden.

Über diese zweiten Bälle kam man so nach und nach auch zu ersten guten Möglichkeiten. Richtig knapp am Führungstreffer war dann Leonardo Castro da Silva, dessen Knaller aus 20 Metern allerdings nur am Aluminium des Querbalkens landete.

Kurz darauf spielten sich die quirligen Klotz und Hoyer durch die gegnerischen Reihen. Der Abschluss von Markus Klotz war dann allerdings ein wenig zu überhastet, so dass der gegnerische Torwart Christopher Sünkel Sieger blieb.

Bis Mitte der ersten Halbzeit jedoch von allen Fans ein insgesamt positives Fazit für den Auftritt unserer Jungs. Weiter so! Schaffen wir mit so viel Konzentration und Willen heute vielleicht unseren ersten Punkt?

Gefährlich die erstmals in ihren nigelnagelneuen blauen ad-hoc-Trikots auflaufenden Geraer auch bei Ecken, die Tim Richter immer wieder gefährlich vors gegnerische Tor zirkelte. Philipp Rehnelt und Christian Kruschke blieb der Erfolg per Kopf jedoch verwehrt. Aber so könnte es gehen.

Auch bei einem weiteren Versuch nach Freistoß von Tim Richter scheiterte der heute sehr auffällige Rehnelt knapp.

Dennoch musste man hinten immer wieder Gefahr laufen einen Treffer zu kassieren, operierten auch unsere Gäste aus dem Kyffhäuserkreis vermehrt mit langen Bällen. Unsere Defensive um Kapitän Richter, flankiert von Benjamin Bohm und Christian Kruschke, machte das bis dato aber so richtig gut und verteidigte alles weg, was Richtung unseres Strafraum es kam. Über rechts konnte der schnelle Konrad Szydlo im Umkehrspiel immer wieder Akzente setzen.

Bitter dann kurz vor der Pause ein Black-out in unserer Innenverteidigung, die einen Ball nicht entscheidend klären konnte, so dass ein Spieler aus Bad Frankenhausen Richtung Grundlinie durchbrach, was Tim Richter mit einem langen Bein verhindern wollte. Unser Gast nahm das dankend an, so das er nur auf Kosten eines Fauls gestoppt werden konnte.
Zum Ärger für unsere Mannen, aber berechtigterweise pfiff der gute Sebastian Lorenzen Strafstoß.

Wieder so kurz vor der Pause. Wieder, als alle dachten, dass wir mit dem 0:0 nach 45 Minuten gute Chancen hätten, heute wirklich zu punkten, denn bis dato sah das alles richtig gut aus.

Erik Schneider ließ sich in der 43. Minute aber die Chance nicht entgehen, verlud Cedric Thrum und brachte seine Farben vor gut 100 Zuschauern im LVM Sportpark etwas überraschend in Führung. Pause. Durchatmen, Akku laden und neu durchstarten.

Gesammelt und kaum beeindruckt kamen unsere Jungs nach der Pause zurück aufs Spielfeld. Sofort versuchte man dem Spiel wieder seinen Stempel aufzudrücken.

Allerdings durfte sich in dieser Phase kurz nach Wiederbeginn auch Cedric Thrum zweimal beweisen, als er Chancen unserer Gäste zunichte machte und die Scheubengrobsdorfer im Spiel hielt.

So ab der 60. bzw. 70. Minute übernahm Westvororte aber endgültig das Zepter. Die Einwechslungen von Sascha Winefeld und Tom Eichberger, der nach seiner langwierigen Verletzung erstmals in einem Pflichtspiel für die Weiß-Blauen auflief, machten sofort den Unterschied. Jetzt überzeugte man auch spielerisch. Im Gegensatz zum ersten Durchgang agierte man nun mehr mit flachen Pässen.

Und es ergaben sich so weitere Möglichkeiten für das Team von Trainer Daniel Gehrt. Die größte derer kratzte ein Gästespieler für seinen geschlagenen Torwart in allerhöchster Not noch von der Linie. Da war er fast, der Ausgleich. Da hatten die Geraer Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen. Aber wir brauchten noch Geduld.

Obwohl jetzt nur noch 10 Minuten zu spielen waren, hatte man immer wieder die Hoffnung, dass es heute vielleicht doch noch mit einem Punkt klappen könnte, übte man so nach und nach immer mehr Druck aus und hatte auch weiterhin richtig gute Möglichkeiten zum Ausgleichstreffer.

Zum großen Jubel für alle, die es mit den Scheubengrobsdorfern halten, dann sieben Minuten vor dem Ende doch das Tor. Einen schnell ausgeführten Einwurf ließ Julian Hoyer geschickt klatschen, Christian Kruschke konnte unbedrängt flanken und Philipp Rehnelt, der in der Mitte am höchsten stieg, nickte das Ding mit dem Kopf ins lange Eck. Zum viel umjubelten Ausgleich.

Kurz darauf wurde es dann noch einmal so richtig spannend und packend. Das Spiel war noch lange nicht zu Ende. Keine der beiden Mannschaften wollte mit „nur“ einem Punkt über die Ziellinie.

Spannung. Faulspiele. Diskussionen. Über die 90 Minuten verteilt musste der insgesamt sehr gute Schiedsrichter sieben Gelbe Karten verteilen, fünf derer allein für die Gäste aus Bad Frankenhausen.

Westvororte spielt nun so kurz vor Ultimo auf Sieg. In der letzten Minute ist es dann Sascha Winefeld, der völlig frei im gegnerischen Strafraum auftaucht, aus etwas ungünstigem Winkel aber am gegnerischen Keeper scheitert.

Allerdings drang auch der Gast noch zweimal gefährlich in unseren Strafraum ein, was wir aber gut verteidigen konnten, so dass das Team von Trainer Alexander Ludwig nicht zum Abschluss kam.

In der letzten Minute stieg die Spannung im LVM Sportpark dann aber doch noch einmal ins Unermessliche, als unserem Gast ein Freistoß aus 16 oder 17 Metern zugesprochen wurde. Bitte nicht. Bitte nicht jetzt in der Nachspielzeit noch ein Gegentor. Bitte nicht!
Unsere Bitte wurde erhört und Cedric Thrum im Tor blieb Sieger in dieser brisanten Situation, so dass wir das 1:1 nach Hause bringen konnten und uns trotz liegengelassener Möglichkeiten, die eigentlich für mehr als „nur“ zu diesem 1:1 hätten reichen müssen, über unseren ersten Verbandsligapunkt freuen können.

Habt ihr gut gemacht, Jungs. Wir sind alle richtig richtig stolz auf euch. Bleibt dran! Wir sind auf einem guten Wege und schauen optimistisch nach vorn. Denn so nach und nach kommen auch die nächsten Spieler, die uns in den letzten Wochen schmerzhaft gefehlt haben, so langsam zurück. Ein Anfang wurde heute mit Sascha Winefeld und Tom Eichberger nach deren Einwechslungen schon gemacht. Schön, dass ihr wieder da seid.

Schön auch, dass der Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee heute pünktlich um null900 mit dem einen Punkt natürlich entschieden besser schmeckt, als nach den Niederlagen der letzten Wochen. Genießt den Moment und habt alle einen schönen Sonntag.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#stolzkenntkeineliga

#fairrespektvollkämpferisch

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Favorit setzt sich durch

Westvororte unterliegt in Jena

Ehe wir aus Jena berichten, etwas Werbung in eigener Sache. Werbung für unsere Jüngsten, Werbung für unsere F-Junioren. Denn die starten heute ab 10:00 Uhr auf dem Geraer Markt beim vom JFC Gera präsentieren Beach-Soccer-Turnier vor dem Kanitz.

Seid dabei, feuert unsere Westvororte-Kinder an, genießt das Superwetter und habt einfach Spaß in unserer Stadt, die für alle immer etwas zu bieten hat. Unsere Redaktion wird ab 09:00 Uhr auch vor Ort sein, weshalb wir euch bitten, den etwas verkürzten Spielbericht, der heute ist schon null800 erscheint, zu entschuldigen. Wir möchten gern pünktlich sein.

Aber zurück zu gestern. Zurück nach Jena. Als erstes wünschen wir unserem Torhüter Cedric Thrum gute Besserung.

Bei der letzten Aktion des Spielers, als er sich in eine Flanke warf und diese vor einem heranstürmenenden Schott-Spieler sicherte, war dieser Jenaer Stürmer zu euphorisch und traf anstelle des Balles den Kopf unseres Keepers, der kurz nach Spielende mit einer Platzwunde in den Notarztwagen stieg. Mit mehreren Stichen genäht, wurde die Platzwunde sofort versorgt, so dass Cedric am Nachmittag noch nach Hause fahren konnte. An dieser Stelle gute Besserung, Cedric. Schnelle Genesung!

Auch wenn es das Ergebnis wieder nicht hergibt, so schlecht wie das deutliche 4:1 war unsere Mannschaft nicht. Ohne acht Stammspieler haben sich unsere jungen Wilden wirklich gut aus der Affäre gezogen. Zu allem Übel musste auch Rückkehrer Maximilian Kurth bereits nach gut 20 Minuten ausgewechselt werden.

