Hochverdienter Heimsieg mit Zittereinlage in der Nachspielzeit
(18.10.2026) Guten Morgen, Westvororte. Da sind wir wieder. Pünktlich um null900, richtig gut gelaunt. Im Rahmen dieser guten Laune muss unsere Redaktion heute aufpassen, dass sie nicht zu sehr ins Schwärmen gerät. Zwei wirklich hochverdiente Siege hintereinander – das hat schon was, das macht schon was. Wir versuchen trotz noch reichlich vorhandenem Adrenalin das Match halbwegs sachlich darzustellen.
Gleich nach vier Minuten knallt es zum ersten Mal. Jannik Wolff setzt sich nach schönem Trick von Philipp Rehnelt gegen seinen Gegenspieler durch. Torwart Jünger bringt Wolff zu Fall, ist aber im letzten Moment, als unsere Nr.#13 ihn umkurven will, wohl noch mit der Fußspitze am Ball und klärt zum Einwurf. Da hat der ein oder andere sogar einen Elfmeter gerochen.
Und gleich noch einmal die Unseren. Franz Hoffmann setzt sich über rechts gut durch. Seinen Rückpass nimmt Philipp Rehnelt von der Strafraumgrenze direkt, aber der effetvolle Schuss landet über den Keeper hinweg auf dem Tornetz.
Wir sind gut im Spiel. Körperlich und spielerisch. Eichberger lässt an der Mittellinie zwei Gegner geschickt ins Leere laufen und passt auf Hoffmann. Der zieht aus 20 Metern mit seinem starken Linken direkt ab, trifft leider nur den Pfosten. Tolle Aktion. Sowas ist eigentlich ein Tor wert.
Dann steht erstmals Tämmler im Mittelpunkt, kann aber den etwas zu kurz geratenen Rückpass vor dem einschussbereiten Albert Pohl am Strafraumeck in allerhöchster Not per Fuß noch klären.
Auf der anderen Seite ist es abermals Hoffmann, der aus der Distanz abzieht, allerdings klatscht das Spielgerät wieder nur an den Pfosten. Wir kommen dem ersten Treffer immer näher. Weiter so, Franz. Du belohnst dich heute noch! Wir spielen so richtig attraktiven Offensiv-Fußball.
Auf der anderen Seite wird es jetzt ebenfalls gefährlich, aber den Schleizer Stürmer, der plötzlich völlig frei vor Jonas Tämmler auftaucht und auch zum Abschluss gekommen wäre, pfeift der Schiedsrichter wegen eines Handspiels zurück. Sehr aufmerksam vom insgesamt guten Team um Referee Hillig.
Nachdem nun ein paar Minuten ohne Torschuss vergangen sind, versucht sich Jannik Wolff mit einem Lupfer aus der Distanz, aber der etwas weit vor seinem Kasten positionierte Schleizer Keeper kann per Faust noch gerade so zur Ecke klären.
Und wieder wir. Nach einem Freistoß von Tim Richter von der Mittellinie kommt Christopher Lätz nach technisch feiner Ballannahme mit der Brust am rechten Fünf-Meter-Eck aus der Drehung zum Schuss, aber ein Abwehrspieler steht im Wege und verhindert den Einschlag. Eine Führung für die Scheubengrobsdorfer wäre zu diesem Zeitpunkt – so um die 25. Minute – mehr als verdient. Ein wahnsinnig packendes und schnelles erstes Viertel dieses Verbandsliga-Matches.
Ein kleines Fazit Mitte der ersten Halbzeit: Westvororte präsentiert sich bei Dauer-Nieselregen und geschätzten 150 Zuschauern, die bei diesen unschönen Wetter den Weg in den LVM Sportpark gefunden haben, sowohl spielerisch als auch kämpferisch auf echt gutem Landesliganiveau. Bis dato haben wir gegen den Tabellenfünften und Favoriten aus der Rennstadt entschieden mehr vom Spiel und auch die größeren Möglichkeiten. Weiter so!
Was wir besonders gut machen: Wir laufen den Gegner hoch und schnell an. Damit bringen wir Abwehrchef Amel Nukovic und seine Nebenleute im Spielaufbau immer wieder in die Bredouille. Und wieder kommen wir frei zum Schuss, aber wieder ist ein Fuß der vielbeinigen Schleizer Defensive dazwischen.
Kurz darauf Gelb für Tim Richter, der einen gegnerischen Konter per Foul noch rechtzeitig unterbindet. Der Freistoß für unsere Gäste bringt nichts ein. Es geht auf die 45. Minute zu. Zwischenzeitlich gab es mehrere Fouls auf beiden Seiten und auch die ein oder andere heiße Diskussion. Ein packendes Spiel.
Dann Schleiz. Eine Kopfballverlängerung bringt Albert Pohl in die perfekte Position, allein auf unseren Keeper zuzulaufen, glücklicher- und richtigerweise hat der Schiedsrichterassistent aber ein knappes Abseits erkannt.
Dann wieder das Team unseres Trainergespannes Gehrt/Schlebe mit einem Zauberangriff. Kurth auf Eichberger. Der schiebt den Ball überlegt durch auf Hoffmann. Der düpiert noch einen Gegenspieler, kommt über rechts in den Strafraum und relativ frei zum Abschluss, aber sein Schuss aus spitzem Winkel geht knapp am Pfosten vorbei. Die nächste 100-prozentige für unsere Mannen.
Mit einem wirklich schmeichelhafte Unentschieden für den Favoriten aus Schleiz geht es in die Pause. Über eine Führung der Gastgeber hätten sich Pohl und Co nicht beschweren dürfen.
Der zweite Durchgang beginnt wie der Erste endete. Angriff von Westvororte. Hoffmann auf Dräger. Der auf Eichberger. Dessen Schuss geht ganz knapp am kurzen Pfosten vorbei. Mensch, wann belohnen wir uns denn endlich? Eine Führung wäre mittlerweile wirklich mehr als verdient. Aber weiterhin hält unser Gast die Null.
Dann dribbelt Eichberger am Strafraum quer und wird zu Fall gebracht. Eichberger, der in dieser Situation unverständlicherweise keinen Freistoß zugesprochen bekommt, muss vorerst behandelt werden, kann aber dann trotzdem weiterspielen, auch wenn er sich ständig an die Hüfte greift und etwas humpelt.
Auch in der zweiten Halbzeit haben wir in den ersten Minuten deutlich mehr vom Spiel. Noch aber belohnen wir uns nicht. Auf der anderen Seite dann eine Ecke für Schleiz. Die sind immer gefährlich. Abermals kommt Routinier Albert Pohl trotz seiner „nur“ 1,75 zum Kopfball, der glücklicherweise knapp daneben geht.
Danach sind wir aber schon wieder im Ballbesitz, schließen einen Angriff allerdings etwas überhastet ab. Der Schussversuch von Jannik Wolff geht deutlich daneben. Westvororte dominiert und agiert. Schleiz reagiert.
Dann aber doch. Endlich! Abermals steht Jannik Wolff im Mittelpunkt. Er nimmt dem Schleizer Verteidiger beim 30-Meter-Sprint auf der linken Außenbahn zwei Meter ab. Auf der Grundlinie kommt unsere Nr. #13 einen Schritt eher an den Ball und passt scharf nach innen. Franz Hoffmann läuft am langen Pfosten ein, ist ebenfalls einen Schritt schneller als sein Gegenspieler und muss das Leder nur noch über die Linie drücken. 1:0. 58. Minute. Jawoll. Endlich.
Und gleich wieder Wolff. Der ist überall. Jetzt klärt er mit letztem Einsatz in allerhöchster Gefahr im eigenen Strafraum zur Ecke. Die bringt nichts ein, aber gleich noch einmal müssen wir die Luft anhalten, als Schleiz nach einer Kopfballabwehr der Scheubengrobsdorfer den direkten Abschluss sucht, das Leder aber deutlich über den Kasten geht.
Wolff, immer wieder dieser Wolff. Der macht heute sein beste Spiel in dieser Saison. Wieder setzt er sich über links auf Höhe der Strafraumlinie im eins-zu-eins durch und sucht abermals den langen Pfosten. Dort findet er wie schon beim 1:0 seinen kongenialen Partner Franz Hoffmann, der aus Nahdistanz mit seinem Doppelpack in der 64. Minute das 2:0 markiert.
Schleiz liegt unserer Nr.#29. Schon im Pokal war er mit drei Toren gegen die Rennstädter erfolgreich. Damals konnte das Team vom Trainer Roger Fritzsch das Spiel nach Pausen-Rückstandstand aber noch drehen. Und heute?
Es geht zur Sache. Die Zweikämpfe im Mittelfeld nehmen zu, sind hart, aber nicht unfair. Wir sind voll dabei. Wir sind präsent. Auch in einer Druckphase der Gäste. Wir hauen uns hinten voll rein, klären jetzt in der 69. Minute mit letztem Körpereinsatz einen Schuss zur Ecke und feiern diese Aktion wie ein Tor. Die Fans am Spielfeldrand feiern mit unserem Schlachtruf mit. Noch genau 20 Minuten. Noch 20 lange Minuten.
Der Regen prasselt unaufhörlich nieder. Heute ist so richtiges Fritz-Walter-Wetter. Wir haben uns ob dieses parkenden Spieles damit angefreundet. Auch die 161 Zuschauer, die es trotz der widrigen Witterungsverhältnisse in den LVM Sportpark gezogen hat, harren aus, haben sie bisher doch ein packendes Spiel gesehen. Und die Dramaturgie will, dass dieses Spiel noch lange nicht zu Ende, noch lange nicht entschieden ist.
Jetzt laufen wir in einen Konter. Glück, dass der schnelle Albert Pohl wiederholt um Zentimeter im Abseits steht. Nachdem Schleiz bereits zweimal gewechselt hat, wechseln nun auch wir. Neu im Spiel jetzt Lenny Schumann für Leonardo Castro Da Silva, der komplett ausgepowert ist und hinten links ein hervorragendes Spiel gemacht hat. Unsere Nr.#7 hat gekämpft wie ein Löwe.
Dann erweist uns Philipp Rehnelt ein Bärdienst. Nach einem Allerweltsfoul bekommt er Gelb, meckert wohl und sieht dafür Gelb/Rot. Die letzten 17 Minuten sind wir nun in Unterzahl. Damit fehlt uns jetzt ein Spieler, mit dem wir den Gegner weiterhin hoch anlaufen können. Wir ziehen uns mehr und mehr unfreiwillig zurück.
Schleiz domkniert auf einmal das Spiel. Schleiz drückt uns nun tief in unsere eigene Hälfte. Die haben sich noch lange nicht aufgegeben. Und gleich die erste gute Möglichkeit. Nach einer Flanke verpassen die Rennstädter per Kopf den langen Pfosten nur knapp. Von nun an haben wir hinten Schwerstarbeit zu verrichten. Wir kommen kaum noch raus. Bei den gelegentlichen Kontern ist der letzte Pass zu ungenau. Sofort ist Schleiz wieder am Ball und in unserer Hälfte.
Der Dauerdruck der Gäste lässt nicht nach. Große Chancen aber glücklicherweise bisher Mangelware, da wir äußerst kämpferisch sind und weiterhin diszipliniert stehen. Noch 10 Minuten.
Unsere Jungs sind nach den bisherigen 80 intensiven Minuten auf einem schweren nassen Geläuf stehend k.o. Das werden noch ganz ganz schwere sieben bis acht Minuten für Kapitän Tim Richter und Co.
Schleiz drückt. Wir müssen in Unterzahl nur noch Brände löschen. Eichberger und Wolff, die gefühlt je 20 km gelaufen sind, verlassen beide humpelnd den Platz. Die beiden können nicht mehr. Respekt vor deren Leistung. Mouctar Diallo und Julian Hoyer jetzt neu im Spiel.
Am Spielverlauf hat sich die letzten 10 Minuten nichts geändert. Wir stehen hinten drin. Schleiz greift an. Wir machen das aber gut. Wir arbeiten. Wir kämpfen. Wir stehen gut. Szenenapplaus bei jedem abgewehrten Ball. Und von draußen jedes Mal ein lautes: „Ohne Worte – Westvororte.“
Noch drei Minuten. An der Mittellinie wird Maximilian Kurth zu Fall gebracht. Wir können kurz durchatmen. Diese kurze Pause brauchen wir jetzt auch. Der Sieg ist trotz der Zwei-Tore-Führung und der fortgeschrittenen Spielzeit noch längst nicht in trockenen Tüchern.
Der Freistoß bringt uns nichts ein. Gegenstoß der Schleizer. Aber der aufmerksame Tämmler faustet den Ball an der Strafraumgrenze sicher weg. Was uns sonst vor die Füße fällt, schlagen wir jetzt einfach rigoros nach vorn. So müssen wir uns noch mindestens zwei oder drei weitere Minuten erwehren.
Wir wollen in der 89. noch einmal wechseln. Noch hat der Schiedsrichter nicht angezeigt, wie lange er nachspielen lässt. Wir sind gespannt. Jetzt. Vier Finger gehen in die Höhe. Und wieder Schleiz im Westvororte-Strafraum. Und abermals ist es Tämmler, der den klitschigen Ball unter sich begräbt. Ganz sicher, dieser Teufelskerl.
