Guten Morgen, Westvororte
Wacker kämpfende Scheubengrobsdorfer ringen Nordhausen nieder
Verdienter Sieg in packendem Match
(11.10.2026) Zumindest was viele Tore betrifft, haben wir im Vorbericht nicht zu viel versprochen. Abermals rappelte es zwischen den Westvororten und Wacker Nordhausen in beiden Kisten mehrfach. Sechsmal durften die insgesamt knapp 150 Heim- bzw. Gastzuschauer jubeln.
Unter denen auch Vorstandsmitglieder und der Vorsitzende unseres Kooperationspartners JFC Gera, Steffen Hadlich, der sich über den heutigen Auftritt und die prinzipielle Entwicklung „seiner“ ehemaligen Jungs durchaus freuen durfte und denen und uns mit seiner Anwesenheit heute wohl Glück gebracht hat.
Trotz der vielen Treffer gab es über die Regelkonformität keinerlei Diskussionen, war ein VAR nicht nötig, weil Schiedsrichter Drobe und seine Assistenten nichts dem Glück überließen, sondern alles im Auge und im Griff hatte.
Westvororte beginnt druckvoll. Erste Möglichkeit nach Superpass von Eichberger durch Jannik Wolff, der nach nicht einmal einer Minute die erste 100-Prozentige hat, aber aus spitzem Winkel knapp verzieht. Dann kann unsere Abwehr einen Abschluss der Gäste vielbeinig verhindern.
Nach drei Minuten knallen Bernardo Heck Weiss und Tom Eichberger schmerzhaft mit den Köpfen zusammen. Nach einer kurzen Pause kann es für beide aber weitergehen. Hier geht es schon in den Anfangsminuten richtig zur Sache. Kurz darauf gleich wieder Eichberger im Mittelpunkt. Sein Schuss aus spitzen Winkel kann Keeper Hoinkis gerade noch so zur Ecke abwehren.
Die klärt Nordhausen mit Kopfball und fährt einen super schnellen Konter. Den Abschluss kann Keeper Cedric Thrum mit dem Fuß in höchster Gefahr verhindern. Beide Keeper schon früh geprüft, beide Keeper sofort hellwach.
Dann rutsch ein Nordhäuser Spieler bei eigenem Ballbesitz aus. Ein Geburtstagsgeschenk? Winefeld erkämpft sich den Ball. Unsere Nr #8 läuft alleine auf das gegnerische Tor und vollendet überlegt. 1:0. 11. Minute. Happy Birthday, Sascha.
Nur zwei Minuten später steht Winefeld schon wieder im Mittelpunkt bzw. am Anfang einer super Stafette. Er schlenzt das Spielgerät auf die linke Seite zu Franz Hoffmann. Der bekommt den hohen Ball sensationell unter Kontrolle, lässt zwei Nordhäuser aussteigen und passt in die Mitte auf Eichberger. Der macht noch einen Haken und schiebt das Leder aus etwa 14 Metern ins Lange Eck. 2:0. 15. Minute.
Neben dem heute auffälligen Winefeld sind auch Hoffmann und Eichberger voll im Spiel. Jetzt erarbeitet sich Letztgenannter den Ball in der gegnerischen Hälfte und passt in die Mitte. Dort legt Hoffmann rüber zu Richter, der den Ball aus etwa zehn Metern in leichter Rücklage allerdings ganz knapp über die Querlatte jagt.
Aber wir sind jetzt voll im Spiel. Das sieht richtig gut aus. Da ist teilweise sehr deutlich eine klare, taktische Linie und eine deutliche Handschrift erkennbar. Auch kämpferisch sind wir heute voll da. Dann aber haben wir Glück, dass Nordhausen, was auf einmal völlig frei vor Cedric Thrum auftaucht, den Ball ganz ganz knapp übers lange Dreiangel ins Aus schlenzt.
Aber wir sind sofort zurück. Zwei Ecken hintereinander für das Team von unserem heute wieder vorbildlich kämpfenden Kapitän Tim Richter. Kurz darauf eine Möglichkeit für Nordhausen, aber wir schmeißen uns voll rein und bugsieren den satten Abschluss zur Ecke, die nichts einbringt.
Ein packendes Spiel bisher. Die Zuschauer auf beiden Seiten kommen voll auf ihre Kosten. An dieser Stelle sei unbedingt das faire Auftreten der Gäste-Fans aus Nordhausen erwähnt, die es unseren Ordnern und den Mitarbeitern der Security-Firma SUP leicht gemacht haben.