Unserer groben individuellen Fehlern in der Defensive nutzten die routinierten Jenenser eiskalt aus und bestraften unseren TSV rigoros. Hier müssen wir noch viel lernen, um abgeklärter zu werden, denn in dieser Liga werden solche Fehler erbarmungslos bestraft.

Schon das erste Tor fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff zu einem psychologisch wirklich sehr ungünstigen Zeitpunkt, auch wenn der SV Schott Jena vorher nach einem Freistoß schon einen Lattentreffer hatte, nachdem der Ball das Aluminium an der Oberkante touchierte und unsere Mannen im Glück waren.

Auf der anderen Seite brachten wir unsere Doppel-Chance nicht an Keeper Dzotsenidze vorbei, der zweimal kurz nacheinander Sieger blieb. Da waren wir nah am Führungstreffer dran.

Mit dem knappen Rückstand ging es dann in einer sehr fairen Begegnung, bei der der souveräne Schiedsrichter Nils Schröter auf beiden Seiten nur je eine Gelbe Karte verteilen musste, in die Pause. Durchatmen und den späten Treffer verdauen.

In der zweiten Halbzeit waren wir vor nur gut 60 Zuschauern über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten aus Jena. Zwei-, dreimal schafften wir es nach der Pause sogar gefährlich in den gegnerischen Strafraum einzudringen, konnten aber wie schon in den Wochen zuvor kein Kapital daraus schlagen.

Uns fehlen nicht nur die Spieler, die im vergangenen Jahr große Treffsicherheit bewiesen haben, sondern auch immer noch die Abgeklärtheit und Entschlossenheit, welche unsere jungen Spieler, die teilweise erst 18 oder 19 Jahre alt sind und erst seit diesem Monat bei dem Männern spielen, auch noch nicht haben können.

Da unsere jungen Wilden aber alle mit reichlich Potenzial ausgestattet sind, sehen wir auch in diesen Fragen positiv nach vorn.
Aber nicht nur unsere Jungs, sondern auch der auch der SV Schott Jena vergab in zweiten Durchgang gute Möglichkeiten. Torhüter Cedric Thrum war heute wieder sehr aufmerksam und fehlerfrei. Bei einem Lattentreffer aus Nahdistanz hätte er allerdings das Glück des Tüchtigen und war mit Fortuna im Bunde.

Dann patze der sonst so souveräner und immer fehlerfreie Kevin Kamprath. Der SV Schott bestrafte das eiskalt und zog im der 63. Minute auf 2:0 davon. Unsere Jungs ließen sich allerdings auch von der Zwei-Tore-Führung des Favoriten nicht in die Knie zwingen und spielten ihrerseits weiter munter mit.

Eine Großchance ließ man im dieser Phase Mitte der zweiten Hälfte allerdings liegen, bekam aber kurz darauf nach einem Foul am quirligen Julian Hoyer im Strafraum einen Foulelfmeter zugesprochen. Markus Klotz schnappte sich das Leder, schickte nach kurzem Anlauf den Jenaer Keeper in der 72. Minute in die falsche Ecke und verwandelte souverän und platziert. 2:1.

Im Gegensatz zu den eigenen Treffern übersah der sonst äußerst euphorische Stadionsprecher unseren Treffer, denn weder das Tor noch der Torschütze wurden erwähnt. Stehen wir aber drüber. Wir wissen, dass es unsere Nummer #10, unser Markus Klotz, war. Auf jeden Fall waren wir wieder dran. Wir waren wieder im Spiel.

Als alle dachten, dass jetzt für unsere Mannen vielleicht doch etwas geht, weil wir gerade in dieser Phase mehrfach offensive Akzente setzen konnten, abermals ein katastrophaler Fehler von Kevin Kamprath, der heute einen rabenschwarzen Tag erwischte und dem Stürmer den Ball im eigenen Strafraum direkt vor die Füße servierte, so dass dieser keinerlei Probleme hatte, die Zwei-Tore-Führung wiederherzustellen. 3:1 im der 77.

Damit war wohl schon eine kleine Vorentscheidung gefallen. Schott nun wieder mit leichtem Übergewicht und noch eins, zwei guten Möglichkeiten. Eine derer nutzte nach einem abermals katastrophalen Aussetzer unserer gesamten Abwehr Benno Weber zu seinem dritten Treffen am heutigen Tage und erzielte fünf Minuten vor Ultimo den Endstand zum 4:1.

Leider haben wir auch heute wieder Lehrgeld bezahlt. Gegen eine Top-Mannschaft der Liga hat unsere junge Mannschaft unter Führung von Kapitän Christian Kruschke allerdings gezeigt, dass wir zukünftig mehr können als nur verlieren, was wir sicherlich in den nächsten Wochen auch noch mit besseren Ergebnissen beweisen werden.

Wir jedenfalls bewahren die Ruhe, ob des Tabellenstandes. Denn wir sind nicht die einzige Mannschaft, die bisher noch nicht gewinnen konnte. Wir bleiben ruhig, hoffen auf ein baldiges Zurückkommen unserer acht (!) angeschlagenen und verletzten Spieler und schauen optimistisch nach vorn.

Nächstes Wochenende haben unsere Jungs spielfrei. In dieser Zeit heißt es dann Wunden lecken, hart trainieren und gezielt auf das nächste Heimspiel am 13. September gegen Bad Frankenhausen vorbereiten. Dann hoffen wir wieder auf eure zahlreiche und lautstärke Unterstützung zu Hause im LVM Sportpark Saarbachtal.

Jetzt aber genießen wir pünktlich um null800 alle unseren duftenden Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee, ehe wir uns dann vielleicht beim Beach-Soccer auf dem Geraer Markt wieder sehen, um unsere F-Junioren anzufeuern.

Vorher aber noch zwei Worte in eigener Sache. Kevin, Kopf hoch. Du hast in den letzten drei Jahren seit deinem Wechsel von den A-Junioren des JFC Gera zum TSV und in deinen bisherigen 75 Spielen für Westvororte seit Sommer 2022 immer deinen Mann gestanden, hast eine hervorragende Entwicklung genommen und bist eine feste und äußerst verlässliche Größe in unserem Team. Lass den Kopf nicht hängen. Solche Tage wie gestern gibt es. Schau nach vorn. Wir sind alle für dich da und stärken dir weiterhin den Rücken!

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#stolzkenntkeineliga

#fairrespektvollkämpferisch

#westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

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Guten Morgen, Westvororte. Guten Morgen aus dem LVM Sportpark

Trotz Niederlage nicht unzufrieden

Es ist schwer, dieses Spiel genau zu analysieren. Denn da ist einerseits das Spiel und andererseits das Ergebnis. Zuerst können wir uns aus dem Ergebnis-Telegramm von gestern Abend wiederholen: „Schade. Gut gespielt. Stark gefightet. Kaum etwas zugelassen. Unser Gast äußert effektiv.“

Aber der Reihe nach. Nein, das Ergebnis ist nicht gut. Aber der Auftritt unserer Mannschaft war heute wirklich absolut in Ordnung. Kein Vergleich zum desolaten Gekicke in Greiz. Wir hatten gestern gegen einen eigentlich gestanden Verbandsligisten sogar mehr vom Spiel und waren nah am Tor und vielleicht am ersten Punkt dran.

Beim Pfostenschuss des TSV dann Bad Langensalza mit Fortuna im Bunde.
Julien Patzer kratzte einen Ball, der vom Innenpfosten zurücksprang, noch von der Linie, als all unserer Fans schon den Torschrei auf den Lippen hatten. Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wären wir in diesem Moment in dieser 28. Minute in Führung gegangen.

Auch bei eins zwei weiteren recht guten Möglichkeiten für die Scheubengrobsdorfer fand das Leder den Weg ins Tor nicht. Chancen blieben auf beiden Seiten sonst Mangelware. Zumindest was die großen Chancen betrifft. Die Abwehrreihen hatten das Sagen und haben ihre Arbeit auf beiden Seiten gut gemacht. Bis auf unsere Defensive, die beim 0:1 kurz nach der Pause eine kleinen Aussetzer hatte.

Unsere Gäste hatten eigentlich nur diese eine wirklich richtig gute Chance und die hat das Team von Trainer Thomas Wirth eiskalt genutzt und kurz nach der Pause in der 49. Minute die Führung erzielt. Etwas leichtfertig haben wir in diesem Moment eine Flanke zugelassen. Auch in der Mitte haben dann der Zugriff und die Zuteilung gefehlt. Leon Schleip hatte alle Zeit der Welt, den Ball von drei unserer Verteidigern flankiert, aber nicht attackiert, in Ruhe anzunehmen, sich eine Ecke auszusuchen und erfolgreich abzuschließen.

Noch aber war genügend Zeit. Wir müssen jetzt ruhig bleiben. Wir müssen auf uns vertrauen. Hinten aufpassen und nach vorn diese eine Chance, die sich vielleicht noch ergeben sollte, eiskalt nutzen. Bis wenige Minuten vor Schluss blieb diese Hoffnung auf und neben dem Platz erhalten. Das zweite Tor machte diese dann aber zu Nichte.