Die Nachspielzeit läuft. Abermals ist Tämmler, der nun mehr und mehr im Mittelpunkt steht, mit der Faust zur Stelle und boxt das Ding aus dem Strafraum. Danach ist es Zschille, der per Kopf klärt, der Nachschuss geht weit über unseren Kasten. Der Puls der Spannung scheint zu explodieren.
Wir nehmen Zeit von der Uhr und wechseln noch zweimal. 90. plus zwei. Kilian Seidel und Ben Leonhardt kommen für Hoffmann und Richter, die wahnsinnig viel gearbeitet und gekämpft haben.
Zwei der vier Minuten der Nachspielzeit sind um. Schleiz gibt sich immer noch nicht auf. Respekt. Sie versuchen es mit Gewalt. Noch stehen wir aber gut. Zschille, Lätz und Kurth verrichten da hinten drin Schwerstarbeit. Machen das aber wirklich bravourös.
Dann ist es aber doch passiert. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Ein individueller Fehler in unserer Hintermannschaft wird sofort bestraft und Schleiz erzielt den Anschlusstreffer. Yogo Arakaki trifft eine Minute vor Ultimo zum 2:1. Müssen wir jetzt doch noch einmal so richtig zittern?
Das Team von Trainer Fritzsch wirft alles nach vorn. Selbst Schleiz’ Keeper Maximilian Jünger steht in unserem Strafraum. Dann ein weiteres lautes „Leo“. Tämmler springt hoch, fängt das Leder und begräbt Ball sicher unter sich. Die Zeit ist um. „Pfeif ab!“ schallt es vom Spielfeldrand. Wir sind in der 90. +5. Die Uhr scheint stehen geblieben. Dann aber doch.
Aus. Das Spiel ist aus. Westvororte gewinnt und holt den zweiten Sieg in Folge. Was für ein Kampf, was für eine Leistung. Unsere Jungs haben sich heute selbst belohnt und einen hochverdienten Sieg eingefahren.
Und auch, wenn unsere Fans der Saarbach-Chaoten der Meinung waren, dass es gestern keinen Spieler des Tages geben sollte, da die Mannschaft der Man of the Match ist, vergeben wir die Höchstnote heute an unseren Doppeltorschützen Franz Hoffmann.
So lässt sich doch sogar ein regnerischer Sonntag wirklich gut an und der Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee, heute mit drei Stück Zucker und einen extra Schuss Sahne versetzt, gleicht einem Cappuccino, der trotz des Wetters draußen vom Sonnenschein geküsst ist.
Wir wünschen euch nun allen einen schönen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue Woche.
Und wer am kommenden Samstag Zeit und Lust hat, die Mannschaft nach Heiligenstadt zu begleiten, meldet sich schnell noch unter info@westvororte.de, denn im großen Reisebus der Firma Herzum-Tours sind noch ein paar wenige Plätze frei.
Ohne Worte …
ausgerafürgera
#stolzkenntkeineliga
#fairrespektvollkämpferisch
#westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen
Dieses Spiel wird präsentiert von unserem Partner NextPhones
(11.10.2026) Zumindest was viele Tore betrifft, haben wir im Vorbericht nicht zu viel versprochen. Abermals rappelte es zwischen den Westvororten und Wacker Nordhausen in beiden Kisten mehrfach. Sechsmal durften die insgesamt knapp 150 Heim- bzw. Gastzuschauer jubeln.
Unter denen auch Vorstandsmitglieder und der Vorsitzende unseres Kooperationspartners JFC Gera, Steffen Hadlich, der sich über den heutigen Auftritt und die prinzipielle Entwicklung „seiner“ ehemaligen Jungs durchaus freuen durfte und denen und uns mit seiner Anwesenheit heute wohl Glück gebracht hat.
Trotz der vielen Treffer gab es über die Regelkonformität keinerlei Diskussionen, war ein VAR nicht nötig, weil Schiedsrichter Drobe und seine Assistenten nichts dem Glück überließen, sondern alles im Auge und im Griff hatte.
Westvororte beginnt druckvoll. Erste Möglichkeit nach Superpass von Eichberger durch Jannik Wolff, der nach nicht einmal einer Minute die erste 100-Prozentige hat, aber aus spitzem Winkel knapp verzieht. Dann kann unsere Abwehr einen Abschluss der Gäste vielbeinig verhindern.
Nach drei Minuten knallen Bernardo Heck Weiss und Tom Eichberger schmerzhaft mit den Köpfen zusammen. Nach einer kurzen Pause kann es für beide aber weitergehen. Hier geht es schon in den Anfangsminuten richtig zur Sache. Kurz darauf gleich wieder Eichberger im Mittelpunkt. Sein Schuss aus spitzen Winkel kann Keeper Hoinkis gerade noch so zur Ecke abwehren.
Die klärt Nordhausen mit Kopfball und fährt einen super schnellen Konter. Den Abschluss kann Keeper Cedric Thrum mit dem Fuß in höchster Gefahr verhindern. Beide Keeper schon früh geprüft, beide Keeper sofort hellwach.
Dann rutsch ein Nordhäuser Spieler bei eigenem Ballbesitz aus. Ein Geburtstagsgeschenk? Winefeld erkämpft sich den Ball. Unsere Nr #8 läuft alleine auf das gegnerische Tor und vollendet überlegt. 1:0. 11. Minute. Happy Birthday, Sascha.
Nur zwei Minuten später steht Winefeld schon wieder im Mittelpunkt bzw. am Anfang einer super Stafette. Er schlenzt das Spielgerät auf die linke Seite zu Franz Hoffmann. Der bekommt den hohen Ball sensationell unter Kontrolle, lässt zwei Nordhäuser aussteigen und passt in die Mitte auf Eichberger. Der macht noch einen Haken und schiebt das Leder aus etwa 14 Metern ins Lange Eck. 2:0. 15. Minute.
Neben dem heute auffälligen Winefeld sind auch Hoffmann und Eichberger voll im Spiel. Jetzt erarbeitet sich Letztgenannter den Ball in der gegnerischen Hälfte und passt in die Mitte. Dort legt Hoffmann rüber zu Richter, der den Ball aus etwa zehn Metern in leichter Rücklage allerdings ganz knapp über die Querlatte jagt.
Aber wir sind jetzt voll im Spiel. Das sieht richtig gut aus. Da ist teilweise sehr deutlich eine klare, taktische Linie und eine deutliche Handschrift erkennbar. Auch kämpferisch sind wir heute voll da. Dann aber haben wir Glück, dass Nordhausen, was auf einmal völlig frei vor Cedric Thrum auftaucht, den Ball ganz ganz knapp übers lange Dreiangel ins Aus schlenzt.
Aber wir sind sofort zurück. Zwei Ecken hintereinander für das Team von unserem heute wieder vorbildlich kämpfenden Kapitän Tim Richter. Kurz darauf eine Möglichkeit für Nordhausen, aber wir schmeißen uns voll rein und bugsieren den satten Abschluss zur Ecke, die nichts einbringt.
Ein packendes Spiel bisher. Die Zuschauer auf beiden Seiten kommen voll auf ihre Kosten. An dieser Stelle sei unbedingt das faire Auftreten der Gäste-Fans aus Nordhausen erwähnt, die es unseren Ordnern und den Mitarbeitern der Security-Firma SUP leicht gemacht haben.
Es geht hin und her. Jetzt wieder Wolff – diesmal kann Nordhausen in allerhöchster Not zur Ecke klären. Auch Hoffmann dreht heute richtig auf. Jetzt erläuft er einen Pass von Richter und flankt aus vollem Lauf. Nordhausen kann per Flugkopfball zur nächsten Westvororte-Ecke klären. Die mittlerweile gefühlt zehnte Ecke für uns.
Dann Dräger, der heutige gefühlt keinen einzigen Zweikampf verloren hat. Er erkämpft sich den Ball und bringt Eichberger ins Spiel. Der sieht Winefeld. Dessen Schuss wird zur Ecke geklärt. Bis jetzt ging es permanent hin und her. Bis jetzt sehen die knapp 150 Zuschauer ein packendes Verbandsliga-Spiel.
Dann, nach knapp einer halben Stunde, kehrt ein klein wenig Ruhe ein. Beide Mannschaften müssen nach der intensiven Anfangsphase kurz durchatmen. Aber nur ganz kurz. Denn in der 30. Minute ging es nicht nur für unseren Gast einfach zu schnell. Auch für uns. Am Ende haben wir nur noch gesehen, wie Hoffmann aus spitzem Winkel den Keeper routiniert tunnelt und zum 3:0 erfolgreich ist. Vorarbeit?
Es bleibt packend. Kurz darauf Ernüchterung bei den Hausherren. Ecke für Nordhausen, die von Denys Akhtyrskyi per Kopf ins Lange Eck verlängert wird. 3:1, nur eine Minute nach unserer komfortablen Führung. Nordhausen ist wieder dran.
Danach wird es ein wenig hektisch, Nordhausen muss nach einer Verletzung erstmals wechseln. Das Spiel ruht jetzt für zwei Minuten. Noch fünf sind es bis zur Pause. Dann versucht sich Wacker aus der Distanz, aber der Schuss aus circa 25 Metern geht am langen Pfosten vorbei. Thrum wäre aber im Eck gewesen.
Anschließend Freistoß für die Unseren. Halbrechts, 25 Meter vom Nordhäuser Kasten entfernt. Die Flanke kommt gut von Sascha Winefeld, aber einer unserer drei gestarteten Angreifer stand wohl im Abseits. Ein Treffer hätte nicht gezählt. Aber wir kommen immer wieder so richtig gefährlich in den Strafraum und vor das Tor von Wacker.
Dann erkämpft sich Bastian Dräger den Ball im Mittelfeld und es geht abermals ganz schnell. Eichberger wird geschickt und kann von einem Nordhäuser Verteidiger am Schuss gerade noch so mit der Fußspitze gehindert werden, so dass wir abermals einen Eckball zugesprochen bekommen.
Aufgrund der Verletzungsbehandlung des Nordhäuser Spielers gibt Schiedsrichter Drobe zwei Minuten obendrauf. Dann ist es endlich soweit. Halbzeit. Alle können durchatmen. Das war bisher ein wirklich packendes Verbandsliga-Spiel. Allein was die Anzahl der Tore betrifft, haben wir in unserer Vorschau nicht zu viel versprochen.
Weiter geht’s. Die zweite Halbzeit beginnt pünktlich 16:00 Uhr. Soweit wir das auf den ersten Blick sehen können, beim TSV kein Wechsel. Nach anfänglichem Regen jetzt Sonnenschein. Und es scheint weiter zur Sache zu gehen. Kaum sind im zweiten Durchgang drei Minuten gespielt, hatte jede der beiden Mannschaften schon wieder einen Abschluss. Ungefährlich, aber immerhin. Nordhausen kommt hochmotiviert aus der Kabine.
Dann lässt ein Nordhäuser Maximilian Kurth über die Klinge springen und kassiert Gelb. Unser Gast geht jetzt mehr zur Sache. Körperlich und auch spielerisch. Abermals ein satter Abschluss, der knapp daneben geht.
Es fängt wieder an zu regnen. Dann machen wir das zum wiederholten Male so richtig gut. Super Lupfer von Eichberger auf Hoffmann, der sofort volley abzieht und Keeper Noah Aiden Hoinkis zu einer Glanzparade zwingt. Der Nachschuss von Wolff wird zur Ecke abgelenkt. Diese kommt flach nach innen und zischt vorbei an Freund und Feind am langen Pfosten ins Aus.
Und wieder Westvororte. Wieder ein wunderschöner Spielzeug über Wolff, Winefeld, Hoffmann und Eichberger, dessen Schuss ganz knapp am kurzen Pfosten ins Toraus geht. Das war im zweiten Durchgang – jetzt, wo etwa 15 Minuten gespielt sind – das zweite Riesenbrett für unsere Jungs. Aber es bleibt beim 3:1, auch wenn die Führung jetzt hätte höher sein können.
Und schon wieder die nächste große Möglichkeit für das Team unserer Trainer Gehrt/Schlebe. Wieder geht es richtig schnell. Für Nordhausen zu schnell. Wolff wird im Strafraum von den Beinen geholt. Der Pfiff folgt.
Eichberger schnappt sich selbstbewusst das Spielgerät und tritt an. Er verlädt den Keeper und trifft. 4:1 nach 61 Minuten. Ist das jetzt vielleicht so eine kleine Vorentscheidung?
Dann darf auch Nordhausen wieder mal. Der Abschluss ist so richtig satt und fest, aber Cedric Thrum pariert überragend. Und gleich noch einmal unsere Nr #1 – ganz sicher. Das verleitet auch unseren eloquenten Stadionsprecher, der die Heimzuschauer immer wieder animiert, jetzt mehrfach den Namen unseres Keepers zu rufen.
Kurz darauf ist aber auch er geschlagen. In der 67. Minute verkürzt Thomas Riemekasten für Nordhausen auf 4:2. Gerät unser eigentlich schon sicher geglaubter Sieg noch einmal in Gefahr?
Aber wir sind gleich wieder da. Zwei Ecken in Folge für das Team aus Scheubengrobsdorf. Dann kommt Christopher Lätz am kurzen Pfosten zum Abschluss, abermals beweist der erst 18-jährige Nordhäuser Keeper Hoinkis sein Talent und bestätigt mit einem super Reflex und einer Fußparade seine überragende Leistung am heutigen Tage.
