Kein versöhnlicher Abschluß

Mit bitterer Niederlage in die Winterpause

(12.12.2022) Das hatte man sich anders vorgestellt. Ganz anders. Optimistisch und kämpferisch ging man auf dem leicht mit Schnee bedeckten Platz ins Spiel. Man hatte sich viel vorgenommen, wollte einen versöhnlichen Abschluß der Hinrunde.

Aber bereits nach drei Minuten schienen alle Vorhaben gescheitert, denn nach einer Flanke kam Nils Pichinot ungestört zum Kopfball und versenkte den Ball zum 0:1 im langen Eck. Aber Westvororte war nicht geschockt, sondern spielte überlegt nach vorn. Über rechts kam man immer wieder Richtung Strafraum der Gäste und konnte mehrfach gefährlich in diesen eindringen.

Mehrere hochkarätige Möglichkeiten ergaben sich, aber sowohl Philipp Rehnelt als auch Bosse Struz verzogen in aussichtsreicher Position. Auch Markus Klotz hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Die Scheubengrobsdorfer haben in dieser Phase mehr vom Spiel. Bei den schnellen Gegenstößen der Gäste mussten unsere Jungs allerdings immer auf der Hut sein.

Und wieder eine Möglichkeit für die ganz in Weiß spielenden Hausherren. Struth kann die brenzlige Situation im Fünfmeterraum allerdings vielbeinig und glücklich klären. Der Nachschuss des auffälligen Rehnelt verfehlt sein Ziel knapp. Auf der anderen Seite kann Cedric Thrum mit einer Glanzparade das 0:2 verhindern. Ein bisher attraktives, schnelles Spiel bei winterlichen und nicht ganz einfachen Bedingungen.

Knapp 30 Minuten sind jetzt gespielt. Westvororte mit einem leichten Übergewicht. Dann wie aus dem Nichts doch das 0:2. Eine verunglückte Flanke landet bei unserem Keeper, der den Ball aber nicht festhalten kann. Das Leder fällt Nils Pichinot direkt vor die Beine. Der Routinier hat keinerlei Probleme das Spielgerät aus Nahdistanz über die Linie zu schieben.

Abermals scheint Westvororte kaum geschockt, denn man übernimmt sofort wieder das Heft des Handelns. Ein kleines Powerplay. Wir setzen uns am Strafraum fest. Und wir kommen rein. Bis dahin machen wir das trotz der schwierigen Platzverhältnisse richtig gut. Beim Abschluss hapert es allerdings.

Entweder ist der Abschluss zu ungenau oder Keeper Wohlfeld ist zur Stelle. Die darauffolgende schnelle und präzise Spieleröffnung des Struther Keepers bringt Gefahr für unsere Defensive, die die Chance aber vereiteln kann. Westvororte jetzt selbst mit einem Konter. Struz stark auf Klotz. Dessen Schuss wird aber zur Ecke abgelenkt. Und wieder Westvororte. Abermals Mucki Diallo. Abermals Bosse Struz. Über rechts. Seine Flanke erwischt Rehnelt. Aber wieder kein Treffer.

Die Fans raufen sich die Haare. Chancen hatten wir bis jetzt, bis zur Pause, reichlich. Das 0:2 spiegelt den Spielverlauf und die Möglichkeiten nicht wider. Dann aber doch noch einmal unsere Gäste. Knapp daneben. Bruder Leichtsinn spielt gerade wieder bei Westvororte mit. Gut, dass wir Cedric Thrum haben. Mit einer doppelten Parade verhindert er kurz vor der Pause reaktionsschnell den dritten Gegentreffer.

Die zweite Hälfte beginnt wie die erste endet. Westvororte übernimmt das Zepter. Und kaum ist eine Minute gespielt wird der agile Kirstein im Strafraum gelegt und es gibt Strafstoß. Rehnelt läuft an …

Aber Norman Wohlfeld ahnt die Ecke und pariert den Elfer sicher. Die riesengroße Chance auf den Anschlußtreffer ist dahin. Mist. Entschieden effektiver unsere Gäste. Nach genauem Abschlag des starken Wohlfeld findet der Ball abermals den überragenden Pichinot, der zu Vinzent Krieger ablegt, der keinerlei Probleme hat auf 0:3 zu erhöhen. Das wars. Eben noch so nah dran am Anschluß ist nur gut eine Minute später die Vorentscheidung gefallen.

Jetzt wird es wieder Bitter. Wieder ein schneller Gegenstoß unserer Gäste. Den ersten Schuss von Vinzent Krieger kann Cedric Thrum noch stark abwehren. Aber Philipp Jakobi, dem der Ball direkt vor die Füße fällt, kann auf 0:4 erhöhen.

Kopfschütteln. Die wahnsinnig hohe Effizienz unserer Gäste entscheidet das Spiel, in dem unsere Mannen keinesfalls um vier Tore schlechter waren. Im Gegenteil. Westvororte über weite Strecken das aktivere Team. Aber die Entschlossenheit fehlte vor dem gegnerischen Tor. Entweder man verzog knapp oder bei Norman Wohlfeld war Endstation.

Struth aber kennt kein Erbarmen. Jeder Schuss ein Tor. Unsere Gäste setzen sich über rechts durch. Nils Pichinot mit präziser Flanke. In der Mitte steht Vinzent Krieger völlig frei und kann sich bei seinem Flugkopfball die Ecke aussuchen. Das darf so nicht passieren. Da haben die Weiß-Blauen hinten drin wieder geschlafen. Und noch 30 Minuten zu spielen. Es konnte einem schon wieder Angst und bange werden, wenn man es mit den Scheubengrobsdorfern hielt.

Während die Mannschaft von Trainer Seipel immer wieder den Abschluss suchte, fehlte Westvororte die Effektivität und Konsequenz im Angriff, so dass man in Scheubengrobsdorf mit der Roten Laterne überwintert und der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen immer größer wird. Dennoch will und wird man sein Ziel in den Westvororten nicht aus den Augen verlieren.

Winterpause. Durchatmen. Den Fußball einfach mal für ein paar Tage vergessen und mit Freunden und der Familie die Besinnlichkeit der Feiertage genießen. Im Neuen Jahr geht es dann ausgeruht mit großem Ehrgeiz, mit starkem Willen und mannschaftlicher Geschlossenheit an die nächsten Aufgaben. Und vielleicht hält nicht nur der Weihnachtsmann für die Rückrunde auch noch die ein oder andere (personelle) Überraschung bereit.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera
#newgeneration
#winterpause

Eine ganz bittere Niederlage

Deftige Klatsche in Langensalza

(28.11.2022) Das hatte man sich bei den Scheubengrobsdorfern anders vorgestellt. Auch wenn mit Bosse Struz, Maximilian Kurth, Philipp Rehnelt, Benjamin Bohm und Lionel Kirstein fünf tragende Säulen fehlten, versprach man sich auf dem kleinen Kunstrasenplatz in Bad Langensalza dennoch etwas.

Aber die Hausherren zeigten unserer äußerst jungen Mannschaft von Beginn an, wer hier Herr im Hause ist. Routinier Carsten Weis mit einem ersten Ausrufezeichen. Sein Distanzschuss klatscht zum Glück für die Gäste an den Pfosten.

Danach hat Florian Engel die nächste gute Möglichkeit. Auch weil Cedric Thrum im Tor kurz darauf mit einer Glanzparade die Führung verhindert, steht es weiterhin 0:0.

Das Team von Trainer Thomas Wirth aber weiterhin mit viel Druck. Noch aber ohne Zählbares. Gut 20 Minuten sind rum. Dann aber doch. Abermals ein ganz grober individueller Fehler in unserer jungen Defensive. Das 1:0 in der 24. Minute durch Martin Fiß, der heute noch ganz groß auftrumpfen sollte.

Aber noch steht es im Moment nur 1:0. Kurz schütteln und weiter.

Wer aber dachte, dass das Tor ein Weckruf für unsere Mannen war, sah sich getäuscht. Die nächste gute Chance für die Preußen die Führung auszubauen. Die Gastgeber geben weiterhin viel Gas und erzwingen zwei Minuten nach dem ersten Treffer nun einen Strafstoß. Julian Wolfram will klären, nimmt dabei aber die Hand zu Hilfe und verhindert somit das klare 2:0.

Rot und 11-Meter. Und Westvororte fortan in Unterzahl.

Die Chance auf das 2:0 ließ sich Martin Fiß nicht nehmen und trifft per Doppelpack. Wir stellen um. Und wir kommen nun auch zu mehr Möglichkeiten. Mucki Diallo prüft Damian Zamiar im Gastgeber-Tor aus gut 20 Metern. Der ist aber sicher und verhindert den Anschluss. Danach versucht sich Tim Richter ebenfalls aus der Ferne. Sein Schuß aber verfehlt das Ziel knapp. Man wehrt sich gegen die drohende Niederlage.

Der Sturmlauf der Hausherren aber dauert an. Wie lange können wir das Ergebnis in einem verträglichen Rahmen halten und vielleicht noch auf einen Punkt hoffen? Die Frage ist leicht beantwortet. Genau bis zur 38. Minute, als es Dominik Finger ist, der seine Farben fast schon uneinholbar mit 3:0 in Führung bringt.

Die ersten der ganz in blau gekleideten Gästespieler lassen den Kopf etwas hängen. 3:0 und Unterzahl. Das geht heute schief. Spätestens als Martin Fiß kurz vor der Pause mit seinem dritten Treffer das 4:0 folgen ließ, hat daran keiner der Zuschauer und Spieler noch einen Zweifel.

Pause. Durchatmen. Zusammenraufen und die Niederlage bitte, bitte in Grenzen halten.

Diese Hoffnung erlischt aber sofort nach Wiederbeginn in der 47. Minute als es abermals Martin Fiß ist, der trifft. 5:0. Ein Debakel bahnt sich an. Tim Richter wird laut. Er versucht alles. Verbal und kämpferisch. Er ist weiterhin Vorbild – selbst in dieser so verfahrenen Situation. Und auch Cedric Thrum im Tor kann mit guter Leistung einen noch höheren Rückstand verhindern. Der kann einem aber trotzdem leidtun.