Ein Elfmeter aus einer Situation heraus, die keine wirkliche Chance war. Aber der Schuss des Doppeltorschützen Leon Schleip war zugegeben sehr gut und platziert und unhaltbar für unseren Keeper Cedric Thrum.
Somit war fünf Minuten vor Ultimo die Entscheidung gefallen. Zwar versuchten unsere Jungs noch einmal alles, aber der Erfolg blieb bis in die Nachspielzeit hinein auf der Strecke.

Unser Schlussmann musste im gesamten Spiel nur einmal wirklich richtig eingreifen, machte seine Sache kurz vor der Pause aber gut, als er einen abgefälschten Ball mit den Fingerspitzen noch um den langen Pfosten lenke.

Auf der anderen Seite waren nicht zwingend genug, auch wenn wir immer mal wieder gefährlich am Strafraum auftauchen. Über die Außenbahnen haben wir uns teilweise sehr gut durchgesetzt. Eingaben oder Flanken haben allerdings zu selten einen Abnehmer gefunden. Hohe Bälle waren mehr oder weniger leichte Beute für die größenmäßig überlegenen Gäste. Andererseits war unser Flachpassspiel teilweise recht gefällig und ansehnlich, im Abschluss fehlte uns aber ganz einfach die Kaltschnäuzigkeit.

Aber wir wollen unseren jungen Offensivspielern zugute halten, dass sie diese mit ihren gerade einmal 19 Jahren im Anfangsstadium ihres ersten Männerjahres ja noch gar nicht haben können. Auch Marcus Schneider hat in seiner ersten Landeskasse-Saison 2013/14 „nur“ sieben Treffer erzielt. Und da war er „schon“ 21.

Wir wollen und werden ruhig bleiben. Die Saison ist lang. Die Verletztenliste bei uns aktuell allerdings auch. Leider. Zu unserem bisherigen Lazarett gesellt sich nun auch noch Christopher Lätz, dessen Schulterverletzung aber erst noch genau diagnostiziert werden muss.

Wir bleiben dennoch optimistisch und denken positiv. Denn so nach und nach wird unser Kader sowohl in der Breite als auch in der Spitze sicherlich bald wieder besser aufgestellt sein. Gestern haben sich unsere jungen Wilden ohne Kurth, Richter, Eichberger, Wolff, Zschille und Winefeld doch alle echt gut aus der Affäre gezogen, haben gebissen, haben gekämpft, haben viel gearbeitet.

Kapitän und Geburtstagskind Christian Kruschke hat seine Vorderleute immer wieder lautstark motiviert und heute echte Führungsqualitäten bewiesen.

Unterm Strich Westvororte in einem relativ ausgeglichenen Spiel vielleicht sogar einen Tick besser. Allerdings hat uns vor allem vorn die Durchschlagskraft gefehlt. Und hinten haben wir diesen einen entscheidenden Fehler mehr gemacht als der Gegner.

Das ist besonders schade, weil der Nachmittag sonst insgesamt ein sehr schönes Event gewesen ist. Die Namensgebung und Einweihung unseres neuen „LVM Sportpark Saarbachtal“ vor 161 Zuschauern, von denen jeder als Dankeschön für das Kommen von unserem Partner, der LVM Versicherung Fischer und Hauffe, ein Freigetränk erhalten hat.

Darüber hinaus auch die emotionale und feierliche Verabschiedung von Marcus Schneider, der nach 271 Spielen für den TSV dem Fußball auf Landesebene auf Wiedersehen gesagt hat.

Und was hat unser Trainer Daniel Gehrt gesagt? Er war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht unzufrieden und resümiere:

„Also, ich glaube wir haben ein gutes Fußballspiel gesehen, wo am Ende vielleicht die cleverer Mannschaft gewinnt. Uns hat leider nach vorn die Durchschlagskraft gefehlt und wir haben uns nicht belohnt für den sehr mutigen und guten Auftritt.

Dann sind es zwei einfache Fehler und die werden in der Liga eiskalt bestraft. So ehrlich muss man da sein. Trotzdem bin ich mit dem Auftritt gerade nach dem Pokalspiel sehr zufrieden, wohl wissend, dass wir uns dafür nix kaufen können. Aber darauf können wir aufbauen und dann geht’s einfach weiter.“

Pünktlich zum ersten Heimspiel lagen ebenfalls die Dauerkarten für unsere Fans parat und auch die Super-Supporter-Tickets durften heute an unsere treuesten Unterstützer übergeben werden. Ein schöner Nachmittag also, trotz Niederlage.

Aber auch die sehen wir positiv. Sie bringt uns zwar keine Punkte, aber die Erfahrung, dass wir heute im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen schon sehr viel mehr richtig gemacht haben. Darauf lässt sich aufbauen. Die Richtung stimmt. Die junge Mannschaft von Trainer Daniel Gehrt darf heute erhobenen Hauptes vom Platz gehen und sich im Laufe der Woche in den Trainings auf das nächste Spiel, auf die nächste Herausforderung vorbereiten.

Nachdem wir nun alle unseren Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee genossen haben, bereiten wir uns auf einen erholsamen Sonntag vor, ehe wir morgen alle wieder voller Energie in eine neue herausfordernde Woche starten.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera #stolzkenntkeineliga #fairrespektvollkämpferisch #westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

Dieses Spiel wird Ihnen präsentiert von unserem Partner LVM Versicherung Fischer und Hauffe.

Vielen Dank für die schönen Fotos an unseren Freund Didi Gerstner.
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Westvororte und Pokal. Das matcht nicht.

Aus in der ersten Runde

Sonntag früh. 06:00 Uhr. Wir suchen nach den passenden Worten. Die Enttäuschung sitzt immer noch tief. Sollten wir uns einfach noch einmal rumdrehen, weiterschlafen und den Spielbericht auf Montag verschieben? Oder ganz weglassen? Oder sollten wir nur kurz und knapp schell ein paar oberflächliche Sätze hinkritzeln und den Finger nicht noch einmal in die Wunde legen?

Nein, das sind wir nicht. Wenn wir Himmelhoch jauchzend mit viel Freude zur Feder greifen, wollen und müssen wir das auch tun, wenn es einmal ungemütlich ist. Und das ist es heute, zweifelsohne.

Ja, wir haben verloren. Und auch, wenn beim Fußball nur Ergebnisse zählen, geht es uns heute primär gar nicht nur um dieses, sondern eher um die Art und Weise, mit der unserer Mannschaft am Samstag im Tempelwald aufgetreten ist. Die ersten 70 Minuten waren ernüchternd. Gar enttäuschend.

Wenn ein Spieler nach 20 Minuten und sieben Ballberührungen sieben Fehlpässe oder verlorene Zweikämpfe in seiner Statistik aufweist, sollte sich dieser Spieler spätestens jetzt Gedanken machen, ob er mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen ist.

Wir wollen sechs gelbe Karten für den Gastgeber keinesfalls schönreden, aber der ein oder andere Fan der Scheubengrosdorfer hätte sich von der eigenen Mannschaft vielleicht genau diese Leidenschaft gewünscht, die man im Pokal an den Tag legen muss, um vielleicht Großes zu erleben.

Aber lassen wir das individuelle und subjektive Geschwafel und kommen zu ein paar Fakten. Denn vielleicht sehen wir das ja alles verkehrt. Vielleicht interpretieren wir das ja alles falsch. Sicher ist nur, dass der ein oder andere Protagonist nicht der selben Meinung sein wird wie wir. Vielleicht haben wir unterschiedliche Spiele gesehen.

Aber wie immer der Reihe nach. Die ersten 20 Minuten ein relativ ausgeglichenes Spiel. Auf recht überschaubaren Niveau. Gera mit bisher einer guten Möglichkeit. Greiz aber immer wieder gefährlich gegen unsere hoch stehende Abwehr. Die wird mehrfach überlaufen.

Dann die 28. Minute. Nach einer Ecke und einem mehr oder weniger gewollten Hackentrick eines Greizer Spielers landet der Ball fünf Metern vor unserem Tor, wo Hannes Schmeißner von mehreren Abwehrspielern umringt am schnellsten reagiert und trifft. 1:0.

War unser Spiel bisher schon nicht berauschend, kommt nunmehr auch noch eine gewisse Verunsicherung hinzu. Greiz nutzt das nun rigoros aus und lässt uns des Öfteren Alt aussehen. Da ist auch das Fehlen vieler Stammkräfte keine Ausrede.

Allen voran Maskenmann James-Kevin Nahr. Der Greizer, der nach einem Nasenbeinbruch vor Wochenfrist erst vor wenigen Tagen operiert wurde, ist von unseren Spielern kaum zu halten. Nachdem er sich gegen zwei Abwehrspieler erfolgreich durchgesetzt hat, landet sein Schuss aus spitzem Winkel glücklicherweise nur am Außennetz.

Und gleich wieder Greiz. Wir sind jetzt total von der Rolle. Über rechts werden wir wiederholt überlaufen. Eine Flanke aus vollem Lauf erreicht einen Gastgeber -Spieler, der direkt verwandelt. Tor!

Glücklicherweise war der Ball nach Meinung des Linienrichters bei der Flanke knapp über der Grundlinie in Aus. Durchatmen. Es bleibt erst mal bei der Ein-Tore-Führung.