Dann Konter von Wacker. Und ein super Tackling von Maximilian Kurth, was wir jetzt wie ein eigenes Tor bejubeln. Wir kämpfen und fighten. Wir sind wirklich präsent. Jetzt ist es der heute überragende Dräger, der einen weiteren Zweikampf – diesmal im eigenen Strafraum – gewinnt. Nicht nur wegen dieser überragenden Defensivaktion wurde unsere Nr #6 heute von den Fans der Saarbach-Chaoten zum Men of the Match gewählt. Glückwunsch, Basti.
Und wir machen weiter Druck. Jetzt erläuft sich Richter den Steckpass und jagt den Ball aus vollem Lauf Richtung kurzes Eck, trifft aber nur das Außennetz. Noch knapp 20 Minuten. Die Entscheidung weiter vertagt. Es geht wie schon in Halbzeit eins weiterhin hin und her. Das Spiel ist packend und hier ist noch lange nichts entschieden.
Noch 15 Minuten. Wir brauchen noch ein Tor. Das Spiel ist hektisch. Wir sind trotz der Führung nicht in der Lage, Ruhe ins Spiel zu bringen. Nordhausen hat sich noch lange nicht aufgegeben.
Wir machen den Sack einfach nicht zu. Jetzt ist es Winefeld, der am Keeper scheitert. Der Nachschuss landet auf dem Tornetz. Das war die Riesenchance zur endgültigen Entscheidung, die allerdings weiterhin offen bleibt.
Auch Markus Klotz, der nur eine Minute später von rechts in den Strafraum eindringen kann, ist mit seinem Abschluss nicht erfolgreich. Nordhausen stellt auf Dreierkette um und versucht es jetzt mit Gewalt. Eingewechselt wird jetzt der 2,06 Meter große Szymon Piotr Hawryluk. Aufpassen, hinten, Jungs. Flanken unterbinden.
Auch wir haben insgesamt fünfmal gewechselt. Klotz, Leonhardt, Diallo, Rehnelt und jetzt auch Hoyer sind neu im Spiel. Überragend, wie sie sich ins Spiel integrieren.
Noch gut 10 Minuten. Die Kräfte lassen so langsam nach. Jeder ist heute überdurchschnittlich viel gelaufen und hat gefightet. Auf beiden Seiten. Nach wie vor ist es ein packendes Match, was immer noch auf Messer Schneide steht, jetzt so ungefähr sieben oder acht Minuten vor Ultimo.
Die Zweikämpfe werden intensiver. Franz Hoffmann wird im Strafraum umgekrätzscht, aber der Nordhäuser Verteidigung hat wohl den Ball getroffen. Schiedsrichter Drobe entscheidet auf Ecke.
Noch fünf Minuten. Wieder Ecke für uns. Die spielen wir kurz. Hoyer sichert das Leder, kriegt dann aber eine von hinten mit. Freistoß für uns direkt neben der Eckfahne. Die Flanke kommt gefährlich nach innen. Markus Klotz steht am langen Pfosten völlig frei, aber Keeper Hoinkis reagiert abermals überragend und verhindert jetzt – vier Minuten vor Ultimo – die endgültige Entscheidung. Dennoch läuft unserem Gast die Zeit davon. So richtig aufmachen können sie nicht, denn wir sind nach vorne immer wieder gefährlich.
In der Mitte knallt es barbarisch. Ein Nordhäuser bleib liegen. Die Blauen aber selbst spielen weiter. Langer Ball auf den langen Neuen. Leonardo Castro da Silva gewinnt aber den Zweikampf gegen den polnischen Zwei-Meter-Riesen. Szenenapplaus.
Dann packen wir mal richtig zu. An der Außenlinie gibt es heftige Diskussionen. Noch zwei Minuten – offiziell. Freistoß für Wacker Nordhausen. Die Nachspielzeit wird jetzt angezeigt. Vier Minuten gibt der gute Drobe obendrauf. Das passt. Retten wir uns bis zum Schluss? Jetzt muss Cedric Thrum aber noch einmal eingreifen und boxt die hohe Flanke aus dem Strafraum. Der Nachschuss geht daneben. Durchatmen. Noch zwei oder drei Minuten. Das muss doch jetzt so langsam reichen.
Dann bekommt wieder einer der Unseren einen mit. Freistoß für Westvororte. Die Position ist nicht besonders günstig, aber der Freistoß nimmt Zeit von der Uhr. Abstoß Nordhausen. Der Keeper drischt das Leder weit nach vorn, dorthin, wohin er kurz zuvor seine Spieler hindirigirt hat. Und noch einmal Thrum mit einer Glanzparade. Der hält jetzt den Sieg fest. Oder?
Hier ist immer noch nicht Schluss. Nordhausen arbeitet am Anschlusstreffer und gibt sich nicht auf. Respekt an die Mannen von Trainer Sven Kreideneier, die ihrem Namen Wacker alle Ehre machen.
Die letzte Minute der Nachspielzeit läuft. Das muss es doch gewesen sein?!? Dann knallt es noch einmal. Jetzt liegt Richter am Boden. Aus dem Nordhäuser Block schaltet es Zeitspiel, Zeitspiel: Die Nachspielzeit ist offiziell abgelaufen.
Los, Schiri, pfeif ab! Nordhausen versucht es noch einmal – jetzt mit Gewalt, mit einem verzweifelten Distanzschuss aus gut 30 Metern. Ohne Erfolg. Dann ist Schluss, dann ist das Spiel aus. Westvororte erarbeitet sich drei hochverdiente Punkte und jubelt, feiert und singt im Kreis.
Somit dürfte uns heute Früh – wie immer pünktlich um null900 – der Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee besonders gut schmecken, haben uns unsere Jungs den gestern Nachmittag trotz des regnerischen Wetters doch mit drei Punkten regelrecht versüßt.
Weiter so Jungs, darauf lässt sich aufbauen. Es ist noch Luft nach oben, aber es war mit erkennbarer Handschrift ein wirklich großer Schritt in die richtige Richtung.
Apropos Richtung. Die schien am gestrigen Nachmittag nicht bei allen gestimmt zu haben. Eigentlich gehört das nicht zum Spielbericht, sollte aber dennoch kurz Erwähnung finden. Etwa eine halbe Stunde nach Spielschluss, als sich die sehr fairen Fans unserer Gäste und unsere Fans gemeinsam mit Familienangehörigen auf den Heimweg machen wollten, wurden sie auf dem Vereinsgelände des LVM Sportpark von etwa 20, teils vermummten Personen in orange-schwarzer Bekleidung angegriffen und geschlagen.
Nur dem besonnenen Verhalten der Ordnungskräfte des TSV Gera–Westvororte war es zu verdanken, dass es zu keinerlei weiteren Ausschreitungen kam. Die Angreifer suchten kurz darauf zu Fuß und mit PKWs das Weite.
Ohne Worte …
#ausgerafürgera
#jungundgersch
#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen
Dieses Spiel wird präsentiert von unserem Partner NextPhones!
(27.09.2026) Unsere Jungs hatten am gestrigen Samstag nach der langen Reise ins knapp 200 Kilometer entfernte Struth nicht den Hauch einer Chance. Der 5:1 Sieg der Gastgeber geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung.
Umso schwerer ist es für unsere Redaktion heute die passenden Worte zu finden. Denn all das, was einen spannenden Spielbericht ausmacht, fällt heut größtenteils weg. Chancen. Tore. Jubel. Zumindest was den TSV Gera-Westvororte betrifft. Über all das können wir heut so gut wie gar nicht berichten.
Heute bleibt uns in dieser Hinsicht sehr wenig. Ein Tor. Zwei Halbchancen und ein Freistoß von Tim Richter, den Keeper Petr Svarc aus dem Eck hechtete.
Ansonsten spielt fast nur der Gastgeber. Gefühlter Ballbesitz 70 % und Chancen en masse. Unser junger Keeper Mika Schlundt konnte einem regelrecht leid tun, hat er doch über die fünf Gegentore hinaus alles gehalten, was zu halten war. Aber schon in der vierten Minute war er machtlos, als Robert Sachs die frühe Führung erzielte.
Als Mika dann in der 14. Minute per Elfmeter von Jannis Zimmermann verladen wurde, stand es früh 2:0 und man musste so ein klein wenig Angst um unsere Mannschaft haben.
Trotz der frühen und deutlichen Führung steckten unsere Jungs aber nicht auf. Das zumindest verdient Respekt. Trotz drückender Überlegenheit des 1.FC Eichsfeld konnte das Team unseres Trainer-Duos Gehrt/Schelbe vereinzelt Nadelstiche setzen.
So zum Beispiel nach gut einer halben Stunde, als Franz Hoffmann den Anschlusstreffer erzielte. Nach 32 Minuten stand es plötzlich nur noch 2:1. Wir waren wieder im Spiel. Gut, Jungs!
Eichsfeld, erwachsen und ruhig, dominierte das Spiel jedoch weiterhin und ließ sich vom Gegentor nicht irritieren. In der Folge waren die Spieler um Kapitän Tim Richter regelrecht chancenlos. Aber vielleicht können wir jetzt, so um die 40. Minute, weiterhin Hoffnung haben und den knappen Rückstand in die Pause mitnehmen. Dann durchatmen und vielleicht im zweiten Durchgang vieles besser machen?
Diese Hoffnung währte aber nur kurz, denn noch vor der Pause traf das Team vom Trainer Ronald Leonhardt binnen einer Minute gleich zweimal. In der 44. war es Franz Rippel per Kopf und in der 45. Minute Jannis Zimmermann, der schon vor dem Wechsel für die Vorentscheidung sorgten.
In dieser ersten Halbzeit waren wir dem Gegner nicht gewachsen. Und der konnte mit Beginn des zweiten Durchgangs personell sogar nachlegen, als der Dritt-Liga-Erfahrene Nils Pichinot eingewechselt wurde. Weitere Treffer für den Gastgeber blieben in der Folge glücklicherweise aus.
Jetzt hat sogar der TSV die ein oder andere kleine Möglichkeit. So zum Beispiel beim Freistoß von Tim Richter, den Petr Svarc aus der Ecke kratzte. Wir sind jetzt etwas besser im Spiel, aber schon im Gegenzug der 1. FC Eisfeld wieder mit einem ganz dicken Brett. Glücklicherweise geht der Schuss knapp über unseren Kasten.
Dann aber doch. Finn Oberthür, heute der vielleicht beste Spieler auf dem Platz, krönt seine starke Leistung mit dem Tor zum 5:1 und macht somit den Deckel endgültig drauf.
Müssen wir jetzt Angst bekommen, was die Tordifferenz betrifft? Werden wir hier vielleicht abgeschossen? Immerhin sind noch gut 20 Minuten zu spielen. Ja nicht untergehen, jetzt! Zwar kann sich Jannik Wolff im Laufduell über links noch zweimal erfolgreich durchsetzen, ein weiterer Treffer gelingt unserer Mannschaft allerdings nicht.
Dann Glück für die Scheubengrobsdorfer, dass das Aluminium dem 6:1 im Wege steht. Auf der anderen Seite setzt sich Franz Hoffmann über rechts energisch durch, sein Schuss verfehlt das gegnerische Tor jedoch knapp am langen Pfosten.
Dann eine weitere Schrecksekunde für die Gäste. Philipp Rehnelt bleibt am Boden liegen und muss behandelt werden. Von weitem sah es aus, als hätte er sich das Knie verdreht. Hoffentlich ist das nichts Schlimmeres. Vorerst kann er aber weiterspielen.
Vor 205 Zuschauern ist der Gastgeber weiterhin gefährlich. Besonders bei Ecken und Flanken müssen wir aufpassen. Da brennt es immer lichterloh in unserem Schlafraum. Ein weiteres Tor fällt jedoch nicht.
Letztendlich treten wir mit einer deutlichen Niederlage die Heimreise an. Der 5:1-Sieg geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung, hätte bei besserer Chancenverwertung der Gastgeber gar noch höher ausfallen können.
Dennoch glaubt auch der dortige Stadionsprecher weiterhin an unserer Mannschaft, war er sich doch sicher, dass wir unsere entscheidenden Punkte noch holen werden. Auch wir glauben weiterhin an unsere Mannschaft.
Wir haben beim souveränen Tabellenführer deutlich verloren. Der 1.FC Eichsfeld thront in der Tabelle nach sechs Spielen mit der maximalen Punktzahl von 18. Im Schnitt erzielte die Mannschaft darüber hinaus knapp vier Tore pro Spiel. Vielleicht relativiert diese beeindruckende Statistik unsere deutliche Niederlage ein klein wenig.
Und nein, wir möchten nichts, aber auch gar nichts, schönreden, denken aber immer wieder positiv. Unsere Jungs haben nun zwei Wochen Zeit die bittere Schlappe aufzuarbeiten, zu analysieren und sich auf das nächste Spiel vorzubereiten.
Dann aber muss jeder mindestens 100 % geben. Dann muss eine ganz andere Leistung auf den Platz gebracht werden. Denn es geht am 10.10.26 um 15:00 Uhr im LVM Sportpark im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Wacker Nordhausen, die ebenfalls wie unsere Jungs aktuell tief im Tabellenkeller stehen, heute nachmittags allerdings noch die Möglichkeit haben zu punkten. Ab 14:00 Uhr treffen die Nordhäuser zu Hause auf den FC Saalfeld.
