Fußball für Bambinis. Interesse? Dann klick >>> hier <<<

Sensation gegen Arnstadt

Richter und Co. drehen Spiel gegen den großen Favoriten

Wenn du mit sehr viel – vielleicht zu viel – Respekt vor einem großen Favoriten ins Spiel gehst und nach gut 10 Minuten bereits hinten liegst, dann ist doch eigentlich schon eine kleine Vorentscheidung gefallen. Oder?

Letztendlich beweist Westvororte aber Moral und mannschaftliche Geschlossenheit, spielt attraktiven Offensivfußball und kämpft sich zu einem am Ende nicht unverdienten Sieg. Aber wie immer der Reihe nach.

In den ersten 10 Minuten kaum erwähnenswerte Abschlüsse. Noch ist es ein holpriger Start von beiden Seiten. Die Platzverhältnisse trotz des Wetters aber sehr ordentlich. Der Regen hat rechtzeitig aufgehört.

Dann tanzt sich Patrick Hädrich von links durch mehrere Spieler unserer Abwehr an der Strafraumgrenze ohne echten Begleitschutz durch und zieht aus 14 Metern ab. Der Ball landet unhaltbar im langen Eck. 1:0 mit der ersten richtigen Möglichkeit in der zwölften Minute. Das geht ja schon gut los.

Unser Angriffsspiel sieht teilweise gefällig aus, ist aber in dem Moment, wo es drauf ankommt, immer wieder von einem Fehlpass geprägt. Wir müssen konzentrierter arbeiten. Nach unseren Ballverlusten schaltet das Team von Trainer Martin Hauswald immer schnell um.

Dann aber setzt sich Rehnelt über rechts gut durch, düpiert seinen Gegenspieler per Beinschuss und wird kurz vor dem Strafraum zu Fall gebracht. Freistoß durch Kapitän Tim Richter. Die Flanke kommt auch scharf nach innen und landet gefährlich in einem unübersichtlichen Getümmel, bringt aber letztendlich nichts ein.

Dann eine übertriebene Unsportlichkeit des Arnstädter Torschützen Patrick Hädrich, der das Laufduell gegen Jannik Wolff verliert und unserer Nr.# 13 danach noch einen mitgibt, so dass dieser schmerzhaft gegen den Linienrichter und die Bande knallt. Fair und sportlich ist anders. So werden wir keine Freunde, Sportfreund Hädrich.

Jetzt üben wir etwas mehr Druck aus und haben auch zwei, drei kleinere Möglichkeiten. Und schon wieder eine Ecke. Aber auch die bringt nichts ein. Mittlerweile aber spielen wir auf Augenhöhe mit dem großen Favoriten.

Dann das erste große Brett für unsere Mannen. Wolff und Klotz spielen sich mit zwei Doppelpässen wunderschön durch die gegnerischen Reihen. Wolff kommt auf Höhe des Strafraums zum Abschluss. Glanzparade vom Arnstädter Torhüter Julian Knoll, der den Ball reaktionsschnell aus der Ecke kratzt. Stark gehalten.

Kurz darauf langen die Arnstädter abermals heftig zu. Weiterhin verschont der Schiedsrichter die Dunkelblauen mit Gelb. Diesmal hat es Eichberger erwischt. Zumindest aber spricht man uns einen Freistoß aus 20 Metern zu.

So ein klein wenig erinnert die Position an das Pokalspiel gegen den FC Rot-Weiss Erfurt. Abermals ist es, wie schon seinerzeit gegen den jetzigen Regionalligisten, Tim Richter, der den Ball mit viel Gefühl und Schärfe sensationell ins Dreiangel schlenzt und unsere Mannschaft ins Spiel zurückbringt. Weltklasse, Käpt’n! 28. Minute. 1:1.

Die nächsten 10 Minuten gibt es auf jeder Seite eine Ecke und einen versuchten Abschluss. Das bringt alles nichts ein. Und als wir kurz vor dem Halbzeitpfiff gerade so denken „Noch vier Minuten. Jetzt vor der Pause nichts mehr anbrennen lassen. Das Unentschieden mit in die Kabine nehmen.“ dringen wir noch einmal mit viel Energie in die gegnerische Hälfte ein.

