„Was macht eigentlich … ?“

Maksym Savitzkyi

Unvergessen und kaum zu übertreffen sicherlich gleich sein Einstand in Weiß-Blau. In der ersten Runde des Kreispokales erzielte er beim 8:0 in Hohenleuben vier Tore und setzte damit seine eigene sportliche Meßlatte und das Saisonziel äußerst hoch.

Neben dem Platz war er die ultimative Stimmungskanone. Egal ob in der Kabine, bei den Mannschaftsabenden oder bei den „internen Treffen“ der Spieler. Apropos Treffen. Den schönsten Treffer erzielte er wohl mit seinem selbst definierten „Tor des Jahres“ im Spiel gegen den FC Thüringen Weida als er kurz vor Ultimo per Kopf zum vielumjubelten 2:2 Ausgleich traf und bei den Fans und den Spielern einen Jubelsturm auslöste.

So umjubelt der Treffer auch war, so kurios war er aber auch. „Eigentlich habe ich den Ball gar nicht richtig getroffen. Vielleicht ist er aber auch gerade deswegen für den Weidaer Keeper Hendrik Penzel unhaltbar gewesen.“ fügt Maksym zu seinem wichtigsten Treffer im Trikot der Scheubengrobsdorfer schmunzelnd hinzu.

Obwohl Savi, wie er von allen genannt wurde, nur gut ein Jahr beim TSV war, hat er doch einen bleibenden und positiven menschlichen und sportlichen Eindruck hinterlassen. Schlechte Laune gab es bei ihm nicht. Er hatte immer ein Lächeln auf den Lippen und einen Witz parat.

Vor seiner Zeit in der Saarbach-Arena kickte der gebürtige Ukrainer schon unter Trainer Karsten Böttcher, der als Trainer beim TSV an Maksym`s Transfer zu Westvororte großen Anteil hatte, in Stadtroda, spielte bei Schott Jena und dem FC Carl-Zeiss. In der Zweiten Mannschaft des FCC schaffte er es nicht nur bis in die Oberliga, er trainierte teilweise auch in der Ersten der Saalestädter und lief in Testspielen sogar für diese auf.

Aus Thüringen hat er sich vor etwa drei Jahren verabschiedet. „Ich bin nach Leipzig gezogen und habe mich in der Gastro-Branche mit einem „Soßenprinz“ Food-Truck selbständig gemacht. Währenddessen habe ich eine Marktlücke im Gesundheitswesen der Naturmedizin gesehen und mittlerweile den zweiten CBD Shop aufgemacht. Einer ist in Jena, der andere in Halle.“

Mittlerweile ist er in Leipzig gut angekommen und fühlt sich dort mit seiner Lebensgefährtin sehr wohl und zu Hause. „Zu Beginn habe ich als Neu-Leipziger viel Zeit mit meinem ehemaligen Westvororte-Mitspieler Gero Pandorf, der in Leipzig studiert hat, verbracht und die Stadt kennengelernt. Nach und nach entstanden aber auch neue Kontakte und Freundschaften.“

Und was macht der Fußball? „Die Fußballschuhe habe ich nach meinem „Tor des Jahres“ (lacht) komplett an den Nagel gehangen und mich nie wieder im Mannschaftssport versucht.“ erzählt er schmunzelnd. „Sehr selten spielen wir mal mit Freunden auf Kunstrasen, aber selbst da bin ich mittlerweile kaum noch Unterstützung für mein Team, sondern eher nur noch der Spaßvogel.“

Ansonsten ist er so geblieben, wie wir ihn kennengelernt haben. Gutgelaunt und positiv. „Die richtige Welt da draußen ist so bunt und farbenfroh, was ich durch den aktiven Fußball viele Jahre lang fast vergessen hatte. Mittlerweile hole ich das jetzt jedes Wochenende alles nach. Auch was Ausflüge und Urlaub betrifft. Momentan sind wir durch Corona zwar alle etwas eingeschränkt, aber ich denke positiv und hoffe, dass das normale Leben bald wieder Einzug hält.“ kommentiert er sein neues, fußballfreies Leben, für das wir ihm weiterhin viel Spaß und Erfolg, vor allem aber Gesundheit, wünschen.

Ohne Worte …