Es geht hin und her. Jetzt wieder Wolff – diesmal kann Nordhausen in allerhöchster Not zur Ecke klären. Auch Hoffmann dreht heute richtig auf. Jetzt erläuft er einen Pass von Richter und flankt aus vollem Lauf. Nordhausen kann per Flugkopfball zur nächsten Westvororte-Ecke klären. Die mittlerweile gefühlt zehnte Ecke für uns.
Dann Dräger, der heutige gefühlt keinen einzigen Zweikampf verloren hat. Er erkämpft sich den Ball und bringt Eichberger ins Spiel. Der sieht Winefeld. Dessen Schuss wird zur Ecke geklärt. Bis jetzt ging es permanent hin und her. Bis jetzt sehen die knapp 150 Zuschauer ein packendes Verbandsliga-Spiel.
Dann, nach knapp einer halben Stunde, kehrt ein klein wenig Ruhe ein. Beide Mannschaften müssen nach der intensiven Anfangsphase kurz durchatmen. Aber nur ganz kurz. Denn in der 30. Minute ging es nicht nur für unseren Gast einfach zu schnell. Auch für uns. Am Ende haben wir nur noch gesehen, wie Hoffmann aus spitzem Winkel den Keeper routiniert tunnelt und zum 3:0 erfolgreich ist. Vorarbeit?
Es bleibt packend. Kurz darauf Ernüchterung bei den Hausherren. Ecke für Nordhausen, die von Denys Akhtyrskyi per Kopf ins Lange Eck verlängert wird. 3:1, nur eine Minute nach unserer komfortablen Führung. Nordhausen ist wieder dran.
Danach wird es ein wenig hektisch, Nordhausen muss nach einer Verletzung erstmals wechseln. Das Spiel ruht jetzt für zwei Minuten. Noch fünf sind es bis zur Pause. Dann versucht sich Wacker aus der Distanz, aber der Schuss aus circa 25 Metern geht am langen Pfosten vorbei. Thrum wäre aber im Eck gewesen.
Anschließend Freistoß für die Unseren. Halbrechts, 25 Meter vom Nordhäuser Kasten entfernt. Die Flanke kommt gut von Sascha Winefeld, aber einer unserer drei gestarteten Angreifer stand wohl im Abseits. Ein Treffer hätte nicht gezählt. Aber wir kommen immer wieder so richtig gefährlich in den Strafraum und vor das Tor von Wacker.
Dann erkämpft sich Bastian Dräger den Ball im Mittelfeld und es geht abermals ganz schnell. Eichberger wird geschickt und kann von einem Nordhäuser Verteidiger am Schuss gerade noch so mit der Fußspitze gehindert werden, so dass wir abermals einen Eckball zugesprochen bekommen.
Aufgrund der Verletzungsbehandlung des Nordhäuser Spielers gibt Schiedsrichter Drobe zwei Minuten obendrauf. Dann ist es endlich soweit. Halbzeit. Alle können durchatmen. Das war bisher ein wirklich packendes Verbandsliga-Spiel. Allein was die Anzahl der Tore betrifft, haben wir in unserer Vorschau nicht zu viel versprochen.
Weiter geht’s. Die zweite Halbzeit beginnt pünktlich 16:00 Uhr. Soweit wir das auf den ersten Blick sehen können, beim TSV kein Wechsel. Nach anfänglichem Regen jetzt Sonnenschein. Und es scheint weiter zur Sache zu gehen. Kaum sind im zweiten Durchgang drei Minuten gespielt, hatte jede der beiden Mannschaften schon wieder einen Abschluss. Ungefährlich, aber immerhin. Nordhausen kommt hochmotiviert aus der Kabine.
Dann lässt ein Nordhäuser Maximilian Kurth über die Klinge springen und kassiert Gelb. Unser Gast geht jetzt mehr zur Sache. Körperlich und auch spielerisch. Abermals ein satter Abschluss, der knapp daneben geht.
Es fängt wieder an zu regnen. Dann machen wir das zum wiederholten Male so richtig gut. Super Lupfer von Eichberger auf Hoffmann, der sofort volley abzieht und Keeper Noah Aiden Hoinkis zu einer Glanzparade zwingt. Der Nachschuss von Wolff wird zur Ecke abgelenkt. Diese kommt flach nach innen und zischt vorbei an Freund und Feind am langen Pfosten ins Aus.