Was dann passiert ist sensationell. Unser vielleicht schönster Angriff in der bisherigen Saison. Für Arnstadt ging das jetzt alles viel viel zu schnell, vor allem für unseren Freund Patrick Hädrich hinten links. One-Touch-Fussball mit hohem Tempo über Eichberger, Dräger und Hoffmann. Letztgenannter passt gedankenschnell auf den im Strafraum freistehenden Richter. Uneigennützig schiebt der den Ball noch einmal quer, wo das Spielgerät den im Sprinttempo einlaufenden Markus Klotz erreicht, der um Zentimeter vor seinem Gegenspieler an den Ball kommt, den Keeper aus fünf Metern tunnelt und uns drei Minuten vor der Pause in Führung bringt. 42. Minute. 2:1. Spiel gedreht. Gegen Arnstadt. Wahnsinn. Klasse, Jungs!

Jetzt ist erst mal Pause. Durchatmen. Die insgesamt 104 Zuschauer lassen sich wie immer gastronomisch verwöhnen und stimmen – von Trommelwirbel begleitet – immer wieder den Schlachtruf der Scheubengrobsdorfer an. Am Rande des Spielfeldes herrscht aktuell gute Laune, nicht nur des Ergebnisses wegen, sondern auch der Art und Weise geschuldet, wie unsere Jungs zurückgekommen sind und das Spiel gedreht haben.

Die zweite Halbzeit beginnt dann allerdings total ernüchternd. Kaum ist eine Minute gespielt, gleicht der Favorit wieder aus. Nach eigenem Angriff und Ballverlust werden wir blitzschnell überlaufen und können nur hinterherschauen. Abseits? Die Linie sagt „Nein“. Aber das war ganz knapp. 46. Minute. Das 2:2 durch Luka Schröder. Mist!

Kaum wurde unsere Lethargie bestraft, sind wir aber schon wieder da. Wie auch in der ersten Halbzeit brauchen wir wohl erst das Gegentor, um richtig munter zu werden. Aber das sind wir jetzt Einer unserer Fans sagte fünf Minuten später: „Soll der Schiri abpfeifen, mit dem 2:2 und dem einen Punkt gegen den Ex-Oberligisten können wir doch alle gut leben und zufrieden sein. Hätte vor dem Spiel doch jeder unterschrieben.“ Unsere Mannschaft nicht. Die wollte mehr.

Dann spielen wir uns wieder einmal so richtig gut durch die gegnerischen Reihen. Klotz, der heute sehr aktiv und sehr auffällig agiert, wird 18 Meter vor dem Strafraum zu Fall gebracht. Der Schiedsrichter lässt erst kurz weiterspielen, entscheidet dann aber auf Gelb. Jedoch nicht auf Freistoß, sondern auf Ecke. Jetzt geht es hier hin und her. Ein packendes Spiel.

Auf der anderen Seite brennt es dann in unserer Defensive lichterloh. Aber der Arnstädter Stürmer, der durch ist und den Ball ins Tor schiebt, stand im Abseits. Abermals eine knappe, aber vertretbare Entscheidung des insgesamt sehr souveränen Schiedsrichter-Kollektives.

Keine Minute später wieder Westvororte. Der Abschluss von Franz Hoffmann wird noch gerade so von der vielbeinigen Gästeabwehr geblockt. Genau wie der satte Schuss von Tim Richter, bei dem der eigene Mann im Weg steht. Wir sind aber jetzt präsent. Wir sind da. Wir haben das Zepter übernommen und sind aktuell die bessere Mannschaft. Und wir spielen auf Sieg. Auch körperlich geht es weiter so richtig zur Sache.

Der Himmel scheint heute Arnstädter zu sein. Lagen die Westvororte schon den ganzen Tag unter einer dichten Wolkenschicht, verdunkelte sich der Himmel nun so sehr, dass man mit dem Schiedsrichter Rücksprache nahm, ob das Flutlicht eingeschaltet werden sollte. Diese Idee verwirft man dann aber wieder, hellt sich der Himmel – ob des attraktiven Fußballs unserer Jungs – so nach und nach wieder ein wenig auf.

Dann Pech und Glück innerhalb weniger Sekunden für das Team unseres Trainergespanns Daniel Gehrt/Philipp Schlebe. Nach schöner Vorarbeit von Philipp Rehnelt über links schließt Markus Klotz sofort ab. Per reaktionsschneller Fußabwehr bleibt der Arnstädter Schlussmann diesmal Sieger. Den zurückspringeden Ball nimmt Tom Eichberger jedoch sofort volley und jagt das Leder mit gefühlten 120 Km/h aus gut 20 Metern ins Netz. Was für ein Strahl. Was für ein Wille. Was für eine Energie.

