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Westvororte holt Punkt in Langensalza

Da war sogar noch mehr drin

Nicht zum Sonntag-Guten-Morgen-Kaffee sondern zum Montag-Feierabend-Bier jetzt unser Spielbericht. Mit 18 Spielern, zwei Kleinbussen und einem PKW trat unsere Mannschaft am gestrigen Sonntag früh die Reise ins etwa 120 km entfernte Bad Langensalza an. Angekommen lag den Spielern bei traumhaften Witterungsbedingungen und Sonnenschein eine wunderschöne Sportanlage und ein traumhaft großer Rasenplatz zu Füßen. Der Platz allerdings gesperrt. Warum auch immer?!?

Als Alternative diente ein äußerst kompakter Kunstrasen. Man nahm es, wie es kam. Und man brauchte eine Weile, um warm zu werden. Die ersten 10-15 Minuten gehörten dem Gastgeber. Als unsere etwas hochstehende Defensive über die linke Abwehrseite überlaufen wurde, stand es bereits nach 11 Minuten durch Leon Schleip 1:0 für das Team von Trainer Thomas Wirth. Die Preußen mit dem besseren Start. Aber der TSV davon kaum beeindruckt. Ganz im Gegenteil.

Jetzt war man so richtig wach. Musste Jonas Tämmler, der nach Handgelenkbruch aus dem Entscheidungsspiel der Vorsaison gegen den SV Schmölln und Operation erstmals in dieser Spielzeit wieder zwischen den Pfosten stand, einmal mit spektakulärer Flugeinlage klären, waren es die Gäste aus Scheubengrobsdorf, die von da an das Spiel dominierten. Wie schon so oft in dieser Saison, scheiterte man aber an der Chancenverwertung.

Möglichkeiten ergaben sich zwischen der 15. und 45. Minute zu Hauf. Ein Freistoß von Tim Richter verfehlte sein Ziel nur um Millimeter. Wenig später stand unser Kapitän nach wunderschöner Kombination und doppeltem Doppelpass völlig frei vor dem Keeper und verzog überhastet. Ebenso Markus Klotz. Auch er hatte die 100-prozentige Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am diesmal aufmerksamen Gastgeber-Schlussmann Julien Patzer, der allerdings nicht immer den sichersten Eindruck hinterließ.

Eine weitere dieser riesengroßen Möglichkeiten hatte kurz darauf Jannik Wolff, der aus etwa 12 Metern leider nur das Aluminium traf. Wie sagt man doch so schön: Erst hatte man kein Glück und dann kam auch noch das Pech dazu. Aber wir bleiben dran und wollen uns für unser gefälliges Spiel und das Chancenplus belohnen. Und dann ist es soweit.

Nach knapp einer halben Stunde war es abermals der auffällige Wolf, der nach Zuspiel von Sascha Winefeld über links nicht zu halten war und scharf nach innen passte. Dort brauchte der mitgelaufene Rehnelt nur noch die Innenseite hinhalten und den Ball aus Mittelstürmerposition über die Linie drücken. Da war er nun endlich. Der mittlerweile hochverdiente Ausgleich. Das 1:1. Mit dem für den favorisierten Gastgeber schmeichelhaften Unentschieden ging es kurz darauf in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang waren unsere Jungs lange das deutlich bessere Team. Und immer wieder war es Wolff, den die gegnerische Abwehr einfach nicht in den Griff bekam. Nur zwei Minuten nach der Pause lief er nach Rückpass der Preußen den ballführenden gegnerischen Keeper im Sprint an. Der war davon wohl so sehr überrascht, so dass er, beim Versuch den Ball nach vorn zu schlagen, Jannik Wolff traf. Dieser reagierte am Schnellsten und schob den abgeprallten Ball von halbrechts aus Nahdistanz in den leeren Kasten. Der Außenseiter aus den Westvororten führte in Langensalza.