Ein enttäuschte Trainer Daniel Gehrt resümiere: „Das war nicht gut. Ich muss sagen, dass ich enttäuscht bin, wie wir aufgetreten sind. Darüber muss gesprochen werden und da müssen wir ganz schnell die richtigen Schlüsse draus ziehen, denn in 14 Tagen wartet mit Nordhausen wieder ein ganz wichtiges Spiel.“ und er fährt rückblickend fort: „Die Frage ist immer wie man verliert, und da bin ich mit dem Auftreten überhaupt nicht zufrieden. Wir hatten uns vorgenommen diszipliniert zu verteidigen und Fußball zu spielen. Das ist uns bis auf 20 Minuten in der ersten Halbzeit nicht gelungen.“
Wir werden jetzt, wie jeden Sonntag früh pünktlich um null900, zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee greifen, auch wenn wir heute sicherlich das ein oder andere Stück Zucker extra benötigen, weil der Kaffee sonst doch recht bitter schmeckt.
Unkonzentrierten, Leichtsinn und katastrophale individuelle Fehler bringen Langensalza auf die Siegerstraße. Was man unserer Mannschaft nicht vorwerfen kann, ist, dass sie nicht gekämpft hat. Das hat sie. Und sie hat auch immer wieder Moral gezeigt. Zweimal hat man sich – trotz zwei Tore Rückstand – nicht aufgegeben und hat alles versucht. Individuelle Fehler haben aber den Ausschlag gegeben, so dass die Mannschaft trotz eines engagierten Auftritts abermals mit deren Händen dasteht.
Zweite Minute. Es geht gleich munter los. Kopfball der Gäste, aber direkt in die Arme unseres Keepers. Dann erarbeiten wir uns hinten den Ball. Eichberger auf Hoffmann. Der diagonal auf Wolf, der düpiert seinen Gegenspieler und läuft ihm davon, wird auf Höhe des Strafraums aber umgerissen, der Schiedsrichter lässt weiterspielen.
Und gleich noch mal Westvororte. Nach langem Pass von Zschille verlängert Hoffmann per Kopf. Winefeld steht völlig frei, aber anstatt zu schießen, versucht er noch einen Spieler kunstvoll auszudribbeln, bleibt allerdings hängen.
Dann kommt der Gast, aber Bastian Dräger ist aufmerksam und erobert den Ball, der anschließende Schuss geht weit drüber. Dann wieder wir. Wir spielen uns über Richter, Hoffmann, Winefeld und Eichberger wunderschön durch die gegnerischen Reihen. Eichberger sucht auch zielgerichtet den Abschluss, sein Schuss geht allerdings am Tor vorbei.
Aber wir sind gut im Spiel. Das macht uns Hoffnung. Das macht Spaß.
Und kaum sind acht Minuten gespielt, der nächste Abschluss für die Unseren. Diesmal ist es Winefeld der nicht das richtige Zielwasser getrunken hat. Aber bisher sieht das gut aus, was wir machen. So kann es gerne weitergehen.
Dann aber ein Riesenbrett für unsere Gäste. Die Flanke von links kommt bis zum langen Pfosten durch, wo Nils Noak reinrutscht. Aber auch er verfehlt das Ziel mit seinem satten Abschluss knapp. Und gleich noch mal die Gäste. Diesmal kann unser Keeper im nachfassen in alles größter Not klären.
Wir erleben hier in den ersten 20 / 25 Minuten ein packendes Fußballspiel. Es geht hin und her. Waren wir eben noch ganz nah vor und am gegnerischen Tor, gibt es jetzt schon wieder Ecke für die Mannen aus Bad Langensalza.
Aktuell – so um die 30. Minute – scheint es so, dass sich beide erst einmal genügend ausgetobt haben. Es kehrt etwas mehr Ruhe ein. Aber kaum notieren wir uns das, ist Marcus Klotz – obwohl relativ klein – Sieger im Kopfballduell. Wolff zieht darauf aus 20 Metern dirket ab, aber ebenfalls knapp daneben.
Im Mittelfeld geht es teilweise richtig zur Sache. Erst wird Eichberger umgerannt, dann bekommen wir einen Freistoß, als Tim Richter am Trikot zu Boden gezerrt wird. Der bringt nix ein. Aber kurz darauf ist es wieder Wolf, der sich über links energisch durchsetzt. Der satter Abschluss, der wohl unhaltbar gewesen wäre, verpasst den langen Pfosten allerdings um wenige Zentimeter.
Der Favorit vom FSV Preußen darf sich so nach und nach glücklich schätzen, dass er noch kein Gegentor kassiert hat. Die besseren Chancen haben bisher wir. Auch, weil Zschille und vor allem Kurth hinten richtig gut stehen und alles abräumen.
Und auch nach vorne machen wir das wirklich gut. Auch spielerisch. Oft kommt nur der letzte Pass nicht an. Da müssen wir konzentrierter zu Werke gehen. Nachdem jetzt etwa fünf oder sechs Minuten das Tempo raus war, geht es dann wieder richtig zur Sache. Westvororte arbeitet viel und erkämpft sich verlorene Bälle sofort zurück.
Noch fünf Minuten bis zur Pause. Die gut 120 Zuschauer, die heute in den LVM Sportpark gekommen sind, werden es, auch wenn bisher keine Tore gefallen sind, nicht bereut haben. Sie sehen ein gutes und schnelles Verbandsligaspiel.
Dann die Riesenchance für unsere Gäste, aber Cedric Thrum kann reaktionsschnell auf der Linie klären. Stark, Keeper. Nach vorn häufen sich jetzt allerdings unsere Fehler. Die Pässe kommen nicht mehr so gut an. Chancen sind jetzt schon eine ganze Weile Mangelware. Dann ist endlich Pause. Jetzt können alle erst einmal durchatmen und unsere Spieler frische Kräfte sammeln.
Die zweite Halbzeit beginnt mit einem wunderschönen Konter über 4,5 Stationen. Am Ende kann Franz Hoffmann den Torwart noch umkurven und aus Spitzenwinkel abziehen. Der Ball wird aber leider in letzter Sekunde von einem Gästeverteidiger von der Linie gekratzt. Ecke.
Die bringt nix ein. Aber kurz darauf sind wir schon wieder in Fünfmeterraum, der Gast kann das Leder aber irgendwie noch rausschlagen. Der anschließende Fernschuss von Lenny Schumann geht leider knapp drüber.
Dann bringen wir uns selbst in die Bredouille, weil wir den Ball unkonzentriert im Spielaufbau verlieren. Zschille kann nach Abschluss in der Mitte gerade noch so zur Ecke klären. Das war ein erster grober Fehler. Solche Schnitzer sollten uns nicht mehrfach passieren.
Dann hatten wir Freistoß an der Mittellinie, schlagen den Ball aber unverständlicherweise direkt in die Ein-Mann-Mauer. Von dort springt das Spielgerät Leon Schleip direkt vor die Füße. Der geht ab, lässt noch einen unserer zur Absicherung hinten stehenden Verteidiger im Laufduell stehen und mit seinem platzierten Abschluss aus 16 Metern unserem Keeper keine Chance. Wie aus dem Nichts die Führung der Gäste.
Vorarbeit: Westvororte.
Da darf die Statistik den TSV Gera-Westvororte gern als Vorlagengeber benennen. 56. Minute, 0:1.
Zwei Minuten später will ein Gästespieler den schnellen Spielaufbau unseres Keeper verhindern. Für das taktische Foul bekommt er Gelb. Da er erst wenige Minuten zuvor schon einmal Gelb bekommen hatte, muss er nun vom Feld. Nun sind wir etwa 30 Minuten in Überzahl. Können wir daraus etwas machen?
Nein. Das nächste Eigentor. Wir verlieren über unseren letzten Mann einen unnötig eingegangenen Zweikampf an der Mittellinie. Finn Harbauer zieht von der Mittellinie aus einfach ab und überrascht damit unseren Keeper. Der Ball schlägt unhaltbar über ihm ein. 65. Minute, 0:2.
Vorarbeit: Westvororte
Aber wir geben uns trotz des Zwei-Tore-Rückstandes noch nicht auf. Gegen die tief stehende Abwehr der Gäste wird es natürlich besonders schwer. Dann ist es Franz Hoffmann der mutig in die Mitte flankt. Sein Millimeter genau getimter Pass erreicht den einlaufenden Eichberger, der den Ball geschickt über den Scheitel rutschen lässt, so dass dieser im langen Eck unhaltbar einschlägt. Wir sind wieder dran. Geht jetzt vielleicht doch noch was? 1:2, 68. Minute.
Und mit neuem Selbstvertrauen und neuem Schwung gleich noch einmal wir. Super Flanke Kurth. Kopfball von Rehnelt. Glanzparade Florian Gath im Tor der Gäste. Der steht jetzt vermehrt im Mittelpunkt.
Jetzt machen wir wieder Druck. Jetzt sind wir wieder am Drücker, nachdem wir etwa 10 Minuten mit uns selbst zu tun hatten. Richter wird umgerannt. Freistoß. 30 Metern. Das ist bisschen weit, um es direkt zu versuchen.
Aber nicht für Eichberger. Der versucht es. Und er zwingt den gegnerischen Keeper zu einer Glanzparade, der diesen satten Schuss sensationell aus dem Angel gekratzt. Das hat der richtig gut gemacht. Das haben neide richtig gut gemacht.
Wir machen’s uns jetzt, wo wir wieder dran sind, wo wir dein Ausgleich nahe sind, selber schwer. Zweimal innerhalb von zwei Minuten verlieren wir jetzt wieder den Ball, weil wir uns auf sinnlose Zweikämpfe im Vorwärtsbewegung einlassen. Und immer wieder auf sinnlose Diskussionen.
Ballverlust. Konter. Glück. Glück, dass der Ball nur an unserem Außennetz landet und es Ecke gibt. Und gleich noch einmal Glück, dass Cedric Thrum den Kopfball mit den Fingerspitzen noch an die Latte und zur nächsten Ecke lenken kann.
Aber diese führt dann wohl zur Entscheidung und zum dritten Treffer für unsere Gäste. Luis Miguel Schack macht das, was wir nicht machen und zieht einfach mal aus 18 Metern ab. Sein Schuss wird noch leicht abgefälscht und landet im Geraer Tor. Eine Folge des nur eine Minute vorher leichtfertig verlorenen Balles. 1:3, 73. Minute.
Vorarbeit: Westvororte.
Das Spiel wird ruppig. Innerhalb weniger Minuten gab es auf jeder Seite eine Gelbe Karte. Es geht richtig zur Sache. Körperlich und verbal. Bastian Dräger muss nach einem aggressiven Rempler behandelt werden, kann aber nach etwa fünf Minuten weiterspielen Jetzt, wo noch circa 15 Minuten zu spielen sind, machen wir nochmals wahnsinnig Druck. Langensalza kann sich momentan nur mit weit nach vorn geschlagenen Bällen erwehren.
Wieder verlieren wir im Spielaufbau den Ball. Das darf doch wohl nicht wahr sein. Wieder geht die Post ab. Jetzt können wir uns bei unserem Keeper bedanken, der den satten Abschluss sensationell pariert.
Aber auch wir haben noch weitere Möglichkeiten. Können wir vielleicht doch noch einmal zurückzukommen. Nach schönem Pass von Julian Hoyer zieht Tim Richter von der Strafraumgrenze ab, aber auch seinen Schuss geht drüber. Und noch einmal der eingewechselter Hoyer, diesmal scheitert er mit seinem Schuss am Keeper.
Vier Minuten Nachspielzeit. Geht noch was? Die nächste Flanke von Franz Hoffmann kommt aber auch nicht an und lande hinter dem Tor. Beim Ball holen lassen sich unsere Gäste logischerweise viel Zeit. Damit schwindet die Hoffnung.
Letzte Minute der Nachspielzeit. Nach einem Freistoß nahe der Eckfahne das Tor. 2:3. Und noch eine Minute. Können wir doch noch mal hoffen? Nein. Der Torwart der Gäste kann den Ball ein letztes Mal aufnehmen, lässt clever die Uhr runterlaufen. Das war’s.
Eine weitere Heimniederlage steht zu Buche. Eine wirklich unnötige. Die insgesamt bessere Mannschaft verliert. Unsere Redaktion möchte niemanden zu nahe treten, aber der ein oder andere muss sich heute zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee wirklich an die eigene Nase fassen und sich über seinen Bärendienst, den er der Mannschaft erwiesen hat, tiefgründig Gedanken machen.
Das einzige, was man unserer Mannschaft nicht vorwerfen kann, ist, dass sie nicht gekämpft hat. Das hat sie. Und sie hat Moral gezeigt hat. Zweimal war man mit zwei Toren im Rückstand. Zweimal hat man sich nicht aufgegeben und hat alles versucht. Drei katastrophale Fehler haben heute allerdings den Ausschlag gegeben, so dass die Mannschaft trotz eines engagierten Auftritts abermals mit deren Händen dasteht. Unkonzentriertheiten, Leichtsinn und individuelle Fehler schenken dem Gast einen glücklichen Sieg.
Auf Grund des Urlaubes unserer Redaktion der Spielbericht diesmal nicht zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee sondern zum Montag-Abend-Feierabend-Bier. Der Abwesenheit geschuldet heute auch etwas kürzer als sonst. Apropos Abwesenheit. Leider fanden nur 51 Zuschauer den Weg auf den Sportplatz in Geraberg, um ein insgesamt spannendes Match zu erleben.