Zumal Bad Langensalza unerbittlich ist. Der Torhunger der Wirth-Truppe ist noch lange nicht gestillt. Der überragende Carsten Weis setzt seine Vorderleute ein ums andere male gekonnt in Szene. Ob mit Flachpass durch die Schnittstelle unserer Defensive oder per Heber über diese hinweg – wie in der 57. Minute als er Tobias Sauerbier zum 6:0 assistiert.

Danach darf der Man oft he Match Martin Fiß wieder ran. Mit seinem fünften Treffer am heutigen Tag trifft er zum 7:0. Wir machen uns Sorgen um unsere Jungs, denn es sind immer noch gut 20 Minuten zu spielen. Ein wirklich gebrauchter Tag.

Bad Langensalza ist uns in allen Belangen überlegen und zaubert.

Mit dem hohen Vorsprung im Rücken und einem Gegner in Unterzahl ist es für die Gastgeber in den letzten Minuten ein Leichtes, das 8:0 durch Lukas Rösener und das 9:0 des überragenden Matin Fiß, der mit seinen sechs Treffern in einem Spiel in Langensalza wohl in die Geschichtsbücher eingehen wird, zu erzielen.

Das Ergebnis geht wohl auch bei den Scheubengrobsdorfern in die Annalen ein, denn ein 9:0 ist die wohl höchste Pflichtspiel-Niederlage in der Geschichte des Vereins. Nun heißt es diesen bitteren Tag zu verarbeiten und sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren, wenn am kommenden Samstag die SpVgg Geratal in Gera zu Gast sein wird.

Und auch heute versuchen wir, selbst wenn es richtig schwer wird, etwas positives zu finden. So zumindest gab es ein respektvolles Feedback von Thomas Wirth, dem Trainer unserer Gastgeber, der unserer Redaktion sagte: „Für Gera war es ein gebrauchter Tag. Alles ist gegen unsere Gäste gelaufen. Trotzdem haben sie immer weiter versucht Fußball zu spielen und wollten den Ehrentreffer erzielen. Das hat mir gefallen.“

Auch unsere Redaktion und die Fans stehen weiterhin hinter der Mannschaft und werden auch zukünftig die Daumen drücken.

Und denen, die zynisch vermuten, dass wir, wenn wir so hoch verlieren, keinen Spielbericht veröffentlichen, sei gesagt: Auch in der Niederlage zeigen wir Stärke und sind ein Team. Das hat diesen unseren Verein schon immer ausgezeichnet  Auch heute. Einen Tag nach dem Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#newgeneration

Gut gespielt, nichts gewonnen ⚽️

Niederlage in Saalfeld

(13.11.2022) Perfekte äußere Bedingungen. Sonnenschein. Der FC Saalfeld hatte darüber hinaus alles gut vorbereitet für ein spannendes Fußballspiel. So zumindest haben wir es empfunden, denn wir wurden sowohl vom netten Einweiser auf dem Parkplatz, als auch von den gestandenen Herren am Einlass sehr freundlich begrüßt.

Auch wir begrüßen unsere Community und die Leser unseres Sonntag-Morgen-Spielberichtes bei einer guten Tasse Kaffee ☕️

Apropos Kaffee. Mit der Herzlichkeit, die uns gestern auch bei Rostern, Bier und Kaffee entgegengebracht wurde, war es allerdings mit dem Anpfiff um genau 14:03 Uhr vorbei. Jetzt ging es nicht mehr um nette Worte und Gesten, sondern um Punkte.

Die erste Möglichkeit nach gut fünf Minuten für die Hausherren, als man sich über rechts nach gekonnter Vorarbeit des Saalfelder Kapitäns Paul Burghause durchsetzen konnte, die Flanke im Strafraum aber keinen Abnehmer fand.

Nach ausgeglichen ersten zehn Minuten mit ganz leichten Vorteilen für den FCS versucht Westvororte das Tempo etwas rausnehmen. Das gelingt im Moment recht gut. Dann aber wieder Saalfeld. Der Abschluss ist allerdings für unseren Keeper Cedric Thrum kein Problem.

Westvororte nun, nach so gut zehn Minuten, etwas besser im Spiel. Man läuft vorn an, geht früh drauf und will so ein koordiniertes Aufbauspiel der Hausherren unterbinden. Vor allem Philipp Rehnelt ist sehr aktiv. Aus einer Balleroberung heraus der erste Abschluss der Geraer, Alex Roslyakov‘s satter Vollspannschuss aus etwa 20 Metern fliegt aber knapp am Winkel vorbei. Die bisher größte Möglichkeit im Spiel.

Auf der anderen Seite Freistoß aus circa 18 Metern, zentral. Eine äußerst verheißungsvolle Position. Aber vertan. Der Schuss landet weit hinter dem Geraer Kasten. Saalfeld nun die etwas präsentere Mannschaft. Dann ein nächster schöner Angriff mit genauem Pass durch die Schnittstelle unserer Viererkette in den Lauf des freistehenden Stürmers, der zum Glück für die Gäste durch den Abseitspfiff jäh unterbrochen wird.

Westvororte versucht es wie schon wenige Minuten zuvor Alex Roslyakov abermals aus der Ferne. Jetzt Tim Richter. Aus 25 Metern. Wums! Der Ball klatscht nahe dem Angel an den Querbalken. Schade, der wäre unhaltbar gewesen. Fast die Führung für die Scheubengrobsdorfer.

Besonders gefährlich wird auf der anderen Seite Saalfeld immer dann, wenn Kapitän Paul Burghause die Bälle millimetergenau in den Lauf seiner beiden Außen spielt und diese flanken können oder in den Strafraum eindringen. Jetzt wieder, aber Cedric Thrum ist zur Stelle und pflückt den hohen Ball sicher runter.

Nach nunmehr gut 20 Minuten ein doch recht ansehnliches Spiel mit leichten Vorteilen für Saalfeld, zwei allerdings auch großen Chancen für unsere Jungs.

Zwei dreimal haben wir es nun auch mit langen Bällen versucht, aber die robusten Abwehrspieler der ganz in rot gekleideten Saalestädter gewinnen die Laufduelle mit breiter Brust. Dennoch könnte auch das ein probates Mittel sein, denn außer dem Kapitän wirkt die Defensive nicht immer sattelfest.

Dann legen wir uns das Ding fast wieder selbst rein. Zschille und Roslyakov schlagen auf Höhe des 11-Meter-Punktes über den Ball. Der freistehende Saalfelder Stürmer aber verzieht knapp.

Das Spiel geht hin und her, ist abwechslungsreich und eine recht gute und ansehnliche Verbandsligabegegnung. Jetzt eine weitere Riesenmöglichkeit für unsere Farben. Einen schnell vorgetragenen Angriff leitet Tim Richter per Direktablage auf Markus Klotz weiter, der aus halbrechter Position etwa 10 Meter vor dem Tor völlig freistehend aber etwas überhastet verzieht. Das war nach Tim Richters Lattentreffer die zweite 100-prozentige Gelegenheit für unsere Mannschaft. Das hätte eigentlich die Führung sein müssen.

Die fällt aber im Gegenzug auf der anderen Seite. Bitter. Saalfeld kommt binnen einer Minute zweimal gefährlich vor unseren Kasten. Einmal verziehen unsere Gastgeber knapp, der zweite Versuch kann zur Ecke abgewehrt werden.

Diese aber bringt dann das 1:0 durch den bis dato besten Saalfelder, Paul Burghause, der per Kopfball-Aufsetzer erfolgreich ist. Der Ball kann auch von zwei unserer Spieler, die auf der Torlinie absicherten, nicht entscheidend geklärt werden und schlägt unter der Latte ein.

Nur 60 Sekunden später hat der TSV wieder eine Möglichkeit, die große Chance auf den Ausgleich. Die Ecke von Tim Richter aber segelt an Freund und Feind vorbei durch den gesamten Strafraum und am langen Pfosten ins Toraus, ohne dass der Ball berührt wurde. Glück für Saalfeld.

Und es geht weiter Schlag auf Schlag. Hier Saalfeld. Der Kopfball verfehlt sein Ziel knapp. Dort Westvororte. Rehnelt erobert den Ball, sein Schuss aus spitzem Winkel ist aber zu schwach und daher sichere Beute des Saalfelder Keepers Volodymyr Onishchenko, der heute den ehemaligen Scheubengrobsdorfer und nun in Saalfeld aktiven Clemens Bierbaum im Tor vertrat.

Wie bei seinem Abschied im Sommer versprochen, verzichtete die ehemalige Nummer #eins der Weiß-Blauen heute auf einen Einsatz im Spiel gegen seine ehemaligen Mitstreiter. Umso Herzlicher war auch das Wiedersehen mit alten Freunden, den Spielern und den Fans der Scheubener.

Dann noch einmal Westvororte. Ein Pass von Richter auf Rehnelt. Der wird beim Schuss in aller höchster Not allerdings geblockt, so dass es nur eine Ecke gibt, die jedoch nichts einbringt. Kurz darauf pfeift Schiedsrichter Horst Bachmann, der mit der insgesamt sehr fairen Partie keinerlei Probleme hatte, ab und bittet zur Pause.

Die insgesamt knapp 160 Zuschauer sahen bisher ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Fußballspiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten.

Die zweite Halbzeit beginnt mit munteren Saalfeldern und einer Art kleinem Torschusstraining. Wir laden die Hausherren regelrecht ein. Glücklicherweise bekommen wir bei drei Gastgeberversuchen innerhalb weniger Sekunden immer noch einen Fuß dazwischen und können uns beim vierten Saalfelder Versuch beim reaktionsschnellen Cedric Thrum bedanken, dass es dank seiner Glanzparade mit Beginn des zweiten Durchganges nicht sofort 2:0 steht.

Dann aber wieder unsere SG. Nach einem wunderschönen Pass von Bosse Struz kommt Tim Richter um Haaresbreite zu spät, der Ball kann vom letzten Abwehrspieler in allerhöchster Not zur Ecke geklärt werden. Wieder eine gute Chance für unsere Jungs. Wir spielen auf Augenhöhe mit dem Tabellendritten. Hinten halten Kurth und Wolfram, der sich heute ein extra Lob verdient hat, die Stellung. Machen die beiden richtig gut. Weiter so!

Allerdings greift sich Bosse Struz nun vermehrt an den Oberschenkel und muss kurz darauf leider ausgewechselt werden. Für den auffälligsten Geraer, Motivator und Motor im Mittelfeld nun Angreifer Lionel Kirsten.

