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Nichts zu holen in Dachwig

Gastgeber bestätigt seine Favoritenrolle

Heute darf und muss die Frage erlaubt sein, ob sich alle der Situation und ihrer Verantwortung bewusst sind. Das war zu wenig. Das war gestern entschieden zu wenig, um im Abstiegskampf in Dachwig zu punkten und auch zu wenig, um einen Schritt für den Klassenerhalt zu tun. Ob es auch am Ende der Saison zu wenig sein wird, werden wir sehen. Für den Moment aber sind wir enttäuscht.

Ohne Kruschke, Winefeld und Wolff, der nach wie vor an einer Oberschenkelzerrung aus dem Neustadt-Spiel laboriert, sind wir gestern nie so richtig ins Spiel gekommen. Früh ging der Favorit in Führung. Bereits in der zwölften Minute war es Maximilian Brandau, der nach einem schnellen Gegenstoß über rechts die perfekte Flanke per Kopf unhaltbar zum 1:0 in die Maschen setzte. Bis dato war auch vom ehemaligen Oberligisten nicht viel zu sehen, dann aber schlug er eiskalt zu. Unsere Mannen in dieser Anfangsphase insgesamt viel zu lethargisch.

Vielleicht aber war das Tor ein Weckruf?! Als Bastian Dräger abzieht und der gegnerische Keeper aber hält, könnte man fast denken, dass wir jetzt im Spiel sind. Nachtrauern müssen wir der vergebenen Chance allerdings nicht, denn unsere Nr. #6 stand leider im Abseits.

Und noch einmal macht uns Bastian Dräger Hoffnung, wird aber bei einem schnellen Gegenstoß unfair von den Beinen geholt, so dass der Konter im Sande verläuft. Vielmehr haben wir bisher nicht zu bieten. Vielmehr können wir aus unserer Sicht dem Spielbericht nicht hinzufügen.

Ganz im Gegenteil. Nachdem unsere Abwehr einen gegnerischen Angriff nicht unterbinden kann, ist Cedric Thrum zur Stelle und verhindert im eins-zu-eins einen weiteren Gegentreffer. Der Gastgeber aktiver.

Auf der anderen Seite findet ein Freistoß von Tim Richter direkt die Arme des Gastgeber-Torhüters. Eine Flanke von Konrad Szydlo rutscht ab, wird dadurch gefährlich, aber landet knapp hinter dem Tor. Der eine Abseits-Torschuss der Unseren bleibt eine Ausnahme, auch wenn Tom Eichberger nach schöner Vorarbeit von Konrad Szydlo danach eine gute Möglichkeit hat, sein Schuss, bei dem er noch leicht abgedrängt wurde, das Ziel aber deutlich verfehlt.

Entschieden effektiver der Gastgeber. In der 25. Minute nutzt Daniel Trübenbach einen Konter und lupft den Ball gekonnt über unseren Keeper zum 2:0 ins Tor. Die Mannen von Trainer Dimo Raffel nicht nur deutlich in Führung, sondern auch körperlich eine Liga besser als wir. So wie wir uns präsentieren, hat das mit Abstiegskampf nichts zu tun.

Bis zur Pause schaffen wir es leider nicht noch einmal für Gefahr zu sorgen, um dem Anschluss nahe zu kommen. Mit dem klaren Rückstand geht es vor nur 86 Zuschauern in die Kabinen.

Die größere individuelle Klasse der Hausherren ist offensichtlich. Machts und Trübenbach machen den Unterschied. Bisher. Können wir die Pause jetzt nutzen und danach den Spieß umdrehen? Köpfe zusammenstecken, Jungs und mit einer anderen Körpersprache aus der Kabine kommen. Bitte!

Das Niveau in den ersten Minuten in der zweiten Halbzeit ist auf beiden Seiten allerdings überschaubar. Der Gastgeber nur mit dem Nötigsten. Wir können daraus trotzdem kein Kapital schlagen. Wir können kaum einmal für richtige Gefahr sorgen.

Das Team von Kapitän Arthur Machts verwaltet die Führung clever. Ein satter Abschluss von Tom Eichberger zischt knapp am Müller-Kasten vorbei.

Momentan neutralisiert man sich. Vieles findet im Mittelfeld statt. Der eingewechselte Kevin Kamprath macht seine Sache jetzt richtig gut. Unsere wenigen Abschlüsse sind jedoch weiterhin ungefährlich, wie auch jetzt der von Lenny Schumann, der zu überhastet abschließt und sein Ziel deutlich verfehlt. Auf der anderen Seite verfehlt glücklicherweise auch ein Kopfball der Gastgeber das Tor.