Und gleich noch einmal der Gastgeber. Jetzt über links. Die Direktabnahme nach schöner Flanke verfehlt unseren langen Pfosten nur um Millimeter. Westvororte jetzt mit Fortuna im Bunde.

Kurz darauf verlässt uns das Glück aber und Hannes Schmeißner kann James-Kevin Narr unbedrängt bedienen, so dass der Routinier aus Nahdistanz kein Problem hat, den Ball über die Linie zu drücken. 2:0.

Und das Ergebnis geht sogar in Ordnung. Greiz besser als die Unseren. Und wieder ist es James-Kevin Nahr, dessen Schuss nur knapp sein Ziel verfehlt. Eine weitere Möglichkeit lassen die Greizer kurz darauf ebenfalls überhastet liegen. Mittlerweile sind wir mit dem 2:0 zur Pause sogar noch ganz gut bedient.

Hoffen und wünschen wir, dass unser Trainer in der Kabine jetzt die richtigen Worte findet. Hoffen und wünschen wir, dass wir nicht noch einmal solch eine Halbzeit und vielleicht ein Debakel erleben. Hoffen und wünschen eir, dass auch unsere Spieler ein Pokalspiel nicht nur als einen überflüssigen Test ansehen.

Der zweite Durchgang beginnt mit lautstarken Motivationsrufen des Greizer Kapitäns. Auf der anderen Seite Stille. Und nur kurz darauf schön fast folgerichtig die nächte gute Chance für die Hausherren.

Dann endlich einmal Westvororte. Eine erste gute Möglichkeit ist ein Fernschuss von Lenny Schumann aus circa 20 Metern, der sein Ziel aber deutlich verfehlt. Ist das jetzt aber vielleicht ein Startschuss für eine Aufholjagd?

Nein. Noch nicht. Die nächste große Möglichkeit haben wieder die Mannen vom Tempelwald. Der bis dato beste Mann auf dem Platz, James-Kevin Nahr, jagt einen Freistoß aus circa 20 Metern halblinker Position scharf gen kurzes Eck. Da der Ball kurz vor der Linie noch einmal gefährlich aufspringt, wird er fast unhaltbar, aber Cedric Thrum kann mit einer Glanzparade den Einschlag verhindern. Das wäre sonst wohl schon sehr früh die endgültige Entscheidung gewesen.

Mitte der zweiten Halbzeit dann die Gäste mit ersten zaghaften und ernstzunehmenden Versuchen. Ein Dreifachwechsel in der 60. Minute bringt neuen Schwung. Immerhin können wir jetzt zwei-dreimal am gegnerischen Strafraum Akzente setzen. Wie aus dem Nichts, dann der Anschlusstreffer. Nur noch 2:1.

Nach einem Einwurf agieren wir diesmal schneller als die Greizer Abwehr und Lenny Schumann kann den Ball aus etwa 10 Metern mit viel Gefühl im Dreiangel versenken, nachdem der Ball von der Unterkante der Latte ins Tor springt. Jubel bei unseren Spielern und unseren Fans. Wir sind zurück im Spiel.

Noch ist viel Zeit. Noch sind über 20 Minuten auf der Uhr. Und auf einmal sind wir da. Auf einmal kippt das Spiel. Westvororte im Vorwärtsgang. Jetzt Greiz total verunsichert und nach und nach immer mehr in die Defensive gedrängt.

Und wir haben jetzt nicht nur mehr vom Spiel, sondern wir haben auch Chancen. So richtig gute Chancen. Die erste riesengroße derer hat Markus Klotz, der den Ball aus 5 Metern Entfernung völlig freistehend über das leere Tor jagt. Das war eine Hundertprozentige. Das Ding muss drin sein.

Diese Phase aber gehört jetzt den Gästen. Wir machen immer mehr Druck. Immer wieder dringen wir in den gegnerischen Strafraum ein und haben Möglichkeiten. Zweimal kann der aufmerksame Greizer Keeper Nils Ole Petersen zupacken und den Ball sichern.

Die Mannschaft von Trainer Kevin Brettfeld wehrt sich nun mit allen Mitteln. Die vielbeinige Abwehr kann zweimal einen Einschlag aufopferungsvoll verhindern. Der Ausgleich liegt in der Luft.

Was man nicht verteidigen kann, wird rigoros weg- und abgeräumt. Dabei nimmt man sogar Verletzungen in Kauf. Allein vier Gelbe Karten für das Brettfeld-Team in den letzten acht Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Greiz wehrt sich jetzt mit allen Mitteln.

Die Schlussphase ist jetzt hier vor über 100 Zuschauern so richtig spannend. Packend. Westvororte dem Ausgleich nahe. Noch drei oder vier Minuten. Wieder eine Flanke in den Greizer Strafraum. Abgewehrt. Nachschuss. Wieder ist ein Greizer Fuß dazwischen. Haare raufen.

Dann liegt ein Gastgeber-Spieler am Boden und wird von den Verantwortlichen der Greizer Bank höflich gebeten auch noch bisschen liegen zu bleiben. Zwei weitere Wechsel der Gastgeber kurz vor Ultimo spielen dem Weiterkommen natürlich zusätzlich in die Karten.

Um die 90. Minute herum nochmals drei Ecken in Folge für unsere Jungs. Selbst Keeper Cedric Thrum nun mit im gegnerischen Strafraum. Der bis dato sehr souveräne Schiedsrichter Steffen Lesker reckt vier Finger in die Höhe. Noch vier Minuten. Westvororte macht unendlich viel Druck. Greiz wechselt noch einmal.

Die Nachspielzeit ist rum. Noch eine Ecke für die Weiß-Blauen. Diese wird per Kopf verlängert, so dass der eingewechselte Julian Hoyer am langen Pfosten freistehend den Ball volley ins Netz jagen kann. Der Ausgleich!
Jubel auf dem Feld. Jubel am Spielfeldrand. Wir haben es doch noch geschafft.

Verlängerung. Die Greizer Spieler sinken enttäuscht zu Boden. Ein sicher geglaubter Sieg endet vorerst in der Verlängerung.
So dachten es zumindest die 115 Zuschauer und alle Spieler. Nur der Schiedsrichter war anderer Meinung. Der hat irgendwo zwischen der Ausführung das Eckballes und dem Abschluss ein Foul gesehen, welches nicht einmal die Greizer Spieler reklamiert hatten.

Was Referee Läsker da aber wirklich gesehen hat, blieb er uns auch auf persönliche Nachfrage nach dem Spiel schuldig und wendet sich zügig ab. Wohl wäre da ein „klarer Schubser“ gewesen. Mehr verrät er uns nicht, als er nur wenige Sekunden später das Spielfeld verlässt. Muss er auch nicht, denn er ist nicht schuld an unserer Niederlage.

Glückwunsch an die Gastgeber zum Weiterkommen! Die Greizer jubeln, die Geraer lassen die Köpfe hängen.

Die Aufholjagd der Mannschaft von Trainer Daniel Gehrt kam zu spät. Abermals muss man in einem ganz frühen Stadium des Pokales die Segel streichen. Die Hoffnung auf eine spannende Pokalsaison hat somit abermals ein jähes Ende. Eine Wiederholung aus dem Jahre 2021 wird es nicht geben. Hier bleibt uns nur die Erinnerung an große Pokalfights und namhafte Gegner, die wir seinerzeit in Scheubengrobsdorf begrüßen durften. Nur zwei der Pokalhelden von damals standen gestern auf dem Platz.

Das Schöne am Fußball allerdings ist, dass man in spätestens einer Woche eine Niederlage mit einem Sieg schnell wieder vergessen machen kann. Ein Pokalaus allerdings lässt sich nicht revidieren. Daher wird die Enttäuschung noch eine ganze Weile präsent bleiben. Zumindestens bei uns, auch wenn sicherlich der ein oder andere die Alibi-Floskel der Konzentration auf die Liga bemühen wird. Wir nicht.

Nichtsdestotrotz hat unsere Mannschaft in weniger als einer Woche die Möglichkeit positive Schlagzeilen zu schreiben, wenn am nächsten Samstag um 15:00 Uhr der FSV Preußen Bad Langensalza in Gera zu Gast ist, der sein Pokalspiel gestern gegen Ohratal mit 9:8 nach 11-Meter-Schießen verlor und nach der Niederlage im ersten Punktspiel gegenüber seinen Fans und Anhängern ebenfalls etwas gut zu machen hat.

Und auch, wenn der Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee heute pünktlich um null900 mit einer bitteren Portion Enttäuschung angereichert ist, freuen wir uns bereits auf kommenden Samstag und sind uns sicher, dass unsere Mannschaft vor heimischem Publikum einen ganz anderen Auftritt hinlegen wird. Glücklicherweise ist nicht Pokal.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera #stolzkenntkeineliga #fairrespektvollkämpferisch #westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen.

Dieses Spiel wird Ihnen präsentiert von unserem Partner Firma Rudolf Ziegengeist.

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Nichts zu holen in Neustadt

Auftakt mit Niederlage

Der Sieg für den Gastgeber geht in Ordnung. Ob er vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen ist? Sei’s drum.