Es bleibt abwechslungsreich. Westvororte versucht alles. Das Aufbauspiel aber nun auch immer mal wieder fehlerhaft. Dann doch die Möglichkeit für die ganz im Blau gekleideten Geraer. Freistoß nach Foul an Rehnelt. Vom Strafraumeck halblinks zieht Tim Richter mit seinem starken Linken ab, zirkelt den Ball um die Mauer gen kurzes Eck, kann den Keeper damit allerdings nicht überraschen und überwinden.

Nun wieder Saalfeld. Das war jetzt in der 65. Minute wohl die bis dato größte Möglichkeit für Stan Kleyla, um den Sack zuzumachen. Aus nur etwa drei Metern bringt der sonst so treffsichere Stürmer den Ball jedoch nicht im Tor unter, das Leder springt zum Erstaunen aller an die Latte und von dort ins Toraus. Riesen Glück für Westvororte, dass das Spiel offen bleibt.

Die Phase der Wechsel beginnt. Benjamin Bohm nun für Kevin Kamprath. Und Mucki Diallo für Markus Klotz. Auch Saalfeld tauscht. Tom Henniger für Johann Brömel.

Dann Lenny Schumann. Aus vollem Lauf, aus 18 oder 20 Metern. Sein fulminanter Abschluss zwingt Onyshchenko zwischen den Pfosten zu einer Glanzparade. Mit den Fingerspitzen lenkt er den Ball um den Pfosten und rettet seiner Mannschaft die knappe Führung.

Wir sind nun ganz nah dran. Wir setzen sofort nach und haben die nächste Möglichkeit. Laufen aber in einem Konter, den der aufmerksame Cedric Thrum sehr offensiv klären kann. Gut gemacht. Auf der anderen Seite kommt Lionel Kirstein einen Schritt zu spät. Es geht jetzt wieder hin und her.

Das knappe Ergebnis hält die Spannung äußerst hoch. Westvororte ist immer noch im Spiel und sieht 20 Minuten vor Ende der Begegnung beim Tabellendritten nicht aus wie ein Verlierer, nicht wie der Besitzer der roten Laterne. Man präsentiert sich spielerisch und kämpferisch wie eine Verbandsliga-Mannschaft.

Nun macht auch Salfeld Fehler. Unsere Jungs sprechen sich immer wieder lautstark Mut zu. Bosse Struz dirigiert weiter, jetzt gemeinsam mit Jonas Kölling von der Trainerbank aus. Es steht nur 1:0. Hier ist noch nichts entschieden. Ein Spiel auf Augenhöhe, mit Chancen auf beiden Seiten. Vielleicht wäre ein unentschieden gerecht?

Wir riskieren jetzt, so 15 Minuten vor Ultimo, etwas mehr und laufen in der 76. Minute wieder in einen Konter. Alle die es mit unseren Weiß-Blauen halten können sich abermals bei Cedric Thrum bedanken, der in höchster Not retten kann.

Westvororte drückt – Saalfeld kommt im Moment hinten nicht richtig raus. Ein kleines Powerplay. Genau in diese Phase hinein, wo wir die Schlussoffensive einleiten und vielleicht sogar etwas mehr vom Spiel haben, wieder so ein katastrophaler Fehlpass im Spielaufbau.

Saalfeld reagiert schnell und setzt mit genauem Pass Patrick Hook in Szene. Der läuft von der Mittellinie aus allein aufs Tor zu und lässt mit seinem überlegten Schuss mit der Innenseite ins lange Eck unserem Torhüter keine Chance. Das war’s.

Oder können wir in den verbleibenden acht oder neun Minuten noch einmal zurückkommen? Noch geben wir uns nicht auf. Wir versuchen es. Laufen aber wieder in einen Konter. Diesmal haben wir Glück, dass der Schütze um einige Meter verzieht. Die Führung der Hausherren geht nun, so kurz vor Ende dieser kurzweiligen Begegnung, langsam in Ordnung.

Dann aber noch einmal unsere SG. Wieder eine Möglichkeit für den TSV. Ein schöner, schneller und schnöckelloser Angriff über Philipp Rehnelt, der aber zur Ecke geklärt werden kann. Die letzte Spielminute bricht an. Schiedsrichter Bachmann hat kaum Gründe lange nachspielen zu lassen. Unsere Ecke bringt nichts ein und der Unparteiische pfeift ab.

Gut gespielt, wieder verloren. Den Tabellendritten auf dessen wunderschönen großen und äußerst gepflegten Rasenplatz „An den Saalewiesen“ Paroli geboten, eine Partie auf Augenhöhe abgeliefert, dennoch nichts Zählbares mitnehmen können. Abermals bleibt uns neben der Ernüchterung, wieder verloren zu haben, der kleine Trost, mit den besten der Liga mithalten zu können. Wir sind zwar Letzter, aber nicht abgeschlagen, wie viele vor der Saison lautstark prophezeiten.

Auch die Tabelle, in der es hinten drin weiterhin sehr eng zugeht und in der nach dem 12. Spieltag zwischen Platz 11 und 16 nur vier Punkte Differenz liegen, lässt uns weiter Mut schöpfen, dass unsere Bemühungen sicherlich bald wieder belohnt werden, dass wir unser ganz ganz großes Ziel, den Klassenerhalt, erreichen.

Und daran wollen und werden wir schon am nächsten Samstag, wenn die SG DJK Struth zu Gast in der Saarbach-Arena ist, weiter arbeiten.

Mit euch gemeinsam. Mit unseren Zuschauern und unseren Fans der Saarbach-Chaoten, bei denen wir uns auf diesem Wege nochmals recht herzlich bedanken, dass sie mit Bahn und Bus den Weg nach Saalfeld gefunden haben, um unsere Mannschaft lautstark zu unterstützen.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera
#newgeneration

Heimniederlage gegen Martinroda

Trotz Pleite mutig nach vorne

(23.10.2022) Heute geht es einmal direkt ins Spiel. Ohne Vorrede. Unser Gast kam besser in die Begegnung. Der favorisierte Oberliga-Absteiger aus Martinroda übernahm in den ersten 10-20 Minuten das Zepter, hatte mehr Ballbesitz und auch die ersten kleineren Möglichkeiten. Als Westvororte/JFC so nach und nach dann auch etwas besser ins Spiel fand, der erste Nackenschlag.

Einen Freistoß aus fast 30 Meter jagte der Gast mutig und selbstbewusst vollspann gen Gastgeber-Tor. Jonas Tämmler im Geraer Kasten kann den satten Schuss zwar noch parieren, ist aber beim zweiten Ball von Tobi Metzmacher per Kopf, der schneller reagierte als alle anderen, dann machtlos.

Dann aber doch die Scheubengrobsdorfer. Endlich einmal ein feiner Spielzug. Sascha Winefeld schiebt den Ball mit viel Übersicht durch die Schnittstelle der Gäste-Kette. Das Leder landet beim durchgestarteten Kevin Kamprath. Dieser scheitert bei seinem Abschluss aus Nahdistanz aus halbrechter Position in der eins zu eins Situation allerdings am aufmerksamen und reaktionsschnellen Keeper der Gäste, Christian Apel.

Insgesamt war die erste Halbzeit bei herrlichen äußeren Bedingungen vor knapp 90 Zuschauern recht ereignisarm. In Durchgang zwei konnte es nur besser werden. So auch die Hoffnung der Weiß-Blauen Zuschauer und Fans nach dem Pausenrückstand.

Besser wurde es dann auch. Das Spiel wurde intensiver und schneller. Nun auch der Gastgeber mit mehr Spielanteilen. Tim Richter und Bosse Struz gingen auch kämpferisch vorbildlich voran und nahmen die anderen Spieler immer wieder auch verbal mit.

Die Hoffnung, dass man das Spiel noch drehen kann, blieb erhalten. Noch stand es nur 0:1. Zumindestens bis Mitte der zweiten Halbzeit, als es dann aber Tom Nowak war, der in dieser Phase doch etwas überraschend zum 2:0 traf. Wieder sehen wir in dieser 70. Minute hinten drin nicht gut aus, schauen nur zu und kommen dann den entscheidenden Schritt zu spät. Martinroda wieder handlungschneller.

Kurz darauf kann Jonas Tämmler mit einer Glanzparade die endgültige Entscheidung verhindern. Aber es wird eng. Schon wieder Martinroda. Jetzt hatten wir Glück.

Aufmunternde Worte und aufrüttelndes Motivieren von Daniel Zschille kommt bei den Mitstreitern wohl nicht an. Denn nur fünf Minuten nach dem zweiten Treffer macht der FSV den Sack endgültig zu. 3:0. Der erst drei Minuten vorher eingewechselt Philipp Oschmann, den unsere Mannen wohl noch nicht so richtig auf dem Zettel hatten, trifft – abermals – aus Nahdistanz.

Auch wenn wir im Anschluss daran durch Alex Roslyakov und Bosse Struz noch zwei Möglichkeiten zu verzeichnen haben, war das am heutigen gebrauchten Tag abermals zu wenig, auch wenn das Ergebnis ein klein wenig darüber hinwegtäuscht, dass auch Martinroda nicht unbedingt eine hochklassige Leistung abgeliefert hat. Musste unser vor dem Spiel noch punktgleicher Gast auch nicht.

Jetzt gilt es das Spiel in Ruhe zu analysieren, denn eine unbedachte Mehrfachanalyse wie am Samstag direkt nach Spielende ist wohl fehl am Platze. Kopf hoch, Jungs! Und nach vorn schauen, auch wenn die nächsten Wochen mit dem Gastauftritt in Weida und dem Heimspiel gegen Schott Jena nicht leichter werden.

Und trotz der momentanen Tabellensituation, der roten Laterne, die seit gestern Abend bei uns im Dorf hängt, schauen wir positiv nach vorn. Bis Platz 8 sind es nur drei Punkte. Das rettende Ufer ist also weiterhin in Sicht. Bitte verliert es nicht aus den Augen.

Nächste Woche beim Spitzenteam in Weida wird vielleicht nicht viel zu holen sein. Aber die Saison ist noch lang und verletzte und gesperrte Spieler kommen zurück, junge Spieler sammeln Erfahrung und werden uns langfristig weiterhelfen. Lasst uns also auch zukünftig positiv denken und wieder mutiger auftreten. Arnstadt und Schleiz sind doch gute Beispiele dafür, dass wir es können, dass ihr es könnt.