Westvororte ist wieder vorn. 3:2. 58. Minute. Der Gastgeber hat aber immer noch nicht genug. Die Scheubengrobsdorfer wollen sich auf dieser knappen Führung nicht ausruhen, wollen diese nicht nur verwalten.

Man sucht sein Heil in der Offensive. Hoffmann spielt Klotz schon wieder sehr schön frei. Der passt überlegt zurück auf Richter. Mit Rechts bekommt unser Kapitän allerdings nicht genügend Druck hinter den Ball, so dass der starke Julian Knoll abermals halten kann. Wenn Arnstadt hinten in Ballbesitz ist laufen wir energisch hoch an und unterbinden kontrollierten Spielaufbau. Allen voran Markus Klotz. Dann ist Franz Hoffmann über links zu schnell für seinen Gegenspieler und wird von hinten schmerzhaft weggequetscht. Gelb. Damit ist der Arnstädter gut bedient, denn die Chance auf den Ball war gleich null.

Der anschließende Heber von Tim Richter kommt soft in den Strafraum. Lenny Schumann steigt am Höchsten und kommt vor Felix Schwert an den Ball. Sein Kopfball geht allerdings knapp am langen Pfosten vorbei ins Aus.

Westvororte bestimmt jetzt das Geschehen. Arnstadt – immer wieder hoch angelaufen – versucht es mit weiten und langen Bällen, ist bei Standards – wie zum Beispiel Ecken – aber immer wieder gefährlich. Das Spiel steht jetzt auf Messer Schneide. Aber alles, was aus der Ferne oder von Nahem vor oder auf unseren Kasten geschlagen oder gehoben wird, ist sichere Beute von Cedric Thrum. Um den Rest kümmern sich die heute wieder die starken Lätz, Zschille und Dräger.

Bekommen wir die knappe Führung über die Zeit? Das vierte Tor, dem wir näher waren als der Favorit dem Ausgleich, hätte für Ruhe sorgen können. So aber steht es fünf Minuten vor Ultimo „nur“ 3:2. Es beginnt wieder mal die Zeit des Fingernägelkauens.

Dann die 90. Minute. Ecke für Arnstadt. Unser Keeper kann den Ball im Gewühl und unter Bedrängnis mehrerer Dunkelblauen resolut wegboxen. Noch einmal gibt es Ecke. Alle Arnstädter in unserem Strafraum. Selbst der gegnerische Keeper. Aber auch diese Ecke bringt nichts ein. Durchatmen.

Noch vier Minuten. Der sehr souveräne Schiedsrichter Sebastian Lorenzen, der auf jeder Seite drei Gelbe Karten verteilen musste, hebt den linken Arm und zeigt vier Finger ins weite Rund. Die Zuschauer harren aus. Keiner geht nach Hause. Die Spannung ist auf dem Siedepunkt. Bringen wir die knappe Führung über die Ziellinie? Oder holt sich der Favorit doch noch einen Punkt?

Wir können immer wieder für etwas Entlastung sorgen und uns dem Druck der Gäste mit großem Einsatz und viel Willen erwehren, so dass sich wenige Minuten später Fans und Spieler in den Armen liegen und einen überraschenden, aber letztendlich verdienten Heimsieg gegen den großen Favoriten aus Arnstadt verzeichnen können.

Trotz frühem Rückstand hat unsere Mannschaft mit viel Moral, großer Leidenschaft und vor allem ansehnlichem Offensivfußball einen unerwarteten Sieg eingefahren. Man of the Match – von den Fans unserer Saarbach-Chaoten gewählt – wenn auch ganz knapp, dennoch verdient, Markus Klotz.

Den überraschenden Sieg wollen wir heute – wie immer pünktlich um null900 – zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee noch ausgiebig feiern, ehe wir uns dann im Laufe der Woche intensiv auf die nächste ganz schwere Aufgabe vorbereiten, denn kommenden Samstag sind wir bei keinem Geringeren als dem SV Schott Jena zu Gast. Anstoß dann bereits um 12:30 Uhr.

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#stolzkenntkeineliga

#fairrespektvollkämpferisch

#westvororte … Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

Dieses Spiel wird präsentiert von unserem Partner NextPhones

.
IMG_4231.jpeg

IMG_4237.jpeg

IMG_4253.jpeg

IMG_4271.jpeg

Chat auf WhatsApp