Westvororte hat ein Endspiel
Danke, Kruschi
(07.06.2026) Christian Kruschke lief am gestrigen Samstag zum letzten Mal in einem Heimspiel für den TSV auf. Und er lief als Kapitän auf. Ein Zeichen. Ein schönes Zeichen. Ein Dankeschön. Nach sechs Jahren In Scheubengrobsdorf hängt der mittlerweile 39-jährige die Fußballschuhe endgültig an den Nagel. Mit großem Applaus wurde er gestern beim Einlaufen von den Fans als Kapitän empfangen, bei seiner Auswechslung wenige Minuten vor Ultimo unter Standing Ovation verabschiedet und nach dem Spiel von allen mit einer Umarmung geherzt. In der Zwischenzeit durfte er als Anerkennung für seine Leistungen und als Dankeschön die Kapitänsbinde tragen. Unter seiner Führung holte die Mannschaft im letzten Heimspiel der Saison den zweiten Sieg in Folge und hat nun am kommenden Wochenende ein echtes Endspiel.
An dieser Stelle sagen auch wir noch einmal: Danke, Kruschi! Danke für deine Leistungen und deine Loyalität. Danke für sechs Jahre TSV. Danke, dass du uns gestern als Kapitän zum Sieg geführt hast. Und selbstverständlich darfst du in deinem Herzen neben weiß auch die Farben blau UND grün tragen. Ja, Westvororte hat nun am kommenden Wochenende ein echtes Endspiel. Wir erinnern an die letzte Saison, als es auch erst nach dem letzten Spiel zur Entscheidung kam. Ein gutes Omen? Der Derbysieg vor Wochenfrist gegen Wismut Gera und der Sieg gegen den FSV Schleiz haben dem TSV diese von den Fans kaum noch erwartete Möglichkeit eingeräumt, dass man weiterhin ein Wörtchen um den Klassenerhalt mitsprechen kann. Aber wir wollen nicht rechnen und nicht spekulieren. Das haben in den letzten Wochen andere getan. Wir schauen heute noch einmal kurz zurück, ehe wir uns dann ab morgen wieder ausschließlich auf das Fußballspielen konzentrieren Apropos Fußball.
Auch wenn das gestrige Spiel mehrfach auf der Kippe stand und auf beiden Seiten neben den Toren noch je zwei oder drei hochkarätige Möglichkeiten zu Treffern hätten führen können, geht der knappe Sieg für das Team von Daniel Gehrt in Ordnung, war man über die gesamte Spielzeit doch die etwas aktive Mannschaft und hat diesen Sieg mehr gewollt. Letztendlich hat es für Westvororte gereicht, konnte das Team doch den zweiten Sieg in Folge einfahren und ist in der Verlosung um die Nichtabstiegsplätze wieder im Rennen. Was diese sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen letztendlich allerdings wirklich bedeuten, ist offen. Aber es ist noch alles drin. Warten wir ab, spielen wir weiter Fußball und fangen nicht an zu rechnen. Gerechnet haben andere. Wir konzentrieren uns voll auf dieses eine Spiel, denn die Wahrheit liegt erfahrungsgemäß auf dem Platz und nicht im Taschenrechner oder großen Worten. So wie wir das gestern auch recht gut gemacht haben. Vor allem Markus Klotz, der zum Ende der Saison noch einmal so richtig aufblüht und trifft und trifft und trifft.
In den letzten zwei Begegnungen gegen Wismut Gera und den FSV Schleiz immerhin dreimal. Gestern doppelt. Zum einen zum frühen 1:0 bereits nach sechs Minuten. Und beim Stand von 2:1 ein weiteres Mal kurz vor dem Pausenpfiff zum 3:1, nachdem Philipp Rehnelt per Lupfer mit der Hacke sensationell vorbereitet hat. Zwischenzeitlich hatte Schleiz nach einer Unkonzentriertheit in unserer Defensive kurz nach der schnellen Führung unserer Jungs durch den starken Kapitän Albert Pohl in der 12. Minute den Ausgleich erzielt. Die Anfangsphase war spektakulär. Anschließend war es der heute vielleicht beste Spieler auf dem Platz, Tom Eichberger, der per Elfmeter erfolgreich war und uns nach dem schnellen Ausgleich der Gäste nach 27 Minuten wieder in Führung brachte. Ein packendes und gutes Verbandsligaspiel auf Augenhöhe. Westvororte mit dem Herz am richtigen Fleck.