Allerdings wollen bzw. müssen wir den Finger noch mal kurz in die Wunde legen, damit auch alle (!!!) wach werden. Alle. Auf und neben dem Platz. Unsere Redaktion ist seit über 10 Jahren vielleicht einer der größten Fans der Mannschaft. Allwöchentlich fiebern wir mit und geben dann Sonntag früh unser Bestes. Wir jubeln, wir weinen. Wir loben und wir kritisieren. Ja auch Letzteres muss sein.

Reaktion zeigen! Nicht nur in unserer Vorschau fand dieses Zitat einen zentralen Platz, die Mannschaft selbst hat sich diese beiden Worte schon wenige Minuten nach der Derbypleite letzte Woche am Steg für gestern auf die Fahne geschrieben. Den Nachweis allerdings blieb sie schuldig.

Auch neben dem Platz erinnerte gestern vieles eher an einen Familienausflug als an ein ernstzunehmendes Fußballspiel. Manchmal hat man den Eindruck, dass bei dem ein oder anderen die nötige Ernsthaftigkeit fehlt. Für alle die, die es noch nicht wissen, Spiele in der Verbandsliga sind kein Nachwuchsferienturnier.

Setzen wir uns jetzt dennoch mit positiven Gedanken an den Frühstückstisch und genießen unseren Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee ☕️

Das Fehlen des gesperrten Rehnelt und der verletzten Kirstein, Kölling, Bohm, Pandorf und Diallo machte sich gestern zwar in allen Mannschaftsteilen bemerkbar … Aber: ein großes Kompliment an unsere ganz jungen, gerade einmal 18 Jahre alten Spieler Sascha Winefeld, Marlon Pank und Bastian Dräger, die erstmals in einem Pflichtspiel bei den Männern eingesetzt wurden. Ihr habt eure Sache richtig gut gemacht!

Mit diesen drei Youngstern, die sogar noch A-Junioren spielen können, standen gestern insgesamt sieben Spieler, die 20 Jahre oder jünger sind, auf den Platz – und somit wohl auch einer der jüngsten Kader der Geschichte des TSV/JFC.

Und das macht uns gemeinsam mit unserem Partner, dem Jugendfußballclub JFC Gera, für die Zukunft so richtig Mut

Ohne Worte …

#ausgerafürgera
#newgeneration

Tüchtige Klatsche im Derby

Bittere Pille

(16.10.2022) Da haben wir derletzt noch geschrieben, dass es so, wie die Mannschaft momentan auftritt, richtig Spaß macht, Sonntag früh bei Zeiten aufzustehen, um den Spielbericht zu schreiben.

Aber nicht nur uns war klar, das es so wie in den letzten drei Wochen natürlich dauerhaft nicht weitergehen wird. Dass es gestern am Steg allerdings eine solche Klatsche gibt, das hat wohl keiner geahnt. Als heute früh bei uns der Wecker klingelte und die Protagonisten des gestrigen Tages noch in den Federn lagen, haben wir uns noch einmal überlegt, ob es vielleicht doch nur ein Traum war oder ob wir jetzt wirklich etwas über ein 8:2 schreiben müssen. Müssen wir. Oder? Müssen wir eigentlich nicht. Machen wir aber trotzdem.

Denn, wenn wir zusammen gewinnen, dann verlieren wir auch zusammen.

Aber ist es bitter. Trotzdem könnten wir uns alles auch ein wenig schönreden. Denn aus den letzten vier Spielen haben wir genauso viele Punkte geholt wie unser sportlicher Gegner vom Steg. Hilft uns aber über die gestrige Schlappe nicht hinweg. Macht uns dennoch Mut für die weiteren Wochen.

Beim Erreichen des Saisonzieles, was da bei den Scheubengrobsdorfern Klassenerhalt heißt, wird es entscheidend sein, dass man die Spiele gegen die Mannschaften, die mit uns gemeinsam unten drin stehen, gewinnt.

So getan letzte Woche gegen Schleiz. Vielleicht auch nächste? Vielleicht auch zu Hause gegen Oberliga-Absteiger Martinroda?

Nun aber erst einmal zu gestern. Man hatte sich wirklich sehr viel vorgenommen, wollte im Derby ein Zeichen setzen, wie auch schon in den letzten Wochen in der Liga. Aber als demütige Redaktion und bodenständiger Verein wissen wir sowohl Siege als auch solche bitteren Niederlagen richtig einzuordnen.

So auch die gestrige, die hart und hoch ist, aber in Ordnung geht. Wismut Gera war von Beginn an die Mannschaft mit mehr Übersicht, mehr Ballbesitz, die Mannschaft, die auch mit der Größe des Platzes besser zurecht kam und die Mannschaft, die die Fehler des Gegners eiskalt bestrafte.

Nicht unverdient stand es bereits nach sechs Minuten 1:0, als der Ex-Scheubengrobsdorfer Franz Hoffnann an der Eckfahne mühelos einen Zweikampf gewinnt und Kießling die Flanke im Zentrum problemlos versenken kann.

Nur knapp 15 Minuten später bereits das 2:0, als Kapitän Stefan Schumann nach einer Ecke am kurzen Pfosten völlig frei zum Kopfball kommt und das Leder so verlängern kann, dass es den Weg ins Tor findet. War es das schon? Nach gut 20 Minuten?

Nein. Denn die ganz in blau gekleideten Gäste machen es nur fünf Minuten später wieder spannend. Ein über links wunderschön vorgetragener Angriff über Klotz, Kirstein und Rehnelt findet nach Doppelpass abermals Markus Klotz, der aus zentraler Position mit viel Übersicht den Anschlusstreffer erzielen kann. Nur noch 2:1.

Noch im Freudentaumel dann aber wohl der Genickbruch für unsere Jungs. Denn binnen einer Minute treffen Andy Haupt zum 3:1 und Christopher Lehmann zum vorentscheidenden 4:1. Bitter. Ganz bitter. Hatten wir doch eben nach dem Anschlusstreffer wieder Hoffnung. Aber wir müssen uns die Gegentore selbst zuschreiben. Wie wir diese für den Gastgeber selbst vorbereitet haben war sehr dilettantisch, war nicht verbandsligareif.

Katastrophal wie unsere Jungs den Ball im Spielaufbau herschenken und die Orange schwarzen regelrecht zum Toreschießen einluden. Insgesamt hat man mindestens zwei, wenn nicht gar drei Tore so hergeschenkt. Wer so fahrlässig agiert, muss sich nicht wundern, wenn eine so gestandene Mannschaft wie Wismut Gera diese Fehler eiskalt nutzt und Tor auf Tor erzielt.

Jetzt gingen die Köpfe runter. Und es dauerte wirklich eine ganze Weile ehe sich das Team um Kapitän Tim Richter von diesem Doppelschlag erholte.

Kurz vor der Pause dann noch einmal ein Hoffnungsschimmer für Westvororte/JFC. Der schon mehrfach auffällige Bosse Struz setzt sich nach schöner Vorarbeit von Markus Klotz gegen seinen ersten Gegenspieler durch, düpiert dann auch noch Dmitrij Puhan auf der Grundlinie, schwenkte Richtung Tor und zog unhaltbar aus Nahdistanz ab. 4:2. Wir sind noch da!

Mit diesem umjubelten Treffer und einem letzten kleinen Funken Hoffnung geht es jetzt erst einmal in die Pause. Denken und hoffen die ca. 100 der insgesamt 270 Zuschauer, die es mit den Scheubengrobsdorfern halten. Aber weit gefehlt. Denn mit den Pausenpfiff stellt Andy Haupt nach einem abermals haarsträubenden Fehler den alten drei-Tore-Vorsprung wieder her.

Bleibt uns, nachdem wir jetzt 15 Minuten durchatmen können, dennoch etwas Hoffnung auf einen Punkt? Wer das allerdings dachte wurde abermals eines Besseren belehrt, denn nur vier Minuten nach Wiederbeginn war es erneut Kapitän Stefan Schumann, der seinen überzeugenden Auftritt mit seinem zweiten Treffer zum 6:2 krönte und nun die Bahnen kurz nach der Pause endgültig auf Sieg für den Gastgeber stellte.

Neben einer Handvoll Wechsel und zweier Gelben Karten konnte die zweite Halbzeit natürlich mit den vielen Treffen aus dem ersten Durchgang nicht mithalten. Wismut dominiert die Begegnung. Zum Ende hin legte der Gastgeber in einem erstaunlich fairen Derby sogar noch einmal nach und traf durch Jimmy Wagner (80.), der am langen Pfosten nach einer Flanke völlig frei stand zum 7:2 und durch Bodgan Tschurtschun nach Vorarbeit von Franz Hoffmann (90.+2) in der Nachspielzeit zum 8:2. Der in der 64. Minute für den am Oberschenkel verletzten Cedric Thrum nun im Tor aufgebotene Jonas Tämmler war bei den beiden Gegentreffer ebenfalls chancenlos.

Das Endergebnis ist dann aber schon eine ziemlich bittere Pille für uns und unsere junge Geraer Mannschaft aus Scheubengrobsdorf. Jetzt gilt es die Köpfe wieder zu heben und positiv nach vorne zu schauen. Sicherlich ist es nicht einfach solch eine Klatsche, gerade im Derby, aus dem Kopf zu bekommen, aber die Mannschaft hat schon des Öfteren bewiesen, dass sie getreu dem Spruch „Totgeglaubte leben länger“ wieder aufstehen kann.

Nächsten Samstag erwarten auch unsere Fans dann eine entsprechende und deutliche Reaktion. Und auch, wenn die Anhänger heute verständlicherweise enttäuscht sind, stehen sie auch künftig hinter der Mannschaft und werden diese am kommenden Samstag supporten. Zum Sieg?

Apropos Sieg. Zu diesem gratulieren wir der BSG Wismut Gera und der Mannschaft von Trainer Frank Müller recht herzlich und wünschen für die weitere Saison alles erdenklich Gute und viel Erfolg

So und jetzt, bevor wir diesen bitteren Nachmittag abhaken werden, noch mal schnell zur Zuckerdose gegriffen und einen weiteren Löffel dieses ungesunden Kristalls in den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee gestreut, denn sonst schmeckt dieser heute wohl doch etwas zu bitter.