Bis zur 70. Minute musste Keeper Christopher Müller nicht einmal wirklich eingreifen, denn auch jetzt der Schuss von Leonardo Castro da Silva, der den mitgelaufenen Richter übersieht, geht über seinen Kasten ins Aus. Der Wille ist uns jetzt nicht abzuschreiben, aber wir sind in keinster Form zwingend. Der letzte Biss fehlt.

Zwei Ecken verpuffen, als sie von der gegnerischen Abwehr relativ leicht verteidigt werden können, ein Schuss von Tom Eichberger verfehlt sein Ziel. Der Gastgeber war bis dato auch nicht besonders gefährlich, erzielt aber 15 Minuten vor Ultimo durch Kapitän Arthur Machts per Kopf das 3:0, was der endgültigen Entscheidung gleichkommt.

Dann aber doch. Westvororte. Tim Richter zieht aus der Drehung ab. Sein Schuss kann noch von der Linie gekratzt werden. Der Nachschuss von Markus Klotz landet am Aluminium der Querbalkens. Und auch der zweite Nachschuss von Julian Hoyer findet sein Ziel nicht, weil ein Gästespieler mit dem Fuß dazwischen ist und in allerhöchster Not zur Ecke klären kann.

Die kommt dann endlich einmal gefährlich nach innen, aber der Abschluss von Christopher Lätz bringt abermals nichts ein. Fortuna ist heut nicht mit uns im Bunde. Auch bei einem Freistoß kurz vor Ultimo fehlt es uns an Genauigkeit, ist er doch symptomatisch für unseren heutigen Auftritt. Der Ball landet in der Mauer, der Nachschuss geht weit am Tor vorbei.

Dann aber doch. Der Ehrenreffer für unsere Farben. Tom Eichberger zieht in ersten Minute der Nachspielzeit aus der Drehung einfach einmal ab und jagt das Spielgerät unten links ins Tor. 3:1! Für ein Come-back ist es jetzt leider zu spät, aber der Wille der Mannschaft, den man unseren Jungs zumindest zum Ende des Spieles keinesfalls absprechen kann, über die gesamte Spielzeit allerdings zu wenig war, wurde noch mit einem Treffer belohnt und macht das Ergebnis etwas erträglicher. Dennoch treten Mannschaft und Fans die Heimreise mit gesenkten Köpfen an.

Auch unser Trainer ist enttäuscht und konstatiert: „Natürlich bin auch ich enttäuscht. Vom Ergebnis und auch davon, wie sich die Mannschaft heute teilweise präsentiert hat. Die erste 20 Minuten waren nicht wie im Abstiegskampf. Da haben wir den unbedingten Willen total vermissen lassen. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und hatten von ein paar wenigen guten Möglichkeiten abgesehen heute erst in der 90. Minute den einzigen richtigen Torschuss, der dann auch zum Ehrentreffer geführt hat. Das ist gegen clevere und gestandene Verbandsligisten wie An der Fahner Höhe einfach zu wenig. Wir müssen uns bewusst sein, dass es so nicht reichen wird. Jeder einzelne muss hart mit sich selbst ins Gericht gehen, ob er wirklich alles für den Verein gibt. Aber werden den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken und auch nicht alles schlecht reden. Wir gehen die kommende Woche wieder positiv an, werten das Spiel intern ehrlich und sachlich aus und werden im Training alles dafür tun, dass wir in den nächsten Wochen die nötigen Punkte sammeln.

Mit der zweiten Niederlage in Folge macht es die Tabellensituation für uns alle nicht einfacher. Auch die nächsten Spiele werden eine große Herausforderung für das Team von Daniel Gehrt, begrüßen wir doch bereits am nächsten Samstag einen weiteren ehemaligen Oberligisten im LVM Sportpark, wenn der SV Arnstadt zu Gast sein wird.

Dann erwarten wir von der Mannschaft alle einen entschieden leidenschaftlicheren Auftritt als gestern in Dachwig. Spiele wie gegen Neustadt und auch Schott Jena, die leider verloren gingen, machen uns dahingehend allerdings Hoffnung. Auch die Siege in Geratal und Bad Frankenhausen. Wir können es. Wir können es bloß nicht konstant.

Vielleicht schmeckt dann nächste Woche wie immer pünktlich um null900 der Sonntag-Guten-Moregn-Kaffee nicht wieder ganz so bitter wie heute und der Wecker ist um null600 nicht wieder ein Hassobjekt. 

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

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