Eine kurze Phase in der ersten Halbzeit und eine in der zweiten waren zu wenig, um dem gestandenen Landesligisten aus Neustadt einen Punkt abzunehmen.

Gleich im ersten Spiel haben wir aber auch gesehen, dass wir noch etwas zulegen müssen, denn die Verbandsliga ist doch eine Nummer körperlicher und schneller. Und man muss wirklich über 90 Minuten hoch konzentriert sein und bleiben.

Aber wir haben ja noch Zeit zum lernen. Wir wollen diese Niederlage keinesfalls überbewerten. Wir gehen am Dienstag alle zum Training, analysieren unsere Fehler und versuchen diese in den nächsten Spielen, in den nächsten Wochen zu minimieren, um dann Ertrag zu ernten.

Aber der Reihe nach. Erst einmal ein herzliches Willkommen der jungen Westvororte-Mannschaft in der höchsten Spielklasse unseres Freistaates. Wie in unserer Vorberichterstattung schon erwähnt und wie im Laufe der letzten Wochen schon mehrfach kommuniziert, ist die Verbandsliga eine echt große Herausforderung für unseren kleinen Verein. Aber wir stellen uns dieser.

Und wir freuen uns neben den vielen interessanten Auswärtsfahrten auch darauf, namhafte Thüringer Vereine zu Hause in den Westvororten begrüßen zu dürfen.

Die erste Auswärtsfahrt führte uns am gestrigen ersten Spieltag nach Neustadt/Orla. Die ersten Minuten dort auf dem Sportgelände Rote Erde waren sehr taktisch geprägt. Keine der beiden Mannschaften wollte einen Fehler machen, um dadurch vielleicht in Rückstand zu geraten. Längere Ballbesitzphasen prägten die ersten 10-15 Minuten.

Auch, wenn wir immer wieder Gefahr liefen ein Gegentor zu kassieren, sobald der Gastgeber über die beiden schnellen linken Außen in den Strafraum eindrang, machte der TSV das defensiv über weite Strecken doch recht gut.

Ein erster Wermutstropfen allerdings schon nach sieben Minuten. Tim Richter musste bereits in der Anfangsphase mit einer Leistenverletzung vom Platz. Das geht gar nicht gut los für unsere Mannen. Und auch, wenn wir eine qualitativ und quantitativ starke Ersatzbank hatten, unsere Nummer 25 zu 100 % ersetzen ist fast nicht möglich.

Bis dato nur eine verheißungsvolle Möglichkeit. Ein Fernschuss des SV 90 verfehlt sein Ziel knapp und zischt über den Querbalken unseres Tores. Sonst brennt trotz leichter Feldvorteile für die Hausherren nicht viel an.

Nach 20 Minuten muss sich unser Torhüter dann aber doch das erste Mal so richtig beweisen. Cedric Thrum bleibt allerdings bei dieser richtig guten Möglichkeit der Neustädter im eins-zu-eins Sieger. Gut gemacht, Cedric. Kurz darauf haben wir Glück als wir nach einer Unachtsamkeit in einen Konter laufen, dessen Abschluss glücklicherweise nur am Pfosten landet.

Jetzt sind es vielleicht noch vier oder fünf Minuten bis zur Pause. Gut gemacht bisher, Jungs. Das torlose Remis nehmen wir jetzt erst einmal gern mit. Aber vielleicht waren nicht nur wir schon mit den Gedanken in der Kabine, denn kaum wurde diese These auch unter den Fans am Spielfeldrand kommuniziert, schlägt Neustadt eiskalt zu.

Wieder über links dringen die Gastgeber in unseren Strafraum ein. Zwei unserer Abwehrspieler werden noch düpiert, ehe der Pass den eingelaufenen Bernhard Grimm erreicht, der aus Nahdistanz kein Problem hat, den Ball über die Linie zu drücken. Ärgerlich.

So kurz vor der Pause. Allerdings muss man auch sagen, dass in dieser Szene die individuelle Klasse einiger Neustädter Spieler deutlich zum Ausdruck kam. Muss man neidlos anerkennen, dass das richtig gut gemacht war.

Westvororte konsterniert. Neustadt will das nutzen. Neustadt will gleich nachlegen. Glücklicherweise verfehlt ein weiterer Schuss unser Tor knapp und einmal kann unser Keeper Cedric Thrum rechtzeitig zupacken.
Und als dann wirklich alle denken, dass Pause ist, schlägt der TSV in der 45.+1. Minute eiskalt zu.

Einen zu kurz geratenen Rückpass erläuft sich Philipp Rehnelt. Auf das Tor zulaufend macht er noch einen Haken und schließt dann ab. Seinen Schuss kann Maximilian Paul im Tor der Gastgeber noch mit den Fingerspitzen abwehren. Der Ball fällt allerdings unserem Neuzugang Julian Hoyer, der vorausschauend mitgelaufen war, direkt vor die Beine, so dass dieser kein Problem hat das Spielgerät zum 1:1 über die Linie zu drücken. Ausgleich! Pause.

Gut. Das Ergebnis klingt gut, auch wenn der SV Blau-Weiß bis dato etwas mehr vom Spiel hatte und auch die ein oder andere größere Möglichkeit besaß. Durchatmen bei hervorragenden äußeren Bedingungen. Schöner großer Platz. 240 Zuschauer. Traumhaftes Sommerwetter. Verbandsliga. Was will man als Westvororte-Fan mehr?!?

Die zweite Halbzeit beginnt. Und es reift bei den etwa 30 mitgereisten Scheubengrobsdorfer Fans die Hoffnung, hier vielleicht etwas mitzunehmen. Diese Hoffnung wird allerdings nur fünf Minuten nach der Pause jäh zerstört als Elia-Abraham Walther von halb rechts in den Strafraum eindringt und unseren Schlussmann verlädt und ihm diesmal im eins-zu-eins keine Chance lässt. 2:1. Da haben wir jetzt geträumt. Da waren wir noch nicht wieder so richtig auf dem Platz. Das haben wir den Hausherren jetzt zu einfach gemacht. Das Tor fiel einfach viel zu schnell. Zu früh. Wieder müssen wir einem Rückstand hinterherlaufen.

Glück dann für die Unseren, dass nach einer Ecke ein Neustädter Kopfball sein Ziel nur ganz knapp verfehlt. Und dann dringen wir wieder in den gegnerischen Strafraum ein. Lenny Schumann sucht den Dreikampf gegen zwei Verteidiger, kann sich aber gegen zwei Verteidiger nicht entscheidend durchsetzen, auch wenn er etwas unsanft am Abschluss gehindert wurde. Einige Weiß-Blaue Geraer Fans wollen da einen Elfmeter gesehen haben, den der Schiedsrichter allerdings zu Recht nicht pfeift.

Aber schon wieder unsere Jungs. Diesmal wird Markus Klotz in Szene gesetzt. Richtigerweise legt er den Ball noch einmal quer, so dass Julian Hoyer zum Abschluss kommt. Sein flacher Schuss von halbrechts verfehlt das Ziel am langen Pfosten nur knapp.

Und wieder Markus Klotz. Wieder ist er durch. Diesmal scheitert er am sehr aufmerksamen Neustädter Schlussmann Paul, der mit einer Glanzparade den abermaligen Ausgleich verhindern kann. Aber jetzt sind wir dran. Die beste Phase des TSV. Drei gute Möglichkeiten. Weiter so, Jungs!

Auch bei zwei weiteren Ecken und Flanken werden wir gefährlich und bringen die Neustädter Defensive in Verlegenheit. Ein Kopfball von Maximilian Kurth wird aber von der vielbeinigen Abwehr der Gastgeber rechtzeitig geklärt.

Das Spiel ist nun wirklich sehenswert, spannend und schnell. Und auch fair. Insgesamt gibt es vier Gelbe Karten, von denen drei auf unserer Seite.

Noch gut 20 Minuten. Weiter so, Männer, dann kommen wir vielleicht wirklich noch einmal zurück. Abermals wird unsere Hoffnung jedoch jäh zerstört. Der eingewechselte Leonardo Castro da Silva kollidiert mit einem Neustädter Stürmer im Strafraum unglücklich, so dass dieser zu Fall kommt und dem Schiedsrichter nichts anderes übrig bleibt, als auf den Punkt zu zeigen. Elfmeter für Neustadt.

Und Robin-Lee Engler lässt sich diese Möglichkeit natürlich nicht entgehen und bringt seine Mannschaft mit all seiner Routine und Schlitzohrigkeit mit einem Lupfer à la Panenka in die Mitte des Tores mit 3:1 im Führung.

Ist das die Entscheidung? Können wir jetzt noch einmal zurückkommen? Körperlich war das Spiel bis dato schon recht anspruchsvoll. Und zwei Tore Rückstand gegen diese starken Neustädter? Gut, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Das nächste Highlight des Spieles ist ein Pfostenschuss des eingewechselten Mouctar Diallo. Nach Zuckerpass von Sascha Winefeld steht er völlig frei und schiebt das Spielgerät überlegt am gegnerischen Keeper vorbei ans Aluminium. So nahe, wie wir in diesem Moment dem Anschlusstreffer auch waren, so nah war Mucki auch einen Schritt über der Abseitslinie, so dass ein eventuelles Tor leider eh nicht gezählt hätte.