Lange Zeit zum Jammern bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag geht es weiter, wenn Martinroda in die Saarbach-Arena kommt. Dann heißt es: Reaktion zeigen!

Ohne Worte …

#ausgerafürgera
#newgeneration

Dritter Sieg in Folge

Schleiz ohne Chance in Gera

(09.10.2022) Da ist er wieder. Der Spielbericht. Pünktlich. Pünktlich um zehn zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee.

Und so, wie unsere Mannschaft in den letzten Wochen seit Anfang September aufgetreten ist, macht es auch unserer Redaktion wieder so richtig Spaß Sonntag früh beizeiten aufzustehen und die Feder zu schwingen. Aber wie immer der Reihe nach.

Mit viel Selbstbewusstsein aus zwei überraschenden Siegen in Folge, aber auch mit einer gehörigen Portion Respekt vor unserem heutigen sportlichen Gegner gingen unsere Mannen in die Partie.

Und gleich ein äußerst sportlicher Beginn in der Saarbach-Arena. Nach zwei Minuten hätte es auch schon 1:1 stehen können, denn binnen der ersten 120 Sekunden hatte jede der beiden Mannschaften bereits eine große Chance zu verzeichnen. Und es geht weiterhin zur Sache. Der leicht feuchte Rasen tut seines dazu, dass das Spiel schnell wird, teilweise sehr schnell.

Nach den ersten Möglichkeiten nun schon wieder Schleiz. Der Schuss aus etwa 16 Metern geht aber über den Kasten von Cedric Thrum.

Noch gefährlicher der TSV/JFC. Richter setzt sich über links durch und passt zielgenau in die Mitte. Dort nimmt Philipp Rehnelt den Ball am Fünf-Meter-Eck direkt und knallt ihn an den Pfosten.

Gleichzeitig beginnt es zu regnen, genau jetzt, genau nach 15 Minuten. Die Anfangsphase verspricht den 123 Zuschauern ein rassiges, packendes und spannendes Spiel. Wohl dem, der heute den Weg nach Scheubengrobsdorf gefunden hat.

Der Gastgeber hat jetzt nach gut einer viertel Stunde gefühlt etwas mehr vom Spiel. Nach 27 Minuten dann die nicht unverdiente Führung für die Hausherren. Ein Freistoß von Maximilian Cherouny von der Mittellinie nimmt nach der ersten Bodenberührung auf dem feuchten Rasen Fahrt auf und springt über den „letzten Mann“ der Schleizer hinweg direkt auf den Fuß des durchgestarteten Philipp Rehnelt, der den Ball geschickt über den herauseilenden Keeper zum 1:0 in die Maschen lupft. Stark gemacht.

Westvororte/JFC lässt die Rennstädter aber auch danach kaum durchatmen. Dann, fast eine Doublette des Führungstreffers, diesmal verzieht Philipp Rehnelt unter Bedrängnis jedoch knapp. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Keeper Seefeld muss sein ganzes Können aufbieten, um gegen den freistehenden Kirstein, der heute im gegnerischen Strafraum immer wieder für Gefahr sorgte, zu retten.

Noch in der selben Minute, in der 33., macht es unser erst 20-jahriger Angreifer Lionel Kirstein dann besser und trifft aus vergleichbarer Position überlegt ins lange Eck. 2:0. Wahnsinn!

Und weiter Westvororte. Man lässt nicht nach und setzt Schleiz permanent unter Druck. Ein Schuss von Markus Klotz wird in letzter Not geklärt. Nach einer Ecke versucht es Bosse Struz aus 25 Metern. Auch dieser Versuch führt aber nicht zum Erfolg. Der Ball findet jedoch seinen Weg zu Maximilian Kurth, der überlegt auf Jonas Kölling spielt, der seinerseits aus vielversprechender Position den Ball aber ins Nirwana jagt.

Trotz der Führung, die momentan hochverdient ist, nun ein Wermutstropfen für unsere Elf. Beim Versuch, einen Freistoß per Kopf gen Tor zu befördern, verdreht sich unsere Nummer #4, Jonas Kölling, das Knie, so dass er verletzt ausscheiden musste und mit einem Rettungswagen ins Klinikum transportiert wurde. Auf diesem Wege wünschen wir unserem Zeulo gute Besserung und schnelle Genesung

Einer ersten Diagnose zufolge ist glücklicherweise nichts gebrochen, ein in den nächsten Tagen folgendes MRT wird weiteren Aufschluss geben. An dieser Stelle aber auch ein ganz herzliches Dankeschön an den Physiotherapeuten des FSV Schleiz, Paul Jung, der sich ohne zu fragen um unseren Spieler kümmerte und uneigennützig die Erstbehandlung am Spielfeldrand durchführte. Auch das ist Fußball, das ist Fair-Play! Dafür unser Dankeschön.

Nach einer Pause von knapp sieben Minuten geht es in der offiziell 44. weiter. Wohl noch etwas unter Schock stehend, schleicht sich beim Gastgeber eine Unaufmerksamkeit ein. Erst lässt man Hannes Kühnel von rechts völlig frei zur Flanke kommen, anschließend übersieht man Markus Porst fünf Meter vor dem Tor, so dass dieser seinen Kopf nur hinhalten braucht, um zum Anschlusstreffer einzuköpfen. Das überraschende 2:1. Zu einem für Schleiz psychologisch guten Zeitpunkt? Nach einer von insgesamt drei gelben Karten für die Gäste geht es kurz darauf in die Pause, ehe eine spannende und attraktive zweite Hälfte auf uns wartet.

Diese beginnt mit einer diskussions- und fragwürdigen Entscheidung des Schiedsrichters. Philipp Rehnelt wird nach einem schnell vorgetragenen Angriff an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht, wofür es folgerichtig einen Freistoß gibt. Und es gibt Rot. Rot für Mirko Horn. Glatt Rot. Hätte Gelb vielleicht gereicht? Oder war der Schleizer Kapitän in den Augen des Referees „letzter Mann“? Wir wollen nicht darüber diskutieren, verstehen aber, dass die etwa 30 mitgereisten Schleizer Fans, die Spieler und der lautstark gestikulierende Trainer sehr aufgebracht waren.

Den fälligen Freistoß in der 52. Minute aus etwa 18 m Entfernung zirkelt unser Kapitän Tim Richter dann mit sehr viel Gefühl über die Mauer ins kurze Eck zum 3:1. Erinnerungen werden wach an das Viertelfinal-Spiel im Thüringer Landespokal gegen den FC Rot-Weiß Erfurt.

Ist das jetzt schon eine kleine Vorentscheidung? Immerhin spielt Schleiz jetzt ohne Kapitän, mit einem Mann weniger. Und muss demzufolge hinten umstellen. Vorübergehend hat man in der Defensive arge Probleme, aber auch einen starken Schlussmann Leon Seefeld, der den Schuss des für unseren verletzten Jonas Kölling eingewechselten Lenny Schumann nach schöner Vorarbeit von Bosse Struz entschärfen kann.

Ein weiteres grobes Einsteigen gegen Kirstein bleibt kurz darauf ungeahndet. Aber schauen wir drüber hinweg, denn für unseren Angreifer geht es ohne Verletzung weiter. Und die Anzeigetafel spricht für uns. Wir haben keinen Grund uns aufzuregen.

Schleiz geht energisch zur Sache. Binnen 15 Minuten gab es nicht nur Rot, sondern auch noch zwei gelbe Karten für die Rennstädter. Aber auch unsere Mannen sind nicht zimperlich. Richter sieht ebenfalls den gelben Karton.

Und nur zwei Minuten später steht unser Kapitän noch einmal im Mittelpunkt, als er einen Distanzschuss von André Hoyer für unseren geschlagenen Torhüter Cedric Thrum reaktionsschnell von der Linie kratzt, so dass die zwei-Tore-Führung weiterhin Bestand hat. Klasse, Kapitän!

Dann wieder Ecke für uns. Und diese ist mehr als kurios. Erst kommt Maximilian Kurth ungehindert zum Schuss, der aber verunglückt. Dabei landet das Leder zufällig bei Philipp Rehnelt, der am kurzen Pfosten völlig freistehend, aber wohl auch etwas überrascht diese 100-prozentige Chance vergibt. Das wäre wohl die Entscheidung gewesen. Aber, weiterhin 3:1.

Noch circa 10 bis 12 Minuten. Nach der Verletzung des Schleizer Lukas Lange spielt unser Gast die letzten gut zehn Minuten nur noch zu neunt.

Addieren wir die Chancen unserer Mannschaft auf, könnte das Spiel längst entschieden sein. Aber Spannung gehört zum Fußball. Die insgesamt 123 Zuschauer, die in unseren Augen ein überaus gutes, spannendes und schnelles Verbandsliga-Spiel gesehen haben, fiebern und bangen mit ihren beiden Mannschaften.

Jetzt wieder Westvororte. Nach einer schönen Kombination wird der Abschluss von Lionel Kirstein in letzter Sekunde geblockt. Auf der anderen Seite grätscht Maximilian Kurth den Ball mit vollem Einsatz aus der Gefahrenzone. Das Gesicht zur Faust geballt. Szenenapplaus! So, genau so schaffen wir das! Unser Innenverteidiger mit der #16, obwohl grippegeschwächt leicht angeschlagen, heute wieder ein ganz großes Vorbild!

Noch sieben oder acht Minuten. Genau in diesem Moment können wir den Sack zu machen, aber Philipp Rehnelt scheitert völlig freistehend am Schleizer Torwart. Entscheidung wieder vertagt. Die Spannung in der Saarbach-Arena steigt ins Unermessliche. Westvororte macht den Sack nicht zu. Schleiz versucht alles, um die drohende Niederlage abzuwenden.

Jetzt Mucki. Sein verunglückter Schuss bringt aber immerhin noch eine Ecke ein. Die findet den Kopf von Maximilian Kurth, der drei Meter vor dem Tor völlig freistehend daneben köpft. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Es ist zwar nicht mehr lange, aber dennoch haben wir etwas Angst, dass sich das Vergeben der vielen vielen hochkarätigen Möglichkeiten noch rächt.