Und dieses begann gleich packend. Geratal mit der ersten guten Möglichkeit bereits nach gut fünf Minuten. Westvororte im Glück, da der Abschluß nicht den Weg ins Tor sondern nur ans Aluminium findet. Alle wach? Ja. So scheint es zumindest. Der TSV nun besser im Spiel. Auch für den Gast nun die erste gute Chance, der Geratal-Keeper Maximilian Kott aber ist auf dem Posten. Dann ist es Jannik Wolff, der im Strafraum zu Fall gebracht wird. Strafstoß für die Unseren.
Wer darf? Wer will? Vor Wochenfrist in Schleiz war es Franz Hoffmann, der erfolgreich war, heute schnappt sich Tom Eichberger das Leder. Der erfahrene Kicker lässt sich die Chance nicht entgehen und bringt unsere Farben mit seinem dritten Saisontreffer nach 20 Minuten in Front. 0:1. Ja! Große Chancen bleiben in der Folge Mangelware. Wir sind präsent. Auch in den Zweikämpfen. Zwei Gelbe Karten für die Weiß-Blauen zeugen vom Einsatz der Scheubengrobsdorfer. Und wir haben jetzt sogar ein bisschen mehr vom Spiel.
Kurz vor der Pause hat dann aber der Gastgeber noch eine gute Möglichkeit. Cedric Thrum pariert jedoch sicher. Auf der anderen Seite geht ein Knaller von Eichberger knapp am Pfosten vorbei. Pause. Durchatmen. Kräfte sammeln. Der Platz ist tief. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit. Die zweite Hälfte beginnt mit einer Möglichkeit der Gastgeber, aber unser aufmerksamer Keeper kann zur Ecke klären. Jetzt macht Geratal Druck. Man will den Ausgleich. Wir werden gerade mächtig hinten reingedrückt. Dann können wir uns mal ganz schnell lösen. Wolff sprintet allein aufs gegnerische Tor zu, scheitert aber am starken Kott im Tor der Gastgeber.
Das war sie, die große Chance, um die Führung auszubauen. Aber wir sind jetzt wieder besser im Spiel. Jetzt machen wir Druck. Aber wir müssen aufpassen. Auch Geratal wartet jetzt auf Konter. Kaum gesagt, muss Cedric Thrum an der Strafraumgrenze dazwischengehen. Weiter die knappe Führung für das Team von Trainergespann Gehrt/Schlebe. Es wir intensiver, wenngleich auch nicht besonders schön. Wieder der auffällige Eichberger. Diesmal geht sein Abschluss über das Gehäuse. Geratal mit vielen langen Bällen. Die bringen allesamt nichts ein. Wir sind aktuell wieder etwas besser im Spiel, wollen die Entscheidung. Genau in diese Phase hinein, in der 73. Minute, der Ausgleich. Ecke. Kopfball. Tor. 1:1.
Die letzten 10 bis 15 Minuten gehören dann nochmals den Scheubengrobsdorfern. Abermals kommt unsere Abschlussschwäche deutlich zum Ausdruck. Zweimal noch dringen wir gefährlich in den Strafraum ein, finden aber nicht den richtigen Moment für den Torschuss, so dass unsere guten Möglichkeiten versanden. Letztendlich bleibt es beim 1:1.
Immerhin ein Auswärtspunkt für unsere Mannen. Aus heutiger Sicht jedoch zu wenig, schaut man nochmals über die guten Möglichkeiten, die sich unsere Jungs schön herausgearbeitet haben. Da war am Samstag wirklich mehr drin. Auch unser Trainer Daniel Gehrt befand, dass wir vor dem Tor zu kompliziert denken und uns somit wieder nicht belohnt haben. „Daran müssen wir arbeiten. Wir müssen schnell die besseren Entscheidungen treffen.“ konstatiert er und fährt fort „Uns fehlt vor dem Tor die Cleverness, um den Deckel draufzumachen. Daher sind es trotz des Auswärtspunktes eigentlich zwei verlorene Punkte, auch wenn der Gastgeber gerade bei Standardsituationen, wie zum Beispiel dem Tor, gefährlich war. Insgesamt haben wir wenig zugelassen, aber man kann eben nicht alles verteidigen.“
Schauen wir aber sofort wieder nach vorn und freuen uns auf nächsten Samstag, wenn wir unsere Fans nach zwei Auswärtsspielen in Folge endlich wieder im heimischen LVM Sportpark begrüßen dürfen. Zu Gast ist dann der aktuell Viertplatzierte der Tabelle, der FSV Preußen Bad Langensalza.
Ohne Worte …
#ausgerafürgera
#jungundgersch
#westvororte … wo freunde nicht nur zusammen fußball spielen
Fünfmal knipst der 29-jährige Routinier aus der Rennstadt. Fünf mal lässt er uns aussehen wie kleine Jungs. Fünf mal könnte man denken, dass keiner unserer Spieler wusste, wer Albert Pohl ist.
Da erscheinen die drei Tore von Franz Hoffmann fast nebensächlich. Das wollen wir aber so nicht stehen lassen und Franz zu seinen drei Toren gratulieren. Spätestens seit heute ist er in den Westvororten auch sportlich vollends angekommen.
Das Spiel war über 90 Minuten äußerst kurzweilig und ein offener Schlagabtausch. Für den neutralen Zuschauer vielleicht das Spiel des Jahres. Nicht nur wegen der zehn Tore.
Schon in der zehnten Minute eröffnete Tomoya Imura den Torre, als er auf der rechten Seite zu viel Platz hatte, seinen Gegenspielern davon lief, in den Strafraum eindringen konnte und den Ball aus relativ spitzen Winkel im langen Eck versenkte. 1:0.
Kurz darauf ein Bock unseres jungen Keepers Clemens Burgold, der die Schnelligkeit des Schleizer Kapitäns, der unseren Keeper in der 15. Minute anlief, unterschätzte und den Pressschlag gegen ihn verlor. 2:0.
Westvororte aber kaum geschockt. Nach einer Ecke von Tim Richter steigt Philipp Rehnelt in der Mitte am höchsten und köpft den Ball in der 20. Minute mustergültig ins Lange Eck zum 2:1.
Und wiederum nur fünf Minuten später steht unser Offensivmann abermals im Mittelpunkt, als er im gegnerischen Strafraum von den Beinen geholt wird. Pfiff. Elfmeter.
Franz Hoffmann läuft an und schiebt den Ball ins äußere Eck. Keeper Alexander Weiß ist zwar mit den Fingerspitzen noch am Ball, kann den Einschlag aber nicht verhindern, weil der Schuss scharf und platziert im unteren Eck einschlägt. 2:2.
Aber die Freude wehrte nur kurz. Es geht weiterhin hoch und runter, hin und her und die Tore fallen wie am Fließband. Wie zwei Minuten nach unserem Ausgleich, als Albert Paul allein auf unser Tor zuläuft, unserem Keeper keine Chance lässt und Schleiz abermals in Führung bringt. 3:2.
Nur eine Minute später fast das 4:2, aber unser Keeper Clemens Burgold kratzt den Freistoß mit den Fingerspitzen aus der Ecke. Stark gehalten. Es bleibt beim 3:2. Aber nicht lange. Wahnsinn, was hier los ist. In der 33. Minute ist es Julian Hoyer, der für uns zum abermaligen Ausgleich trifft. 3:3.
Und immer noch ist das nicht genug. Glück dann für uns, dass nach einem Foul an Albert Pohl kein Elfmeter gepfiffen wird und der Schiedsrichter weiterspielen lässt. Auf der anderen Seite kann sich jetzt der Schleitzer Keeper auszeichnen, als nach schönem Pass von Winefeld Rehnelt an Weiß scheitert.
Als die knapp 200 Zuschauer im Fasanengarten damit rechneten, dass es mit diesem torreichen Unentschieden in die Pause geht, zieht Franz Hoffmann nach einer schönen Kombination über Rehnelt und Szydlo aus 18 Metern satt ab. Der leicht abgefälschte Ball erwischt den Schleizer Schlussmann auf dem falschen Fuß, so dass Westvororte mit dem Pausenpfiff sogar noch in Führung geht. 3:4 Das gibt es doch gar nicht, denkt sich sicherlich nicht nur unsere Redaktion und ist froh, dass jetzt erstmal Pause ist und alle ein wenig durchatmen und sich sortieren können.
In den ersten 10 Minuten des zweiten Durchgang passiert nicht viel. Dann prallen Julian Hoyer und der Schleizer Keeper zusammen. Beide müssen kurz behandelt werden, aber bei beiden geht es weiter. Dem Schleizer Keeper Alexander Weiß, der nach dem Spiel noch Kopfschmerzen hatte, wünschen wir gute Besserung.
Auf der anderen Seite Schleiz mit einem wunderschönen Angriff über rechts. Über zwei drei Stationen kommt der Ball in die Mitte, den Abschluss kann unser junger Keeper Clemens Burgold allerdings sicher entschärfen.
Dann dringen wir über links in den Strafraum ein. Sascha Winefeld bricht aber ab und sieht den etwa 25 Meter vor dem Tor gut postierten Franz Hoffmann. Der schließt sofort ab. Der Torwart hat Probleme und kann den Ball nicht festhalten. Glück für Schleiz, dass keiner der Unseren mit diesem Abpraller etwas anfangen kann.
Der zweite Durchgang bis jetzt, so um die 70. Minute herum, etwas ruhiger, bis dato ohne weiteres Tor. Wir machen das gut. Hinten müssen wir aufpassen, da sind wir nicht immer sattelfest, aber nach vorn machen wir das wirklich richtig schön. Wir bewahren die Ruhe.
Das sollte sich aber dann noch einmal ändern. Die Schlussphase nahm etwa 12 Minuten vor Ultimo nochmals so richtig Tempo auf. Nach einem groben individuellen Schnitzer in unserer hochstehenden Defensive schnappt sich der Schleizer Kapitän Albert Pohl den Ball und läuft alleine auf unser Tor zu. Der Routinier macht das Ding sicher rein. Unsere Führung ist futsch. 4:4.
Nur eine Minute später kommen wir nach einer wunderschön Kombination über Schumann, Winefeld und Hoffmann zum Abschluss, aber Richter trifft den Ball auf 16 Metern nicht richtig und verzieht.
Noch neun Minuten. Und der Mann des Tages, der Matchwinner aus Schleiz, Albert Pohl, dreht das Spiel und trifft mit seinem vierten Tor am heutigen Tage zur erneuten Schleizer Führung. 5:4.
Noch sieben Minuten. Dann haben wir Glück, als wir abermals einen Ball vertendeln und das taktische Foul von Daniel Zschille herhalten muss, damit ein Schleizer Stürmer nicht abermals alleine aufs Tor zulaufen kann. Den Freistoß können wir verteidigen. Noch sechs Minuten. Das Spiel hat in den letzten 10 Minuten noch einmal so richtig Fahrt aufgenommen. Das Tempo auf beiden Seiten ist hoch. Ein super Spiel, ein packender Schlagabtausch. Ein echter Pokal-Fight.
Jetzt hat Schleiz die Entscheidung auf dem Fuß. Der Ball landet beim auffälligsten Spieler des heutigen Tages, Albert Pohl, der noch einmal überlegt ablegt. Der Schuss seines Sturmpartners geht aber glücklicherweise ganz knapp am langen Pfosten vorbei.
Zweimal hintereinander verlieren wir dann den Ball in der schnellen Vorwärtsbewegung und müssen uns ad hoc zurückziehen, denn Schleiz ist schnell da. Jetzt wieder. Der Abschluss kann von unserer vielbeinigen Abwehr aufopferungsvoll noch zur Ecke abgewehrt werden.
Noch vier Minuten. Ecke für Schleiz. Nach vorne geht bei uns jetzt nicht mehr viel. Obwohl wir das so bis zur 70. Minute wirklich richtig gut gemacht haben und immer wieder selbst für Gefahr in und um den gegnerischen Strafraum sorgen konnten.
Noch zwei Minuten. Freistoß von der Mittellinie für unsere Farben. Der kommt hoch in den vollbesetzten Gastgeber-Strafraum. Wir kommen auch zum Kopfball. Der geht aber knapp daneben.
Und schon wieder Schleiz. Hier geht es wirklich hin und her. Den abgefälschten Schuss kann Clemens Burgold allerdings sichern. Jetzt machen wir nochmals richtig Druck. Rehnelt wird im Strafraum umgerissen, aber der Pfiff bleibt aus. Abstoß. Die offizielle Spielzeit ist rum.
Wie viel gibt es obendrauf? Können wir noch einmal zurückkommen? Haben wir noch so viel Kraft?
All diese Fragen sind nur zwei Minuten später Makulatur. Wir werden nach einem Fehlpass in der Offensive abermals eiskalt ausgegekontert. Und wieder der Schleizer Kapitän, den wir einfach nicht in den Griff bekommen. Albert Pohl läuft zum wiederholten Male allein auf unser Tor zu und knipst zum fünften (!) Male. 6:4.
Das war’s, jetzt, so zwei oder drei Minuten vor dem endgültigen Ultimo. Für unseren attraktiven Offensivfussball wurden wir trotz unserer vier Treffer heute leider nicht belohnt. Das sah zeitweise wirklich richtig gut aus. Das war sehr ansprechend. Hinten allerdings hatten und haben wir deutliche Reserven. Daran müssen wir arbeiten. Da müssen wir mehr Fußball denken.