Jetzt geht es aber hin und her. Anschließend, nach katastrophalem Ballverlust der Unseren, ein Konter der Hausherren, den unser Torhüter entschärfen kann. Kurz darauf tritt Neustadt zweimal heftig zu. Der Schiedsrichter muss es wohl übersehen haben, denn eine Verwarnung spricht er unverständlicherweise nicht aus. Wenigstens einen Freistoß spricht man uns zu.

Ist das jetzt, so fünf Minuten vor Ultimo, vielleicht doch noch einmal die Möglichkeit ranzukommen? Sascha Winefeld und Lenny Schumann stehen am Ball. Lenny versucht sein Glück, sein Schuss bleibt allerdings in der Mauer hängen und wird zur Ecke abgewehrt. Diese bringt nichts ein.

Besser macht es nur eine Minute später Neustadt. Die zeigen uns wie Ecke geht. Ecke. Kopfball. Tor. 4:1. Ja, das ging jetzt alles viel zu schnell für unsere Jungs. Da waren wir nicht auf der Höhe. Das haben wir den Neustädtern wieder viel zu leicht gemacht.

Noch einmal darf sich kurz danach unser Torhüter auszeichnen, ehe der insgesamt gute Schiedsrichter Paul Geißler das Spiel sehr pünktlich abpfeift und für unsere junge Mannschaft in der Verbandsliga die erste Niederlage zu Buche steht.

Und auch, wenn eine Niederlage prinzipiell ärgerlich ist, sind wir weiterhin guten Mutes. Wir bleiben ganz ruhig und bereiten uns akribisch auf die nächsten Spiele vor, um die Punkte gegen die Mannschaften zu sammeln, die unser Gradmesser sein werden. Das ist Neustadt nicht, denn die werden am Ende der Saison sicherlich weiter oben in der Tabelle stehen.

Den Sonntag-Guten-Morgen Kaffee lassen wir uns jetzt, pünktlich um null900, trotz der Niederlage gut schmecken, denn wir sind auf einem guten Weg, auf das Erreichte unserer Mannschaft stolz und schauen optimistisch in die nächsten Wochen.

Euch allen wünschen wir jetzt noch einen schönen Sonntag. Genießt das herrliche Wetter, bleibt uns treu und gebt unserer jungen Mannschaft unter diesen Artikel ein motivierendes „Gefällt mir“.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera #stolzkenntkeineliga #fairrespektvollkämpferisch #westvororte

Dieses Spiel wird Ihnen präsentiert von unserem Partner Firma Rudolf Ziegengeist.

Vielen Dank an Janine Volbert aus Neustadt für die Bereitstellung der Fotos.

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Platz 4 beim ad hoc Cup

Platz 4 beim ad hoc Cup

Unser Trainer hat es in seinem Statement nach dem Turnier alles in allem recht gut zusammengefasst:

„Ich denke unter den Vorraussetzungen war es gar nicht so schlecht. Unsere kurzfristig zusammengestellte Mannschaft, die in dieser Kombination nur einmal zusammen trainiert hat, hat das sehr ordentlich gemacht! Wir haben uns gut präsentiert, müssen in beiden Spielen in Führung gehen und haben dann leider nicht das Ziel ‚Finale‘ erreicht. Wir standen in der Defensive recht sicher, aber nach vorn hat uns die Durchschlagskraft gefehlt. Viel Nervosität und auch die Anstrengungen der letzten Tage, das hat man dann schon gemerkt. Viel wichtiger ist aber, dass wir es geschafft haben eine komplette Mannschaft zu ersetzen – und das bravourös, wo ich aber Mathias Leopold herausheben möchte, der heute seine Sache extrem gut gemacht hat. Letztes Jahr Kreisklasse und heute so eine Leistung in beiden Spielen. Hut ab. Und nicht zu vergessen ist der Fakt, dass es ohne die Kooperation mit dem JFC nicht möglich gewesen wäre! Also die SG lebt. Und an solchen Tagen merkt man es besonders.

Aber der Reihe nach. Das Gro der Aufstiegsmannschaft um Kapitän Tim Richter hatte die Abschlussfahrt für dieses Wochenende geplant und gebucht, nachdem der erste Termin für den ad hoc Cup am 05.07.2025 feststand. Dieser wurde dann allerdings leider um eine Woche verschoben. Was nun? Keine Spieler da.

So hatte unser Trainer die komplizierte Aufgabe ohne seine gestandenen Jungs ein schlagkräftiges Team aufzustellen. Keine leichte Aufgabe, 14 Stammkräfte zu ersetzen.

Letztendlich aber konnte er mit Unterstützung unseres Kooperationspartners JFC Gera ein konkurrenzfähiges Team zusammenstellen, was sich in Triptis ordentlich präsentierte.

In der vor ungefähr einer Woche ausgelosten ersten Begegnung gegen unseren Gastgeber, den FC Chemie Triptis, hatte man die insgesamt größeren Spielanteile und hätte mit etwas Glück in Führung gehen können. Am Ende kam es anders und der ambitionierte Gastgeber zog durch das goldene Tor des Spieles ins Finale ein.

Unsere Jungs mussten nun im Spiel um Platz 3 gegen den SV Schmölln, der seinerseits sein Halbfinale den FC Einheit Rudolstadt verlor, antreten.

Konnte man vor vier Wochen die starken Knopfstädter beim 2:2 im Finale und im Rennen um die Meisterschaft auf Distanz halten und ausgelassen den Aufstieg feiern, setzte es gestern eine knappe Niederlage.

Zweimal hatte der TSV eigene Treffer vor Augen. Einmal scheiterte Jan Rezwani per Kopf. Die Flanke von Konrad Szydlo köpfte er geschickt entgegen der Laufrichtung des Keepers, allerdings auch knapp über das Dreiangel.

Nur wenig später hatte abermals Jan Rezwani die Chance, nach seinem Alleingang fehlte ihm beim Abschluss allerdings wohl etwas die Kraft unsere somit die Präzision, so dass er sein Ziel wieder knapp verfehlte.

Auf der anderen Seite durfte Clemens Burgold im Tor der Weiß-Blauen sein Können unter Beweis stellen und parierte zweimal überragend. Beim einzigen Treffer des Spieles war er jedoch machtlos, so dass der SV Schmölln in dem für 45 Minuten angesetzten Spiel knapp mit 1:0 die Oberhand gegen unsere Jungs behielt.

Insgesamt hat sich die Mannschaft von Trainer Daniel Gehrt trotz des vierten Platzes sehr ordentlich präsentiert. Mit nur drei Stammkräften, sechs Neuzugängen und der Unterstützung aus unserer SG präsentierte man unseren Verein beim vierten ad hoc Cup, der vom FC Chemie Triptis hervorragend organisiert wurde, ansprechend.

In der Defensive stand man insgesamt sehr ordentlich, wobei hier wie vom Trainer bereits angesprochen unser Neuzugang Mathias Leopold hervorzuheben war, der in beiden Spielen durch Körperlichkeit, hervorragendes Zweikampfverhalten und sehr gutes Stellungsspiel auffiel.

Nach vorne hat gerade bei unseren Neuzugängen und den jungen Spielern die Durchschlagskraft noch etwas gefehlt. Nach nur einem gemeinsamen Training war die Leistung aller dennoch äußerst respektabel.

Dem FC Einheit Rudolstadt gratulieren wir auf diesem Wege recht herzlich zur Titelverteidigung und zum abermaligen Sieg beim ad hoc Cup.

Wir lassen uns nun pünktlich um null800 den ersten Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee der neuen Saison gut schmecken und freuen uns auf die nächsten Tests unseres jungen Teams, dessen Neuzugänge wir in der kommenden Woche alle einzeln etwas genauer vorstellen. Morgen geht’s los. Seid gespannt!

Ohne Worte …

#ausgerafürgera #adhoccup #westvororte
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Ein Traum wird wahr

Wenn gestandene Männer Tränen in den Augen haben …

(16.06.2025) Wohl wahr. Ein Traum wurde wahr. Nach einer langen und intensiven Saison darf sich der TSV Gera-Westvororte Aufsteiger in die Thüringenliga und Staffelsieger der Landesklasse Staffel 1 nennen. Und das verdient. Seit Monaten stand man an der Spitze der Tabelle und hat sich auch von hochmotivierten Knopfstädtern, die dem TSV zu seinem Sommerfest sicherlich gern in die Suppe gespuckt hätten, nicht von seinem Weg abbringen lassen.

Im Beisein vieler Sponsoren, so zum Beispiel der Geschäftsführung unseres Platinsponsors, der ad hoc Gruppe, dem Vorsitzenden unseres Kooperationspartners JFC Gera, Steffen Hadlich und dem Oberbürgermeister der Stadt Gera, Herrn Kurt Dannenberg, hatten kurz nach dem Schlusspfiff selbst gestandene Männer in zivil oder Trikot Tränen in den Augen.

Der Druck, der die letzten zwei Wochen vor diesem Endspiel auf unserem Team lastete, war enorm. Mit einer einzigen Heimniederlage hätte man sich eine ganze Saison kaputt machen können. Aber die Mannschaft von Trainer Daniel Gehrt hat immer an sich geglaubt und ist fokussiert und motiviert ins letzte Spiel der Saison gegangen. Mit dem klaren Ziel: Aufstieg.