Unsere Jungs verlagern sich nun mehr und mehr auf’s Kontern. Schleiz rennt an, ist angesichts einer sehr gut stehenden und perfekt organisierten Gastgeber-Abwehr aber ideenlos. Jetzt machen wir das richtig gut, taktisch klug, überlegt. Wir halten den Ball in den eigenen Reihen, spielen hintenrum viele Kontakte und warten auf den richtigen Moment.

Den erkennt dann Maximilian Kurth und macht das Spiel auf einmal ganz schnell. Über links setzt sich Markus Klotz gegen seinen Bewacher hervorragend durch und spielt in die Mitte, wo Tim Richter den Ball mit der Hacke verlängert. Der erst fünf Minuten vorher eingewechselte Mouctar Diallo kann diese sehenswerte Vorarbeit nutzen, umkurvt den gegnerischen Schlussmann und schiebt den Ball aus äußerst spitzem Winkel gekonnt Richtung langes Eck, wo er den Pfosten noch touchiert und zum Jubel aller den Weg ins Tor findet. Das war’s. 4:1.

Mit dem dritten Sieg in Folge und nunmehr neun Punkten lässt es sich natürlich viel positiver in die nächsten Wochen schauen als noch Anfang September. Aber es stehen drei wirklich ganz schwere Spiele ins Haus. Wismut, Martinroda und Weida heißen unsere nächsten drei Gegner. Ob wir auch gegen diese Hochkaräter punkten können?

Nunmehr aber wollen wir noch etwas den gestrigen Sieg und unsere neun Punkte genießen und uns den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee ☕️ pünktlich um zehn gut schmecken lassen. Euch allen noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche, ehe wir uns dann am nächsten Samstag am „Steg“ wiedersehen ⚽️

Ohne Worte …

#ausgerafürgera
#newgeneration
#nixtasmania
#allesgutezeulo

Sensation in der Bachstadt

Westvororte/JFC holt Dreier beim Tabellenführer

(02.10.2022) Wir denken schon, dass der Stadionsprecher der Arnstädter unsere Mannschaft meinte, als er die SG Gera-Westerpforte herzlich begrüßte.

Auch sonst waren gestern beim Gastgeber alle sehr nett. Wir wurden freundlich empfangen. Lange Schlangen gab es nicht. Bedingt wohl auch, weil nur enttäuschende und nach dem Spiel enttäuschte 41 Zuschauer ihren Tabellenführer im Jahnstadion sehen wollten. Die vier Jungs am Einlass allerdings, der Mann am Rosterstand und die junge Frau am Getränkefenster waren äußerst zuvorkommend.

Unsere Jungs allerdings wollten den Dank nicht mit Punkten für den Gastgeber zurückgeben, wie es wohl gefühlte 99 % der Fußballfans in Thüringen vermuteten.

Und aufgrund des Tabellenstandes und der Platzierung der beiden Kontrahenten sowie des quantitativ stark dezimierten Kaders der Scheubengrobsdorfer kann man es diesen 99 % nicht einmal übelnehmen.

Normalerweise würde man den Spielbericht nun im nächsten Satz mit dem Wort „OHNE“ beginnen … und dann all die Namen aufzählen, die unserem Team gestern in Arnstadt nicht zur Verfügung standen.

Wir aber beginnen nicht mit dem Wort „OHNE“, sondern mit dem Wort „MIT“.

Mit Teamplay, mit Kampf, mit Leidenschaft, mit dem unbändigen Willen aus Arnstadt mehr als eine deftige Niederlage mit nach Hause zu nehmen, lief das Team auf. Und es kompensierte die gesperrten und verletzten Spieler. Ohne diese, aber mit den eben genannten Tugenden schaffte man die Überraschung, wenn wir nicht gar von einer kleinen Sensation sprechen sollten.

Nachdem der Gastgeber das Spiel kurzerhand in das Jahnstadion verlegte, konnte einem beim Anblick der Größe des Platzes Angst und Bange werden. Allerdings bot er auch perfekte Bedingungen, die ein von Sonnenschein begleitetes einseitiges Fußballspiel erwarten ließen.

Aber weit gefehlt. Zwar schlug der Tabellenführer die etwas feinere Klinge, ließ erkennen, dass man auch schon Oberliga spielte und versuchte dem Gast aus dem Dorf ganz spielerisch Herr zu werden. Dies gelang den Männern von Trainer Martin Hauswald bis kurz vor den Strafraum auch recht ordentlich. Dann aber war Schluss. Den ganz in weiß gekleideten Arnstädtern fiel ab da nicht mehr viel ein.

Auf der anderen Seite verpuffen die Entlastungsangriffe des TSV ebenfalls noch weit vor der gefährlichen Zone. Einmal wird es dann allerdings doch so richtig gefährlich. Nach Zuckerpass von Tim Richter hinter die Kette stand Markus Klotz blank, aber leider auch einen halben Meter im Abseits. So könnte es aber funktionieren.

Und genau so ist auch der Plan. Nach vorn sieht sich der Favorit immer wieder der blauen Wand mit dem weißen ad hoc Logo auf der Brust gegenüber und läuft vergebens an. Auf der anderen Seite abermals ein Konter. Nach dem Mouctar Diallo seinem ersten Gegenspieler davonlief, seinen zweiten Gegenspieler hat aussteigen lassen, konnte sich der dritte Verteidiger nur per Foulspiel erwehren, sonst wäre unsere Nummer #7 wohl durch gewesen.

Den fälligen Freistoß aus circa 18 m und halbrechter Position zirkelt unser Kapitän Tim Richter mit links um die Mauer und zwingt den Arnstädter Torhüter Valentin Henning damit zu einer Glanzparade.

Arnstadt versucht es nun vermehrt über die Außen. Und mit Flanken. Aber entweder ist unsere Nummer #1 Cedric Thrum zur Stelle oder die eigentlich sehr gefühlvoll und gefährlich nach innen geschlagenen Bälle finden keinen Abnehmer.

Eine halbe Stunde ohne Gegentor ist bereits geschafft. Westvororte/JFC wird etwas mutiger. Abermals wird der Arnstädter Torhüter geprüft, abermals haben wir eine Ecke. Abermals bringt diese jedoch nichts ein. Mit dem Zwischenstand nach jetzt genau 32 Minuten können wir aber trotzdem sehr gut leben, sind wir im Gegensatz zur Trainerbank der Hauswald-Elf so richtig zufrieden. Ein erstes leichtes Schmunzeln macht sich auf unseren Gesichtern breit.

Arnstadt weiterhin mit mehr Ballbesitz. Die vielen Abspielfehler im Spielaufbau kommen allerdings unserer Mannschaft zugute, die dadurch immer wieder durchatmen kann. Mit dem Pausenpfiff ist ein nächster großer Schritt vollbracht, nimmt man doch die Null mit in die Kabine, auch weil man kurz vor der Pause mit Fortuna im Bunde war, als es sich nur um Millimeter handelte und der Ball von der Unterkante der Latte unseres Tores zurück ins Spielfeld sprang.

Die zweite Hälfte beginnt mit einem überraschenden Angriff der Weiß-Blauen. Dieser kann nur durch ein recht grobes Foulspiel an Philipp Rehnelt unterbrochen werden, bei dem Schiedsrichter Steffen Krech, der auf beiden Seiten eine recht großzügige Linie fuhr, nichts anderes übrig blieb, als Gelb zu zeigen.

Arnstadt tut sich weiterhin schwer. Man findet gegen die organisierte, disziplinierte und aufopferungsvolle Abwehrarbeit des Tabellenletzten keine richtigen und zwingenden Mittel. Auf der Gastgeber-Bank macht sich so langsam Ratlosigkeit breit.

Und genau 10 Minuten nach Wiederbeginn wird diese noch größer, als es Maximilian Kurth ist, der sich wie schon beim letzten Spiel gegen Heiligenstadt per Kopf zum Matchwinner aufschwang, auch diesmal trifft. Den von Tim Richter mit viel Gefühl flach über die Köpfe der Spieler hinweg in den Strafraum geschlagenen Freistoß verlängert unser Abwehrchef, der bei Standardsituationen immer wieder mit aufrückte, mit einer leichten Kopfbewegung, mit der er dem Ball eine kleine Richtungsänderung zufügte und  trifft aus gut 10 Metern unhaltbar ins lange Eck .

Der Jubel bei unseren ganz in blau gekleideten Jungs fiel allerdings sehr verhalten aus, mochte man selbst nicht so richtig glauben, was hier gerade passiert.

Spielt man heute ein Spiel für die Scheubengrobsdorfer Geschichtsbücher? Noch aber sind gut 30 Minuten auf der Uhr. Und das Schmunzeln in unserem Gesicht wird etwas breiter.

Arnstadt hat noch Reserven. Zum Beispiel die Nummer 16, Johannes Ruschke. Der 2,02 Meter große Stürmer ersetzt nun in vorderster Front einen Abwehrspieler, der für ihn weichen muss. Vielleicht haben wir es in genau diesem Moment ein wenig dem Arnstädter Trainer zu verdanken, dass seine Entscheidung, alles auf die 16 zu setzen, nicht die Beste war?!

Denn mit Johannes Ruschke im Sturmzentrum war das System und die Taktik der haushoch favorisierten Gastgeber auf einmal ganz leicht zu durchschauen.

Bis dato gefiel man durch ansehnlichen und attraktiven Fußball, mit dem, hätte man ihn so weiter gespielt wie in den ersten 45 Minuten, wohl ein oder mehrere Punkte für die Hausherren heraugesprungen wären. Apropos gesprungen. Trotz des Riesens im Sturmzentrum hatten weiterhin fast nur unsere Innenverteidiger um Maximilian Kurth, Jonas Kölling und Julian Wolfram im Strafraum die Lufthoheit oder die Hände unseres Keepers fischten das Leder sicher aus der Gefahrenzone. Was dennoch flach in den Strafraum kam, wurde „weggekrätzscht“ oder fiel der vielbeinigen und aufopferungsvoll kämpfenden Geraer Abwehr zum Opfer.

Das ein oder andere Male ließ es sich natürlich nicht vermeiden, mit ungewollten oder taktischen Fouls einen Gegentreffer zu verhindern. Die zwei gelben Karten, die man sich heute auf die Habenseite schreiben durfte, sind aber sicherlich leichter zu verschmerzen als ein eventuelles Gegentor. Ein kleiner Gruß nach Ronneburg und ein verschmitztes Augenzwinkern dürfen an dieser Stelle natürlich nicht fehlen.