Und wieder Westvororte. Wieder ein wunderschöner Spielzeug über Wolff, Winefeld, Hoffmann und Eichberger, dessen Schuss ganz knapp am kurzen Pfosten ins Toraus geht. Das war im zweiten Durchgang – jetzt, wo etwa 15 Minuten gespielt sind – das zweite Riesenbrett für unsere Jungs. Aber es bleibt beim 3:1, auch wenn die Führung jetzt hätte höher sein können.
Und schon wieder die nächste große Möglichkeit für das Team unserer Trainer Gehrt/Schlebe. Wieder geht es richtig schnell. Für Nordhausen zu schnell. Wolff wird im Strafraum von den Beinen geholt. Der Pfiff folgt.
Eichberger schnappt sich selbstbewusst das Spielgerät und tritt an. Er verlädt den Keeper und trifft. 4:1 nach 61 Minuten. Ist das jetzt vielleicht so eine kleine Vorentscheidung?
Dann darf auch Nordhausen wieder mal. Der Abschluss ist so richtig satt und fest, aber Cedric Thrum pariert überragend. Und gleich noch einmal unsere Nr #1 – ganz sicher. Das verleitet auch unseren eloquenten Stadionsprecher, der die Heimzuschauer immer wieder animiert, jetzt mehrfach den Namen unseres Keepers zu rufen.
Kurz darauf ist aber auch er geschlagen. In der 67. Minute verkürzt Thomas Riemekasten für Nordhausen auf 4:2. Gerät unser eigentlich schon sicher geglaubter Sieg noch einmal in Gefahr?
Aber wir sind gleich wieder da. Zwei Ecken in Folge für das Team aus Scheubengrobsdorf. Dann kommt Christopher Lätz am kurzen Pfosten zum Abschluss, abermals beweist der erst 18-jährige Nordhäuser Keeper Hoinkis sein Talent und bestätigt mit einem super Reflex und einer Fußparade seine überragende Leistung am heutigen Tage.
Dann Konter von Wacker. Und ein super Tackling von Maximilian Kurth, was wir jetzt wie ein eigenes Tor bejubeln. Wir kämpfen und fighten. Wir sind wirklich präsent. Jetzt ist es der heute überragende Dräger, der einen weiteren Zweikampf – diesmal im eigenen Strafraum – gewinnt. Nicht nur wegen dieser überragenden Defensivaktion wurde unsere Nr #6 heute von den Fans der Saarbach-Chaoten zum Men of the Match gewählt. Glückwunsch, Basti.
Und wir machen weiter Druck. Jetzt erläuft sich Richter den Steckpass und jagt den Ball aus vollem Lauf Richtung kurzes Eck, trifft aber nur das Außennetz. Noch knapp 20 Minuten. Die Entscheidung weiter vertagt. Es geht wie schon in Halbzeit eins weiterhin hin und her. Das Spiel ist packend und hier ist noch lange nichts entschieden.
Noch 15 Minuten. Wir brauchen noch ein Tor. Das Spiel ist hektisch. Wir sind trotz der Führung nicht in der Lage, Ruhe ins Spiel zu bringen. Nordhausen hat sich noch lange nicht aufgegeben.
Wir machen den Sack einfach nicht zu. Jetzt ist es Winefeld, der am Keeper scheitert. Der Nachschuss landet auf dem Tornetz. Das war die Riesenchance zur endgültigen Entscheidung, die allerdings weiterhin offen bleibt.
Auch Markus Klotz, der nur eine Minute später von rechts in den Strafraum eindringen kann, ist mit seinem Abschluss nicht erfolgreich. Nordhausen stellt auf Dreierkette um und versucht es jetzt mit Gewalt. Eingewechselt wird jetzt der 2,06 Meter große Szymon Piotr Hawryluk. Aufpassen, hinten, Jungs. Flanken unterbinden.
Auch wir haben insgesamt fünfmal gewechselt. Klotz, Leonhardt, Diallo, Rehnelt und jetzt auch Hoyer sind neu im Spiel. Überragend, wie sie sich ins Spiel integrieren.
Noch gut 10 Minuten. Die Kräfte lassen so langsam nach. Jeder ist heute überdurchschnittlich viel gelaufen und hat gefightet. Auf beiden Seiten. Nach wie vor ist es ein packendes Match, was immer noch auf Messer Schneide steht, jetzt so ungefähr sieben oder acht Minuten vor Ultimo.