Diesen Weg in die höchste Spielklasse Thüringens gemeinsam zu gehen, beschlossen Mannschaft und Vorstand bereits im Mai zusammen, nachdem man alle positiven und negativen Eventualitäten bis ins Kleinste diskutierte und abwog. Voraussetzung allerdings: Platz 1. Diesen konnte der Tabellenführer aus Scheubengrobsdorf vergangenen Samstag vor über 500 Zuschauern gegen den SV Schmölln mit einem 2:2 (2:0) verteidigen und im Anschluss daran den Aufstieg ausgiebig feiern.

Mit Tränen in den Augen. Mit Stolz. Und verdient. Ja, verdient, sieht man die ganze Saison. Seit der Herbstmeisterschaft durchgehend auf Platz eins. Mit nur zwei Niederlagen im gesamten Spieljahr. Mit 88 erzielten Toren, bei nur 36 Gegentoren – Topwert der Liga – Danke an unser beiden überragenden Keeper, landete man nach dem SV Schmölln die meisten Treffer. Allein unser Sturmduo Marcus Schneider und Sascha Winefeld – in dieser Wertung auf Platz 2 und 3 der Liga – traf zusammen 47 (!) mal.

Die Scorer-Wertung gewann unsere Nr. 8, Sascha Winefeld, mit 24 Treffern plus 20 Assist überaus deutlich. Und, wenn unsere Nr. 8 und der, der (eigentlich) immer trifft, mal nicht treffen, haben wir ja noch unseren Mister Zuverlässig, Markus Klotz, der mit seinen beiden vielumjubelten Treffern am letzten Samstag nicht nur seinen eigenen ca. 30-Mann starken Fanclub zum Jubeln brachte, sondern einen großen Teil der Gäste in der Saarbach-Arena. Und fair waren unsere Jungs.

Davon zeugt ein zweiter Platz in der Fairness-Tabelle. Das Team von Kapitän Tim Richter konnte die Saison ohne eine einzige Rote oder Gelb-Rote Karte abschließen. Respekt auch dafür. Und ein großes Dankeschön an unsere Fans und Zuschauer. Auch auf Grund der kaum zu übertreffenden Spannung im Finale der Liga belegt unser „Dorf“ im Ranking der Zuschauer mit durchschnittlich 152 Gästen ebenfalls den 1. Platz der Liga.

Meister-Pokal und Goldmedaillen wurden unter großem Jubel überreicht. Bedenkt man, dass von allen Mannschaften unter dem Dach des Thüringer Fußballverbandes TFV ab sofort nur fünf Teams höherklassiger spielen als unser TSV, gehen uns so langsam die Superlative aus. Ausgegangen schienen beim Verband auch die Silbermedaillen, denn der SV Schmölln wurde bei der Siegerehrung nach dem Spiel leider nicht im Geringsten bedacht, obwohl vorher jeder wusste, dass nach dem Finale nur die beiden Erstplatzierten auf dem Spielfeld stehen werden und auch der Sieger der Fair-Play-Wertung nur unter den Finalgegnern ausgemacht wird.

Wir aber wollen es keinesfalls versäumen unserem sportlichen Kontrahenten vom SV Schmölln zum zweiten Platz, zu einer ebenfalls grandiosen Saison und zum ersten Platz in der Fair-Play-Wertung zu gratulieren. Ohne Eure beeindruckende Aufholjagt in der Rückrunde wäre es nie zu solch einem spannenden und packenden Finale gekommen. Wir wünschen Euch für die kommende Saison alles erdenklich Gute und weiterhin viel sportliche Erfolge.

Apropos Glückwünsche. Wir möchten uns an dieser Stelle für die weit über 100 Glückwünsche zu unserem Aufstieg bei all denen bedanken, die uns auf den unterschiedlichsten Wegen gratuliert haben. Seien es Privatpersonen, Firmen, Verbände, Vereine oder sportliche Gegner. Wir haben uns riesig gefreut, sagen Danke und wünschen auch Euch ebenfalls alles erdenklich Gute, sportliche Erfolge und viel Gesundheit. Ohne Worte …

#ausgerafürgera #stolzkenntkeineliga #fairrespektvollkämpferisch

#westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen.

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Chancenwucher und Regen

Souveräner Auftritt mit verdienten Sieg

(02.06.2025) Ja, das war er – ein verdienter Sieg. Obwohl dieser noch viel höher hätte ausfallen können, hätte man die sich vielfach bietenden Möglichkeiten effizienter genutzt.

Zweimal Pfosten und weitere mindestens drei Hundertprozentige haben unsere Jungs liegen lassen. Gut, hätte uns vor dem Spiel einer prophezeit, dass wir mit 3:0 gewinnen, jeder hätte das wohl unterschrieben.

Ergo wollen wir nicht unzufrieden sein. Denn es hätte auch ganz blöd laufen können, hätte nicht Jonas Tämmler nach wenigen Minuten einen unglücklich abgefälschten Ball mit den Fingerspitzen noch aus dem Angel gekratzt.

Parallel dazu zogen dunkle Wolken auf. Von dieser Sekunde an beherrschte Westvororte das Spiel. Bei strömenden Regen brachten uns binnen zwei Minuten Sascha Winefeld nach schöner Vorarbeit von Philipp Rehnelt in der 25. und Marcus Schneider per Kopfball nach Freistoß von Sascha Winefeld in der 27. Minute mit 2:0 in Front.

Dem anziehenden Gewitter mit Blitzen geschuldet wurde das Spiel vom umsichtigen und souveränen Referee Marius Schaarschmidt kurz darauf für gut 10 Minuten unterbrochen. Beide Mannschaften verschwanden in den Kabinen und hatten etwas Zeit, erste Analysen zu betreiben. Für den TSV, der gerade richtig gut im Spiel war, kam diese Unterbrechung zu einem doch recht ungünstigen Zeitpunkt.

Bis zur Halbzeit brannte allerdings nichts mehr an. Bereits zur Starkregen-Pause lichteten sich auf Kahlaer Seite die Zuschauerränge. Die etwa 20 Gerschen hingegen harten bis zum „bitteren“ Ende aus. Und sie sahen im zweiten Durchgang einen Gala-Auftritt der Mannen von Trainer Daniel Gehrt.

Immer einen Schritt schneller. Der Gastgeber fasst immer einen Schritt zu spät. Die BSG Chemie kassierte zwischen der 30. und 60. Minute insgesamt viermal Gelb. Westvororte jetzt entschieden besser im Spiel, verzeichnete im zweiten Durchgang eine Vielzahl guter und sehr guter Möglichkeiten. Hinzu kamen mehrere Angriffe, die wir beispielhaft vorgetragen haben, beim letzten Pass allerdings zu ungenau agierten.

Zweimal rettete der Pfosten für Kahla. Insgesamt dreimal vergab man aus Nahdistanz beziehungsweise aus wirklich bester Position, so dass es noch lange „nur“ 2:0 stand. Eine trügerische Führung, wie allseits bekannt sein durfte.

Erst sieben Minuten vor Ultimo machte Jannik Wolff dann denSack zu. Mit dem 3:0 waren alle Fronten geklärt. Weitere Chancen lies der TSV auch in dieser Phase noch liegen. Letztendlich ein hochverdienter Erfolg, der bei besserer Ausnutzung der Möglichkeiten entschieden höher hätte ausfallen können.

Die Liga bleibt an der Tabellenspitze also weiterhin extrem spannend. Am kommenden Wochenende ist spielfrei. Am Samstag, d. 14. Juni um 15:00 Uhr, während unseres Sommerfestes, kommt es dann zum großen Showdown zwischen dem Tabellenersten, unserem TSV Gera-Westvororte, und dem Tabellenzweiten, dem SV Schmölln, der in der Tabelle nur drei Punkte Rückstand hat und bei einem Sieg mit drei Toren Unterschied unser Jungs noch überflügeln und die Meisterschaft zu seinen Gunsten sichern könnte.

Hoffen und wünschen wir, dass die Scheubengrobsdorfer Mannen auch weiterhin zu Hause umgeschlagen bleiben, um das ganz ganz große Ziel realisieren zu können.

Höchste Konzentration wird nötig sein. Das Team um Kapitän Tim Richter muss all seine Tugenden in die Waagschale werfen.

All seine Tugenden hat gestern unser Man of the Match in die Waagschale geworfen. Im defensiven Bereich hat er fast jeden Zweikampf gewonnen, war bei jedem Kopfballduell Sieger und hat auch nach vorn immer wieder Akzente setzen können. Von unseren Fans der Saarbach-Chaoten gewählt: Leonardo Castro da Silva.

Lasst euch für heute nun das Feierabend-Bier gut schmecken und habt alle eine gute Woche.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera #stolzkenntkeineliga #fairrespektvollkämpferisch

#westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

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Kein Spaziergang

Klingt leicht, wird schwer. Und so war es auch.

(17.11.2024) Auch, wenn das jetzt vielleicht etwas abgedroschen klingt: Es war das erwartet schwere Spiel. Unsere Gäste präsentierten sich keinesfalls wie ein Tabellenletzter.