In einem fairen, attraktiven und offensiven Fußballspiel, welches über die gesamte Zeit auf Messers Schneide stand, in dem sich beide Teams nichts schenkten und sich auf Augenhöhe begegneten, machte einer den Unterschied. Albert Pohl ist mit seinen fünf Treffern zweifelsohne heute der Matchwinner und der Spieler des Tages.
Glückwunsch an den Schleizer Kapitän und an sein Team. Wir wünschen den Rennstädtern für die nächste Runde Losglück und viel Erfolg. Wir sehen uns in dieser Saison zu den Ligaspielen noch zweimal und freuen uns auf weitere spannende und packende Begegnungen.
Apropos spannend. Das wird es für unsere Jungs schon am nächsten Samstag wieder, wenn wir in Geratal zu Gast sind und wenn es dann wieder um Punkte geht. Hoffentlich haben wir aus den heutigen Fehlern gelernt.
Nichtsdestotrotz lassen wir uns jetzt – wie immer pünktlich um null900 – den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee gut schmecken, da unsere Jungs auch heute wieder gezeigt haben, welch Potenzial in ihnen steckt und uns für die nächsten Wochen mit dem attraktiven Offensivfußball und 10 Toren in zwei Spielen viel Hoffnung machen.
Ohne Worte …
#ausgerafürgera
#jungundgersch
#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen
(30.08.2026) Jetzt nicht übermütig werden, nur nicht leichtsinnig werden. Bitte auch das nächste Spiel genauso hoch konzentriert und mannschaftlich geschlossen angehen wie am gestrigen Samstag gegen den 1. Suhler SV 06. Denn was der TSV trotz Abwesenheit mehrerer Leistungsträger am Samstag zeigte, war beeindruckend. So wollen wir unsere Mannschaft sehen. Individuelle Klasse. Mannschaftliche Geschlossenheit. Effektivität, Willensstärke und Leidenschaft.
Bei hervorragenden äußeren Bedingungen begrüßte man erstmals in der Geschichte der Scheubengrobsdorfer den 1. Suhler SV 06. Wie auch unsere Mannen standen die Spieler aus dem Thüringer Wald bisher mit leeren Händen da. Nach den ersten drei Punktspielen hatten beide Teams nichts Zählbarens vorzuweisen. Mutig und selbstbewusst – zumindest im Interview vorab – reiste das Team von Spielertrainer Steffen Kolk zum selbst definierten Sechs-Punkte-Spiel in Gera an, hatte man sich doch, wie auch der Gastgeber, vorgenommen, den ersten Punkt bzw. die ersten Punkte einzufahren.
Die Anfangsminuten gehörten dann allerdings dem TSV, der etwas besser ins Spiel fand. Dann aber merkte man, dass es bereits am vierten Spieltag um einiges geht. Beide Seiten begannen relativ nervös. Auf beiden Seiten waren in dieser Phase mehrere Fehlpässe zu verzeichnen. So nach und nach aber übernahm Westvororte das Spiel. Mehrfach setzte man Eichberger und vor allem Konrad Szydlo über die rechte Seite in Szene. Zwei oder dreimal konnten der Routinier und der junge Geraer Angreifer in der gegnerischen Defensive für erste Gefahr sorgen.
Für seinen leidenschaftlichen Auftritt, bei dem der erst 20-jährige Szydlo die gegnerische Abwehr immer wieder vor Probleme stellte, belohnte er sich nach 26 Minuten, als er einen Zuckerpass von Sascha Winefeld direkt mir der Innenseite, entgegen der Laufrichtung des Keeper, überlegt im langen Eck des Suhler Kastens versenkte. Die Führung für den TSV.
Das Team von Trainer-Duo Gehrt/Schlebe bleibt auf dem Gaspedal. Nur sechs Minuten nach der Führung ist es Sascha Winefeld, der kurz hinter der Mittellinie sein Solo startet, zwei Gegenspieler stehen lässt und einen Pass auf den rechts startenden Szydlo antäuscht. Diesen führt er aber nicht aus, sondern dreht noch einmal in die Mitte und kann ohne größere Bedrängnis aus gut 16 Metern mit links trocken ins kurze Eck abschließen. 2:0.
Jetzt macht Westvororte richtig Druck. Suhl steht nur noch hinten drin. Wieder eine schöne Kombination. Eichberger auf Szydlo. Der zurück. Eichberger trifft. Steht aber knapp im abseits. Westvororte, dem dritten Treffer sehr nahe. Suhl aktuell chancenlos. Und nur eine Minute später setzt sich unser Routinier wieder gegen zwei Suhler Abwehrspieler durch. Sein Schuss aber geht knapp am kurzen Pfosten vorbei. Die Führung zu diesem Zeitpunkt hoch verdient.
Aber genau in diese überlegende Phase unserer Mannschaft hinein, wie aus dem Nichts, die erste richtig dicke Möglichkeit für unsere Gäste. Der Schuss landet glücklicherweise aber nur am Pfosten, der Nachschuss geht um Millimeter am langen Pfosten vorbei. Da haben wir jetzt richtig Glück gehabt. Kurz durchatmen. Noch 10 Minuten bis zur Pause. Wäre es nicht schön, wenn wir diese Führung in die Halbzeit mitnehmen könnten?
Westvororte sucht weiterhin sein Glück in der Offensive. In der 42. Minute ist es Lenny Schumann, der über links bis auf die Grundlinie vordringt. Seinen überlegten Pass in den Rücken der Abwehr setzt der heute auffällige Winefeld knapp daneben. Das sieht nach vorn nach richtig schönem Fußball aus. Hinten stehen wir sicher, gewinnen die Zweikämpfe und die Kopfballduelle. Wie auch jetzt wieder. Dann geht es wieder ganz schnell. Ein weiter Ball auf Eichberger.
Der macht in der 45. Minute den Ball vorne in der Mitte fest und nimmt Franz Hoffmann, der ihn überläuft, mit. Der passt sofort in die Mitte. Dort nimmt Richter mit rechts an, legt sich das Spielgerät noch auf seinen starken Linken und zieht von halblinks aus 10 Metern satt ab. Der Ball knallt ins lange Eck. Das ging für unseren Gast jetzt zu schnell. Viel zu schnell. Wahnsinn. Westvororte führt zur Pause mit 3:0.
Ein alles in allem bisher wunderschöner Fußballnachmittag für die heimischen Zuschauer und die Weiß-Blauen Fans, hatten die doch schon vor der Begegnung Grund zum Applaudieren, als ehemalige Spieler des TSV in diesem wunderschönen Rahmen bei Sonnenschein und vor knapp 150 Zuschauern verabschiedet worden. Unser Team-Manager Marcus Schneider und unser Vorsitzender Heiko Linke übergaben an Jonas Scherzer, Max Cherouny, Niklas Schäfer und Christian Kruschke neben dankenden Worten auch je einen Westvororte-Erinnerungs-Schal und ein eigens für diesen Anlass mit dem jeweiligen Namen gebrandetes blaues Original-TSV-Trikot. Anfang der Woche dazu mehr.
Aber zurück zum Spiel. Hoffentlich weiter so konzentriert und nicht denken, dass das Ding hier vielleicht schon gelaufen ist. Sowas kann einem erfahrungsgemäß auf die Füße fallen. Jungs, bitte den Schwung der ersten Halbzeit in den zweiten Durchgang mitnehmen. Das TSV beginnt diesen allerdings etwas verhaltener. Man will jetzt natürlich nicht ins offene Messer laufen. In den ersten 10 Minuten nach dem Wechsel passiert daher nicht viel. Suhl ist auch jetzt nicht in der Lage, Westvororte ernsthaft in Gefahr zu bringen.
In der 55. Minute, dann sticht Westvororte eiskalt zu. Richter passt raus auf links. Hoffmann aus vollem Lauf sofort scharf und flach in die Mitte, wo Eichberger mit letztem Einsatz und dem langen Bein reinrutscht und das Leder über die Linie drückt. Wann hat es so etwas je im LVM Sportpark gegeben? Viele der Unseren schütteln ungläubig den Kopf.
4:0. Das klingt richtig deutlich. Für Eichberger aber nicht deutlich genug. Abermals setzt er sich gekonnt in Szene, lässt noch einen Gegenspieler stehen, scheitert mit seinem Abschluss aber an Keeper Marcel Barthelmes. Glück für unseren Angreifer, dass der Ball direkt zu ihm zurück springt, er das eiskalt ausnutzt und den Ball abermals willensstark über die Linie drücken kann. 5:0 nach 57 Minuten. Damit ist der Deckel wohl drauf.
Ein echtes Aufbäumen unserer Gäste? Fehlanzeige. Der Suhler Keeper kann einem leid tun, fast jeder Schuss ein Tor. Auf der anderen Seite darf sich jetzt nach einer scharfen Flanke auch Cedric Thrum, der bisher einen sehr ruhigen Nachmittag verbringen durfte, einmal beweisen und boxt das Leder souverän aus der Gefahrenzone.
Nach gut einer Stunde dürfen sich dann Franz Hoffmann und unser Doppeltorschütze Tom Eichberger, der es wie auf unserem Foto mehrfach mit zwei Gegenspielern zu tun hatte – sich aber trotzdem durchsetzen konnte – und heute von den Fans der Saarbach-Chaoten zum Man of the Match gewählt wurde, ausruhen. Da beide eh etwas angeschlagen ins Spiel gegangen sind, ist der Wechsel jetzt logisch.
Aber auch ohne die beiden Leistungsträger überlaufen wir nur wenig später die gegnerische Abwehr abermals. Diesmal ist es Winefeld, der seinen Bewacher düpiert, in den Strafraum eindringt und von halbrechts aus 12 Metern selbstbewusst abzieht und ins lange Eck trifft. 6:0 ! Der Gäste-Keeper ist zwar mit den Fingerspitzen noch dran, kann den Einschlag aber nicht verhindern.
Jetzt, wo noch gut 15 Minuten zu spielen sind und auf Grund der mehr als deutlichen Führung für unsere Farben, bekommt unser Torhüter-Neuzugang Mika Schlundt die Chance seine ersten Verbandsliga-Minuten zu sammeln und das Tor zu hüten. Cedric Thrum verlässt unter dem Applaus der Fans stolz und ohne Gegentor den Platz.
Trotz der vielen Wechsel kein Abbruch in unserem Spiel. Abermals nehmen wir jetzt die gegnerische Abwehr mit zwei Doppelpässen komplett auseinander. Konrad Szydlo steht am langen Pfosten völlig frei, trifft den Ball aber nicht richtig, war er von so viel Freiheit wohl selbst etwas überrascht. Nichtsdestotrotz hat unser junger Rechtsaußen gezeigt, dass er eine echte Verstärkung für unser Offensivspiel sein kann und darf heute stolz auf seinen leidenschaftlichen Auftritt sein.
In den letzten Minuten plätschert die Begegnung dann so vor sich hin. Suhl kann nicht mehr, Westvororte will und muss nicht mehr. Das Ding hier ist schon seit einer geraumen Zeit durch und entschieden. Der Querbalken des Geraer Tores verhinderte kurz vor Ultimo den Ehrentreffer der Gäste aus dem Thüringer Wald. Auch unser Stadionsprecher hatte heute sichtlich Spaß und viel zu tun und heizte kurz vor Ultimo die Fans mit dem allseits bekannten Schlachtruf „Ohne Worte – Westvororte“ noch einmal so richtig an.
Direkt nach dem Spiel findet unser Trainer im Kreis erste lobende, aber auch mahnende Worte. Im Gegensatz dazu auf der gegnerischen Bank harsche Kritik des Trainers am Auftritt seiner Mannschaft. Wir wollen uns heute den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee ganz besonders gut schmecken lassen, war der deutliche 6:0 Erfolg doch der höchste in der Verbandsliga-Geschichte des TSV. Schöner kann der Sonntagmorgen – pünktlich um null900 – doch gar nicht beginnen, oder?
Glückwunsch an unsere Mannen, die sich den Sieg – auch in dieser Höhe – verdient und nicht nur uns viel Freude bereitet haben. Das wollen wir heute noch feiern, ehe sich das Team und die Verantwortlichen ab morgen gezielt und konzentriert auf die nächste schwere Aufgabe konzentrieren, wenn man am kommenden Samstag in der zweiten Runde des Thüringer Landespokales beim starken FSV Schleiz zu Gast sein wird.
Ohne Worte …
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#westvororte … wo freunde nicht nur zusammen fußball spielen
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TSV mit besserem Ende in der Regenschlacht – Derby mit Elfmeter-Drama
Das hat Seltenheitswert. Westvororte ist im Pokal eine Runde weiter. Und das auch noch nach Elfmeterschießen. Da soll noch einer sagen, Westvororte kann keine Elfmeter. Aber Spaß beiseite. Das Match am Freitagabend war von äußerster Spannung bis zum zehnten Elfmeterschützen geprägt.
Mit dem letzten verwandelten Strafstoß von Matchwinner Maurice Willscher und der spielentscheidenden Parade von Cedric Thum, der den fünften Penalty der Gastgeber abwehren konnte, endete dieses packende Stadt-Derby im Thüringer Landespokal mit 6:5 für den Favoriten aus Scheubengrobsdorf. Auf Wunsch der Eurotrink Kickers auf Freitagabend vorverlegt, rechnet man mit mehr Zuschauern, die auf eine Überraschung hoffen und den Underdog zum Sieg führen sollten. Aufgrund der Witterungsbedingungen kamen nach Angaben der Gastgeber allerdings nur 276 Schaulustige ins Karl-Harnisch-Sportzentrum.