Die Zweikämpfe werden intensiver. Franz Hoffmann wird im Strafraum umgekrätzscht, aber der Nordhäuser Verteidigung hat wohl den Ball getroffen. Schiedsrichter Drobe entscheidet auf Ecke.
Noch fünf Minuten. Wieder Ecke für uns. Die spielen wir kurz. Hoyer sichert das Leder, kriegt dann aber eine von hinten mit. Freistoß für uns direkt neben der Eckfahne. Die Flanke kommt gefährlich nach innen. Markus Klotz steht am langen Pfosten völlig frei, aber Keeper Hoinkis reagiert abermals überragend und verhindert jetzt – vier Minuten vor Ultimo – die endgültige Entscheidung. Dennoch läuft unserem Gast die Zeit davon. So richtig aufmachen können sie nicht, denn wir sind nach vorne immer wieder gefährlich.
In der Mitte knallt es barbarisch. Ein Nordhäuser bleib liegen. Die Blauen aber selbst spielen weiter. Langer Ball auf den langen Neuen. Leonardo Castro da Silva gewinnt aber den Zweikampf gegen den polnischen Zwei-Meter-Riesen. Szenenapplaus.
Dann packen wir mal richtig zu. An der Außenlinie gibt es heftige Diskussionen. Noch zwei Minuten – offiziell. Freistoß für Wacker Nordhausen. Die Nachspielzeit wird jetzt angezeigt. Vier Minuten gibt der gute Drobe obendrauf. Das passt. Retten wir uns bis zum Schluss? Jetzt muss Cedric Thrum aber noch einmal eingreifen und boxt die hohe Flanke aus dem Strafraum. Der Nachschuss geht daneben. Durchatmen. Noch zwei oder drei Minuten. Das muss doch jetzt so langsam reichen.
Dann bekommt wieder einer der Unseren einen mit. Freistoß für Westvororte. Die Position ist nicht besonders günstig, aber der Freistoß nimmt Zeit von der Uhr. Abstoß Nordhausen. Der Keeper drischt das Leder weit nach vorn, dorthin, wohin er kurz zuvor seine Spieler hindirigirt hat. Und noch einmal Thrum mit einer Glanzparade. Der hält jetzt den Sieg fest. Oder?
Hier ist immer noch nicht Schluss. Nordhausen arbeitet am Anschlusstreffer und gibt sich nicht auf. Respekt an die Mannen von Trainer Sven Kreideneier, die ihrem Namen Wacker alle Ehre machen.
Die letzte Minute der Nachspielzeit läuft. Das muss es doch gewesen sein?!? Dann knallt es noch einmal. Jetzt liegt Richter am Boden. Aus dem Nordhäuser Block schaltet es Zeitspiel, Zeitspiel: Die Nachspielzeit ist offiziell abgelaufen.
Los, Schiri, pfeif ab! Nordhausen versucht es noch einmal – jetzt mit Gewalt, mit einem verzweifelten Distanzschuss aus gut 30 Metern. Ohne Erfolg. Dann ist Schluss, dann ist das Spiel aus. Westvororte erarbeitet sich drei hochverdiente Punkte und jubelt, feiert und singt im Kreis.
Somit dürfte uns heute Früh – wie immer pünktlich um null900 – der Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee besonders gut schmecken, haben uns unsere Jungs den gestern Nachmittag trotz des regnerischen Wetters doch mit drei Punkten regelrecht versüßt.
Weiter so Jungs, darauf lässt sich aufbauen. Es ist noch Luft nach oben, aber es war mit erkennbarer Handschrift ein wirklich großer Schritt in die richtige Richtung.
Apropos Richtung. Die schien am gestrigen Nachmittag nicht bei allen gestimmt zu haben. Eigentlich gehört das nicht zum Spielbericht, sollte aber dennoch kurz Erwähnung finden. Etwa eine halbe Stunde nach Spielschluss, als sich die sehr fairen Fans unserer Gäste und unsere Fans gemeinsam mit Familienangehörigen auf den Heimweg machen wollten, wurden sie auf dem Vereinsgelände des LVM Sportpark von etwa 20, teils vermummten Personen in orange-schwarzer Bekleidung angegriffen und geschlagen.
Nur dem besonnenen Verhalten der Ordnungskräfte des TSV Gera–Westvororte war es zu verdanken, dass es zu keinerlei weiteren Ausschreitungen kam. Die Angreifer suchten kurz darauf zu Fuß und mit PKWs das Weite.
Ohne Worte …
#ausgerafürgera
#jungundgersch
#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen
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