Gute Möglichkeiten auf beiden Seiten. Schleiz trifft nur die Latte, Markus Klotz scheitert am überragenden Reflex des Gäste-Schlussmannes Alexander Weiß. Kurz vor der Pause dann die ganz ganz große Chance für den TSV auf 4:1 davonzuziehen. Der zweite Elfmeter für unsere Mannen. Diesmal aber scheitert Sascha Winefeld am starken Schlussmann unserer Gäste. Da hat auch ein liebevolles Daumendrücken an der Seitenlinie unsere Nummer #8 nicht geholfen. Dann ist Pause vor knapp 200 Zuschauern bei bestem Fussballwetter und hervorragenden äußeren Bedingungen. An dieser Stelle nochmals ein Kompliment an unsere Platzverantwortlichen Rico, Ralf und Mike und an unsere Platzwarte. Sie alle haben richtig gute Arbeit gemacht. Danke. Die zweite Halbzeit ist dann etwas weniger spektakulär. Dennoch ergeben sich auf beiden Seiten richtig gute Möglichkeiten. Zweimal kratzen wir den Ball in allerhöchster Not von der Linie. Schleiz hat einmal Glück, dass Mouctar Diallo nach Zuckerpass von Tom Eichberger und überlegtem Abschluss nur den Pfosten trifft. Dann ist es abermals der starke Weiß, der mit einer super Reaktion gegen Markus Klotz die endgültige Entscheidung verhindert. Schleiz versucht alles, um noch einmal ranzukommen. Aber unsere kompakte Abwehr um Leopold, Lätz und Zschille, die jetzt noch einmal richtig Arbeit bekam, lässt nicht viel zu. Nach der von viel Applaus begleiteten Auswechslung von Christian Kruschke musste auch Tim Richter hinten links aushelfen, machte das aber mit Bravour und typischer kämpferischer Vorbildwirkung.
Was dennoch in den Strafraum gelangt war Beute von Cedric Thrum, der es im Luftkampf gegen robuste Schleizer Angreifer nicht immer leicht hatte, den Schlag ins Gesicht mit anschließendem Nasenbluten aber gut überstand und bis zum Ende durchhalten konnte. Bis dahin mussten der TSV und seine Fans aber doch noch ein wenig zittern, übte das starke Schleizer Team von Roger Fritzsch doch weiterhin viel Druck aus und wollte sich noch lange nicht geschlagen geben. Bis in die siebenminütige Nachspielzeit hinein bleibt das Spiel, welches von Schiedsrichter Roland Hillig und seinen Assistenten insgesamt fehlerfrei geleitet wurde, spannend. Letztendlich brachte die Mannschaft, die heute abermals als geschlossene Einheit vieler Freunde aufgetreten ist, die Führung über die Zeit und durfte nach dem Schlusspfiff den zweiten Sieg in Folge bejubeln.
Die Abwehr stand. Nach vorn setzten Klotz, Wolff und vor allem der starke Eichberger immer wieder Akzente. Letztgenannter wurde von den Fans nicht nur wegen seiner spielerischen Leistung, sondern auch aufgrund seiner Routine, die er heute mehrfach clever ausspielte und damit entscheidend zum Sieg beitrug, zum Man of the Match gewählt. Allerdings muss er sich diesen Titel heute mit Markus Klotz teilen. Denn der hat seinen Job vorne drin ebenfalls perfekt erledigt, hat er doch mit zwei Treffern zum Sieg beigetragen und ist damit ganz klar der Matchwinner des letzten Heimspieles der Saison. Lassen wir uns nun überraschen, was die Mannschaft am nächsten Wochenende im Endspiel erreichen kann.
Für den Moment wollen wir uns aber den Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee, wie immer pünktlich um null900, gut schmecken lassen und noch nicht an nächste Woche denken. Das machen wir dann ab morgen. Wir wünschen euch nun allen einen schönen Sonntag und morgen einen guten Start in die neue spannende Woche.
Auch Daniel Gehrt freut sich riesig auf die nächsten Tage und konstatierte: „Jetzt haben wir das gewünschte Endspiel, an das viele schon gar nicht mehr geglaubt haben. Die Mannschaft hat sich diese Chance hart erarbeitet und verdient. Gegen Schleiz hat das Team auch endlich einmal nach einer Führung gezeigt, dass man diese sachlich und mit Cleverness verwalten kann. Wir haben dem Druck standgehalten und sind auch nach dem Ausgleich nicht aus dem Gleichgewicht gekommen. Zwischenzeitlich hatten wir zugegeben auch ein- zweimal Glück, aber das gehört dazu. Insgesamt bin ich mit der Leistung der Mannschaft jedoch hochzufrieden, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass wir den Deckel eher draufmachen. Die Möglichkeiten dafür waren mehrfach da.“
Ohne Worte …
#ausgerafürgera
#stolzkenntkeineliga
#fairrespektvollkämpferisch
#westvororte .. Wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen
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