Diese aber sahen, falls sie über die vielen Schirme hinweg schauen konnten, eine bis zum zehnten Elfmeter und bis in die Dunkelheit um 20:38 Uhr äußerst packende Pokal-Begegnung. Der Favorit vom TSV Gera-Westvororte nahm seine Rolle an und trotzte sowohl dem Wetter als auch den vielen Gastgeber-Fans, die die Mannschaft von Daniel Gehrt hätten gern straucheln sehen. Der Aggressivität der Gastgeber versuchte der Gast mit spielerischen Mitteln aus dem Wege zu gehen. Aber ebenso wie Eurotrink auch Westvororte mit viel Leidenschaft.
Hoch konzentriert gehörten die ersten 10 Minuten dem favorisierten Gast. Im Anschluss daran eine Partie auf Augenhöhe, mit weiteren ein bis zwei Phasen, in denen Westvororte das Spiel diktierte. Lange ohne Erfolg. Auch nach der überraschenden Führung durch Eurotrink-Kapitän Marc Arno Zausch in der 36. Minute behielt das Team um Kapitän Tim Richter die Nerven und spielte ruhig, kontrolliert und abwartend, was unserer Redaktion auch von neutralen Zuschauern und Sportfreunden bestätigt wurde. Bis zum gegnerischen Strafraum sah das auch alles recht gefällig aus, dann aber fehlte die Entschlossenheit und dieser eine eiskalte Knipser. Torabschlussaktionen waren Seltenheit. Eurotrink verteidigte mit viel Leidenschaft. Dennoch immer wieder Möglichkeiten für die Gäste.
Dass man allerdings bis zur 84. Minute warten musste, ehe es nach einer Standardsituation Verteidiger Christopher Lätz war, der aus dem Gewühl heraus aus Nahdistanz traf, war sicherlich nicht der Plan. Verdient war der Ausgleich alle Male, hatte man, wenn auch nicht viele, doch über die gesamten 120 Minuten mehr Spielanteile und auch die besseren Möglichkeiten.
Eurotrink verteidigte bis in diese Phase kurz vor Ultimo hinein aufopferungsvoll und mit Glück und Geschick die knappe Führung. Mit viel Körperlichkeit wollte man dem Verbandsligisten zu Leibe rücken. Dies gelang auch über weite Strecken. Sieben Gelbe Karten für das Team von Trainer Jörg Fleischer inklusive. Ein echter Pokal-Fight. Ein echtes Stadt-Derby.
Die vielumjubelte Führung für das Fleischer-Team etwas glücklich, da der Schuss, nach einem Westvororte-Fehler im Spielaufbau, abgefälscht wurde und so für unseren Keeper unhaltbar war. Auf der anderen Seite durfte der gute Eurotrink-Schlussmann Niklas Burkhardt mehrfach sein Können unter Beweis stellen, vor allem beim Abschluss von Franz Hoffmann, den der junge, erst 21-jährige Keeper überragend parieren konnte. Kurz vor der Pause, eine etwas längere Unterbrechung, da Matthias Leopold mit Verdacht auf einen gebrochenen Arm längere Zeit behandelt werden musste. Clever vom Schiedsrichter, dass er aufgrund der fortschreitenden Tageszeit und der nahenden Dämmerung diese Wartezeit auf die Halbzeitpause anrechnete.
Die zweite Halbzeit blieb erwartungsgemäß spannend, auch wenn sich beide Mannschaften kaum großartige Chancen erarbeiten konnten. Westvororte jedoch mit mehr Spielanteilen. Eurotrink verteidigt wacker. Je eine große Möglichkeit auf beiden Seiten. Das war’s. Westvororte verpasst den Ausgleich, ein weiterer Torerfolg der Gastgeber fällt einem klaren Abseits zum Opfer.
So dauerte es bei Dauerregen bis sechs Minuten vor Ultimo, eher Christopher Lätz mit dem Ausgleichstreffer den Abend doch noch in die Verlängerung schickte. Als diese dann, ohne Flutlicht im Karl-Harnisch-Sportzentrum, begann, schritt die Dämmerung immer weiter voran.
Gefährlich wurde es immer nach Standardsituationen. Bei den Witterungsbedingungen kein Wunder. Mit fortschreitender Dämmerung natürlich auch eine Herausforderung für die Torhüter bei hohen Bällen. Tore fielen, trotz je noch einer guten Möglichkeit auf beiden Seiten, in der Extra-Time nicht, so dass das Pokal-Derby letztendlich im Elfmeterschießen gipfeln sollte.
In diesem behielten neun der insgesamt zehn Schützen die Nerven und trafen jeweils für ihre Teams. Für unseren TSV, der stets vorlegen musste, waren das der heute überragende Christopher Lätz, Philipp Rehnelt, Daniel Zschille, Lenny Schumann und last but not least Matchwinner Maurice Willscher, der sich diesen Titel allerdings mit unserem Keeper Cedric Thrum teilen muss, der den letzten Elfmeter der Eurotrinker parierte und Westvororte somit vielumjubelt in die nächste Runde brachte.
Mit etwas Glück, aber keinesfalls unverdient, steht der TSV Gera-Westvororte weiterhin im Thüringer Landespokal. Glückwunsch an die Mannen von Trainerduo Daniel Gehrt/Philipp Schlebe. Ein großes Komplimente auch an aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber, die ganz nah an einer Überraschung dran waren und an den Unparteiischen, der mit seiner unaufgeregten und überzeugenden Art dieses packende Derby recht gut im Griff hatte und auch in heiklen Situationen zumeist die richtige Entscheidung traf. Das wollen und müssen wir heute unbedingt betonen, denn das ist ja nicht immer so.
Ein großes Dankeschön von den Fans der Saarbach-Chaoten an die Verantwortlichen von Eurotrink, hatte man doch im Vorfeld der Begegnung einige Freikarten erhalten und nach dem Schlusspfiff noch reichlich leckeren Kuchen.
Wermutstropfen auf Seiten der Gäste die schwere Verletzung von Mathias Leopold, der sich am Ellenbogen so schwer verletzte, dass er noch am Abend unter Vollnarkose operiert werden musste. Inklusive Gips konnte er das Krankenhaus zwar zwischenzeitlich wieder verlassen, wird aber sicherlich mehrere Wochen ausfallen. Gute Besserung und schnelle Genesung, Matze.
Und ehe wir uns jetzt den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee gut schmecken lassen, präsentieren wir euch natürlich noch den von unseren Saarbach-Chaoten gewählten Man of the Match: Glückwunsch, Christopher Lätz. Hinten mit Überblick, hervorragendem Stellungsspiel und überzeugendem Zweikampfverhalten, von mit dem Treffer zum Ausgleich und der Verantwortung des ersten Elfmeters.
Ohne Worte …
#ausgerafürgera
#jungundgersch
#westvororte … wo freunde nicht nur zusammen fußball spielen
Vielen Dank an Bustarayman für die Bereitstellung der Fotos
Heute wissen wir gar nicht so recht, wie und wo wir zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee beginnen sollen. Mit dem Schiedsrichter? Nein. Unser FairPlay verbietet das. Oder beginnen wir mit den beiden Elfmetern für Weida, die dem Spielverlauf eine für den Gastgeber glückliche und entscheidende Richtung gegeben haben? Oder mit der Verbannung der allseits als gewaltbereit bekannten Westvororte-Fans von der wettergeschützten Tribüne auf die Sonnenseite des Roten Hügels, in der die Gerschen gut zwei Stunden der sengenden Hitze ausgesetzt waren. Willkommen bei Freunden!
Aber lassen wir die Nebenschauplätze Nebenschauplätze sein und konzentrieren uns auf das Spiel und beginnen, weil wir mehr Anstand haben als manch „Freund“, Weida zum Sieg zu gratulieren.
Und ja, man kann und soll sich sogar über Siege freuen, aber ob man als Offizieller wirklich direkt vor den Augen von Freunden und guten Geschäftspartners aus den Westvororten mit geballter Faust sein breitestes Grinsen aufsetzen muss, hat schon ein kleines Geschmäckle. Da würde dem ein oder anderen ein klein wenig mehr Demut gut zu Gesicht stehen. Auch mit Siegen umgehen will gelernt sein.
Nun aber zu unseren Jungs. In der letzten Woche hatte der ein oder andere Spieler, eigentlich die ganze Mannschaft, nicht nur von unserer Redaktion ganz schön auf die F….. bekommen. Diesmal ist das gar nicht der Fall, denn die Mannschaft hat sich beim hochdotierten Favoriten auf dessen Roten Hügel wirklich richtig gut aus der Affäre gezogen und hatte eine Vielzahl von Möglichkeiten, um selbst Tore zu schießen, um vielleicht abermals für eine Überraschung zu sorgen. Aber wir gehen mit diesen Geschenken einfach zu fahrlässig um. Da war Weida entschieden erwachsener und effektiver.
Letztendlich haben zwei Elfmeter den FC Thüringen auf die Siegerstraße gebracht. Der Gastgeber hatte auch die erste große Möglichkeit, als man sich über die Grundlinie durchsetzte, Jonas Tämmler den Schuss aus dem Hintergrund allerdings bravourös abwehren konnte. Auch bei der darauf folgenden Ecke bleibt unser Keeper Sieger, konnte er den scharf nach innen getretenen Ball doch aus der Gefahrenzone boxen.
Die ersten 10 bis 15 Minuten spielen wir in dieser munteren Begegnung gut mit. Dann standen wir etwas hoch und Zschille kann gegen den durchgebrochenen Stürmer im Tackling mit der Fußspitze noch gerade so klären. Das war richtig stark. Dann haben wir eine gute Möglichkeit. Eine Flanke von Franz Hoffmann landet genau auf den Kopf von Philipp Rehnelt, aber der Keeper ist aufmerksam und fängt den Kopfball sicher.
Dann die erste 100-prozentige. Für uns. Ein Steckpass von Lenny Schumann erreicht Sascha Winefeld, der seinem Gegner davon und alleine auf Keeper Soldera zuläuft, aber diese große Möglichkeit liegen lässt. Der Ball trudelt am langen Pfosten vorbei und knapp ins Aus. Selbst der Weidaer Trainer Peter Dauel gab nach dem Spiel zu, dass die Begegnung vielleicht anders läuft, wenn Sascha Winefeld in diesem Moment trifft.
Wir stehen hinten recht ordentlich. Weida versucht es immer wieder mit Steckpässen in die Spitze. Zweimal muss Jonas Tämmler im Rauslaufen klären. Zweimal lief der Stürmer dabei aber auch ins Abseits. Noch brennt nichts an. Bis dato ein Spiel auf Augenhöhe zwischen dem großen Favoriten und dem Abstiegskandidaten.
Dann hat Weida in der 27. Minute eine richtig gute Möglichkeit, aber der Schuss geht ebenso wie zehn Minuten vorher bei Winefeld knapp am langen Pfosten vorbei. Nach Chancen fifty-fifty. Weida vielleicht mit einem kleinen Plus ein Spielanteilen. Man hat Angst, wie im Vorjahr in Rückstand zu geraten und will das erste Tor. Will aber auch kein zu großes Risiko eingehen.
Dann wieder wir. Winefeld erkämpft sich den Ball im Mittelfeld und spielt auf Hoffmann. Der ist frei durch und läuft allein auf das gegnerische Tor zu, bis er kurz vor dem Strafraum von hinten unfair attackiert wird und stürzt. Der Schiedsrichter sagt weiterspielen. Wir haben allerdings keine Zeitlupe und müssen das so stehen lassen, auch wenn das „halbe“ Stadion aufspringt und schreit und Freistoß und rote Karte wegen Notbremse fordert.
Und weiter geht es mit einer Entscheidung gegen uns. Jannik Wolff bekommt für die selbe Aktion, die bei einem Weidaer Spieler ungeahnt blieb, Gelb und wird kurz darauf in der Mitte ziemlich unfair und schmerzhaft unterlaufen. Wieder bleibt der Pfiff aus.
Kurz darauf aber doch. Jetzt bekommt Wolff einen Freistoß. Den zirkelt Winefeld auf den langen Pfosten wo Mathias Leopold am höchsten springt, sein Kopfball, aber über den Querbalken geht. Auf der anderen Seite lässt Daniel Zschille im Strafraum das Bein stehen, was der Weidaer Stürmer clever annimmt. Das wird sofort mit Elfmeter bestraft. Tor durch Oliver Peuker, der unseren Keeper verlädt. 1:0, 34. Minute.
Aber wir trotzen diesem Rückstand und sind keinesfalls geschockt, sondern übernehmen sogar sofort die Initiative. Eine Minute vor dem Pausenpfiff nochmals Jannik Wolff, der den Ball aus Nahdistanz aber nicht richtig trifft, sodass der Keeper das Leder im Nachfassen sicher hat. Bis dato Westvororte, vielleicht sogar mit den besseren Möglichkeiten.
Das war noch einmal eine richtig gute Chance, die aber auch Weida kurz darauf hat, aber ebenfalls liegen lässt. Mit der knappen Führung geht es vor gut 500 Zuschauern und hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad dann in die Pause. Die zweite Hälfte beginnt auf beiden Seiten verhalten. Ein Fernschuss von Philipp Rehnelt geht deutlich übers Tor. Viel mehr passiert in der Anfangsphase des zweiten Durchganges nicht.