Aber weiter. Kurz nach der zweiten Gelben die nächste Möglichkeit für den Platzeigner. Im eins zu eins bleibt unsere Nummer #1 allerdings Sieger und hält weiterhin die null. Klasse, Cedric!

Die Kräfte lassen aber jetzt so langsam nach. Wir können nun auch kaum noch für Entlastung sorgen, sind aber in unserer Defensive weiterhin sehr gut organisiert. Dennoch ergeben sich für die Hausherren Möglichkeiten, wie auch jetzt in der 75. Minute, als ein Arnstädter Spieler etwa 10 m vor dem Tor völlig frei steht, sein Schuss mit der Innenseite das Tor aber glücklicherweise verfehlt.

Der Trainer der Arnstädter, Martin Hauswald, schaut vermehrt auf seine Uhr. Ihm und seinen Mannen läuft, ja rennt, die Zeit davon. Nur noch etwa 15 Minuten plus Nachspielzeit. Hat der Trainer noch einen Plan?

Der für Jonas Tämmler eingewechselte Amadeo Pelargu hat bei seiner ersten Offensivaktion, einem der wenigen Entlastungsangriffe der Scheubengrobsdorfer, gleich eine gute Möglichkeit, kann sich aber im Konter nach einem langen Pass im Laufduell gegen zwei Abwehrspieler nicht entscheidend durchsetzen, lässt unsere Hintermannschaft aber kurz durchatmen. Ecke.

Das wird jetzt noch eine spannende und anstrengende Schluss-Viertelstunde. Auch wir schauen nun permanent auf die Uhr. Unsere läuft gefühlt allerdings etwas langsamer als die des SV 09 Arnstadt. Der versucht es weiterhin fast nur mit hohen Bällen in den Strafraum. Man sucht nur die 16.

Wir sind zwar auf diese taktische Variante eingestellt, allerdings lauert bei jedem Ball dennoch die Gefahr des Ausgleichstreffers, wie auch in der 78. Minute, als erst Cedric Thrum stark abwehren kann und der Nachschuss sein Ziel glücklicherweise verfehlt. Und noch einmal. Unsere Nummer #1 macht sich lang und kratzt das Leder nach einem gefühlvollen Schlenzer mit den Fingerspitzen aus dem Angel und holt sich verdientermaßen die zur  Faust geballten Glückwünsche seiner Vorderleute ab.

Nur eine Minute später schien die Taktik von Martin Hauswald doch noch aufzugehen. Ein einziges Mal schlich sich eine Unaufmerksamkeit in unsere Defensive ein, die es dem 2,02 Meter-Mann ermöglichte sich seiner Bewachung zu entziehen und etwa drei Meter vor dem Tor völlig frei zum Kopfball zu kommen. Unverständlicherweise vergibt er diese 100-prozentige Möglichkeit und köpft neben das Tor. Puh, Glück gehabt

Durchatmen. Konzentrieren. Wachsam bleiben. Die Null halten. Jungs, bitte! Noch sechs oder sieben Minuten. Ihr schafft das! Jetzt überschlagen sich die Ereignisse.

Vier oder fünf Ecken in Folge für den Gastgeber. Der ganz in grün gekleidete Torhüter Valentin Henning nun selbst im Sturmzentrum. Dort allerdings steigt die Faust unseres Keepers am höchsten und boxt das Leder aus der Gefahrenzone.

Nach einer weiteren dieser Ecken endlich wieder mal eine kurze Entlastung. Der Konter, den Mouctar Diallo von der Mittellinie aus per Torschuss gen leeres Gehäuse abschließen will, findet allerdings nicht sein Ziel, so dass die endgültige Entscheidung vertagt ist und das Spiel weiterhin auf Messers Schneide steht. Maximilian Kurth unterbindet einen schnellen Angriff der Hausherren etwas unfair, kommt nach seinem cleveren taktischen Foul per Trikot-Zupfer aber glücklicherweise um Gelb herum.

Jetzt nochmal Glück für uns, dass der Schiedsrichter an seiner von Beginn an festgelegten großzügigen Linie auch in der hektische Schlussphase festhält, als Philipp Rehnelt im eigenen Strafraum wohl doch etwas ungestüm zur Sache geht.

Weil es der Trainer unserer Gastgeber aber ganz anders gesehen hat als der Schiedsrichter und lautstark mit ihm darüber debattiert, sah er sich kurz darauf dem gelben Karton vis-a-vis. Jetzt noch circa zwei oder drei Minuten. Wir beobachten den Schiedsrichter und warten, ob er eine Nachspielzeit anzeigt und wenn ja, wie viel Minuten.

Puh, fünf. Fünf Minuten. Die Hand mit vier ausgestreckten Fingern und dem Daumen geht deutlich nach oben. Hauswald treibt seine Jungs nochmals mit Händen und Füßen an. Aber mehr als ein oder zwei hohe Bälle, die unsere Abwehr im Verbund mit unserer Nummer #1 routiniert verteidigt, springen für die Hausherren nicht mehr heraus, so dass nach insgesamt 97 (!) Minuten der Schlusspfiff ohne Arnstädter Tor ertönt und sich unsere Jungs fix und fertig in den Armen liegen.

Wer hätte das gedacht?! Und, wir glauben nicht, dass wir übertreiben, wenn wir von einer kleinen Sensation sprechen. Immerhin standen sich der Tabellenführer und der Tabellenletzte, der nach diesem grandiosen Sieg die rote Laterne an Schleiz, unseren nächsten Gegner am kommenden Samstag zu Hause, abgegeben hat, gegenüber.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera
#newgeneration

Abwehrchef Maximilian Kurth sichert per Kopf den 1:0-Heimerfolg gegen Heiligenstadt

Der erste Dreier ⚽️

(18.09.2022) Vor einer Woche noch gescholten, wuchs er heute über sich hinaus und wurde zum Garanten des Sieges. Jonas Tämmler, unser erst 19-jähriger Torhüter. Mit seiner überragenden Leistung am vergangenen Samstag hatte er großen Anteil am ersten Saisonsieg seiner Mannschaft.

Somit ist bereits am fünften Spieltag die vage These eines ehemaligen Aktiven der Scheubengrobsdorfer widerlegt, dass die äußerst junge Mannschaft des TSV, die in der aktuellen Saison gerade mal ein Durchschnittsalter von 22 Jahren erreicht, in diesem Jahr ein Ebenbild von Tasmania sein wird.

Aufgrund von Sperren und Verletzungen, die unsere Mannschaft zur Zeit leider immer wieder beuteln, stand dem Team vom Trainer Kasam Ramadan bei seiner Heimpremiere nur ein Wechsler zur Verfügung. Aber dieser und die anderen elf, die er auf den Platz schickte, gaben alles und haben sich letztendlich den ersten Sieg und die ersten drei Punkte hoch verdient, auch wenn am Samstag Schönspielerei in erster Linie von viel Einsatz und Kampf ersetzt wurde.

Unser Gast, der in der Vorwoche Schweina noch mit 5:1 vom Platz fegte, fand gegen die diesmal ganz in weiß gekleideten Hausherren, die mit einer Dreierkette starteten, kaum ein Mittel.

Dennoch kam der Favorit in einer recht chancenarmen ersten Halbzeit zu Möglichkeiten, die unsere heutige Nummer #1 mit der 26 auf dem Rücken jedoch vereiteln konnte. Auf der anderen Seite eröffnete eine strittige Situation die Diskussion darüber, ob die SG Westvororte/JFC einen Elfmeter hätte zugesprochen bekommen müssen.

Jetzt ging es noch mal so richtig hin und her. Mit zwei Glanzparaden verhinderte Jonas Tämmler kurz darauf einen Rückstand, so dass es vor knapp 100 Zuschauern torlos in die Pause ging.

In der zweiten Halbzeit hatten dann auch unsere Mannen etwas mehr vom Spiel und erste verheißungsvolle Möglichkeiten. Man riskierte nun etwas mehr und wurde durch den abermals agilen Mouctar Diallo immer wieder gefährlich. Kapitän Tim Richter trieb das Spiel seiner Mannschaft aus dem Mittelfeld heraus immer wieder an.

Gut 10 Minuten nach der Pause wurde Westvororte für den engagierten Auftritt belohnt. Einen von Bosse Struz gefühlvoll nach innen geschlagenen Freistoß köpfte Maximilian Kurth ins lange Eck zum 1:0 und ließ seine Mitspieler und die Zuschauer lautstark jubeln.

Kurz darauf fast das 2:0. Hoffnung auf den ersten Punkt oder gar den ersten Sieg machte sich im weiten Rund breit, und Freude darauf.

Diese wehrte aber nur kurz, denn nur weitere 10 Minuten später ereilte die Scheubengrobsdorfer das gleiche Schicksal wie vor Wochenfrist, als man nach Gelb-Roter Karte und dem fälligen Platzverweis gegen Lionel Kirstein das Spiel in Unterzahl zu Ende bringen musste.

Der SC Heiligenstadt nun wieder mit Feldvorteilen, die man aber nicht nutzen konnte, um sich wirklich verheißungsvolle Möglichkeiten zu erspielen. In den letzten Minuten waren unsere Gäste dann dem Ausgleich doch noch einmal sehr nahe, scheiterten aber mit ihrem
Flachschuss von der Strafraumgrenze zum wiederholten Male am von den Fans zum Men of the Match gewählten Torhüter unserer Mannschaft, Jonas Tämmler.

Auch von unserer Seite Glückwünsche an die Mannschaft, die am Samstag eindrucksvoll gezeigt hat, dass man in der Liga nicht nur mithalten kann – wie schon bei den knappen Niederlagen der letzten Wochen – sondern bei der entsprechenden Bereitschaft und dem Einsatzwillen auch punkten kann, um das Saisonziel Klassenerhalt zu erreichen.

Nicht nur unsere Redaktion, sondern auch unsere Fans sind seit Samstag wieder frohen Mutes und freuen sich darüber, dass allen Unkenrufen zum Trotze unsere Mannschaft keinen neuen Rekord aufgestellt hat.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera
#newgeneration

Positiver Trend trotz Niederlage

Weiter so !!!