Und das zu diesem Zeitpunkt hoch verdient. Verletzungsbedingte Wechsel brachten dann aber etwas Sand ins Getriebe. Dennoch weitere Möglichkeiten für Blau. Ein Fernschuss von Jannik Wolff verfehlte den Kasten, einen Freistoß von Tim Richter, der schlitzohrig um die Mauers auf`s kurze Eck gezogen war, parierte Keeper Patzer stark. Mit einer Verletzung im Knie musste in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bereits Mathias Leopold mit schmerzverzerrtem Gesicht, von zwei Mitspielern gestützt, vom Spielfeld.

20 Minuten vor Ultimo war es Jannik Wolff, der mit leichten muskulären Problemen vom Platz musste, nachdem er bis zu diesem Zeitpunkt bereits gefühlte zehn oder 12 Kilometer gelaufen war. Nach seiner langen Verletzungspause in der Hinrunde kommt unsere Nummer 13 – gestern im erst sechsten Spiel der Saison – aber so nach und nach immer besser in Schwung. Vier Tore und zwei Assists stehen in diesen sechs Spielen bereits auf seiner Habenseite.

So nach und nach übernahmen dann in den letzten 15 Minuten die Gastgeber das Zepter. Immer wieder drückten die körperlich großgewachsenen und robusten Spieler auf den Ausgleich und versuchten es primär mit weiten Bällen oder hohen Flanken in unseren Strafraum. Große Chancen, allerdings Mangelware. Wir verteidigen das insgesamt sehr gut. Jonas Tämmler ist auf dem Posten und fängt alles das, was direkt vor seinen Kasten kommt, sicher weg. Teilweise agierte das Wirth-Team nun mit vier Stürmern, setzte alles auf eine Karte. Suchte Standards.

Westvororte konnte die sich nun bietenden Räume allerdings nicht nutzen. Drei Minuten vor Ultimo werden die Angriffsbemühungen des FSV Preußen dann aber doch noch belohnt. Ein Standard musste herhalten, um gegen aufopferungsvoll kämpfende Scheubengrobsdorfer den Ausgleich zu erzielen. Der 1,90 große Noah Maximilian Dolzer sprang am langen Pfosten am höchsten und versenkte den Ball per Kopf im Netz. Der für unsere Farben bittere späte Ausgleich.

Noch ein, zwei weitere Versuche auf beiden Seiten führten zu kleineren Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben, so dass das souveräne Schiedsrichtertrio um Referee Tarik El-Hallag das insgesamt faire Spiel nach 90 + 5 Minuten abpfiff. Fazit: Der TSV ist mit einem Punktgewinn beim Favoriten in Langensalza vor 120 Zuschauern respektabel in die Rückrunde gestartet. Ärgerlich, dass man kurz vor Ultimo einen Sieg aus der Hand gegeben hat, der nicht unberechtigt gewesen wäre.

Das Team von Trainer Daniel Gehrt war über weite Strecken der Begegnung das bessere Team und hatte auch die größeren Möglichkeiten. Insgesamt hat sich unsere Mannschaft wirklich hervorragend präsentiert. Auch beim Favoriten in Bad Langensalza, gegen den man im November 2022 – man höre und staune – noch mit 9:0 unterlag, zeigte man, dass man mit den großen und etablierten Verbandsligisten mithalten kann. Weiter so.

An dieser Stelle wünschen wir unserem Spieler Mathias Leopold nach seiner schweren Verletzung alles erdenklich Gute und vor allem schnelle Genesung und bedanken uns auf diesem Wege nochmals bei Michael Brzezek, dem Betreuer des FSV Preußen Bad Langensalza, der sich rührend und fachmännisch um unseren Spieler gekümmert hat. Das ist Fußball. Konkurrenz auf dem Platz. FairPlay daneben. Im Zeitalter der vielen Negativnachrichten ein durchaus erwähnenswertes und positives Zeichen. Danke, Micha!

Ohne Worte …

#ausgerafürgera

#westvororte … wo Freunde nicht nur zusammen Fußball spielen

Foto: Thüringer Allgemeine

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