Dann machen wir es uns selbst wieder schwer. In der Nähe der gegnerischen Grundlinie verlieren wir den Zweikampf, dann geht die Post ab. Über das gesamte Feld. Wir kommen nicht hinterher. Die Weidaer passen in die Mitte, Tämmler ist noch mit den Fingerspitzen dran, kann aber nicht verhindern, dass der Ball zum freistehenden Leon Gentsch durchrutscht, der aus Nahdistanz nur noch einschieben muss. 2:0. 60. Minute. War’s das?
Ja, das war’s, denn nur 3 Minuten später bekommt der Gastgeber abermals einen Elfmeter zugesprochen. Und abermals ist es Oliver Peker der anläuft und trifft, auch wenn Jonas Tämmler diesmal mit den Fingerspitzen noch am Ball war. So schnell geht es. 60 Minuten ein Spiel auf Augenhöhe mit richtig guten Chancen auf beiden Seiten und innerhalb von vier Minuten ist der Deckel drauf.
Noch immer aber gibt sich Westvororte nicht auf. Respekt dem Team von Daniel Gehrt und Philipp Schlebe. Super Pass auf Markus Klotz, der allein aufs Tor zurennt und kurz vor der Strafraumgrenze vom Torwart rigoros abgeräumt wird. Brutal. Indirekter Freistoß. Sonst nichts. Kein Gelb. Kein gar nichts.
Glücklicherweise kann unsere Nummer #10 nach kurzer Behandlungs- und Wartepause weiterspielen. Torchancen sind zwischenzeitlich Mangelware. Ein schneller Gegenstoß der Gastgeber war abseits. Auch sonst spielt Weida das nach vorne jetzt nicht konzentriert aus. Man verwaltet die klare Führung.
Dann haben wir noch eine Ecke und kommen auch zum Abschluss, aber ein Weidaer Spieler steht im Fünf-Meter-Raum richtig und kann den Einschlag auf Kosten einer weiteren Ecke verhindern. Und gleich die nächste Möglichkeit. Ein Freistoß von Tim Richter findet den Kopf von Daniel Zschille, aber sein Kopfball geht über das Tor.
Weida zieht sich mit der klaren Führung noch weiter zurück. Wir haben Möglichkeiten. Langer Pass von Zschille auf Klotz, der von der Grundlinie aus scharf in die Mitte passt, wo aber ein Verteidiger mit der Fußspitze noch gerade so vor dem einschussbereiten Jannik Wolff an den Ball kommt und klären kann. Wir machen in den letzten Minuten zwar noch einmal Druck, können aber letztendlich nicht so zwingend sein, dass wir das Spiel vielleicht doch noch einmal spannend machen können. Weida spielt das jetzt routiniert runter, jubelt kurz darauf nach dem Abpfiff und lässt sich als Derbysieger feiern.
Ob der Sieg – auch in dieser Höhe – am Ende wirklich verdient ist, sollen die entscheiden, die Ahnung von Fußball haben. Wir vergeben an unsere Mannschaft heute trotz der Niederlage ein richtig gute Note, haben wir doch ein Spiel auf Augenhöhe gesehen, welches der favorisierte Gastgeber durch zwei Elfmeter für sich entscheiden konnte.
Nun heißt es auswerten, das positive in die Trainingswoche mitnehmen und sich konzentriert auf das Pokalspiel am Freitagabend bei den Eurotrink Kickers vorbereiten. Unseren treuen Usern wünschen wir jetzt – wie immer pünktlich um null 900 zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee – ein schönes und erholsames Restwochenende und morgen einen guten Start in die neue Woche.
Besonders allen ABC-Schützen wünschen wir ab morgen viel Spaß und viel Erfolg auf ihrem neuen, spannenden und herausfordernden Lebensabschnitt.
Rote Laterne in Gera. Schwaches Westvororte verliert Heimauftakt
Da hatte man sich für die neue Saison so viel vorgenommen. Ruhigeres Fahrwasser war das Ziel. Nach dem Auftakt in Bad Berka hatte man für die Niederlage sogar noch reichlich Ausreden. Derer gibt es heute keine. Das Ergebnis und die Tabelle lügen nicht.
Westvororte hat gestern verdient verloren, fand man bis auf wenige Ausnahmen kaum einmal wirklich ins Spiel. Einzig zweimal 10 Minuten je Halbzeit spielte man auf Augenhöhe mit. Das ist aber entschieden zu wenig.
Da muss sich auch der ein oder andere Spieler selbst an die Nase fassen. Zwischen dem eigentlichen Leistungsanspruch und dem wirklichen Leistungsvermögen klafft eine Lücke von mehreren Ligen. Da dürfen auch wir als Redaktion heute einfach mal enttäuscht sein. Und ja, da wollen und müssen wir auch den Finger noch einmal in die Wunde legen. Mancher hat sich nach den Spielen gegen Roschütz und Berga wohl etwas ver- und überschätzt und nicht an standhafte Gegner der Verbandsliga gedacht.
Hacke, Spitze, 1-2-3 oder „1000 mal jonglieren“ allein reichen in dieser Liga nicht aus. Das sollte spätestens nach diesem Spiel jedem, der das weiß-blaue Trikot trägt, bewusst sein.
Bei hervorragenden äußeren Bedingungen, Sonnenschein und einem hervorragend gepflegten Rasenplatz ging es pünktlich um 15:00 Uhr los. Hoffnungsvoll. Um 15:08 Uhr stand es schon 0:1. Einen wunderschönen Angriff schloss Jan-Lucas Bärwolf aus etwa 18 m direkt zur frühen Führung ab.
Kurz davor brachten ein erster Abschluss für Westvororte und die darauf folgende Ecke nichts ein. Westvororte beginnt nervös. Einen katastrophalen Fehler im Spielaufbau der Gastgeber kann der FC An der Fahner Höhe glücklicherweise nicht nutzen.
Dann erstmals Westvororte. Ein Gäste-Verteidiger gegen Jannik Wolff nur auf Kosten eines Einwurfs klären. Den bringt Sascha Winefeld weit nach innen. Abschluss Kurth, der noch geblockt wird. Im Nachsetzen schiebt unser Innenverteidiger, das Ding aber aus Nahdistanz über die Linie.
Jetzt haben wir kurz das Momentum. Kurth auf Rehnelt, der lässt den Ball passieren. Winefeld völlig frei, scheitert aber am aufmerksamen und gut reagierenden Keeper. Nur eine Minute später passen wir nicht auf. Einen diagonalen Ball können wir nicht verteidigen. Der Stürmer zieht nach innen. Noch ein Pass – dann Tor. 1:2. Wie schon beim ersten Tor war es abermals der starke Jan–Lucas Bärwolf. Das war es dann wohl schon wieder mit dem erhofften Momentum.
Hinzukommt, dass Jannik Wolff kurz darauf verletzungsbedingt ausgewechselt werden muss. Der wird fehlen. Genau wie auch Eichberger, Zschille, Klotz, Hoffmann und Leonhardt, die aus unterschiedlichsten Gründen fehlten. Zweimal noch in der Folge kontert uns der Gast in Überzahl aus, spielt seine Angriffe glücklicherweise jedoch nicht konzentriert zu Ende. Auf der anderen Seite versucht sich Winefeld aus etwa 18 Metern aus der Drehung. Den Kullerball kann der Torhüter sicher aufnehmen.
Kurz vor der Pause jagen wir noch einen Ball weit über den gegnerischen Kasten. Auf der anderen Seite wird es bei hohen Bällen auf den Zwei-Meter-Mann Machts so richtig gefährlich. Vor 125 Zuschauern geht es dann erst einmal in die Pause. Durchatmen. Besser machen. Bitte. Denn das war bisher gar nichts.
Enttäuscht müssen unsere Fans auch in der zweiten Halbzeit sehen, wie wir dem Gegner immer wieder hinterherlaufen. Gleich nach der Pause stehen wir enorm unter Druck. Nur mit viel Einsatz, Glück, Geschick und unserer vielbeinigen Abwehr können wir drei oder vier Abschlüsse binnen einer halben Minute gerade noch so zur Ecke verteidigen.
So richtig klappt bei uns heute nicht viel. Auch die versuchten Doppelpässe kommen nicht an. Ein gebrauchter Tag. Nach einem weiteren Fehlpass können wir den schnellen Gegenstoß nur durch ein taktisches Foul unterbinden und kassieren Gelb.
Vermehrt machen wir es in dieser Phase mit Fehlpässen dem Gegner einfach. Erst so nach circa 15 gespielten Minuten im zweiten Durchgang kommen wir etwas besser in die Begegnung. Über rechts kann sich Konrad Szydlo zweimal schön durchsetzen. Nach seinen Pässen kommen wir im Zentrum allerdings immer wieder einen Schritt zu spät.
Nur kurz drauf haben wir abermals Glück. Nach einer katastrophalen Ballannahme steht der Gästespieler auf einmal völlig frei vor dem Tor. Christopher Lätz kann auf der Linie gerade noch so retten. In der Mitte klafft permanent ein riesiges Loch. Bei zweiten Bällen sind wir prinzipiell einen Schritt zu spät. Zweikämpfen, gehen wir weitestgehend aus dem Weg.
Unser Gast zieht sich etwas weiter zurück und lauert auf Konter. So haben wir in dieser Phase, so um die 60. / 70. Minute herum, etwas mehr vom Spiel. Und teilweise machen wir das jetzt auch im Mittelfeld recht ordentlich. Wir lassen den Ball geschickt laufen und auch die Pässe kommen an.
Dann nimmt sich der bis dato unauffällige Mouctar Diallo ein Herz und jagt den Ball aus 20 Metern Richtung Tor, trifft allerdings nur das Aluminium. Ein Weckruf? Geht jetzt vielleicht doch noch was? Immerhin steht es nur 1:2. Die Hoffnung ist irgendwie noch da. Und es sind noch fast 20 Minuten auf der Uhr.
Die eingewechselten Szydlo, Dräger und Hoyer finden sofort ins Spiel und sorgen für mehr Bewegung nach vorn. Über rechts dringen Hoyer und Szydlo mit Doppelpass in den gegnerischen Strafraum ein. Mehrfach wirbeln die beiden nun die gegnerische Abwehr durcheinander. Allerdings springen dabei auch nur zwei Ecken für uns heraus, die leider nichts einbringen.
Aber wir machen jetzt Druck. Richter bringt Rehnelt ins Spiel. Der passt scharf nach innen. Allerdings ist der Torhüter mit den Fingerspitzen als erster am Ball. Das sieht jetzt schon viel besser aus. Aber wir müssen aufpassen. Unser Gast ist bei Kontern weiterhin äußerst gefährlich. Jetzt kann Keeper Cedric Thrum gerade noch so zur Ecke klären.
Die wird richtig gefährlich. Erst klatscht ein Kopfball an die Latte, dann trifft auch Arthur Machts aus einem Meter Entfernung nur das Gebäck. Doppeltes Glück für unsere Mannschaft. Dann wieder An der Fahner Höhe. Und wieder rettet Cedric Thrum zur Ecke. Jetzt macht der Gegner mehr Druck und will die endgültige Entscheidung, die der Zwei-Meter-Mann Machts soeben noch leichtfertig vergeben hat.
Acht Minuten vor Ultimo ist es dann aber doch soweit. Nach einer weiteren Ecke ist es der in der zweiten Halbzeit eigentlich unauffällige Jan-Lucas Bärwolf, der mit seinem Dreierpack für die endgültige Entscheidung sorgt. 1:3.
Zwar sind mit Nachspielzeit vielleicht noch 10 Minuten auf der Uhr, aber wer das Spiel bisher gesehen hat, hat wenig Hoffnung, dass wir jetzt noch irgendetwas reißen können. Ganz im Gegenteil. Wir entblößen unsere Abwehr und haben bei zwei Konten Glück, dass jeweils ein gegnerischer Spieler äußerst knapp im Abseits steht.
Dennoch kommen wir insgesamt noch dreimal vor das Gästetor. Zweimal verzieht Tim Richter, der alles versucht, aber auch glücklos bleibt, bei Distanzschüssen. Einmal schießt Philipp Rehnelt bei einem Freistoß aus 18 Metern den Ball dem gegnerischen Torwart in die Arme. Bezeichnend. Es wird abermals eine ganz ganz schwere Saison.
Letztendlich müssen wir eine verdiente Niederlage und somit auch einen Fehlstart in die neue Spielzeit konstatieren. Und auch die nächsten Wochen werden nicht einfacher. Am kommenden Freitag bereits ist man beim starken FC Thüringen Weida zu Gast, ehe abermals nur eine Woche später das Pokal-Derby bei den Eurotrink Kickers ansteht.
Also, keine Zeit zum Durchatmen. Das Spiel auswerten, abhaken und nach vorne schauen. Positiv denken! Und trotzdem muss der ein oder andere Spieler mit sich selbst hart ins Gericht gehen, will er seinem eigenen Anspruch nicht auch zukünftig weit hinterherlaufen.
Pünktlich um null900 zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee wünschen wir euch nun allen noch ein schönes Restwochenende und sagen schon heute herzlich willkommen zum nächsten Heimspiel gegen den 1. Suhler SV am 29. August um 15:00 Uhr im LVM Sportpark.
Ohne Worte …
#ausgerafürgera
#westvororte
#jungundgersch
Dieses Spiel wird präsentiert von unserem Partner NextPhones
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