(29.08.2022) Trotz einer weiteren Niederlage ist der Trend positiv. Klingt doof? Klingt doof. Ist aber so. Nach einer Klatsche in Schweina, einem schlechten Spiel gegen Eisenberg folgte am Samstag gegen den FC Erfurt Nord ein sehr couragierter Auftritt unserer Jungs.

War in der ersten Halbzeit die Handbremse auf beiden Seiten noch etwas angezogen, hat der TSV/JFC spätestens ab der 43. Minute, als es Bosse Struz war, der aus halbrechter Position und etwa 10 Meter Torentfernung einfach mal abzog und den Ball ins lange Eck jagte, Vollgas-Fußball gespielt.

Bis dahin war alles noch recht überschaubar. Erfurt glänzte immer wieder mit recht präzisen Diagonalpässen auf ihre rechte Angriffsseite, mit der sie immer wieder für Gefahr sorgten. Konnte Kapitän Tim Richter einen ersten Schussversuch nach knapp 10 Minuten noch von der Linie kratzen, düpierte Louis Voigtritter unsere unsortierte Defensive nach einem weiteren präzise getimten Diagonalpass und traf zum 0:1.

Kurz darauf eine weitere gute Möglichkeit für die Gäste, der Lupfer von Issa Mohamed Saeed fand seinen Weg jedoch nicht ins Tor, sondern verfehlte dieses knapp. Glück gehabt. Fazit bis hier her: Zwei Niederlagen und ein früher Rückstand waren für die Stabilität unserer abermals umgestellten Defensive nicht förderlich.

So nach und nach fand man sich aber, bekam die gegnerischen Angriffe rechtzeitig unter Kontrolle und bannte die akute Gefahr eines weiteren Gegentreffers. Nach vorn versuchte man nun selbst Akzente zu setzen. Eine erste große Möglichkeit hatte nach Vorarbeit des heute sehr agilen Lionel Kirstein Nils Plötner, als er allein auf den gegnerischen Torwart zulief, diesen umkurvte, sich dabei den Ball allerdings etwas zu weit vorlegte, so dass der Torabschluss und ein Treffer ausblieben. Vorerst.

Denn nur fünf Minuten später war der Jubel auf Seiten der Weiß-Blauen riesengroß, als Bosse Struz nach Vorarbeit von Nils Plötner bereits besagten Treffer zum Ausgleich markierte. Das 1:1 in der 43. Minute sollte Mannschaft und Fans, von denen gestern sicherlich auch aufgrund des regnerischen Wetters nur 61 den Weg in die Arena fanden, für die zweite Halbzeit viel Mut machen.

Und in dieser zweiten Halbzeit präsentierte sich die Mannschaft von einer ganz anderen Seite. So hatte man sie im Laufe der bisherigen Saison noch nicht gesehen. Man übernahm das Zepter, gewann die Zweikämpfe, kämpfte um jeden Ball und erarbeitete sich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Erfrischender und attraktiver Offensivfußball, der auch den Erfurter Keeper Julian Schorch immer wieder in den Mittelpunkt stellte.

Nach einer von Tim Richter gefühlvoll getretenen Ecke köpfte Lionel Kirstein nur knapp am langen Pfosten vorbei. Die größte der vielen Möglichkeiten besaß kurz darauf Bosse Struz, der völlig freistehend vor Keeper Schorch den Ball aber noch einmal abspielte, der Adressat Markus Klotz allerdings bei seinem Treffer im Abseits stand.

Wie aus dem Nichts in die Drangphase der Scheubengrobsdorfer das 1:2. Mit viel Glück fand in der 69. Minute eine verunglückte Flanke von Fabian Kunze den Weg über Torhüter Jonas Tämmler hinweg ins lange Toreck.

Westvororte gab sich aber nicht auf. Kurz vor Schluss hatten die Gäste Fortuna auf ihrer Seite, als dem völlig freistehenden Lionel Kirstein der Ball an die Hand sprang, ehe er ihn im Tor unterbringen konnte. Nur dem Schiedsrichter-Assistenten haben es die Landeshauptstädter zu verdanken, dass der Treffer keine Anerkennung fand, sah der Referee das vermeintliche Handspiel nicht und erkannte kurzzeitig auf Tor. Apropos Tor. Das wollte auch in der restlichen Spielzeit nicht fallen. Entweder war man im Abschluss nicht resolut genug oder man scheiterte am teilweise über sich hinauswachsenden Torhüter der Erfurter, der mit zwei Glanzparaden weitere Treffer der Weiß-Blauen, von denen mindestens einer hoch verdienst gewesen wäre, verhinderte.

In den Schlussminuten, als Westvororte/JFC alles auf eine Karte setzte, und allein zwischen der 80. und 90. Minuten sechs Ecken verzeichnen konnte, riskierte man alles. Bei Kontern der Erfurter hätten Niklas Kliem und Louis Voigtritter für die endgültige Entscheidung sorgen können. Eine Parade von Jonas Tämmler und der Pfosten verhinderten dies jedoch, so dass es bis in die dreiminütige Nachspielzeit hinein ein spannendes Match blieb, aus dem der FC Erfurt Nord als glücklicher Sieger hervorging.

Trotz der Niederlage war ein positiver Trend erkennbar, der uns für die nächsten Wochen im Kampf um den Klassenerhalt viel Mut macht. Trotz aller Widrigkeiten hat die Mannschaft Charakter bewiesen und zumindest eine Halbzeit lang bewiesen, dass sie mit der entsprechenden Einstellung Landesliga-Niveau hat. Weiter so!

Am kommenden Wochenende ist spielfrei. In zwei Wochen ist man dann beim bisher ebenfalls sieg- und punktlosen BSV Eintracht Sondershausen zu Gast, ehe man zum nächsten Heimspiel am 17.09.2022 den SC Heiligenstadt in der Saarbach-Arena empfängt.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#newgeneration

Heimniederlage

Eisenberg gewinnt in Gera

Zu aller erst möchten wir uns bei Beate Pauli und Reimar Tiesler für die wunderschönen Fotos bedanken, die unserem Spielbericht zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee auf unserer facebook-Seite trotz der 2:0 Niederlage doch eine ganze Menge Farbe verleihen.

Apropos Farbe. Den ersten Farbtupfer im Spiel setzten die Hausherren, der Kopfball unseres Neuzuganges Markus Klotz in seinem ersten Männer-Pflichtspiel verfehlte sein Ziel jedoch knapp. Das wäre es fast gewesen nach acht Minuten.

Auf der anderen Seite Eisenberg immer wieder mit Nadelstichen, ohne aber die ganz große Chance. Die erste derer dann aber doch. Torhüter Cedric Thrum kann den Schuss jedoch entschärfen und zur Ecke abwehren, die dann allerdings nichts einbringt.

Nur wenige Minuten später steht unser Torhüter wieder im Mittelpunkt. Diesmal wird er Opfer eines Foulspieles eines Eisenberger Kickers, der nach einem zu kurz geraten Rückpass den Fuß drüber hält und unseren Torhüter verletzt.

Nach einer kurzen Behandlungspause dachte man schon, dass es weitergeht, aber unsere Nummer #1 musste wenige Minuten später unter starken Schmerzen doch ausgetauscht werden. Cedric, wie wünschen dir gute Besserung und eine schnelle Genesung

Jonas Tämmler darf nun den Kasten der Scheubengrobsdorfer hüten. Das Spiel ist intensiv. Zweikämpfe stehen im Mittelpunkt. Keine der beiden Mannschaften schenkt etwas her. Die Einstellung und das Zweikampfverhalten bei unseren Jungs heute passt, auch wenn nach vorn nicht viel geht.

Dann nach knapp einer halben Stunde aber doch die Führung unserer Gäste. Nachdem ein Freistoß noch in der Mauer hängenbleibt, reagiert Maik Berger am schnellsten und befördert das Spielgerät zum 0:1 in den Maschen.

Der Torschütze hat kurz darauf die nächste Möglichkeit, verzieht aber völlig freistehend. Chancen für unsere Mannschaft Mangelware. Die knappe Führung der Eisenberger zur Pause geht demzufolge in Ordnung.

So richtig große Möglichkeiten für beide Mannschaften bleiben auch in der zweiten Halbzeit erst einmal rar. In der 60. Minute dann die Eintracht mit dem 2:0 auf dem Fuß, aber unser Keeper Jonas Tämmler kann sich auszeichnen und verhindert den zweiten Treffer.

Die Freude darüber wehrte allerdings Werte nur kurz, denn in der 66. Minute erhöht David Thoma auf 2:0, kurz darauf verpasst der auffällige Florian Nieswandt die endgültige Entscheidung, als er nur den Pfosten trifft.

Dadurch besteht bei unseren Jungs und den knapp 150 Zuschauern weiterhin die Hoffnung, die Niederlange abzuwenden. Leider kann sich die Mannschaft von Philipp Schlebe allerdings die nötigen Chancen nicht herausspielen, so dass der Torerfolg bis zum Schlusspfiff nur Hoffnung bleibt. Die größeren Möglichkeiten zum Ende des Spieles hatten abermals die Eisenberger, konnten daraus jedoch kein weiteres Kapital schlagen.

Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel in Schweina bleibt der TSV/JFC auch heute ohne Punkte. Dennoch hat man dem favorisierten Gast aus Eisenberg Paroli bieten können, auch wenn die Eintracht letztendlich die drei Punkte verdient aus Gera mitnimmt.

Nun gilt es sich im Training weiter zu entwickeln, zueinander zu finden und die einzelnen Zahnräder miteinander zu verbinden, um am kommenden Samstag, wenn der FC Erfurt Nord in der Saarbach-Arena zu Gast ist, vielleicht den ersten Punkt oder gar den erste Erfolg der Saison zu verzeichnen.

Wie aber bereits auch öffentlich mehrfach bekundet, will und wird der Verein der Mannschaft die nötige Zeit geben, um nach dem Umbruch die Entwicklung in aller Ruhe zu vollziehen.

Auch wir schenken unserer sehr jungen Mannschaft weiterhin das Vertrauen und freuen uns nun auf nächsten Samstag, wenn zum Doppelspieltag bereits um 12:00 Uhr unsere zweite Mannschaft Großenstein ll empfängt, ehe die Spieler aus der Landeshauptstadt um 15:00 Uhr Gast unserer ersten Mannschaft sein werden.

Wir schauen also weiter nach vorn und denken positiv. Kopf hoch, Jungs!

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#newgeneration