Die Mannschaft von Christian Zentgraf hat es unseren Jungs nicht leicht gemacht. Aber nicht nur körperlich setzten die Mannen aus Gräfinau-Angstedt Akzente, sondern auch spielerisch. Und man versteckte sich keinesfalls.

So verzeichneten unsere Gäste nach 10 Minuten und einem unruhigen Beginn beider Teams die erste gute Möglichkeit. Unsere Gäste spielten sich über die rechte Seite gut durch, der satte Abschluss verfehlt unseren Kasten am langen Eck nur knapp.

Auf der anderen Seite können wir aus zwei Ecken heraus keine Gefahr erzeugen. Es steht nach knapp 15 Minuten weiterhin 0:0. Noch präsentieren wir uns nervös und suchen nach dem Zepter.

Unsere Gäste aus dem Ilmkreis auch weiterhin immer dann gefährlich, wenn sie es aus der Distanz versuchen. Insgesamt fünf satte Schüsse haben wir im ersten Durchgang auf unserem Notizblock stehen.

Einer davon so richtig gefährlich. Da muss sich Cedric Thrum lang machen. Mit den Fingerspitzen lenkt er das Spielgerät um den Pfosten und bewahrt uns vor einem Rückstand.

Aber auch Frank Lock im Tor unserer Gäste kann kurz darauf sein Können unter Beweis stellen, als er bei einer von Jannik Wolff eingeleiteten Großchance gegen Markus Klotz Sieger bleibt.

Und schon wieder dringen wir gefährlich in den Strafraum ein. Diesmal Wolff über links. Seine scharfe Eingabe findet allerdings in der Mitte keinen Abnehmer.

Und noch eine gute Möglichkeit, nachdem Tim Richters Flanke von Philipp Rehnelt am langen Pfosten klug in den Rückraum geköpft wird, wir aber gegen die vielbeinige Abwehr dort nicht zum gezielten Abschluss kommen.

Mittlerweile sind 30 Minuten gespielt und der Favorit tut sich weiterhin schwer. Der FSV macht das gut und klug. Und ist weiterhin sehr körperlich. Das bekommt Markus Klotz an der Mittellinie zu spüren, als er per Body-Check äußerte unfair und schmerzhaft auf die Aschenbahn befördert wird. Man verschafft sich Respekt.

Dann spielen wir uns mal so richtig gut durch die gegnerischen Reihen. Der Abschluss von Lenny Schumann aus etwa 18 Metern zischt allerdings knapp am langen Pfosten vorbei. Eine ansehnliche Aktion.

Kurz darauf kann sich der Gäste-Keeper abermals beweisen, als er gegen den starken Wolff klären kann. Auf der anderen Seite bringen wir uns selbst in Bedrängnis, so dass Cedric Thrum sich noch einmal richtig lang machen muss, um zur Ecke zu klären.

Bei hervorragenden äußeren Bedingungen, allerdings nur fünf Grad, richten sich die 121 Zuschauer so langsam auf die Halbzeitpause ein, in der der heiße Glühwein wartet.

Nur noch ungefähr ein oder zwei Minuten. Viel Grund zum Nachspielen gibt es nicht. Das Spiel ist insgesamt recht fair. Schiedsrichter Bruno Schanowski hat kaum ein Problem mit dieser Begegnung, muss insgesamt nur zweimal Gelb zücken.

Bei Westvororte fehlt die Leichtigkeit. Weiterhin steht es 0:0. Allerdings hat beim letzten Angriff im ersten Durchgang Jannik Wolff etwas dagegen, dass es auch zur Pause Unentschieden steht.

Ala Tor des Monats nimmt er aus der Bewegung heraus – seitlich zum Tor stehend – den langen Ball im Sprung sauber mit der Brust an und jagt ihn ohne Zwischen- und Bodenberührung von der Strafraumgrenze volley, scharf und unhaltbar ins Dreiangel. Ein absolutes Traumtor. Standing ovation.

Und Westvororte kann in der 45. Minute fast noch nachlegen. Nach schönem Doppelpass ist Schneider durch und steht blank vor dem gegnerischen Schlussmann, schießt aber nicht selbst, sondern legt für den mitgelaufenen Markus Klotz auf. Leider kommt der Pass leicht in dessen Rücken, so dass unsere Nummer #10 den Ball nicht verarbeiten kann. Schade. Da war jetzt mehr drin. Aber gut. Wir führen.

Pause. Westvororte vorn! Die Führung sollte eigentlich die Initialzündung sein, um dem Spiel ab jetzt den Stempel aufzusetzen. So richtig gelingt uns das aber auch zu Beginn der zweiten Hälfte noch nicht.

Dennoch dringen wir immer öfter in den gegnerischen Strafraum ein. 10 Minuten nach der Pause wird in diesem Philipp Rehnelt von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter zögert nicht und entscheidet zum Entsetzen der Gästespieler und den Fans sofort auf Strafstoß.

In Abwesenheit des Verletzten Sascha Winefeld lässt sich heute unsere Nummer #19 die Chance nicht nehmen und versenkt den Ball scharf, platziert und unhaltbar in den Maschen, auch wenn Frank Lock die Ecke geahnt hat. 2:0.

Und der, der immer trifft, hätte nur eine Minute später gleich noch einmal nachlegen können. Sein Schuss aus Nahdistanz wird allerdings in letzter Sekunde von einem Verteidiger für den bereits geschlagenen Schlussmann mit letztem Einsatz von der Linie gekratzt.

Und wiederum nur eine Minute später erwarten die Zuschauer abermal den Pfiff des Referees, nachdem es wieder Philipp Rehnelt war, der im Strafraum von den Beiden geholt wird.

Diesmal bleibt der Pfiff allerdings aus. Wir nehmen das diskussionslos hin, war auch schon beim ersten Elfmeter die Entscheidung aus unseren Augen ein wenig strittig, so dass wir aufgrund der beiden Szenen mit dem einen Elfmeter gut leben können.

Aber unsere Chancen häufen sich nun. So nach und nach geht die Führung in Ordnung. Dennoch müssen wir vorsichtig sein, Gräfinau-Angstedt ist immer mal wieder gefährlich in unserer Hälfte.

So auch jetzt, etwa 30 Minuten vor Ultimo, als ein weiter Diagonalpass Moritz Lindner erreicht, der sich das Leder noch einmal vorlegt und aus gut 10 Metern von halbrechts satt abzieht. Glück jetzt für unsere Farben, dass der Ball das Tor nur um Zentimeter verpasst.

Dann darf auch Jannik Wolff wieder einmal. Seinen Schuss von der Strafraumgrenze zwingt den Gäste-Keeper zu einer wirklichen Glanzparade.

Und gleich noch einmal der Schlussmann der Gäste. Noch hält er seine Mannschaft im Spiel. Nach einer scharfen Eingabe von Markus Klotz lenkt er das Leder vor dem einschussbereit Rehnelt reaktionsschnell mit den Fingerspitzen ab.

Zweimal stark gehalten! Da allerdings jetzt nur noch gut fünf Minuten zu spielen sind, glaubt keiner der Zuschauer mehr daran, dass unsere Gäste eventuell doch noch punkten. Nach vorne kommt zu wenig. Hinten sind die Gäste in der Defensivarbeit arg gebunden.

Und kurz darauf, in der 88. Minute, ist der gute Torhüter aus dem Ilmtal dann allerdings noch einmal machtlos. Über Rehnelt und Richter kommt der Ball zu Wolff, der ihn noch einmal ganz kurz stoppt, sich aus etwa acht Metern eine Ecke aussucht und platziert und unhaltbar vollendet.

Spätestens nach seinem zweiten Treffer am heutigen Tage ist die Frage nach dem Man of the Match beantwortet. Auch am Fan-Stammtisch nach dem Spiel gab es keine Zweifel darüber, dass unsere Nummer #13 heute mit diesem Titel geehrt wird.

Insgesamt hat unsere Mannschaft heute nicht vollends überzeugt, dennoch verdient gewonnen, auch wenn man unseren Gästen ein großes Lob für deren Moral aussprechen muss.

Wir wünschen der Mannschaft von Trainer Christian Zentgraf für die weitere Saison alles erdenklich Gute.

Mit diesem Sieg bleiben unsere Jungs weiterhin an der Tabellenspitze und erwarten am kommenden Samstag zum absoluten Spitzenspiel der Liga den Tabellenzweiten BSG Chemie Kahla in der Saarbach-Arena.

Dann allerdings wird die Leistung von heute nicht reichen. Nächsten Samstag müssen unsere Jungs mehr zeigen, will man mindestens einen Punkt und die Tabellenführung behalten.

Für heute Abend wollen wir mit drei weiteren Punkten und dem 3:0 aber nicht unzufrieden sein und uns den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee gut schmecken lassen, auch wenn unsere Mannschaft nicht vollends überzeugen konnte.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera #stolzkenntkeineliga #fairrespektvollkämpferisch #mitherz

#westvororte … Wo Freunde zusammen Fußball spielen.

Dieses Spiel wird Ihnen präsentiert von unserem Partner Firma Rudolf Ziegengeist.

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